Johannes 3

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. (Joh 7,50; Joh 19,39)2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. (1Petr 1,23)4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. (Hes 36,25; Mt 3,11; Tit 3,5)6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. (Joh 1,13; Joh 6,63; Röm 8,5)7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden.8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag das zugehen?10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht?11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an.12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage?13 Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, (4Mo 21,8)15 auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Röm 5,8; Röm 8,32; 1Joh 4,9)17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. (Lk 19,10)18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. (Joh 5,24)19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. (Joh 1,5; Joh 1,9)20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. (Eph 5,13)21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind. (1Joh 1,6)22 Danach kam Jesus mit seinen Jüngern in das Land Judäa und blieb dort eine Weile mit ihnen und taufte. (Joh 4,1)23 Aber auch Johannes taufte in Änon, nahe bei Salim, denn es war da viel Wasser; und sie kamen und ließen sich taufen.24 Johannes war ja noch nicht ins Gefängnis geworfen. (Mk 1,14)25 Da erhob sich ein Streit zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden über die Reinigung.26 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der bei dir war jenseits des Jordans, von dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und alle kommen zu ihm. (Joh 1,26)27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. (Hebr 5,4)28 Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin vor ihm her gesandt. (Joh 1,20; Joh 1,23; Joh 1,27)29 Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihm zuhört, freut sich sehr über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. (Jer 33,11; Mt 9,15)30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.31 Der von oben her kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, ist über allen. (Joh 8,23)32 Was er gesehen und gehört hat, das bezeugt er; und sein Zeugnis nimmt niemand an.33 Wer aber sein Zeugnis annimmt, der besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist.34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist ohne Maß. (Joh 1,16)35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. (Mt 11,27; Joh 5,20)36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

Johannes 3

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Es war aber einer unter den Pharisäern, sein Name war Nikodemus, einer vom Hohen Rat der Juden.2 Dieser kam zu ihm in der Nacht und sagte: Rabbi, wir wissen, dass du als Lehrer von Gott gekommen bist, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. (Joh 2,23; Joh 5,36; Joh 9,16)3 Jesus entgegnete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wer nicht von oben geboren wird,[1] kann das Reich Gottes nicht sehen.4 Nikodemus sagt zu ihm: Wie kann denn ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht ein zweites Mal in den Schoss der Mutter gelangen und geboren werden?5 Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wer nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann nicht in das Reich Gottes gelangen. (Joh 1,12; 1Kor 15,50)6 Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. (Joh 6,63)7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von oben geboren werden.8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, weisst aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist. (Joh 7,27)9 Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann das geschehen?10 Jesus antwortete ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?11 Amen, amen, ich sage dir: Was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, doch unser Zeugnis nehmt ihr nicht an.12 Wenn ich vom Irdischen zu euch rede, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr da glauben, wenn ich vom Himmlischen zu euch rede?13 Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen ausser dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Menschensohn. (Joh 6,62)14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, (4Mo 21,8)15 damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er den einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. (Joh 6,39; Joh 6,40; Joh 11,25; Joh 20,31)17 Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. (Lk 19,10; Joh 8,15; Joh 10,10; Joh 12,47; 1Joh 4,9)18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. (Joh 3,36; Joh 5,24; Joh 16,9)19 Dies aber ist das Gericht: Das Licht ist in die Welt gekommen, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. (Joh 1,5; Joh 8,12)20 Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. (Joh 7,7)21 Wer aber tut, was der Wahrheit entspricht, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott gewirkt sind.22 Danach ging Jesus mit seinen Jüngern in das judäische Land hinaus; und dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte. (Joh 4,1)23 Aber auch Johannes taufte, in Änon, nahe bei Salim, weil es dort viel Wasser gab; und die Leute kamen und liessen sich taufen.24 Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. (Mt 14,3)25 Da kam es zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden zu einem Streit über die Reinigung.26 Und sie gingen zu Johannes und sagten zu ihm: Rabbi, der bei dir war jenseits des Jordan, für den du Zeugnis abgelegt hast - der tauft, und alle laufen ihm zu. (Joh 1,7)27 Johannes entgegnete: Keiner kann sich etwas nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist.28 Ihr seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin vor ihm her gesandt. (Joh 1,20)29 Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihn hört, freut sich von Herzen über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt.30 Jener muss grösser werden, ich aber geringer.31 Wer von oben kommt, der ist über allem; wer von der Erde ist, ist von der Erde und redet von der Erde her. Wer vom Himmel kommt, der ist über allem. (Joh 8,23)32 Was er gesehen und gehört hat, das bezeugt er, und niemand nimmt sein Zeugnis an.33 Wer sein Zeugnis angenommen hat, bestätigt damit, dass Gott verlässlich ist.34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes - ohne zu messen, gibt er den Geist. (Joh 7,16; Joh 8,26; Joh 12,49; Joh 14,10)35 Der Vater liebt den Sohn, und er hat alles in seine Hand gegeben. (Mt 28,18; Joh 5,20; Joh 10,17; Joh 13,3)36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Joh 3,18; 1Joh 5,12)

