1Habt keine Angst. Ihr vertraut auf Gott, nun vertraut auch auf mich!2Es gibt viele Wohnungen im Haus meines Vaters, und ich gehe voraus, um euch einen Platz vorzubereiten. Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch dann so gesagt? (Ps 90,1; Joh 2,16)3Wenn dann alles bereit ist, werde ich kommen und euch holen, damit ihr immer bei mir seid, dort, wo ich bin.4Ihr wisst ja, wohin ich gehe und wie ihr dorthin kommen könnt.«5»Nein, Herr, das wissen wir nicht«, sagte Thomas. »Wir haben keine Ahnung, wo du hingehst; wie können wir da den Weg kennen?«6Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Joh 1,4; Joh 8,32; Joh 10,10; Joh 11,25; Röm 5,2; Eph 2,18; Hebr 10,20; 1Joh 5,20)7Wenn ihr erkannt habt, wer ich bin, dann habt ihr auch erkannt, wer mein Vater ist.[1] Doch von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen!« (Joh 6,46; Joh 8,19; 1Joh 2,13)8Philippus sagte: »Herr, zeig uns den Vater, dann sind wir zufrieden.«9Jesus erwiderte: »Philippus, weißt du denn nach all der Zeit, die ich bei euch war, noch immer nicht, wer ich bin? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen! Warum verlangst du noch, ihn zu sehen? (Joh 1,14; Joh 12,45; 2Kor 4,4; Kol 1,15; Hebr 1,3)10Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich euch sage, stammen ja nicht von mir, sondern der Vater, der in mir lebt, wirkt durch mich. (Joh 5,19; Joh 10,38; Joh 17,11)11Glaubt doch, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist. Oder glaubt wenigstens aufgrund von dem, was ich getan habe.12Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird dieselben Dinge tun, die ich getan habe, ja noch größere, denn ich gehe, um beim Vater zu sein.13Ihr dürft in meinem Namen um alles bitten, und ich werde eure Bitten erfüllen, weil durch den Sohn der Vater verherrlicht wird.14Bittet, um was ihr wollt, in meinem Namen, und ich werde es tun!
Jesus verspricht den Jüngern den Heiligen Geist
15Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.16Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Ratgeber[2] geben, der euch nie verlassen wird. (Joh 14,26; Joh 15,26)17Es ist der Geist der Wahrheit. Die Welt kann ihn nicht empfangen, denn sie sieht ihn nicht und erkennt ihn nicht. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. (Röm 8,15; 1Joh 3,24)18Nein, ich werde euch nicht verwaist zurücklassen – ich werde zu euch kommen. (Röm 8,9; 2Kor 3,17)19Die Welt wird mich schon bald nicht mehr sehen, doch ihr werdet es. Denn ich werde leben, und ihr werdet auch leben.20Wenn ich wieder zum Leben auferstanden bin, werdet ihr wissen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir seid und ich in euch. (Joh 10,38; Joh 15,4; Joh 16,16; Joh 17,21)21Wer meine Gebote kennt und sie befolgt, der liebt mich. Und weil er mich liebt, wird mein Vater ihn lieben und ich werde ihn lieben. Und ich werde mich ihm persönlich zu erkennen geben.« (Joh 15,10; Joh 16,27; 1Joh 2,5; 2Joh 1,6)22Judas (nicht Judas Iskariot, sondern der andere Jünger gleichen Namens) sagte zu ihm: »Herr, warum willst du dich nur uns zu erkennen geben und nicht der ganzen Welt?« (Lk 6,16; Apg 10,41)23Jesus erwiderte: »Wer mich liebt, wird tun, was ich sage. Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen. (Ps 91,1; Joh 15,10; Eph 3,17; 1Joh 4,16; 1Joh 5,3; Offb 3,20; Offb 21,3)24Wer mich nicht liebt, wird nicht tun, was ich sage. Vergesst nicht: Meine Worte kommen nicht aus mir selbst, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. (Joh 7,16; Joh 14,10)25Ich sage euch all diese Dinge jetzt, solange ich noch bei euch bin.26Doch wenn der Vater den Ratgeber als meinen Stellvertreter schickt – und damit meine ich den Heiligen Geist –, wird er euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Joh 1,33; Joh 20,19; Phil 4,7; Kol 3,15)27Ich lasse euch ein Geschenk zurück – meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.28Denkt an das, was ich euch gesagt habe: Ich gehe fort, aber ich werde wieder zu euch kommen. Wenn ihr mich wirklich lieb habt, freut ihr euch für mich, weil ich jetzt zum Vater gehen darf, der größer ist als ich.29Ich habe euch all diese Dinge gesagt, ehe sie geschehen, damit ihr, wenn sie eintreffen, glaubt. (Joh 13,19)30Mir bleibt nicht mehr viel Zeit, mit euch zu sprechen, weil der Herrscher dieser Welt schon ganz nah ist. Er hat keine Macht über mich;31doch ich werde tun, was der Vater von mir will, damit die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe. Kommt, lasst uns von hier weggehen. (Joh 10,18; Joh 12,49)
