Johannes 18

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Als Jesus das geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jüngern über den Bach Kidron; da war ein Garten, in den gingen er und seine Jünger. (Mt 26,1; Mk 14,1; Lk 22,1)2 Judas aber, der ihn verriet, kannte den Ort auch, denn Jesus versammelte sich oft dort mit seinen Jüngern. (Lk 21,37)3 Als nun Judas die Schar der Soldaten mit sich genommen hatte und Knechte der Hohenpriester und Pharisäer, kommt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen.4 Da nun Jesus alles wusste, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr?5 Sie antworteten ihm: Jesus von Nazareth. Er spricht zu ihnen: Ich bin’s! Judas aber, der ihn verriet, stand auch bei ihnen.6 Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bin’s!, wichen sie zurück und fielen zu Boden.7 Da fragte er sie abermals: Wen sucht ihr? Sie aber sprachen: Jesus von Nazareth.8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt: Ich bin’s. Sucht ihr mich, so lasst diese gehen!9 Damit sollte das Wort erfüllt werden, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast. (Joh 17,12)10 Nun hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus.11 Da sprach Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?12 Die Schar aber und ihr Oberst und die Knechte der Juden nahmen Jesus und banden ihn13 und führten ihn zuerst zu Hannas; der war der Schwiegervater des Kaiphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war.14 Kaiphas aber war es, der den Juden geraten hatte, es wäre gut, ein Mensch stürbe für das Volk. (Lk 3,1; Joh 11,49)15 Simon Petrus aber folgte Jesus nach und ein anderer Jünger. Dieser Jünger war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus hinein in den Palast des Hohenpriesters.16 Petrus aber stand draußen vor der Tür. Da kam der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, heraus und redete mit der Türhüterin und führte Petrus hinein.17 Da sprach die Magd, die Türhüterin, zu Petrus: Bist du nicht auch einer von den Jüngern dieses Menschen? Er sprach: Ich bin’s nicht.18 Es standen da aber die Knechte und Diener und hatten ein Kohlenfeuer gemacht, denn es war kalt, und sie wärmten sich. Aber auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich.19 Der Hohepriester befragte nun Jesus über seine Jünger und über seine Lehre.20 Jesus antwortete ihm: Ich habe frei und offen vor aller Welt geredet. Ich habe allezeit gelehrt in der Synagoge und im Tempel, wo alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. (Joh 7,14; Joh 7,26)21 Was fragst du mich? Frage die, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, sie wissen, was ich gesagt habe.22 Als er so redete, schlug einer von den Dienern, der dabeistand, Jesus ins Gesicht und sprach: Sollst du dem Hohenpriester so antworten?23 Jesus antwortete ihm: Habe ich übel geredet, so beweise, dass es übel ist; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich?24 Und Hannas sandte ihn gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas.25 Simon Petrus aber stand da und wärmte sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht einer seiner Jünger? Er leugnete aber und sprach: Ich bin’s nicht.26 Spricht einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm?27 Da leugnete Petrus abermals, und alsbald krähte der Hahn.28 Da führten sie Jesus von Kaiphas vor das Prätorium; es war aber früh am Morgen. Und sie gingen nicht hinein in das Prätorium, damit sie nicht unrein würden, sondern das Passamahl essen könnten.29 Da kam Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was für eine Klage bringt ihr vor gegen diesen Menschen?30 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Übeltäter, wir hätten dir ihn nicht überantwortet.31 Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Es ist uns nicht erlaubt, jemanden zu töten. (Joh 19,6)32 So sollte das Wort Jesu erfüllt werden, das er gesagt hatte, um anzuzeigen, welchen Todes er sterben würde. (Mt 20,19; Joh 12,32)33 Da ging Pilatus wieder hinein ins Prätorium und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der Juden König?[1]34 Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben dir’s andere über mich gesagt?35 Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet. Was hast du getan?36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von hier.37 Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es: Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. (1Tim 6,13)38 Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm.39 Ihr habt aber die Gewohnheit, dass ich euch einen zum Passafest losgebe; wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden losgebe?40 Da schrien sie wiederum: Nicht diesen, sondern Barabbas! Barabbas aber war ein Räuber.

