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1.Korinther 15

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft

Das Zeugnis von der Auferweckung Christi

1 Ich erinnere euch aber, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, 2 durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr’s umsonst geglaubt hättet. 3 Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; (Jes 53,12) 4 und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; (Hos 6,2; Lk 24,27; Lk 24,44) 5 und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. (Lk 24,34; Joh 20,19; Joh 20,26) 6 Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. 7 Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. (Lk 24,50) 8 Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. (Apg 9,3; 1Kor 9,1) 9 Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. (Apg 8,3; Gal 1,13; Eph 3,8; 1Tim 1,13) 10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. (2Kor 11,23) 11 Ob nun ich oder jene: So predigen wir, und so habt ihr geglaubt. 

Gegen die Leugnung der Auferstehung der Toten

12 Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferweckt ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? 13 Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. (Apg 17,32) 14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. 15 Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. (Apg 1,22) 16 Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. 17 Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; 18 dann sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. (1Thess 4,14) 19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen. 

Christus ist auferweckt

20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. (Dan 12,2; Apg 26,23; 1Kor 6,14; Kol 1,18) 21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. (1Mo 3,17; Röm 5,18) 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird; (1Thess 4,16) 24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt. (Röm 8,38; Eph 1,21) 25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« 26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. (Offb 20,14; Offb 21,4) 27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. (Eph 1,22; Hebr 2,8) 28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem. 

Leben aus der Auferstehung

29 Was machen denn die, die sich für die Toten taufen lassen? Wenn die Toten gar nicht auferstehen, was lassen sie sich dann für sie taufen? 30 Und warum begeben wir uns dann jede Stunde in Gefahr? (Röm 8,36; Gal 5,11) 31 Täglich sterbe ich, so wahr ihr mein Ruhm seid, den ich habe in Christus Jesus, unserm Herrn. (2Kor 4,10) 32 Hätte ich in menschlicher Weise in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft, was hätte es mir geholfen? Wenn die Toten nicht auferstehen, dann »lasst uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot!« 33 Lasst euch nicht verführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. 34 Werdet doch einmal recht nüchtern und sündigt nicht! Denn einige wissen nichts von Gott; das sage ich euch zur Schande. (1Thess 5,8) 

Der neue Leib bei der Auferstehung

35 Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen? 36 Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. (Joh 12,24) 37 Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. 38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib. 39 Nicht alles Fleisch ist das gleiche Fleisch, sondern ein anderes Fleisch haben die Menschen, ein anderes das Vieh, ein anderes die Vögel, ein anderes die Fische. 40 Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen. 41 Einen andern Glanz hat die Sonne, einen andern Glanz hat der Mond, einen andern Glanz haben die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom andern durch seinen Glanz. 42 So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 43 Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. (Phil 3,21; Kol 3,4) 44 Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib. 45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen«, und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. (1Mo 2,7; 2Kor 3,17) 46 Aber nicht der geistliche Leib ist der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche. 47 Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. 48 Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen. 49 Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. (1Mo 5,3; 2Kor 3,18) 

Die Verwandlung der Gläubigen und der Sieg über den Tod

50 Das sage ich aber, liebe Brüder und Schwestern, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; (1Thess 4,15) 52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. (Mt 24,31) 53 Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. (2Kor 5,4) 54 Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in den Sieg. 55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?«[1] 56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. (Röm 7,8; Röm 7,11; Röm 7,13) 57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! (1Joh 5,4) 58 Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. 

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

www.die-bibel.de

1.Korinther 15

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich

Das grundlegende Bekenntnis

1 Ich tue euch, liebe Brüder und Schwestern, das Evangelium kund, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, (Gal 1,11) 2 durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr es genau so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe - wenn nicht, wärt ihr umsonst zum Glauben gekommen.[1] 3 Denn ich habe euch vor allen Dingen weitergegeben, was auch ich empfangen habe: dass Christus gestorben ist für unsere Sünden gemäss den Schriften, (1Kor 11,23) 4 dass er begraben wurde, dass er am dritten Tage auferweckt worden ist gemäss den Schriften (1Kor 15,14) 5 und dass er Kefas erschien und dann den Zwölfen. (Lk 24,34) 6 Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch leben, einige aber entschlafen sind. 7 Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. (Gal 1,19) 8 Zuallerletzt aber ist er auch mir erschienen, mir, der Missgeburt. (Apg 9,3; Gal 1,13) 9 Ich bin nämlich der geringste unter den Aposteln, der es nicht wert ist, Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. (Gal 1,13) 10 Durch Gottes Gnade aber bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben; nein, mehr als sie alle habe ich gearbeitet, doch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist. (Gal 1,15) 11 Ob nun ich oder jene: So verkündigen wir, und so seid ihr zum Glauben gekommen. 