Johannes 3

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Unter den Pharisäern gab es einen Mann namens Nikodemus; er war ein Mitglied des Hohen Rates.2 Eines Nachts kam er zu Jesus: »Rabbi«, sagte er, »wir wissen, dass Gott dich als Lehrer zu uns gesandt hat. Denn niemand kann die Wunder tun, die du vollbringst, wenn Gott sich nicht zu ihm stellt.«3 Darauf erwiderte Jesus: »Ich versichere dir, Nikodemus: Wer nicht neu[1] geboren wird, kann Gottes Reich nicht sehen und erleben.«4 Verständnislos fragte der Pharisäer: »Wie kann jemand neu geboren werden, wenn er schon alt ist? Er kann doch nicht wieder in den Mutterleib zurück und noch einmal auf die Welt kommen!«5 »Ich versichere dir«, entgegnete Jesus, »nur wer durch Wasser und durch Gottes Geist neu geboren wird, kann in Gottes Reich kommen!6 Ein Mensch kann immer nur menschliches Leben hervorbringen. Wer aber durch Gottes Geist geboren wird, bekommt neues Leben.[2]7 Wundere dich deshalb nicht, dass ich dir gesagt habe: ›Ihr müsst neu geboren werden.‹8 Es ist damit wie beim Wind[3]: Er weht, wo er will. Du hörst ihn, aber du kannst nicht erklären, woher er kommt und wohin er geht. So ist es auch mit der Geburt aus Gottes Geist.«9 Nikodemus ließ nicht locker: »Aber wie soll das nur vor sich gehen?«10 Jesus erwiderte: »Du bist ein anerkannter Gelehrter in Israel und verstehst das nicht?11 Ja, ich versichere dir: Wir reden nur von dem, was wir genau kennen. Und was wir bezeugen, das haben wir auch gesehen. Trotzdem nehmt ihr unser Wort nicht an.12 Ihr glaubt mir ja nicht einmal, wenn ich von irdischen Dingen rede! Wie also werdet ihr mir dann glauben, wenn ich von himmlischen Dingen spreche?13 Es ist noch nie jemand zum Himmel hinaufgestiegen außer dem Menschensohn, der vom Himmel herab auf die Erde gekommen ist.14 Du weißt doch, wie Mose in der Wüste eine Schlange aus Bronze an einer Stange aufrichtete, damit jeder, der sie ansah, am Leben blieb.[4] Genauso muss auch der Menschensohn erhöht werden[5], (4Mo 21,4)15 damit jeder, der glaubt, durch ihn das ewige Leben hat[6].16 Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.17 Gott hat nämlich seinen Sohn nicht zu den Menschen gesandt, um über sie Gericht zu halten, sondern um sie zu retten.18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht verurteilt. Wer aber nicht an ihn glaubt, über den ist das Urteil damit schon gesprochen. Denn er weigert sich, Gottes einzigem Sohn zu vertrauen.19 Und so vollzieht sich das Urteil: Das Licht ist in die Welt gekommen, aber die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht. Denn was sie taten, war böse.20 Wer Böses tut, scheut das Licht und bleibt lieber im Dunkeln, damit niemand ihm seine Taten nachweisen kann.21 Wer aber die Wahrheit Gottes liebt und das tut, was er will,[7] der tritt ins Licht! Dann zeigt sich: Gott selbst bestimmt das Handeln dieses Menschen.«22 Danach kam Jesus mit seinen Jüngern in die Provinz Judäa. Er blieb einige Zeit mit ihnen dort und taufte.23 Auch Johannes taufte bei Änon, in der Nähe von Salim, weil es dort genügend Wasser gab. Immer wieder kamen Menschen zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.24 Denn damals war er noch nicht im Gefängnis.25 Eines Tages kam es zwischen einigen Jüngern von Johannes und einem Juden zum Streit darüber, welche Taufe wichtiger sei[8].26 Gemeinsam gingen sie schließlich zu Johannes und berichteten ihm: »Rabbi, der Mann, der damals am anderen Jordanufer zu dir kam und auf den du die Menschen hingewiesen hast, der tauft jetzt selber. Alle Leute gehen zu ihm, anstatt zu uns zu kommen.«27 Doch Johannes erwiderte: »Kein Mensch kann sich auch nur das Geringste selber nehmen; es muss ihm von Gott gegeben werden.28 Ihr selbst könnt doch bezeugen, dass ich gesagt habe: ›Ich bin nicht der Christus, der von Gott versprochene Retter. Ich soll ihn nur ankündigen, mehr nicht.‹29 Die Braut gehört schließlich zum Bräutigam! Der Freund des Bräutigams freut sich mit ihm, auch wenn er nur danebensteht. So geht es mir jetzt. Meine Freude könnte nicht größer sein.30 Christus soll immer wichtiger werden, und ich will immer mehr in den Hintergrund treten.[9]31 Er ist vom Himmel gekommen und steht deshalb über allen. Wir gehören zur Erde und haben hier unseren Ursprung. Darum können wir nur aus irdischer Sicht reden. Christus aber kommt vom Himmel32 und kann bezeugen, was er dort gesehen und gehört hat. Trotzdem glaubt ihm keiner!33 Wer aber auf seine Botschaft hört, der bestätigt damit, dass Gott die Wahrheit sagt.34 Christus ist von Gott zu uns gesandt. Er redet Gottes Worte, denn Gott gibt ihm den Geist in seiner ganzen Fülle.35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles seiner Macht unterstellt.36 Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber nicht auf ihn hört, wird nie zum Leben gelangen, sondern Gottes Zorn wird für immer auf ihm lasten.«

