1.Korinther 14

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet! (1Kor 12,1)2 Denn wer in Zungen redet, der redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht ihn: im Geist redet er Geheimnisse. (Apg 2,4; Apg 10,46)3 Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.4 Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde.5 Ich möchte, dass ihr alle in Zungen reden könnt; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch redet. Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, auf dass die Gemeinde erbaut werde.6 Nun aber, Brüder und Schwestern, wenn ich zu euch käme und redete in Zungen, was würde ich euch nützen, wenn ich nicht mit euch redete in Worten der Offenbarung oder der Erkenntnis oder der Prophetie oder der Lehre?7 So verhält es sich auch mit leblosen Instrumenten, es sei eine Flöte oder eine Harfe: Wenn sie nicht unterschiedliche Töne von sich geben, wie kann man erkennen, was auf der Flöte oder auf der Harfe gespielt wird?8 Und wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zur Schlacht rüsten?9 So auch ihr: Wenn ihr in Zungen redet und nicht mit deutlichen Worten, wie kann man wissen, was gemeint ist? Ihr werdet in den Wind reden.10 Es gibt vielerlei Sprachen in der Welt, und nichts ist ohne Sprache.11 Wenn ich nun die Bedeutung der Sprache nicht kenne, werde ich ein Fremder sein für den, der redet, und der redet, wird für mich ein Fremder sein.12 So auch ihr: Da ihr euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass ihr sie im Überfluss habt und so die Gemeinde erbaut.13 Wer also in Zungen redet, der bete, dass er’s auch auslegen könne. (1Kor 12,10)14 Denn wenn ich in Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Verstand bleibt ohne Frucht.15 Wie soll es aber sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit dem Verstand; ich will Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand. (Eph 5,19; Kol 3,16)16 Wenn du Gott lobst im Geist, wie soll der, der als Unkundiger dabeisteht, das Amen sagen auf dein Dankgebet, da er doch nicht weiß, was du sagst?17 Dein Dankgebet mag schön sein; aber der andere wird nicht erbaut.18 Ich danke Gott, dass ich mehr in Zungen rede als ihr alle.19 Aber ich will in der Gemeinde lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in Zungen.20 Liebe Brüder und Schwestern, seid nicht Kinder, wenn es ums Verstehen geht; sondern seid Kinder, wenn es um Bosheit geht; im Verstehen aber seid erwachsen. (Eph 4,14)21 Im Gesetz steht geschrieben: »Ich will in andern Zungen und mit andern Lippen reden zu diesem Volk, aber auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.« (Jes 28,11)22 Darum ist die Zungenrede ein Zeichen nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die prophetische Rede aber ein Zeichen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen.23 Wenn nun die ganze Gemeinde an einem Ort zusammenkäme und alle redeten in Zungen, es kämen aber Unkundige oder Ungläubige hinein, würden sie nicht sagen, ihr seid von Sinnen?24 Wenn aber alle prophetisch redeten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger hinein, der würde von allen überführt und von allen gerichtet;25 was in seinem Herzen verborgen ist, würde offenbar, und so würde er niederfallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig unter euch ist. (Joh 16,8)26 Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! (1Kor 12,8; Eph 4,12)27 Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder höchstens drei und einer nach dem andern; und einer lege es aus.28 Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede für sich selber und für Gott.29 Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst darüber urteilen. (1Thess 5,20)30 Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteilwird, so schweige der Erste.31 Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle ermahnt werden.32 Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen34 sollen die Frauen schweigen in den Gemeindeversammlungen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. (1Mo 3,16; 1Tim 2,11)35 Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht einer Frau schlecht an, in der Gemeindeversammlung zu reden.36 Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist’s allein zu euch gekommen?37 Wenn einer meint, er sei ein Prophet oder vom Geist erfüllt, der erkenne, dass es des Herrn Gebot ist, was ich euch schreibe. (1Joh 4,6)38 Wer aber das nicht erkennt, wird nicht erkannt.39 Darum, liebe Brüder, bemüht euch um die prophetische Rede und wehrt nicht der Zungenrede.40 Lasst aber alles ehrbar und ordentlich zugehen. (Kol 2,5)

