1Ich blickte wieder auf und sah eine Schriftrolle heranfliegen. (Jer 36,1; Hes 2,9)2»Was siehst du?«, fragte der Engel. »Ich sehe eine fliegende Schriftrolle«, antwortete ich. »Sie ist 20 Ellen lang und zehn Ellen breit[1].«3Da sagte er zu mir: »Dies ist der Fluch, der über das ganze Land kommen wird. Jeder, der gestohlen hat, wird nach dieser Rolle aus dem Land verbannt, und jeder, der einen Meineid geschworen hat, wird nach dieser Rolle aus dem Land verbannt. (2Mo 20,15; Jer 26,6; Mal 3,8)4›Ich habe diesen Fluch geschickt‹, spricht der HERR, der Allmächtige, ›und er kommt in die Häuser aller Diebe und in die Häuser all derer, die bei meinem Namen falsch geschworen haben. Mein Fluch bleibt in ihren Häusern, bis sie völlig zerstört sind – samt ihrem Holz und ihren Steinen.‹« (3Mo 14,34; Jer 2,26; Hab 2,9; Mal 3,5)
Die Frau in der Tonne
5Der Engel, der mit mir sprach, trat vor und sagte zu mir: »Schau nach oben und achte auf das, was da erscheint.« (Sach 1,9)6»Was ist es?«, fragte ich. Er antwortete: »Es ist eine Tonne[2], die da erscheint.« Und er fuhr fort: »Es ist die Sünde[3] des ganzen Landes.« (3Mo 19,36; Am 8,5)7Als der Bleideckel angehoben wurde, kam eine Frau zum Vorschein, die in der Tonne saß.8Der Engel sagte: »Das ist die Gottlosigkeit.« Er stieß sie zurück in die Tonne und warf den Bleideckel wieder auf die Öffnung. (Hos 12,8; Mi 6,11)9Dann blickte ich auf und sah, wie zwei Frauen erschienen, deren Flügel vom Wind getragen wurden. Denn sie hatten Flügel, die wie Storchenflügel waren, und sie trugen die Tonne zwischen Himmel und Erde davon.10»Wo bringen sie die Tonne hin?«, fragte ich den Engel, der mit mir redete.11Er antwortete: »Ins Land Schinar[4], um ihr einen Tempel zu errichten und sie auf ein Podest zu stellen.« (1Mo 10,10; Jes 11,11; Dan 1,2)
1Wieder erhob ich meine Augen und sah: Und siehe, eine fliegende Schriftrolle.2Er fragte mich: Was siehst du? Ich antwortete: Ich sehe eine fliegende Schriftrolle, zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit.3Da sagte er zu mir: Das ist der Fluch, der über die ganze Erde ausgeht. Denn jeder, der stiehlt, wie lange schon bleibt er ungestraft; und jeder, der schwört, wie lange schon bleibt er ungestraft!4Ich habe ihn ausgehen lassen - Spruch des HERRN der Heerscharen - und er wird eindringen in das Haus des Diebes und in das Haus dessen, der bei meinem Namen falsch schwört. Und der Fluch wird im Innern seines Hauses bleiben und wird es vernichten samt Holz und Steinen. (3Mo 19,12; Sach 8,17)
Siebte Vision Die Frau im Fass
5Der Engel, der mit mir redete, kam hervor und sagte zu mir: Erhebe deine Augen und sieh, was da hervorkommt!6Ich fragte: Was ist das? Er antwortete: Was da hervorkommt, ist ein Fass. Und er fuhr fort: Das ist ihre Schuld auf der ganzen Erde.[1]7Und siehe: Der Deckel aus Blei hob sich und da saß eine Frau mitten im Fass.8Er sagte: Das ist die Ruchlosigkeit. Darauf stieß er sie in das Fass zurück und warf die Bleiplatte auf dessen Öffnung.9Als ich meine Augen erhob und hinsah, siehe, da traten zwei Frauen hervor und ein Wind füllte ihre Flügel - sie hatten nämlich Flügel wie Storchenflügel - und sie trugen das Fass zwischen Erde und Himmel fort.10Darauf fragte ich den Engel, der mit mir redete: Wohin bringen sie das Fass?11Er antwortete mir: Ihm soll im Land Schinar ein Tempel gebaut werden. Ist er errichtet, wird es dort an seinem Platz aufgestellt werden. (1Mo 10,10; 1Mo 11,2; Jes 11,11; Dan 1,2)