Johannes 3

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Einer von den Pharisäern war Nikodemus, ein Mitglied des jüdischen Rates. (Joh 7,50; Joh 19,39)2 Eines Nachts kam er zu Jesus und sagte zu ihm: »Rabbi, wir wissen, dass Gott dich gesandt und dich als Lehrer bestätigt hat. Nur mit Gottes Hilfe kann jemand solche Wunder vollbringen, wie du sie tust.« (Mk 2,11; Mk 12,14)3 Jesus antwortete: »Amen, ich versichere dir: Nur wer von oben her[1] geboren wird, kann Gottes neue Welt zu sehen bekommen.« (Joh 1,13)4 »Wie kann ein Mensch geboren werden, der schon ein Greis ist?«, fragte Nikodemus. »Er kann doch nicht noch einmal in den Mutterschoß zurückkehren und ein zweites Mal auf die Welt kommen!«5 Jesus sagte: »Amen, ich versichere dir: Nur wer von Wasser und Geist geboren wird, kann in Gottes neue Welt hineinkommen.[2]6 Was Menschen zur Welt bringen, ist und bleibt von menschlicher Art. Von geistlicher Art kann nur sein, was vom Geist Gottes geboren wird. (Joh 6,63)7 Wundere dich also nicht, dass ich zu dir sagte: ›Ihr müsst alle von oben her geboren werden.‹8 Der Wind weht, wo es ihm gefällt. Du hörst ihn nur rauschen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So geheimnisvoll ist es auch, wenn ein Mensch vom Geist geboren wird.«9 »Wie ist so etwas möglich?«, fragte Nikodemus.10 Jesus antwortete: »Du bist ein anerkannter Lehrer Israels und weißt das nicht?11 Amen, ich versichere dir: Wir sprechen über Dinge, die wir kennen, und bezeugen das, was wir gesehen haben. Aber keiner von euch ist bereit, auf unsere Aussage zu hören. (Joh 3,32; Joh 8,26)12 Wenn ich zu euch über die irdischen Dinge rede und ihr mir nicht glaubt, wie werdet ihr mir dann glauben, wenn ich über die himmlischen Dinge mit euch rede?«[3] (Joh 14,1; Weis 9,16)13 Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen als nur der eine, der vom Himmel herabgekommen ist, der Menschensohn. (Spr 30,4)14 Mose richtete in der Wüste den Pfahl mit der bronzenen Schlange auf. Genauso muss auch der Menschensohn erhöht[4] werden, (4Mo 21,9; Joh 12,32)15 damit alle, die sich im Glauben ihm zuwenden,[5] durch ihn ewiges Leben bekommen. (Joh 20,31)16 Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben. (Joh 3,36; Joh 5,24; Röm 8,32; 1Joh 4,9)17 Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, um die Menschen zu verurteilen, sondern um sie zu retten. (Joh 12,47)18 Wer sich an den Sohn Gottes hält, wird nicht verurteilt. Wer sich aber nicht an ihn hält, ist