Die Bestreitung der Auferstehung

12 Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige unter euch sagen, es gebe keine Auferstehung der Toten?[2] (1Kor 15,20) 13 Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. (Mt 22,31; Apg 17,32; Röm 1,4; 1Kor 15,21) 14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsere Verkündigung leer, leer auch euer Glaube. (1Kor 15,4) 15 Wir stehen dann auch als falsche Zeugen Gottes da, weil wir gegen Gott ausgesagt haben, er habe Christus auferweckt, den er gar nicht auferweckt hat, wenn doch Tote nicht auferweckt werden. (1Kor 6,14) 16 Wenn Tote nämlich nicht auferweckt werden, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. 17 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist euer Glaube nichtig, dann seid ihr noch in euren Sünden, (1Kor 15,4) 18 also sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. (1Thess 4,14) 19 Wenn wir allein für dieses Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, dann sind wir erbärmlicher dran als alle anderen Menschen. 

Christus, der Erstling der Auferstandenen

20 Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, als Erstling derer, die entschlafen sind. (1Kor 15,4; 1Thess 4,13) 21 Da nämlich durch einen Menschen der Tod kam, kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. (1Mo 3,17; Röm 5,12; Röm 15,13) 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus auch alle zum Leben erweckt werden. (1Kor 15,45) 23 Jeder aber an dem ihm gebührenden Platz: als Erstling Christus, dann die, die zu Christus gehören, wenn er kommt. (1Thess 4,15) 24 Dann ist das Ende da, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergibt, wenn er alle Herrschaft, alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. (Mk 1,15; Eph 1,21) 25 Denn er soll herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füsse gelegt hat. (Ps 110,1; Mt 22,44) 26 Als letzter Feind wird der Tod vernichtet. (Jes 25,8) 27 Denn alles hat er ihm unterworfen, unter die Füsse gelegt. Wenn es aber heisst: Alles ist ihm unterworfen, so ist klar: mit Ausnahme dessen, der ihm alles unterworfen hat. (Ps 8,7; Eph 1,22; Hebr 2,8) 28 Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei. (Eph 1,22) 

Im Vorschein der Auferstehung

29 Wenn es nicht so wäre, was würden dann die bewirken, die sich stellvertretend für Tote taufen lassen? Wenn Tote ja doch nicht auferweckt werden, was lassen sie sich dann für sie taufen? 30 Und wir, warum begeben wir uns stündlich in Gefahr? 31 Tag für Tag sterbe ich, so wahr ihr, liebe Brüder und Schwestern, in Christus Jesus, unserem Herrn, mein Ruhm seid! (Röm 15,17) 32 Wenn ich bloss als sterblicher Mensch in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft hätte, was hätte ich davon? Wenn Tote nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot. (Jes 22,13) 33 Täuscht euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. 34 Werdet doch nüchtern, wie es sich gebührt, und sündigt nicht! Denn manche verkennen Gott; euch zur Beschämung sage ich dies. 