1»Lasst euch durch nichts ´in eurem Glauben` erschüttern!«, ´sagte Jesus zu seinen Jüngern.` »Vertraut auf Gott und vertraut auf mich![1]2Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich dann etwa zu euch gesagt, dass ich dorthin gehe[2], um einen Platz für euch vorzubereiten?3Und wenn ich[3] einen Platz für euch vorbereitet habe, werde ich wieder kommen und euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.4Den Weg, der dorthin führt, wo ich hingehe, kennt ihr ja.[4]«5»Herr«, sagte Thomas, »wir wissen doch nicht einmal, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg dorthin kennen?« –6»Ich bin der Weg«, antwortete Jesus, »ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur[5] durch mich.7Wenn ihr erkannt habt, wer ich bin[6], werdet ihr auch meinen Vater erkennen.[7] Ja, ihr kennt ihn bereits[8]; ihr habt ihn bereits gesehen.«
Wer den Sohn sieht, sieht den Vater
8»Herr«, sagte Philippus, »zeig uns den Vater; das genügt uns.« –9»So lange bin ich schon bei euch, und du kennst mich immer noch nicht, Philippus?« entgegnete Jesus. »Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: ›Zeig uns den Vater‹?10Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Was ich euch sage, sage ich nicht aus mir selbst heraus. Der Vater, der in mir ist, handelt durch mich; es ist alles sein Werk.[9]11Glaubt es mir, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist. Wenn ihr immer noch nicht davon überzeugt seid[10], dann glaubt es doch aufgrund von dem, was durch mich geschieht.12Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die ich tue, auch tun; ja er wird sogar noch größere Dinge tun. Denn ich gehe zum Vater,13und alles, worum ihr dann in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters offenbart wird.14Wenn ihr mich[11] in meinem Namen um etwas bitten werdet, werde ich es tun.«
Der Heilige Geist – Jesu Stellvertreter
15»Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.16Und der Vater wird euch ´an meiner Stelle` einen anderen Helfer[12] geben, der für immer bei euch sein wird; ich werde ihn darum bitten.17Er wird euch den Geist der Wahrheit geben, den die Welt nicht bekommen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Aber ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein[13].18Ich werde euch nicht als hilflose Waisen zurücklassen; ich komme zu euch.19Nur noch kurze Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber werdet mich sehen, und weil ich lebe, werdet auch ihr leben.[14]20An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und dass ihr in mir seid und ich in euch bin.21Wer sich an meine Gebote hält[15] und sie befolgt, der liebt mich wirklich. Und wer mich liebt, den wird mein Vater lieben; und auch ich werde ihn lieben und mich ihm zu erkennen geben.«22Da fragte ihn Judas (der andere Judas, nicht Judas Iskariot): »Herr, wie kommt es denn, dass du dich nur uns zu erkennen geben willst und nicht der Welt?«23Jesus gab ihm zur Antwort: »Wenn jemand mich liebt, wird er sich nach meinem Wort richten. Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.24Wer mich nicht liebt, richtet sich nicht nach meinen Worten. Und was ich euch sage, ist nicht mein Wort; ihr hört das Wort des Vaters, der mich gesandt hat.25Diese Dinge sage ich euch, solange ich noch bei euch bin.26Der Helfer, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, wird euch alles ´Weitere` lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.27Was ich euch zurücklasse, ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden – einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann[16]. Lasst euch durch nichts ´in eurem Glauben` erschüttern, und lasst euch nicht entmutigen!28Ihr erinnert euch[17], dass ich zu euch gesagt habe: ›Ich gehe weg, und ich komme wieder zu euch.‹[18] Wenn ihr mich wirklich lieben würdet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.29Ich sage euch das alles, bevor es eintrifft, damit ihr, wenn es dann geschieht, glaubt.30Viel werde ich nicht mehr mit euch reden können, denn der Herrscher dieser Welt hat sich bereits gegen mich aufgemacht. Er findet zwar nichts an mir, was ihm Macht über mich geben könnte[19],31aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie der Vater es mir aufgetragen hat. Steht auf[20], wir wollen gehen!«