Johannes 18

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Nachdem Jesus so gesprochen hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron, wo ein Garten war; den betrat er mit seinen Jüngern. (Mt 26,36)2 Aber auch Judas, der ihn ausliefern sollte, kannte den Ort, denn Jesus war dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen. (Joh 6,71)3 Judas nun holt die Kohorte und die Gerichtsdiener der Hohen Priester und Pharisäer und kommt dorthin mit Fackeln und Lampen und Waffen.4 Jesus, der alles wusste, was auf ihn zukommen würde, ging hinaus, und er sagt zu ihnen: Wen sucht ihr? (Joh 6,64)5 Sie antworteten ihm: Jesus von Nazaret. Er sagt zu ihnen: Ich bin es! Und Judas, der ihn ausliefern sollte, stand auch bei ihnen.6 Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin es!, wichen sie zurück und fielen zu Boden.7 Da fragte er sie wieder: Wen sucht ihr? Und sie sagten: Jesus von Nazaret.8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, dann lasst diese gehen.9 So sollte das Wort in Erfüllung gehen, das er gesprochen hatte: Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen verloren. (Joh 6,39)10 Simon Petrus nun hatte ein Schwert und zog es und schlug damit nach dem Knecht des Hohen Priesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Knecht hiess Malchus.11 Da sagte Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Den Kelch, den mir mein Vater gegeben hat - soll ich ihn etwa nicht trinken? (Mt 26,39)12 Die Kohorte nun und ihr Anführer und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest und fesselten ihn13 und führten ihn zuerst vor Hannas. Der war nämlich der Schwiegervater des Kajafas, der in jenem Jahr Hoher Priester war.14 Kajafas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte, es sei von Vorteil, wenn ein Einzelner sterbe an Stelle des ganzen Volkes. (Joh 11,49)15 Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus. Jener Jünger war mit dem Hohen Priester bekannt und war mit Jesus in den Palast des Hohen Priesters hineingegangen.16 Petrus aber stand draussen vor der Tür. Da kam der andere Jünger, der mit dem Hohen Priester bekannt war, heraus und redete mit der Türhüterin und führte Petrus hinein.17 Da sagt die Magd, die Türhüterin, zu Petrus: Bist denn auch du einer von den Jüngern dieses Menschen? Er sagt: Ich bin es nicht.18 Die Knechte und die Gerichtsdiener hatten ein Kohlenfeuer gemacht, denn es war kalt, und sie standen da und wärmten sich. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich.19 Der Hohe Priester befragte nun Jesus über seine Jünger und über seine Lehre.20 Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich vor aller Welt geredet und allezeit in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden sich versammeln, und ich habe nichts im Geheimen geredet. (Joh 7,14; Joh 8,2)21 Was fragst du mich? Frage die, welche gehört haben, worüber ich mit ihnen geredet habe; die wissen, was ich gesagt habe.22 Als er dies sagte, schlug einer der Gerichtsdiener, der dabeistand, Jesus ins Gesicht und sagte: Antwortest du so dem Hohen Priester?23 Jesus antwortete ihm: Wenn ich etwas Falsches gesagt habe, so zeige auf, was daran falsch war; wenn es aber richtig war, was schlägst du mich?24 Da sandte ihn Hannas gefesselt zum Hohen Priester Kajafas.25 Simon Petrus aber stand da und wärmte sich. Da sagten sie zu ihm: Bist denn auch du einer von seinen Jüngern? Er leugnete es und sagte: Ich bin es nicht.26 Einer von den Knechten des Hohen Priesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, sagte: Habe ich dich nicht im Garten mit ihm gesehen?27 Da leugnete Petrus noch einmal, und dann krähte der Hahn. (Joh 13,38)28 Nun führen sie Jesus vom Haus des Kajafas zum Prätorium; es war früh am Morgen. Und sie selbst gingen nicht ins Prätorium hinein, um nicht unrein zu werden, denn sie wollten am Passamahl teilnehmen. (2Mo 12,15; Joh 19,14)29 Also kam Pilatus zu ihnen heraus, und er sagte: Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen?30 Sie antworteten ihm: Wenn das kein Verbrecher wäre, hätten wir ihn nicht an dich ausgeliefert.31 Da sagte Pilatus zu ihnen: Nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz. Die Juden sagten zu ihm: Uns ist nicht erlaubt, jemanden hinzurichten.32 So sollte das Wort Jesu in Erfüllung gehen, das er gesprochen hatte, um anzudeuten, welchen Tod er sterben sollte. (Joh 12,32)33 Da ging Pilatus wieder ins Prätorium hinein, liess Jesus rufen und sagte zu ihm: Du bist der König der Juden? (Joh 6,15; Joh 18,39; Joh 19,14)34 Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere über mich gesagt?35 Pilatus antwortete: Bin ich etwa ein Jude? Dein Volk und die Hohen Priester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan?36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, würden meine Diener dafür kämpfen, dass ich nicht an die Juden ausgeliefert werde. Nun aber ist mein Reich nicht von hier. (Joh 8,23)37 Da sagte Pilatus zu ihm: Du bist also doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es. Ich bin ein König. Dazu bin ich geboren, und dazu bin ich in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme. (Joh 1,49; Joh 10,27)38 Pilatus sagte zu ihm: Was ist Wahrheit? Und nachdem er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus, und er sagte zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. (Joh 14,6)39 Ihr seid es aber gewohnt, dass ich euch zum Passafest einen freigebe. Wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden freigebe?40 Da schrien sie wieder und wieder: Nicht diesen, sondern Barabas! Barabbas aber war ein Räuber.