Die Auferweckung des Leibes

35 Aber - so wird einer fragen: Wie werden denn die Toten auferweckt? In was für einem Leib werden sie kommen? 36 Du Tor! Was du säst, wird nicht zum Leben erweckt, wenn es nicht stirbt. (Joh 12,24) 37 Und was säst du? Nicht den zukünftigen Leib säst du, sondern ein nacktes Korn, ein Weizenkorn etwa oder ein anderes Korn. 38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er es gewollt hat, jedem Samen seinen besonderen Leib. (1Mo 1,11) 39 Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch; anders ist das Fleisch der Menschen als das des Viehs, anders das Fleisch der Vögel als das der Fische. 40 Es gibt himmlische Körper, und es gibt irdische Körper. Doch anders ist der Glanz der himmlischen als der der irdischen. 41 Anders ist der Glanz der Sonne als der Glanz des Mondes, und wieder anders der Glanz der Sterne; denn ein Himmelskörper unterscheidet sich vom anderen durch seinen Glanz. 42 So verhält es sich auch mit der Auferstehung der Toten: Gesät wird in Vergänglichkeit, auferweckt wird in Unvergänglichkeit. (1Kor 15,13) 43 Gesät wird in Niedrigkeit, auferweckt wird in Herrlichkeit. Gesät wird in Schwachheit, auferweckt wird in Kraft. 44 Gesät wird ein natürlicher Leib, auferweckt wird ein geistlicher Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, dann gibt es auch einen geistlichen. 45 So steht es geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde ein lebendiges Wesen, der letzte Adam wurde Leben spendender Geist. (1Mo 2,7) 46 Doch das Geistliche ist nicht zuerst da, sondern das Natürliche, dann erst das Geistliche. 47 Der erste Mensch ist aus Erde, ein irdischer, der zweite Mensch ist vom Himmel. 48 Wie der Irdische, so sind auch die Irdischen, und wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen. 49 Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. (1Mo 5,3; Röm 8,29; 2Kor 3,18) 

Verwandlung und Vollendung

50 Das sage ich, liebe Brüder und Schwestern: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben, noch erbt das Vergängliche die Unvergänglichkeit. (1Kor 6,9) 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Nicht alle werden wir entschlafen, alle aber werden wir verwandelt werden, (1Thess 4,15) 52 im Nu, in einem Augenblick, beim Ton der letzten Posaune; denn die Posaune wird ertönen, und die Toten werden auferweckt werden, unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn was jetzt vergänglich ist, muss mit Unvergänglichkeit bekleidet werden, und was jetzt sterblich ist, muss mit Unsterblichkeit bekleidet werden. 54 Wenn aber mit Unvergänglichkeit bekleidet wird, was jetzt vergänglich ist, und mit Unsterblichkeit, was jetzt sterblich ist, dann wird geschehen, was geschrieben steht: Verschlungen ist der Tod in den Sieg. (Jes 25,8) 55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? (Hos 13,14) 56 Der Stachel des Todes ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz. 57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! 58 Darum, meine geliebten Brüder und Schwestern, seid standhaft, lasst euch nicht erschüttern, tut jederzeit das Werk des Herrn in reichem Masse! Ihr wisst ja: Im Herrn ist eure Arbeit nicht umsonst. (1Kor 16,10) 

Die Zürcher Bibel (Ausgabe 2007) verwenden wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags der Zürcher Bibel beim Theologischen Verlag Zürich, bei dem auch das Copyright für diese Bibelübersetzung liegt.

1.Korinther 15

Hoffnung für alle

von Biblica

Christus ist auferstanden

1 Liebe Brüder und Schwestern! Ich möchte euch an die rettende Botschaft erinnern, die ich euch verkündet habe. Ihr habt sie angenommen und darauf euer Leben gegründet. 2 Durch diese Botschaft werdet ihr gerettet, vorausgesetzt, ihr bewahrt sie genau so, wie ich sie euch überliefert habe. Sonst glaubt ihr vergeblich und erreicht das Ziel nicht. 3 Zuerst habe ich euch weitergegeben, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben. Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift. 4 Er wurde begraben und am dritten Tag vom Tod auferweckt, wie es in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist. 5 Er hat sich zuerst Petrus[1] gezeigt und später allen aus dem engsten Kreis der Jünger. 6 Dann haben ihn mehr als fünfhundert Brüder und Schwestern zur gleichen Zeit gesehen, von denen die meisten heute noch leben; einige sind inzwischen gestorben. 7 Später ist er Jakobus[2] und schließlich allen Aposteln erschienen. 8 Zuletzt hat er sich auch mir gezeigt, der ich es am wenigsten verdient hatte[3]. (Apg 9,1) 9 Ich bin der unbedeutendste unter den Aposteln und eigentlich nicht wert, Apostel genannt zu werden; denn ich habe die Gemeinde Gottes verfolgt. 10 Alles, was ich jetzt bin, bin ich allein durch Gottes Gnade. Und seine Gnade hat er mir nicht vergeblich geschenkt. Ich habe mich mehr als alle anderen Apostel eingesetzt, aber was ich erreicht habe, war nicht meine eigene Leistung, sondern Gott selbst hat das alles in seiner Gnade bewirkt. 11 Doch ganz gleich ob die anderen Apostel oder ich: Wir alle haben diese eine rettende Botschaft verkündet, und durch sie habt ihr zum Glauben gefunden. 