1Lasst euren Mut nicht sinken! Setzt euer Vertrauen auf Gott und vertraut auch mir!2Das Haus meines Vaters hat viele Wohnungen. Das ist so! Denn sonst hätte ich euch nicht gesagt, dass ich dorthin gehe und den Ort für euch vorbereite.3Und wenn ich dorthin gehe und den Ort vorbereite, werde ich wiederkommen und euch bei mir aufnehmen. Denn da, wo ich bin, sollt ihr auch sein.4Und wohin ich gehe, den Weg dahin kennt ihr ja!«5Da sagte Thomas zu ihm: »Herr, wir wissen nicht, wohin du unterwegs bist. Wie können wir da den Weg kennen?«6Jesus antwortete: »Ich selbst bin der Weg und auch die Wahrheit und das Leben. Nur durch mich findet ein Mensch zum Vater.7Wenn ihr mich kennengelernt habt, dann kennt ihr auch meinen Vater. Und von jetzt an kennt ihr ihn, denn ihr habt ihn ja gesehen!«8Da sagte Philippus zu ihm: »Herr, zeige uns den Vater! Das reicht dann für uns aus!«9Da sagte Jesus zu ihm: »So viel Zeit habe ich jetzt schon mit euch verbracht, und du kennst mich immer noch nicht, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat damit den Vater gesehen. Warum sagst du dann: ›Zeig uns den Vater!‹?10Glaubst du nicht, dass ich ganz in der Wirklichkeit des Vaters lebe und dass der Vater ganz in mir lebt? Alle Worte, die ich zu euch sage, spreche ich nicht aus mir selbst heraus. Der Vater, der immer in mir wohnt, vollbringt seine Taten.11Vertraut mir doch, dass ich im Vater lebe und der Vater in mir. Zumindest vertraut doch aufgrund der wunderbaren Taten, die ich getan habe!12Ja, ganz deutlich versichere ich euch: Wer sein Vertrauen auf mich setzt, der wird die gleichen Taten vollbringen wie ich. Und er wird noch Bedeutenderes tun, denn ich bin jetzt auf dem Weg zum Vater.13Und was auch immer ihr in meinem Namen im Gebet erbitten werdet, das werde ich tun. So entfaltet sich die Herrlichkeit des Vaters im Sohn.14Wenn ihr um etwas in meinem Namen bitten werdet, das werde ich tun.15Genau darin zeigt sich eure Liebe zu mir, dass ihr so lebt, wie ich es euch aufgetragen habe.
Der Unterstützer
16Und ich werde den Vater bitten, dass er euch noch einen Unterstützer zur Seite stellt. Der soll bis in alle Ewigkeit bei euch sein.17Das ist der Geist, dessen Wesen Wahrheit ist. Den kann die von Gott abgewandte Menschheit nicht bei sich aufnehmen, denn sie nimmt ihn nicht wahr und erkennt ihn nicht. Aber ihr nehmt ihn wahr, denn er bleibt in euch und wird in euch sein.18Ich lasse euch nicht allein wie Waisenkinder, um die sich niemand kümmert. Nein, ich selbst komme zu euch.19Es dauert noch eine kurze Zeit, und die Menschen in dieser Welt werden mich nicht mehr zu Gesicht bekommen. Aber ihr werdet mich sehen, denn ich bin lebendig, und auch ihr werdet Anteil an diesem Leben haben.20An dem Tag, an dem das geschieht, werdet ihr erkennen, wie es wirklich ist: Ich lebe in der Wirklichkeit meines Vaters, so wie ihr in mir lebt und ich in euch.21Wer meine Anweisungen erhalten hat und sie in die Tat umsetzt, der zeigt damit, dass er mich wirklich liebt. Und wer mich liebt, der wird die Liebe meines Vaters erfahren. Und ich werde diesem Menschen meine Liebe zeigen. Ja, ich werde mich ihm selbst zu erkennen geben.«22Der andere Judas, nicht der mit dem Beinamen Iskariot, fragte ihn: »Meister, was meinst du damit, dass du dich uns zu erkennen geben willst, aber nicht den Menschen in der Welt?«23Jesus gab ihm die Antwort: »Wenn ein Mensch mich wirklich lieb hat, dann wird er an dem festhalten, was ich gesagt habe, und das in die Tat umsetzen. Dann wird auch mein Vater ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.24Wenn ein Mensch mich aber nicht liebt, dann hält er auch nicht an meinen Aussagen fest. Doch die Botschaft, die ihr hört, stammt nicht von mir, sondern von dem Vater, der mich ausgesendet hat.25Diese Dinge habe ich euch gesagt, solange ich noch bei euch bin.26Doch der Unterstützer, der Heilige Geist, den mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch in all diesen Dingen unterrichten und euch an alle meine Aussagen erinnern.
Friede, der bleibt
27Das, was ich euch zurücklasse, ist Frieden. Ihn gebe ich euch, meinen Frieden. Das, was ich gebe, ist ganz anders als das, was diese Welt zu geben hat. Lasst es nicht zu, dass eure Herzen völlig verschreckt oder vor Angst ganz schwach werden.28Das, was ich gesagt habe, habt ihr gehört: ›Ich gehe fort und komme dann wieder zu euch zurück!‹ Wenn eure Liebe zu mir echt wäre, dann würdet ihr euch doch darüber freuen, dass ich jetzt zum Vater gehe! Denn der Vater ist viel bedeutender als ich.29Ich habe es euch jetzt schon gesagt, bevor es sich ereignet, damit ihr vertrauen könnt, wenn es dann geschieht.30Ich werde nicht mehr viele Dinge sagen. Denn der Herrscher über diese diesseitige Welt ist auf dem Weg hierher. Doch er hat keine Macht über mich.31Aber damit alle Menschen in der Welt erkennen können, dass ich den Vater lieb habe und alles genau so tue, wie er es mir aufgetragen hat: Steht auf, lasst uns jetzt von hier fortgehen!