schon verurteilt, weil er Gottes einzigen Sohn nicht angenommen hat. (Joh 5,22)19 So geschieht die Verurteilung: Das Licht ist in die Welt gekommen, aber die Menschen liebten die Dunkelheit mehr als das Licht; denn ihre Taten waren schlecht. (Joh 8,12)20 Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und bleibt im Dunkeln, damit seine schlechten Taten nicht offenbar werden. (Eph 5,11)21 Aber wer der Wahrheit gehorcht, kommt zum Licht; denn das Licht macht offenbar, dass er mit seinen Taten Gott gehorsam war.22 Danach ging Jesus mit seinen Jüngern in das Gebiet von Judäa. Dort verbrachte er einige Zeit mit ihnen und taufte.23 Auch Johannes taufte in Änon, nicht weit von Salim, denn dort gab es reichlich Wasser. Immer noch kamen Leute zu ihm und er taufte sie;24 denn er war zu jener Zeit noch nicht im Gefängnis. (Mk 1,14; Mk 6,17)25 Einmal stritten sich einige Jünger von Johannes mit einem anderen Juden darüber, welche Taufe den höheren Rang habe.[6]26 Sie kamen deshalb zu Johannes und sagten zu ihm: »Rabbi, der Mann, der dich am anderen Jordanufer aufsuchte und auf den du als Zeuge hingewiesen hast, der tauft jetzt auch und alle gehen zu ihm!« (Joh 1,29)27 Johannes antwortete: »Kein Mensch kann sich etwas nehmen, auch nicht das Geringste, wenn Gott es ihm nicht gegeben hat.28 Ihr könnt selbst bestätigen, dass ich sagte: ›Ich bin nicht der versprochene Retter,[7] sondern ich bin nur vor ihm hergesandt worden.‹ (Joh 1,20)29 Wer die Braut bekommt, ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams steht dabei, und wenn er den Bräutigam jubeln hört, ist er voller Freude. Genauso geht es jetzt mir: An meiner Freude fehlt nichts mehr. (Mt 9,15; Mk 2,19)30 Sein Einfluss muss wachsen, meiner muss abnehmen.«31 Er, der von oben kommt, steht über allen. Wer von der Erde stammt, gehört zur Erde und redet aus irdischer Sicht. Er aber, der vom Himmel kommt, (Joh 8,23; 1Joh 4,5)32 bezeugt das, was er dort gesehen und gehört hat. Doch keiner hört auf ihn. (Joh 3,11)33 Wer auf ihn hört, bestätigt damit, dass Gott die Wahrheit sagt.34 Der von Gott Gesandte spricht ja die Worte Gottes, denn Gott gibt ihm seinen Geist in grenzenloser Fülle.35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. (Mt 11,27; Mt 28,18; Joh 5,20; Joh 10,17; Joh 13,3; Joh 14,10; Joh 17,2)36 Wer sich an den Sohn hält,[8] hat das ewige Leben. Wer nicht auf den Sohn hört, wird niemals das Leben finden; er wird dem Zorngericht Gottes nicht entgehen. (Joh 3,16)