Auch wir werden auferstehen

12 Wir verkünden alle übereinstimmend, dass Gott Christus von den Toten auferweckt hat. Wie können da einige von euch behaupten: »Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht!«? 13 Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann kann ja auch Christus nicht auferstanden sein. 14 Wäre aber Christus nicht auferstanden, so hätte unsere ganze Predigt keinen Sinn, und euer Glaube hätte keine Grundlage. 15 Mit Recht könnte man uns dann vorwerfen, wir seien Lügner und keine Zeugen Gottes. Denn wir behaupten doch: Gott hat Christus auferweckt. Das kann ja gar nicht stimmen, wenn die Toten nicht auferstehen! 16 Wie schon gesagt, wenn die Toten nicht auferweckt werden, dann ist auch Christus nicht auferstanden. 17 Wenn aber Christus nicht von den Toten auferweckt wurde, ist euer Glaube nichts als Selbstbetrug, und ihr seid auch von eurer Schuld nicht frei. 18 Ebenso wären auch alle verloren, die im Glauben an Christus gestorben sind. 19 Wenn der Glaube an Christus uns nur für dieses Leben Hoffnung gibt, sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen. 20 Tatsächlich aber ist Christus als Erster von den Toten auferstanden. So können wir sicher sein, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden.[4] (3Mo 23,10) 21 Der Tod ist durch die Schuld eines einzigen Menschen in die Welt gekommen. Ebenso kommt auch durch einen Einzigen die Auferstehung. 22 Wir alle müssen sterben, weil wir Nachkommen von Adam sind. Ebenso werden wir alle zu neuem Leben auferweckt, weil wir mit Christus verbunden sind.[5] 23 Die Auferstehung geht in einer bestimmten Reihenfolge vor sich: Als Erster ist Christus auferstanden. Wenn er kommt, werden alle auferstehen, die zu ihm gehören. 24 Danach kommt das Ende: Christus wird alles vernichten, was Gewalt und Macht für sich beansprucht, und wird Gott, seinem Vater, die Herrschaft über diese Welt übergeben. 25 Nach Gottes Plan wird Christus so lange herrschen, bis er alle Feinde unterworfen hat. 26 Als letzten Feind vernichtet er den Tod, 27 denn es heißt in der Heiligen Schrift: »Alles hat Gott ihm zu Füßen gelegt.« Wenn nun Christus der Herr über alles ist, dann bedeutet dies natürlich nicht, dass er auch Herr über Gott ist, der ihm ja alle Macht übertragen hat. (Ps 8,7) 28 Wenn aber Christus zuletzt alles unterworfen ist, dann wird er als der Sohn Gottes sich seinem Vater unterordnen, der ihm diesen Sieg geschenkt hat. So wird Gott der Herr sein – über alle und in allem.[6] 29 Bei euch haben sich einige stellvertretend für Menschen taufen lassen, die schon gestorben sind.[7] Welchen Sinn hätte das, wenn die Toten gar nicht auferstehen? 30 Und warum begeben wir uns immer wieder in Gefahr, wenn wir Gottes Botschaft weitergeben? 31 Tag für Tag riskiere ich mein Leben. Das stimmt so gewiss, wie ich vor Jesus Christus, unserem Herrn, stolz auf euch sein kann. 32 Hätte ich mich wohl in Ephesus in Lebensgefahr begeben, wenn ich nicht an die Auferstehung glauben würde? Wenn die Toten nicht auferstehen, dann haben alle recht, die sagen: »Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« (Jes 22,13) 33 Lasst euch durch solche Sprüche nicht täuschen! Denn: »Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.« 34 Kommt endlich zur Besinnung und sündigt nicht länger! Zu eurer Schande muss ich feststellen, dass einige von euch Gott im Grunde gar nicht kennen. 