Johannes 18

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Nach diesem Gebet verließ Jesus mit seinen Jüngern die Stadt und überquerte den Bach Kidron. Auf der anderen Seite lag ein Garten. Dorthin ging Jesus mit seinen Jüngern. (Mt 26,47; Mk 14,43; Lk 22,47)2 Judas, der Verräter, kannte diese Stelle, denn Jesus hatte sich oft mit seinen Jüngern dort aufgehalten.3 Nun erschien Judas mit einem Trupp römischer Soldaten sowie einigen Männern der Tempelwache, die ihm die obersten Priester und die Pharisäer mitgegeben hatten. Sie trugen Fackeln und Laternen und waren bewaffnet.4 Jesus wusste, was ihm jetzt bevorstand. Er ging aus dem Garten zu ihnen hinaus und fragte: »Wen sucht ihr?«5 »Jesus aus Nazareth«, war die Antwort. »Ich bin es!«, erklärte Jesus. Judas, sein Verräter, stand bei den Soldaten.6 Als Jesus klar und offen sagte: »Ich bin es«, wichen die Bewaffneten erschrocken zurück und fielen zu Boden.7 Jesus fragte sie noch einmal: »Wen sucht ihr?« »Jesus aus Nazareth!«, antworteten sie wieder.8 »Ich habe euch doch schon gesagt, dass ich es bin«, entgegnete Jesus. »Wenn ihr also nur mich sucht, dann lasst die anderen hier gehen!«9 Damit sollte sich erfüllen, was Jesus früher gesagt hatte: »Ich habe keinen von denen verloren, die du mir anvertraut hast.«[1] (Joh 6,39; Joh 17,12)10 Simon Petrus hatte ein Schwert dabei. Plötzlich zog er es, schlug damit auf Malchus, den Diener des Hohenpriesters, ein und hieb ihm das rechte Ohr ab.11 Aber Jesus befahl Petrus: »Steck dein Schwert weg! Soll ich etwa den bitteren Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?«12 Die römischen Soldaten, ihr Offizier und die Männer der Tempelwache nahmen Jesus fest und fesselten ihn.13 Dann brachten sie ihn zunächst zu Hannas. Hannas war der Schwiegervater von Kaiphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war.14 Kaiphas war es gewesen, der früher den führenden Männern der Juden geraten hatte: »Es ist für euch alle besser, wenn dieser eine Mann für das ganze Volk stirbt!«[2] (Joh 11,50)15 Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus, als er abgeführt wurde. Weil dieser andere Jünger mit dem Hohenpriester bekannt war, ließ man ihn mit Jesus bis in den Innenhof des hohepriesterlichen Palastes gehen. (Mt 26,69; Mk 14,66; Lk 22,55)16 Petrus blieb draußen vor dem Tor stehen. Da kam der andere Jünger, der Bekannte des Hohenpriesters, wieder zurück, redete mit der Pförtnerin und verschaffte Petrus Zutritt.17 Die Pförtnerin fragte Petrus: »Gehörst du nicht auch zu den Jüngern dieses Mannes?« »Nein, ich nicht!«, antwortete er.18 Die Männer der Tempelwache und die Diener des Hohenpriesters hatten ein Kohlenfeuer angezündet. Sie standen um das Feuer herum und wärmten sich, denn es war kalt. Petrus ging zu ihnen, um sich auch zu wärmen.19 Drinnen im Palast begann das Verhör. Der Hohepriester Hannas[3] fragte Jesus nach seinen Jüngern und nach seiner Lehre. (Mt 26,59; Mk 14,55; Lk 22,66; Apg 4,6)20 Jesus antwortete: »Ich habe in aller Öffentlichkeit zu den Menschen gesprochen. Niemals habe ich etwas im Geheimen gelehrt, sondern immer in den Synagogen und im Tempel, wo es jeder hören konnte.21 Weshalb fragst du mich also? Frag doch die Leute, die mich gehört haben! Sie wissen, was ich gesagt habe.«22 Da schlug ihm einer von den Wächtern, die neben ihm standen, ins Gesicht und rief: »Was fällt dir ein, so mit dem Hohenpriester zu reden?«23 Jesus erwiderte: »Wenn ich etwas Falsches gesagt habe, dann weise es mir nach! War es aber richtig, weshalb schlägst du mich dann?«24 Da ließ Hannas Jesus in Fesseln zum Hohenpriester Kaiphas bringen.25 Simon Petrus stand noch immer am Feuer und wärmte sich. Da fragte man ihn: »Bist du nicht auch einer von seinen Jüngern?« »Nein, ich bin es nicht«, leugnete er. (Mt 26,71; Mk 14,69; Lk 22,58)26 Aber ein Diener des Hohenpriesters, ein Verwandter des Mannes, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, meinte: »Ich habe dich doch selbst im Garten bei ihm gesehen!