Johannes 3

La Bible du Semeur

von Biblica
1 Il y avait un homme qui s’appelait Nicodème; membre du parti des pharisiens, c’était un chef des Juifs.2 Il vint trouver Jésus de nuit et le salua en ces termes: Maître, nous savons que c’est Dieu qui t’a envoyé pour nous enseigner car personne ne saurait accomplir les signes miraculeux que tu fais si Dieu n’était pas avec lui.3 Jésus lui répondit: Vraiment, je te l’assure: à moins de renaître d’en haut[1], personne ne peut voir le royaume de Dieu.4 – Comment un homme peut-il naître une fois vieux? s’exclama Nicodème. Il ne peut tout de même pas retourner dans le ventre de sa mère pour renaître?5 – Vraiment, je te l’assure, reprit Jésus, à moins de naître d’eau, c’est-à-dire d’Esprit[2], personne ne peut entrer dans le royaume de Dieu. (Hes 36,25)6 Ce qui naît d’une naissance naturelle, c’est la vie humaine naturelle. Ce qui naît de l’Esprit est animé par l’Esprit.7 Ne sois donc pas surpris si je t’ai dit: Il vous faut renaître d’en haut[3].8 Le vent[4] souffle où il veut, tu en entends le bruit, mais tu ne sais ni d’où il vient ni où il va. Il en est ainsi pour quiconque est né de l’Esprit. (Hes 37,7)9 Nicodème reprit: Comment cela peut-il se réaliser?10 – Toi qui enseignes le peuple d’Israël, tu ignores cela? lui répondit Jésus.11 Vraiment, je te l’assure: nous parlons de ce que nous connaissons réellement, et nous témoignons de ce que nous avons vu; et pourtant, vous ne prenez pas notre témoignage au sérieux.12 Si vous ne croyez pas quand je vous parle des réalités terrestres, comment pourrez-vous croire quand je vous parlerai des réalités célestes?13 Car personne n’est monté au ciel, sauf celui qui en est descendu: le Fils de l’homme[5].14 Dans le désert, Moïse a élevé sur un poteau le serpent de bronze. De la même manière, le Fils de l’homme doit, lui aussi, être élevé15 pour que tous ceux qui placent leur confiance en lui aient la vie éternelle.16 Oui, Dieu a tant aimé le monde qu’il a donné son Fils, son unique, pour que tous ceux qui placent leur confiance en lui échappent à la perdition et qu’ils aient la vie éternelle.17 En effet, Dieu n’a pas envoyé son Fils dans le monde pour condamner le monde, mais pour que celui-ci soit sauvé par lui.18 Celui qui met sa confiance en lui n’est pas condamné, mais celui qui n’a pas foi en lui est déjà condamné, car il n’a pas mis sa confiance en la personne du Fils unique de Dieu.19 Et voici en quoi consiste sa condamnation: c’est que la lumière est venue dans le monde, mais les hommes lui ont préféré les ténèbres, parce que leurs actes sont mauvais.20 En effet, celui qui fait le mal déteste la lumière; il se garde bien de venir à la lumière de peur que ses actes soient révélés.21 Mais celui qui a une conduite conforme à la vérité vient à la lumière pour qu’on voie clairement qu’il accomplit ses actes dans la communion avec Dieu.22 Après cela, Jésus se rendit en Judée avec ses disciples; il y resta quelque temps avec eux et y baptisait.23 Jean, de son côté, baptisait à Enon, près de Salim[6]: il y avait là beaucoup d’eau, et de nombreuses personnes y venaient pour être baptisées.24 En effet, à cette époque, Jean n’avait pas encore été jeté en prison.25 Or, un jour, quelques-uns de ses disciples eurent une discussion avec un Juif[7] au sujet de la purification.26 Ils allèrent trouver Jean et lui dirent: Maître, tu te souviens de cet homme qui était avec toi de l’autre côté du Jourdain et pour qui tu as témoigné. Eh bien, le voilà qui baptise à son tour, et tout le monde se rend auprès de lui.27 Jean répondit: Nul ne peut s’attribuer une autre mission[8] que celle qu’il a reçue de Dieu.28 Vous en êtes vous-mêmes témoins; j’ai toujours dit: je ne suis pas le Messie, mais j’ai été envoyé comme son Précurseur.29 A qui appartient la mariée? Au marié. Quant à l’ami du marié, c’est celui qui se tient à côté de lui et qui l’écoute: entendre sa voix le remplit de joie. Telle est ma joie, et, à présent, elle est complète.30 Lui doit devenir de plus en plus grand, et moi de plus en plus petit.31 Qui vient d’en haut est au-dessus de tout. Qui est de la terre reste lié à la terre et parle des choses terrestres. Celui qui vient du ciel est [au-dessus de tout[9]].32 Il témoigne de ce qu’il a vu et entendu. Mais personne ne prend son témoignage au sérieux.33 Celui qui accepte son témoignage certifie que Dieu dit la vérité.34 En effet, l’envoyé de Dieu dit les paroles mêmes de Dieu, car Dieu lui donne son Esprit sans aucune restriction.35 Le Père aime le Fils et a tout remis entre ses mains.36 Qui place sa confiance dans le Fils possède la vie éternelle. Qui ne met pas sa confiance dans le Fils ne connaît pas la vie; il reste sous le coup de la colère de Dieu.

