1Seht, was für eine Liebe unser himmlischer Vater uns geschenkt hat, nämlich, dass wir seine Kinder genannt werden – und das sind wir auch! Doch die Menschen, die zu dieser Welt gehören, kennen Gott nicht; deshalb verstehen sie auch nicht, dass wir seine Kinder sind. (Joh 1,12; Joh 16,3; Joh 17,26; Röm 8,16; Eph 1,4)2Meine lieben Freunde, wir sind schon jetzt die Kinder Gottes, und wie wir sein werden, wenn Christus wiederkommt, das können wir uns nicht einmal vorstellen. Aber wir wissen, dass wir bei seiner Wiederkehr sein werden wie er, denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist. (Joh 17,24; Röm 8,19; 2Kor 3,18; Phil 3,21)3Und jeder, der diese Hoffnung hat, achtet darauf, dass er rein bleibt, so wie Christus rein ist[1].4Wer sündigt, missachtet das Gesetz Gottes, denn Sünde bedeutet immer Auflehnung gegen Gottes Gesetz. (Mt 7,23)5Und ihr wisst, dass Jesus kam, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, denn er ist ohne Sünde. (Jes 53,1; Joh 1,29; 2Kor 5,21)6Wer also mit ihm lebt, sündigt nicht. Wer aber weiter sündigt, hat ihn nicht erkannt oder nicht begriffen, wer er ist. (Röm 6,14; 1Joh 3,9)7Liebe Kinder, lasst euch von niemandem verführen! Wer handelt, wie es dem Willen Gottes entspricht, ist gerecht, wie Christus gerecht ist.8Aber wenn Menschen sündigen, zeigt das, dass sie zum Machtbereich des Teufels gehören, der von Anfang an gesündigt hat. Doch der Sohn Gottes kam, um die Taten des Teufels zu vernichten. (Joh 8,44)9Wer zu Gott gehört, sündigt nicht, weil Gottes Leben in ihm ist. Deshalb kann er nicht mehr sündigen, denn er ist von Gott geboren. (Jak 1,18; 1Petr 1,3)10Daran ist erkennbar, wer ein Kind Gottes und wer ein Kind des Teufels ist. Wer nicht nach Gottes Willen handelt und seinen Nächsten[2] nicht liebt, der gehört nicht zu Gott. (Joh 1,12)
Liebt einander
11Das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben. (Joh 13,34; Joh 15,12)12Wir sollen nicht wie Kain sein, der dem Bösen angehörte und seinen Bruder tötete. Und warum tötete er ihn? Weil die Taten Kains böse waren, die seines Bruders aber gerecht. (1Mo 4,3)13Wundert euch nicht, Brüder, wenn die Welt euch hasst! (Joh 15,18)14Wenn wir die anderen Gläubigen[3] lieben, beweist dies, dass wir vom Tod zum ewigen Leben durchgebrochen sind. Wer aber die Brüder nicht liebt, der ist immer noch tot.15Wer seinen Bruder hasst, ist ein Mörder. Und ihr wisst, dass kein Mörder das ewige Leben in sich trägt. (Mt 5,21; Joh 8,44)16Wir haben die wahre Liebe daran erkannt, dass Christus sein Leben für uns gegeben hat. Deshalb sollen auch wir unser Leben für unsere Brüder einsetzen. (Joh 13,1; Joh 15,13; Phil 2,17)17Doch wenn einer genügend Geld hat, um gut zu leben, und einen anderen in Not sieht und sich weigert zu helfen – wie soll die Liebe Gottes da in ihm bleiben? (5Mo 15,7; Jak 2,15)18Liebe Kinder, wir wollen nicht nur davon reden, dass wir einander lieben; unser Tun soll ein glaubwürdiger Beweis unserer Liebe sein. (Röm 12,9; Jak 1,22)19Hieran erkennen wir, dass wir in der Wahrheit leben und Gott voller Zuversicht begegnen können, (Joh 18,37)20selbst wenn unser Herz uns verurteilt. Denn Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles.21Liebe Freunde, wenn unser Gewissen rein ist, können wir mit Zuversicht und mutig vor Gott treten. (Röm 5,1)22Und wir werden von ihm bekommen, was immer wir erbitten, weil wir ihm gehorchen und tun, was ihm Freude macht. (Mt 7,7; Joh 8,29; Joh 14,13)23Und so lautet sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes, Jesus Christus, glauben und einander lieben, wie er es uns aufgetragen hat. (Joh 6,29; Joh 13,34)24Wer die Gebote Gottes befolgt, der lebt in Gemeinschaft mit ihm, und Gott ist in ihm. Und wir wissen, dass er in uns bleibt durch den Heiligen Geist. (Röm 8,9)
1.Johannes 3
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches Bibelwerk1Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Deshalb erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. (Joh 1,12; Röm 8,14; Eph 1,5)2Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Doch ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (1Kor 13,12; Kol 3,4)3Jeder, der diese Hoffnung auf ihn setzt, heiligt sich, so wie er heilig ist. (2Kor 7,1)4Jeder, der die Sünde tut, handelt gesetzwidrig; denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit.5Ihr wisst, dass er erschienen ist, um die Sünden wegzunehmen, und in ihm ist keine Sünde. (Joh 1,29; Hebr 7,26)6Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht. Jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen und ihn nicht erkannt.7Meine Kinder, lasst euch von niemandem in die Irre führen! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie er gerecht ist.8Wer die Sünde tut, stammt vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören. (1Mo 3,15; Joh 8,34; 1Joh 3,12)9Jeder, der von Gott stammt, tut keine Sünde, weil Gottes Same in ihm bleibt, und er kann nicht sündigen, weil er von Gott stammt.10Daran kann man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen: Jeder, der die Gerechtigkeit nicht tut und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott.
Aufruf zur Bruderliebe
11Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben (Joh 13,34; 1Joh 1,5; 1Joh 2,7)12und nicht wie Kain handeln, der von dem Bösen stammte und seinen Bruder erschlug. Warum hat er ihn erschlagen? Weil seine Taten böse waren, die Taten seines Bruders aber gerecht. (1Mo 4,8)13Wundert euch nicht, Brüder und Schwestern, wenn die Welt euch hasst! (Joh 15,18)14Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, bleibt im Tod. (Joh 5,24; Joh 11,26)15Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Menschenmörder und ihr wisst: Kein Menschenmörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt. (Mt 5,21; Joh 8,44)16Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben. (Joh 13,1; Joh 15,12)17Wenn jemand die Güter dieser Welt hat und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht, wie kann die Liebe Gottes in ihm bleiben? (5Mo 15,7; Jak 2,15; 1Joh 4,20)18Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit. (Jak 1,25; Jak 2,12)19Und daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind. Und wir werden vor ihm unser Herz überzeugen,20dass, wenn unser Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß.21Geliebte, wenn das Herz uns aber nicht verurteilt, haben wir gegenüber Gott Zuversicht;22und alles, was wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was ihm gefällt. (Joh 14,13; Joh 15,7; Joh 16,23)23Und das ist sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben gemäß dem Gebot, das er uns gegeben hat. (Joh 13,34; Joh 15,12)24Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat. (Joh 14,21; Röm 8,9)