Wie werden wir einmal auferstehen?

35 Vielleicht werdet ihr jetzt fragen: »Wie werden die Toten denn auferstehen? Was für einen Körper werden sie haben?« 36 Versteht doch: Jedes Samenkorn, das gesät wird, muss vergehen, ehe neues Leben daraus wächst. 37 Und was wir säen, ist ja nicht schon die fertige Pflanze, sondern es sind nur Körner, sei es Weizen oder anderes Saatgut. 38 Aus jedem Samenkorn lässt Gott eine Pflanze wachsen, die so aussieht, wie er es gewollt hat, und diese Pflanzenarten sind alle ganz verschieden. 39 Unterscheiden sich nicht auch alle Lebewesen in ihrem Aussehen? Menschen sehen anders aus als Tiere, Vögel anders als Fische. 40 Die Sterne am Himmel sind ganz anders beschaffen als die Geschöpfe auf der Erde; doch jeder Stern und jedes Lebewesen ist auf seine Weise schön. 41 Die Sonne hat ihren eigenen Glanz, anders als das Leuchten des Mondes oder das Glitzern der Sterne. Selbst die Sterne unterscheiden sich in ihrer Helligkeit voneinander. 42 Genauso könnt ihr euch die Auferstehung der Toten vorstellen. Unser irdischer Körper ist wie ein Samenkorn, das einmal vergeht. Wenn er aber auferstehen wird, ist er unvergänglich. 43 Unser Körper ist jetzt noch unansehnlich und schwach; wenn er aber aufersteht, ist er herrlich und voller Kraft. 44 Begraben wird unser irdischer Körper; aber auferstehen werden wir mit einem Körper, der von unvergänglichem Leben erfüllt ist. Denn wie es einen sterblichen Körper gibt, so gibt es auch einen unsterblichen. 45 In der Heiligen Schrift heißt es ja von Adam, dem ersten Menschen, dass er »ein lebendiges Wesen« wurde. Er trug jedoch nur irdisches Leben in sich. Aber Christus, der letzte Adam, war erfüllt vom Geist Gottes, der unvergängliches Leben schenkt.[8] (1Mo 2,7) 46 Zuerst kommt der irdische Körper, und dann erst der unvergängliche – nicht umgekehrt. 47 Adam, den ersten Menschen, erschuf Gott aus Staub von der Erde; aber der neue Mensch, Christus, kommt vom Himmel. 48 So wie Adam sind Menschen, die nicht zu Christus gehören; sie tragen bloß irdisches Leben in sich. Menschen, die zu Christus, dem himmlischen Adam, gehören, tragen auch sein himmlisches Leben in sich. 49 Als Nachkommen Adams sind wir ihm ähnlich geschaffen. Aber eines Tages werden wir dann wie Christus einen himmlischen Leib haben. 

Der Tod ist besiegt

50 Eins steht fest, liebe Brüder und Schwestern: Menschen aus Fleisch und Blut können nicht in Gottes Reich kommen. Nichts Vergängliches wird in Gottes unvergänglichem Reich Platz haben. 51 Ich möchte euch aber ein Geheimnis anvertrauen: Wir werden nicht alle sterben, aber Gott wird uns alle verwandeln. 52 Das wird ganz plötzlich geschehen, von einem Augenblick zum anderen, wenn die Posaune das Ende ankündigt. Auf ihr Zeichen hin werden die Toten auferweckt und bekommen einen unvergänglichen Körper, und auch wir Lebenden werden verwandelt. 53 Denn das Vergängliche muss mit Unvergänglichkeit und das Sterbliche mit Unsterblichkeit überkleidet werden. 54 Wenn aber dieser vergängliche und sterbliche Körper unvergänglich und unsterblich geworden ist, dann erfüllt sich, was die Heilige Schrift vorausgesagt hat: »Das Leben hat den Tod überwunden! 55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo bleibt nun deine Macht[9]?« (Jes 25,8; Hos 13,14) 56 Die Sünde ist wie ein Stachel, der tödliches Gift in sich trägt. Durch sie hat der Tod seine Macht, und die Sünde hat ihre Kraft durch das Gesetz. 57 Aber Dank sei Gott! Er schenkt uns den Sieg durch Jesus Christus, unseren Herrn! 58 Bleibt daher fest und unerschütterlich in eurem Glauben, meine lieben Brüder und Schwestern! Setzt euch mit aller Kraft für den Herrn ein, denn ihr wisst: Nichts ist vergeblich, was ihr für ihn tut. 