«27 Wieder stritt Petrus ab, Jesus zu kennen. Und im selben Augenblick krähte ein Hahn.28 In den frühen Morgenstunden wurde Jesus vom Haus des Hohenpriesters Kaiphas zum Palast des Statthalters gebracht. Die Juden selbst betraten dieses Gebäude nicht, denn sie wollten nicht unrein werden. Dann hätten sie nicht das Passahmahl essen dürfen. (Mt 27,2; Mt 27,11; Mk 15,1; Lk 23,1)29 Deshalb ging Pilatus zu ihnen hinaus und fragte: »Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Mann? Was hat er getan?«30 Sie antworteten: »Wenn er kein Verbrecher wäre, hätten wir ihn nicht zu dir gebracht.«31 »Dann nehmt ihn mit und verurteilt ihn nach eurem Gesetz!«, entgegnete Pilatus. »Aber wir dürfen doch niemanden hinrichten«, wandten sie ein.32 So sollten sich die Worte von Jesus erfüllen, mit denen er vorausgesagt hatte, wie er sterben würde.33 Pilatus kam nun in den Gerichtssaal zurück, ließ Jesus vorführen und fragte ihn: »Bist du der König der Juden?«34 Jesus entgegnete: »Bist du selbst auf die Frage gekommen oder haben dir das andere über mich gesagt?«35 »Bin ich etwa ein Jude?«, fragte Pilatus. »Die führenden Männer deines eigenen Volkes und die obersten Priester haben dich hergebracht, damit ich über dich urteile. Was also hast du getan?«36 Jesus antwortete: »Mein Königreich gehört nicht zu dieser Welt. Wäre ich ein weltlicher Herrscher, dann hätten meine Leute für mich gekämpft, damit ich nicht in die Hände der Juden falle. Aber mein Reich ist von ganz anderer Art.«37 Da fragte ihn Pilatus: »Dann bist du also doch ein König?« Jesus antwortete: »Ja, du hast recht. Ich bin ein König. Und dazu bin ich Mensch geworden und in diese Welt gekommen, um ihr die Wahrheit zu bezeugen. Wer sich von der Wahrheit bestimmen lässt, der hört auf mich.«38 »Wahrheit? Was ist das überhaupt?«, erwiderte Pilatus. Dann ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte ihnen: »Meiner Meinung nach ist der Mann unschuldig.39 Ich will euch wie üblich auch in diesem Jahr am Passahfest einen Gefangenen freigeben. Wenn ihr wollt, lasse ich diesen König der Juden frei.«40 Aber sie schrien laut: »Nein! Nicht den! Wir wollen Barabbas!« Barabbas aber war ein Verbrecher.

Johannes 18

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Nachdem Jesus dies gesagt hatte, brach er mit seinen Jüngern auf. Sie überquerten den Kidronbach. Auf der anderen Seite befand sich ein Garten, und Jesus ging mit seinen Jüngern hinein. (Mt 26,47; Mk 14,32; Mk 14,43; Lk 22,39; Lk 22,47)2 Der Verräter Judas kannte diesen Ort gut, denn Jesus war dort oft mit seinen Jüngern zusammen gewesen. (Joh 12,4)3 Er nahm also die Soldaten der römischen Besatzung[1] und einige Gerichtspolizisten, die von den führenden Priestern und den Pharisäern mitgeschickt wurden, und kam dorthin. Die Männer waren bewaffnet und trugen Fackeln und Laternen.4 Im vollen Wissen um alles, was nun mit ihm geschehen würde, ging Jesus hinaus aus dem Garten, ihnen entgegen, und fragte sie: »Wen sucht ihr?«5 »Jesus von Nazaret!«,[2] antworteten sie. »Ich bin es!«,[3] sagte Jesus. Der Verräter Judas stand bei ihnen.6 Als Jesus zu ihnen sagte: »Ich bin es«, wichen sie zurück und fielen zu Boden.7 Jesus fragte sie noch einmal: »Wen sucht ihr?« »Jesus von Nazaret!«, antworteten sie.8 »Ich habe euch gesagt, ich bin es«, sagte Jesus. »Wenn ihr also mich sucht, dann lasst diese hier gehen.«9 So bestätigte sich, was Jesus früher gesagt hatte: »Von denen, die du mir gegeben hast, Vater, habe ich keinen verloren.« (Joh 6,39)10 Simon Petrus hatte ein Schwert. Er zog es, holte gegen den Bevollmächtigten des Obersten Priesters aus und schlug ihm das rechte Ohr ab. Der Bevollmächtigte hieß Malchus. (Lk 22,36; Lk 22,38)11 Jesus sagte zu Petrus: »Steck dein Schwert weg! Diesen Kelch[4] hat mein Vater für mich bestimmt. Muss ich ihn dann nicht trinken?