Johannes 3

English Standard Version

von Crossway
1 Now there was a man of the Pharisees named Nicodemus, a ruler of the Jews. (Lk 24,20; Joh 7,50; Joh 19,39)2 This man came to Jesus[1] by night and said to him, “Rabbi, we know that you are a teacher come from God, for no one can do these signs that you do unless God is with him.” (Mt 22,16; Joh 1,38; Joh 9,29; Joh 12,42; Apg 2,22; Apg 5,36; Apg 9,33; Apg 10,38)3 Jesus answered him, “Truly, truly, I say to you, unless one is born again[2] he cannot see the kingdom of God.” (Joh 1,13; Joh 3,36; 2Kor 5,17; Gal 6,15; 1Petr 1,3; 1Petr 1,23)4 Nicodemus said to him, “How can a man be born when he is old? Can he enter a second time into his mother’s womb and be born?”5 Jesus answered, “Truly, truly, I say to you, unless one is born of water and the Spirit, he cannot enter the kingdom of God. (Hes 36,25; Mk 16,16; Apg 2,38; Eph 5,26; Tit 3,5; Hebr 10,22)6 That which is born of the flesh is flesh, and that which is born of the Spirit is spirit.[3] (Joh 6,63; 1Kor 15,50)7 Do not marvel that I said to you, ‘You[4] must be born again.’ (Joh 3,1; Joh 5,28)8 The wind[5] blows where it wishes, and you hear its sound, but you do not know where it comes from or where it goes. So it is with everyone who is born of the Spirit.” (Pred 11,5; Hes 37,9; 1Kor 12,11)9 Nicodemus said to him, “How can these things be?” (Joh 6,52; Joh 6,60)10 Jesus answered him, “Are you the teacher of Israel and yet you do not understand these things? (Joh 9,30)11 Truly, truly, I say to you, we speak of what we know, and bear witness to what we have seen, but you[6] do not receive our testimony. (Joh 1,32)12 If I have told you earthly things and you do not believe, how can you believe if I tell you heavenly things?13 No one has ascended into heaven except he who descended from heaven, the Son of Man.[7] (Spr 30,4; Joh 3,31; Joh 6,38; Joh 6,42; Joh 6,62; Joh 7,34; Apg 2,34; Röm 10,6; 1Kor 15,47; Eph 4,9)14 And as Moses lifted up the serpent in the wilderness, so must the Son of Man be lifted up, (4Mo 21,9; Joh 8,28; Joh 12,32; Joh 12,34)15 that whoever believes in him may have eternal life.[8] (Joh 3,36; Joh 15,4; Joh 16,33; 1Joh 5,12; 1Joh 5,20)16 “For God so loved the world,[9] that he gave his only Son, that whoever believes in him should not perish but have eternal life. (Joh 1,29; Joh 10,28; Röm 5,8; Röm 8,32; Eph 2,4; 2Thess 2,16; 1Joh 3,1; 1Joh 4,9; 1Joh 4,10)17 For God did not send his Son into the world to condemn the world, but in order that the world might be saved through him. (Joh 5,36; Joh 5,38; Joh 5,45; Joh 6,29; Joh 6,57; Joh 7,29; Joh 8,15; Joh 8,42; Joh 10,36; Joh 11,42; Joh 12,47; Joh 17,3; Joh 20,21; Röm 8,3; 1Joh 4,9; 1Joh 4,10; 1Joh 4,14)18 Whoever believes in him is not condemned, but whoever does not believe is condemned