Hoffnung für alle TM
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Used with permission. All rights reserved worldwide.

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1.Korinther 15

Das Buch

von SCM Verlag

Die Tatsache der Auferstehung

1 Mir ist es ein Anliegen, liebe Schwestern und Brüder, dass ihr das versteht: Die gute Nachricht, die wir euch gebracht haben, die ihr ja auch für euer Leben angenommen habt und die ja auch das Fundament ist, auf dem ihr steht, 2 das ist die Botschaft, durch die ihr das Heil erfahren habt. Euch gilt das, wenn ihr an dem festhaltet, was wir euch als Inhalt dieser guten Botschaft weitergegeben haben. Sonst ist es so, dass euer Glaube sich als inhaltslos erweist. 3 Ich habe euch ja ganz am Anfang das als verbindliche Wahrheit übergeben, was ich auch selbst so übernommen habe: Der Messias ist für unsere Sünden gestorben, so wie es ja auch in Gottes Buch geschrieben steht. 4 Und auch das: Er wurde ins Grab gelegt. Er wurde am dritten Tag wieder zum Leben erweckt, so wie das Buch Gottes es schon vorhergesagt hat. 5 Und: Dann erschien er dem Kephas und danach der Gruppe seiner zwölf Weggefährten. 6 Danach erschien er deutlich fünfhundert Schwestern und Brüdern gleichzeitig. Von denen sind die meisten noch bis jetzt am Leben, doch einige sind gestorben. 7 Danach erschien er dem Jakobus und danach der gesamten Gruppe der Apostel. 8 Als Letztem von allen erschien er auch mir, der ich ja sozusagen eine Totgeburt war. 9 Denn ich bin wirklich der Allergeringste der von Jesus Bevollmächtigten! Ja, es steht mir eigentlich nicht zu, als Apostel bezeichnet zu werden, weil ich die Gottesgemeinde verfolgt habe. 10 Doch durch Gottes unverdientes Geschenk bin ich zu dem geworden, der ich bin, und seine unverdiente Zuwendung zu mir ist nicht ohne Folgen geblieben. Nein! Ich habe mich mehr als alle anderen abgemüht. Damit meine ich natürlich nicht mich selbst, sondern die unverdiente Gnade Gottes, die mit mir ist. 11 Ganz gleich, ob ich es jetzt bin oder die anderen: Genau das ist es, was wir öffentlich verkündigen, und auf genau diese Aussage hin habt ihr euer Vertrauen auf Gott gesetzt. 12 Wenn es nun so ist, wie alle übereinstimmend verkünden, dass er, der Messias, wieder vom Tod auferstanden ist, wie kann es dann sein, dass einige von euch sagen, dass es überhaupt keine Auferstehung der Toten gebe? 13 Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist ja demnach auch der Messias nicht wieder zum Leben auferweckt worden! 14 Wenn nun der Messias nicht auferweckt wurde, dann ist unsere Botschaft in der Tat bedeutungslos und auch euer Glaube hat keinen wirklichen Inhalt. 15 Und dann wären wir ja Leute, die falsche Aussagen über Gott machen! Denn wir würden dann behaupten, dass Gott den Messias wieder zum Leben erweckt habe, was er in Wirklichkeit gar nicht getan hätte! Ihn hätte er dann ja in Wirklichkeit nicht zum Leben auferweckt, wenn die Aussage stimmen würde, dass die Toten nicht auferweckt werden! 16 Wenn also die Toten nicht wieder zum Leben erweckt werden, dann ist folglich auch der Messias nicht zum Leben erweckt worden! 17 Und wenn der Messias nicht zum Leben auferweckt worden ist, dann ist euer gesamter Glaube bedeutungslos und ihr seid immer noch in eurer Lebensschuld gefangen! 18 Dann sind folgerichtig auch die, die im Vertrauen auf den Messias gestorben sind, noch außerhalb der lebensschaffenden Beziehung zu Gott. 19 Wirklich, wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf den Messias gesetzt haben, dann sind wir unter allen Menschen die, die am meisten zu bemitleiden sind! 