« (Mk 10,38; Mk 14,36; Joh 12,27)12 Die römischen Soldaten mit ihrem Kommandanten und die Gerichtspolizisten verhafteten Jesus, fesselten ihn (Mt 26,57; Mk 14,53; Lk 22,54)13 und brachten ihn zuerst zu Hannas. Hannas war der Schwiegervater von Kajaphas, der in jenem Jahr das Amt des Obersten Priesters ausübte. (Lk 3,2; Joh 18,24)14 Kajaphas war es, der den Ratsmitgliedern[5] klargemacht hatte, dass es von Vorteil sei, wenn ein Einziger für das ganze Volk sterbe. (Joh 11,49)15 Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus. Der andere Jünger war mit dem Obersten Priester gut bekannt, deshalb konnte er mit Jesus bis in den Innenhof des Hauses gehen. (Mt 26,69; Mk 14,54; Mk 14,66; Lk 22,55)16 Petrus blieb draußen am Tor stehen. Der andere Jünger, der Bekannte des Obersten Priesters, kam wieder zurück, verhandelte mit der Pförtnerin und nahm dann Petrus mit hinein.17 Die Pförtnerin fragte Petrus: »Bist du nicht auch ein Jünger von diesem Menschen?« »Nein, das bin ich nicht«, antwortete Petrus.18 Es war kalt. Die Diener des Obersten Priesters und die Gerichtspolizisten hatten deshalb einen Stoß Holzkohlen angezündet, standen um das Feuer herum und wärmten sich. Petrus ging hin, stellte sich zu ihnen und wärmte sich auch.19 Der Oberste Priester fragte Jesus nach seinen Jüngern und nach seiner Lehre.20 Jesus antwortete: »Ich habe immer offen vor aller Welt gesprochen. Ich habe in den Synagogen und im Tempel gelehrt, wo sich alle Juden treffen, und habe niemals etwas im Geheimen gesagt. (Mt 4,23; Mk 14,49; Joh 6,59; Apg 26,26)21 Warum fragst du dann mich? Frag doch die Leute, die meine Worte gehört haben! Sie wissen es.«22 Als Jesus das sagte, schlug ihn einer der Gerichtspolizisten ins Gesicht und sagte: »Wie kannst du es wagen, so mit dem Obersten Priester zu sprechen?« (Joh 19,3; Apg 23,2)23 Jesus erwiderte ihm: »Wenn ich etwas Unrechtes gesagt habe, dann weise es mir nach! Bin ich aber im Recht, warum schlägst du mich?«24 Hannas schickte darauf Jesus in Fesseln zum Obersten Priester Kajaphas.25 Simon Petrus stand noch immer beim Feuer und wärmte sich. Da sagten die anderen zu ihm: »Bist du nicht auch einer von seinen Jüngern?« Petrus erwiderte: »Nein, ich bin es nicht!« (Mt 26,71; Mk 14,69; Lk 22,58)26 Ein Diener des Obersten Priesters, ein Verwandter des Mannes, dem Petrus das Ohr abgeschlagen hatte, sagte: »Ich habe dich doch mit eigenen Augen bei ihm in dem Garten gesehen!« (Joh 18,10)27 Wieder stritt Petrus es ab, und in diesem Augenblick krähte ein Hahn.28 Die führenden Priester[6] brachten Jesus am frühen Morgen von Kajaphas zum Palast des römischen Statthalters.[7] Sie selbst gingen nicht in den Palast hinein, weil sie nicht unrein werden wollten. Sonst hätten sie nicht am Passamahl teilnehmen können. (Mt 27,1; Mt 27,11; Mk 15,1; Lk 23,1)29 Pilatus kam zu ihnen heraus und fragte: »Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Mann?«30 Sie antworteten: »Wenn er kein Verbrecher wäre, hätten wir ihn dir nicht übergeben.«31 »Nehmt ihr ihn doch«, sagte Pilatus, »und verurteilt ihn nach eurem eigenen Gesetz!« »Wir dürfen ja niemand hinrichten!«, erwiderten sie.32 So ging in Erfüllung, was Jesus gesagt hatte, als er von der Art seines Todes sprach. (Mt 20,19; Joh 12,32)33 Pilatus ging in den Palast zurück und ließ Jesus vorführen. »Bist du der König der Juden?«, fragte er ihn.34 Jesus antwortete: »Bist du selbst auf diese Frage gekommen, oder haben dir andere von mir erzählt?«35 Pilatus erwiderte: »Bin ich etwa ein Jude? Dein eigenes Volk und die führenden Priester[8] haben dich mir übergeben. Was hast du getan?«36 Jesus sagte: »Mein Königtum stammt nicht von dieser Welt. Sonst hätten meine Leute dafür gekämpft, dass ich den Juden nicht in die Hände falle. Nein, mein Königtum ist von ganz anderer Art!« (Joh 6,15)37 Da fragte Pilatus ihn: »Du bist also doch ein König?« Jesus antwortete: »Ja, ich bin ein König. Ich wurde geboren und bin in die Welt gekommen, um die Wahrheit offenbar zu machen und als Zeuge für sie einzutreten. Wem es um die Wahrheit geht, der hört auf mich.« (Joh 3,32; Joh 8,47; Joh 19,12; 1Tim 6,13; 1Joh 4,6)38 »Wahrheit«, meinte Pilatus, »was ist das?« Pilatus ging wieder zu den führenden Priestern hinaus und sagte zu ihnen: »Ich sehe keinen Grund, ihn zu verurteilen. (Mt 27,15; Mk 15,6; Lk 23,13)39 Es ist aber üblich, dass ich euch jedes Jahr zum Passafest einen Gefangenen freilasse. Soll ich euch den König der Juden freigeben?«40 Sie schrien: »Nein, den nicht! Wir wollen Barabbas!« Barabbas aber war ein Straßenräuber.