already, because he has not believed in the name of the only Son of God. (Mk 16,16; Joh 5,24; 1Joh 5,13)19 And this is the judgment: the light has come into the world, and people loved the darkness rather than the light because their works were evil. (Jes 30,10; Jer 5,31; Joh 1,4; Joh 1,5; Joh 1,9; Joh 7,7; Joh 9,39)20 For everyone who does wicked things hates the light and does not come to the light, lest his works should be exposed. (Hi 24,13; Röm 13,12; Eph 5,11; Eph 5,13)21 But whoever does what is true comes to the light, so that it may be clearly seen that his works have been carried out in God.” (Ps 139,23; Ps 139,24; 1Joh 1,6)22 After this Jesus and his disciples went into the Judean countryside, and he remained there with them and was baptizing. (Joh 3,26; Joh 4,1; Joh 4,2)23 John also was baptizing at Aenon near Salim, because water was plentiful there, and people were coming and being baptized24 (for John had not yet been put in prison). (Joh 5,35)25 Now a discussion arose between some of John’s disciples and a Jew over purification. (Joh 2,6)26 And they came to John and said to him, “Rabbi, he who was with you across the Jordan, to whom you bore witness—look, he is baptizing, and all are going to him.” (Joh 1,7; Joh 3,2; Joh 12,19)27 John answered, “A person cannot receive even one thing unless it is given him from heaven. (Mt 21,25; Joh 6,65; 1Kor 4,7; Hebr 5,4; Jak 1,17)28 You yourselves bear me witness, that I said, ‘I am not the Christ, but I have been sent before him.’ (Mal 3,1; Mk 1,2; Lk 1,17; Joh 1,20; Apg 19,4)29 The one who has the bride is the bridegroom. The friend of the bridegroom, who stands and hears him, rejoices greatly at the bridegroom’s voice. Therefore this joy of mine is now complete. (Ri 14,20; Hl 5,1; Mt 9,15; Mt 25,1)30 He must increase, but I must decrease.”[10] (Mt 3,11)31 He who comes from above is above all. He who is of the earth belongs to the earth and speaks in an earthly way. He who comes from heaven is above all. (Joh 8,23; Joh 13,1; Röm 9,5; Eph 1,21; 1Joh 4,5)32 He bears witness to what he has seen and heard, yet no one receives his testimony. (Joh 1,11; Joh 3,11; Joh 5,43; Joh 12,37)33 Whoever receives his testimony sets his seal to this, that God is true. (Joh 6,27; 2Kor 1,22; Eph 1,13; 1Joh 5,10; Offb 7,3)34 For he whom God has sent utters the words of God, for he gives the Spirit without measure. (Hes 4,11; Hes 4,16; Joh 17,1)35 The Father loves the Son and has given all things into his hand. (Mt 28,18; Joh 5,20)36 Whoever believes in the Son has eternal life; whoever does not obey the Son shall not see life, but the wrath of God remains on him. (Mt 19,16; Joh 3,3; Joh 3,15; Joh 5,24; Joh 6,40; Joh 6,47; Joh 6,54; Joh 11,25; Joh 11,26; Joh 20,31; Röm 2,8; Eph 5,6; Kol 3,6; 1Joh 5,12; 1Joh 5,13)