Die Auferstehung und die Folgen

20 Doch jetzt ist es so: Der Messias ist auferstanden, als Erster von allen, die gestorben sind. 21 Denn es ist so: Wie durch einen bestimmten Menschen der Tod gekommen ist, so fängt auch die Auferstehung der Toten mit einem Menschen an. 22 Genauso wie alle Menschen durch Adam vom Tod erfasst worden sind, so werden auch alle durch den Messias wieder zum Leben erweckt werden. 23 Jeder Einzelne erlebt die Auferstehung in einer ganz bestimmten Abfolge: Der Bahnbrecher ist der Messias. Danach folgen die, die zum Messias gehören, dann, wenn er sichtbar vor allen erscheinen wird. 24 Und danach kommt das Ende, wenn er die Königsherrschaft Gott dem Vater wieder übergibt, dann, wenn er alle Herrschaft, Autorität und Macht vernichtet hat. 25 Denn er muss als König regieren bis zu dem Zeitpunkt, an dem er ihm alle seine Feinde endgültig unter seine Füße gelegt hat. 26 Der allerletzte Feind, der vernichtet wird, das ist der Tod. 27 Denn Gott hat ihm alles endgültig unterworfen. Wenn es nun in Gottes Buch heißt: »Alles ist ihm unterworfen«, dann ist dabei ja auch klar, dass der davon ausgenommen ist, der ihm alles untergeordnet hat. 28 Wenn ihm also alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem untergeordnet, der ihm alles unterworfen hat. Dann wird Gott alles in allem sein. 

Kraft zum Leben

29 Nun zu der Frage: Was werden dann die tun, die sich anstelle der Toten untertauchen lassen, wenn doch die Toten überhaupt nicht wieder zum Leben erweckt werden? Wozu lassen sie sich dann stellvertretend für sie taufen? 30 Und noch weitere Fragen ergeben sich. Zum Beispiel die: Warum verbringen wir fast jede Stunde unseres Lebens in Gefahr? 31 Fast täglich sterbe ich, ja wirklich, das ist genauso wahr wie das, dass ihr der Grund für meinen Stolz seid, an dem ich aufgrund meiner Beziehung zum Messias Jesus, unserem Herrn, festhalte. 32 Wie soll ich zum Beispiel die Situation bewerten, als ich damals in Ephesus mit wilden Tieren kämpfen musste? Wenn das nur ein rein menschliches Ereignis gewesen wäre, welchen Nutzen hätte ich dann davon? Ja, wenn die Toten nicht auferstehen, dann könnten wir nach dem Motto leben: Lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir ja sowieso! 33 Täuscht euch nicht! Die Aussage stimmt: »Gute Gewohnheiten werden durch schlechten Umgang verdorben.« 34 Werdet doch wieder richtig vernünftig und ladet vor allem keine Schuld auf euch! Denn ich muss es zu eurer Beschämung sagen: Manche haben gar kein Verständnis von Gott. 