Johannes 18

La Bible du Semeur

von Biblica
1 Après avoir ainsi parlé, Jésus s’en alla avec ses disciples et traversa le torrent du Cédron. Il y avait là un jardin où il entra avec eux. (Mt 26,47; Mk 14,43; Lk 22,47)2 Or Judas, qui le trahissait, connaissait bien cet endroit, car Jésus s’y était souvent rendu avec ses disciples.3 Il prit donc la tête d’une troupe de soldats et de gardes fournis par les chefs des prêtres et les pharisiens, et il arriva dans ce jardin. Ces hommes étaient munis de lanternes, de torches et d’armes.4 Jésus, qui savait tout ce qui allait lui arriver, s’avança vers eux et leur demanda: Qui cherchez-vous?5 Ils lui répondirent: Jésus de Nazareth. – Je suis Jésus, leur dit-il. Au milieu d’eux se tenait Judas, celui qui le trahissait.6 Au moment même où Jésus leur dit: « Je suis Jésus », ils eurent un mouvement de recul et tombèrent par terre.7 Une seconde fois, il leur demanda: Qui cherchez-vous? – Jésus de Nazareth, répétèrent-ils.8 – Je vous ai dit que je suis Jésus, reprit-il. Puisque c’est moi que vous venez chercher, laissez partir les autres.9 Ainsi s’accomplit cette parole qu’il avait prononcée peu avant: « Je n’ai perdu aucun de ceux que tu m’as donnés. »10 Simon Pierre, qui avait une épée, la dégaina, en donna un coup au serviteur du grand-prêtre et lui coupa l’oreille droite. Ce serviteur s’appelait Malchus.11 Jésus dit à Pierre: Remets ton épée au fourreau. Ne dois-je pas boire la coupe du jugement[1] que le Père m’a destinée? (Jes 51,17; Jes 51,22; Jer 25,15)12 Alors la cohorte, son commandant et les gardes des Juifs s’emparèrent de Jésus (Mt 26,57; Mk 14,53; Lk 22,54)13 et le conduisirent enchaîné tout d’abord chez Hanne[2], le beau-père de Caïphe, qui était le grand-prêtre en exercice cette année-là.14 Caïphe était celui qui avait suggéré aux Juifs qu’il valait mieux qu’un seul homme meure pour le peuple.15 Simon Pierre et un autre disciple suivirent Jésus. Ce disciple connaissait personnellement le grand-prêtre, et il entra en même temps que Jésus dans la cour du palais du grand-prêtre. (Mt 26,69; Mk 14,66; Lk 22,55)16 Pierre, lui, resta dehors près du portail. L’autre disciple qui connaissait le grand-prêtre ressortit donc, dit un mot à la concierge, et fit entrer Pierre.17 La servante qui gardait la porte demanda alors à Pierre: Ne fais-tu pas partie, toi aussi, des disciples de cet homme? – Non, lui répondit-il, je n’en suis pas.18 Les serviteurs et les gardes avaient allumé un feu de braise car il faisait froid, et ils se tenaient tout autour pour se réchauffer. Pierre se joignit à eux et se réchauffa également.19 De son côté, le grand-prêtre commença à interroger Jésus sur ses disciples et sur son enseignement. (Mt 26,59; Mk 14,55; Lk 22,66)20 Jésus lui répondit: J’ai parlé ouvertement devant tout le monde. J’ai toujours enseigné dans les synagogues et dans la cour du Temple, où tous les Juifs se réunissent. Je n’ai rien dit en secret.21 Pourquoi donc m’interroges-tu? Demande à ceux qui m’ont écouté ce que j’ai dit. Ils savent fort bien ce que j’ai dit.22 A ces mots, un des gardes qui se tenait à côté de lui le gifla en disant: C’est comme cela que tu réponds au grand-prêtre?23 Jésus lui répondit: Si j’ai mal parlé, montre en quoi c’est mal. Mais si ce que j’ai dit est vrai, pourquoi me frappes-tu?24 Hanne l’envoya enchaîné à Caïphe, le grand-prêtre.25 Pendant ce temps, Simon Pierre se tenait toujours au même endroit et se chauffait. Plusieurs lui dirent: N’es-tu pas, toi aussi, un des disciples de cet homme? Mais Pierre le nia en disant: Non, je n’en suis pas. (Mt 26,71; Mk 14,69; Lk 22,58)26 Un des serviteurs du grand-prêtre, parent de celui à qui Pierre avait coupé l’oreille, l’interpella: Voyons, ne t’ai-je pas vu avec lui dans le jardin?27 Mais Pierre le nia de nouveau, et aussitôt, un coq se mit à chanter.28 De chez Caïphe, on amena Jésus au palais du gouverneur. C’était l’aube. Ceux qui l’avaient amené n’entrèrent pas eux-mêmes dans le palais afin de conserver leur pureté rituelle[3] et de pouvoir manger ainsi le repas de la Pâque. (4Mo 9,6; Mt 27,1; Mt 27,11; Mk 15,2; Lk 23,13)29 C’est pourquoi Pilate sortit du palais pour les voir et leur demanda: De quoi accusez-vous cet homme?30 Ils lui répondirent: S’il n’avait rien fait de mal, nous ne te l’aurions pas livré.31 – Reprenez-le, répliqua Pilate, et jugez-le vous-mêmes d’après votre Loi. Mais ils lui répondirent: Nous n’avons pas le droit de mettre quelqu’un à mort.32 La parole par laquelle Jésus avait annoncé quelle mort il allait subir devait ainsi s’accomplir.33 Pilate rentra donc dans le palais de justice et fit comparaître Jésus: – Es-tu le roi des Juifs? lui demanda-t-il.34 – Dis-tu cela de toi-même ou d’autres t’ont-ils dit cela à mon sujet? répondit Jésus.35 – Est-ce que je suis juif, moi? répliqua Pilate. Ce sont ceux de ton peuple et les chefs des prêtres qui t’ont livré à moi. Qu’as-tu fait?36 Jésus lui répondit: Mon royaume n’est pas de ce monde. Si mon royaume était de ce monde, mes serviteurs se seraient battus pour que je ne tombe pas aux mains des Juifs. Non, réellement, mon royaume n’est pas d’ici.37 – Es-tu donc roi? reprit Pilate. – Tu le dis toi-même: je suis roi! Si je suis né et si je suis venu dans ce monde, c’est pour rendre témoignage à la vérité. Celui qui appartient à la vérité écoute ce que je dis.38 – Qu’est-ce que la vérité? lui répondit Pilate. Là-dessus, il alla de nouveau trouver les Juifs et leur dit: En ce qui me concerne, je ne trouve chez cet homme aucune raison de le condamner.39 Il est d’usage que je vous relâche un prisonnier à l’occasion de la fête de la Pâque. Voulez-vous donc que je vous relâche le roi des Juifs?40 Ils lui répondirent en criant: Non! Pas lui! Barabbas! Or, Barabbas était un bandit.

Johannes 18

English Standard Version

von Crossway
1 When Jesus had spoken these words, he went out with his disciples across the brook Kidron, where there was a garden, which he and his disciples entered. (2Sam 15,23; Mt 26,30; Mt 26,36; Mk 14,26; Mk 14,32; Lk 22,39)2 Now Judas, who betrayed him, also knew the place, for Jesus often met there with his disciples. (Lk 21,37; Lk 22,39; Lk 22,40)3 So Judas, having procured a band of soldiers and some officers from the chief priests and the Pharisees, went there with lanterns and torches and weapons. (Mt 26,47; Mk 14,43; Lk 22,47)4 Then Jesus, knowing all that would happen to him, came forward and said to them, “Whom do you seek?” (Joh 1,38; Joh 13,1; Joh 18,7; Joh 20,15)5 They answered him, “Jesus of Nazareth.” Jesus said to them, “I am he.”[1] Judas, who betrayed him, was standing with them.6 When Jesus[2] said to them, “I am he,” they drew back and fell to the ground. (Mt 26,53; Joh 10,18; Offb 1,17)7 So he asked them again, “Whom do you seek?” And they said, “Jesus of Nazareth.” (Joh 4,1)8 Jesus answered, “I told you that I am he. So, if you seek me, let these men go.”9 This was to fulfill the word that he had spoken: “Of those whom you gave me I have lost not one.” (Joh 17,12)10 Then Simon Peter, having a sword, drew it and struck the high priest’s servant[3] and cut off his right ear. (The servant’s name was Malchus.) (Lk 22,38)11 So Jesus said to Peter, “Put your sword into its sheath; shall I not drink the cup that the Father has given me?” (Jes 51,22; Mt 20,22; Mt 26,39; Mt 26,42)12 So the band of soldiers and their captain and the officers of the Jews[4] arrested Jesus and bound him.13 First they led him to Annas, for he was the father-in-law of Caiaphas, who was high priest that year. (Mt 26,3; Mt 26,57; Lk 3,2; Joh 18,24; Apg 4,6)14 It was Caiaphas who had advised the Jews that it would be expedient that one man should die for the people. (Joh 11,50)15 Simon Peter followed Jesus, and so did another disciple. Since that disciple was known to the high priest, he entered with Jesus into the courtyard of the high priest, (Mt 26,58; Mk 14,54; Lk 22,54)16 but Peter stood outside at the door. So the other disciple, who was known to the high priest, went out and spoke to the servant girl who kept watch at the door, and brought Peter