Die neue Welt Gottes

35 Vielleicht stellt jetzt jemand die Frage: Wie ist das denn, wenn die Toten wieder zum Leben erweckt werden? Wie wird der Körper aussehen, mit dem sie erscheinen? 36 Wie dumm du doch bist! Was du säst, wird nur dann wieder zum Leben erwachen, wenn es vorher stirbt. 37 Und bei dem, was du säst, ist es ja so: Du säst ja nicht die Gestalt der Pflanze, die dann entstehen wird, sondern ein einfaches, nacktes Korn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder irgendein anderes. 38 Gott hat jedem seine ganz eigene Gestalt gegeben, so wie es ihm gefiel, und also auch jedem einzelnen Samenkorn seine jeweilige Gestalt. 39 So ist es auch beim Fleisch: Nicht alle sind gleich beschaffen, sondern es unterscheidet sich. Es ist anders bei den Menschen, den Tieren, den Vögeln und den Fischen. 40 Genauso gibt es Körper, die zur Himmelswelt gehören, und Körper hier auf der Erde. Auch der Glanz der Körper, die zur Himmelswirklichkeit gehören, ist anders als der von denen, die sich hier auf der Erde befinden. 41 Der Lichtschein der Sonne ist anders und wiederum anders ist das Leuchten des Mondes und noch anders der Glanz der Sterne. Und auch die Sterne unterscheiden sich voneinander in Bezug auf ihre Leuchtkraft. 42 Genauso ist es bei der Auferstehung der Toten auch. Es wird in einer vergänglichen Gestalt gesät, aber in einer unvergänglichen Wirklichkeit werden die Menschen dann wieder zum Leben erweckt. 43 Ja, ohne bleibende Ehre wird der Mensch in die Erde gelegt, aber er wird auferstehen in großer Herrlichkeit. So kann man sagen: In Schwachheit wird gesät und in Kraft ereignet sich dann die Auferweckung. 44 Ein ganz natürlicher Körper wird in die Erde eingesät und ein von Gottes Geist gestalteter Körper wird wieder zum Leben erweckt. Wenn es einen natürlichen Körper gibt, dann gibt es auch einen geistlichen Körper. 45 Genauso steht es ja in Gottes Buch geschrieben: »Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Person.« Doch er, der letzte Adam, wurde zu einem Geist, der Leben hervorbringt. 46 Aber hier ist zu beachten: Die geistliche Wirklichkeit ist nicht zuerst, sondern die natürliche Wirklichkeit, und dann die vom Geist bestimmte Wirklichkeit. 47 So ist der erste Mensch ganz der Erde verhaftet, aber er, der zweite Mensch, stammt aus dem Himmel. 48 So wie der von der Erde Genommene ist, so sind dann auch seine Nachkommen, die ebenfalls von der Erde genommen sind. Und genauso ist es bei ihm, der vom Himmel kommt. So wie er sind auch die, die zu ihm gehören, vom Himmel bestimmt. 49 Diese Wahrheit betrifft uns alle: Genauso wie wir in unserem Aussehen Adam gleich sind, dem von der Erde genommenen ersten Menschen, so werden wir auch das Ebenbild dessen sein, der vom Himmel kommt, nämlich Jesus. 

Die große Wandlung

50 Was will ich damit sagen, Schwestern und Brüder? Dieses: Menschen aus Fleisch und Blut können so, wie sie sind, nicht zu Erben der neuen Wirklichkeit Gottes werden. Ja, das, was vergänglich ist, wird nicht in die unvergängliche Himmelswelt gelangen können. 51 Passt gut auf! Ich sage euch ein ganz besonderes Geheimnis. Wir werden nicht alle sterben, aber wir werden alle umgestaltet werden. 52 In einem einzigen Augenblick, beim letzten Posaunenstoß, wird es geschehen. Die Posaune wird ertönen und die Toten werden auferweckt. Unvergänglich werden sie sein, und auch wir werden ganz und gar verwandelt werden. 53 Ja, es muss so kommen: Dieses Vergängliche muss die Unvergänglichkeit anziehen und dieser sterbliche Körper die Unsterblichkeit. 

Der Sieg des Lebens

54 Wenn diese vergängliche Wirklichkeit mit der Unvergänglichkeit umhüllt wird und das, was dem Tod verfallen ist, mit der Unsterblichkeit, dann wird sich das erfüllen, was in Gottes Buch geschrieben ist: »Der Tod ist vom Sieg verschlungen! 55 Wo ist nun, Tod, dein Sieg? Ja, Tod, wo ist denn dein Stachel?« 56 Der Stachel des Todes ist das Schuldigwerden, und die Kraft der Schuld liegt im Gesetz. 57 Doch Gott sei Dank gebracht! Er schenkt uns den Sieg durch unseren Herrn, den Messias Jesus! 58 Also, meine lieben Schwestern und Brüder, werdet fest, lasst euch nicht in eine falsche Richtung bewegen und setzt euch immer mit eurer ganzen Kraft für die Sache von Jesus, dem Herrn, ein. Denn ihr wisst ja, dass eure Mühe nicht vergeblich ist, weil Jesus, der Herr, dabei ist! 

Das Buch. Neues Testament, Psalmen, Sprichwörter – übersetzt von Roland Werner
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