in. (Mt 26,69; Mt 26,70; Mk 14,66; Lk 22,55)17 The servant girl at the door said to Peter, “You also are not one of this man’s disciples, are you?” He said, “I am not.” (Apg 12,13)18 Now the servants[5] and officers had made a charcoal fire, because it was cold, and they were standing and warming themselves. Peter also was with them, standing and warming himself. (Mk 14,54; Joh 18,25)19 The high priest then questioned Jesus about his disciples and his teaching. (Mt 26,59; Mk 14,55; Lk 22,63)20 Jesus answered him, “I have spoken openly to the world. I have always taught in synagogues and in the temple, where all Jews come together. I have said nothing in secret. (Jes 7,4; Jes 45,19; Jes 48,16; Mt 26,55; Joh 7,26; Joh 8,26)21 Why do you ask me? Ask those who have heard me what I said to them; they know what I said.”22 When he had said these things, one of the officers standing by struck Jesus with his hand, saying, “Is that how you answer the high priest?” (Apg 23,4)23 Jesus answered him, “If what I said is wrong, bear witness about the wrong; but if what I said is right, why do you strike me?”24 Annas then sent him bound to Caiaphas the high priest. (Joh 18,13)25 Now Simon Peter was standing and warming himself. So they said to him, “You also are not one of his disciples, are you?” He denied it and said, “I am not.” (Mt 26,71; Mk 14,69; Lk 22,58)26 One of the servants of the high priest, a relative of the man whose ear Peter had cut off, asked, “Did I not see you in the garden with him?” (Joh 18,1; Joh 18,10)27 Peter again denied it, and at once a rooster crowed. (Joh 13,38)28 Then they led Jesus from the house of Caiaphas to the governor’s headquarters.[6] It was early morning. They themselves did not enter the governor’s headquarters, so that they would not be defiled, but could eat the Passover. (Mt 27,2; Mt 27,27; Mk 15,1; Lk 23,1; Joh 18,24; Joh 18,33; Joh 19,9; Joh 19,14; Apg 10,28; Apg 11,3)29 So Pilate went outside to them and said, “What accusation do you bring against this man?” (Mt 27,11; Mk 15,2; Lk 23,2; Lk 23,3)30 They answered him, “If this man were not doing evil, we would not have delivered him over to you.”31 Pilate said to them, “Take him yourselves and judge him by your own law.” The Jews said to him, “It is not lawful for us to put anyone to death.” (Joh 19,6)32 This was to fulfill the word that Jesus had spoken to show by what kind of death he was going to die. (Mt 20,19; Mt 26,2; Mk 10,33; Lk 18,32; Joh 12,32; Joh 12,33; Joh 13,18)33 So Pilate entered his headquarters again and called Jesus and said to him, “Are you the King of the Jews?” (Joh 19,9; Joh 19,12)34 Jesus answered, “Do you say this of your own accord, or did others say it to you about me?”35 Pilate answered, “Am I a Jew? Your own nation and the chief priests have delivered you over to me. What have you done?”36 Jesus answered, “My kingdom is not of this world. If my kingdom were of this world, my servants would have been fighting, that I might not be delivered over to the Jews. But my kingdom is not from the world.” (Dan 2,44; Dan 7,14; Dan 7,27; Mt 26,53; Lk 17,21; Joh 6,15; Joh 8,23; Joh 15,19; Joh 17,14; Joh 17,16; Joh 19,16; 1Joh 2,16; 1Joh 4,5)37 Then Pilate said to him, “So you are a king?” Jesus answered, “You say that I am a king. For this purpose I was born and for this purpose I have come into the world— to bear witness to the truth. Everyone who is of the truth listens to my voice.” (Lk 22,70; Joh 3,11; Joh 3,32; Joh 5,31; Joh 8,13; Joh 8,14; Joh 8,18; Joh 10,16; Joh 10,27; Joh 12,27; Joh 16,28; Röm 14,9; 1Joh 2,21; 1Joh 3,19; 1Joh 4,6)38 Pilate said to him, “What is truth?” After he had said this, he went back outside to the Jews and told them, “I find no guilt in him. (Lk 23,4; Joh 19,4; Joh 19,6)39 But you have a custom that I should release one man for you at the Passover. So do you want me to release to you the King of the Jews?” (Mt 27,15; Mt 27,20; Mk 15,6; Lk 23,18)40 They cried out again, “Not this man, but Barabbas!” Now Barabbas was a robber.[7] (Apg 3,14)