1.Korinther 14

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Bleibt auf dem Weg der Liebe! Strebt nach den Geistesgaben, vor allem aber danach, prophetisch zu reden. (1Kor 12,1; 1Kor 14,39)2 Wer in Zungen redet, spricht nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Denn niemand versteht ihn: Er redet im Geist von Geheimnissen. (1Kor 12,10; 1Kor 13,1; 1Kor 14,39)3 Wer dagegen prophetisch redet, spricht zu Menschen: Er erbaut, ermutigt, tröstet.4 Wer in Zungen redet, baut sich selbst auf; wer aber prophetisch redet, baut die Gemeinde auf. (1Kor 14,12)5 Ich möchte, dass ihr alle in Zungen redet, vor allem aber möchte ich, dass ihr prophetisch redet. Wer prophetisch redet, ist grösser, als wer in Zungen redet, es sei denn, er übersetze es, damit der Gemeinde Erbauung zuteil werde.6 Komme ich jetzt zu euch, liebe Brüder und Schwestern, und rede in Zungen, was nützt es euch, wenn ich nicht mit einer Offenbarung, einer Erkenntnis, einer Prophetie oder einer Lehre komme und zu euch rede? (1Kor 4,19; 1Kor 14,2)7 Wenn die leblosen Instrumente, Flöte oder Leier, zwar Töne von sich geben,[1] Töne aber, die sich nicht unterscheiden lassen, wie soll dann erkannt werden, was auf der Flöte oder auf der Leier gespielt wird?8 Und wenn die Posaune ein undeutliches Signal gibt, wer wird sich dann zum Kampf bereitmachen?9 So ist es auch mit euch: Wenn ihr mit eurer Zunge kein deutliches Wort hervorbringt, wie soll man da verstehen, wovon die Rede ist? Ihr werdet in den Wind reden.10 Es gibt wer weiss wie viele Arten von Sprachen in der Welt, nichts ist ohne Sprache.11 Wenn ich aber die Bedeutung eines Lautes nicht erkenne, werde ich für den, der spricht, ein Fremder sein, und der, der spricht, ein Fremder für mich.12 So auch ihr: Wenn ihr schon um die Geistkräfte wetteifert, dann trachtet nach dem, was der Erbauung der Gemeinde dient, damit ihr alles im Überfluss habt. (Röm 14,19; 1Kor 14,1; 2Kor 12,19; 2Kor 13,10)13 Darum bete, wer in Zungen redet, dass er es auch übersetzen kann. (1Kor 14,2)14 Denn wenn ich in Zungen bete, so betet zwar mein Geist, mein Verstand aber bleibt ohne Frucht.15 Was folgt daraus? Ich will im Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten; ich will im Geist lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstand lobsingen.16 Denn wenn du den Lobpreis sprichst im Geist, wie soll dann, wer als Fremder dazustösst, auf dein Dankgebet hin das Amen sprechen? Er versteht ja nicht, was du sagst.17 Du magst zwar ein schönes Dankgebet sprechen, doch der andere wird nicht aufgebaut.18 Ich danke Gott, dass ich mehr als ihr alle in Zungen rede;19 aber in der Gemeinde will ich, um auch andere zu unterweisen, lieber fünf Worte mit meinem Verstand sagen als tausend Worte in Zungen.20 Liebe Brüder und Schwestern, seid nicht Kinder, wo es um Einsicht geht. Seid unbedarft, wo es um Bosheit geht, in der Einsicht aber seid vollkommen!21 Im Gesetz steht geschrieben: Durch Leute fremder Zunge und mit den Lippen Fremder will ich zu diesem Volk reden, aber auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr. (Jes 28,11)22 Das Zungenreden ist also nicht ein Zeichen für die Glaubenden, sondern für die Ungläubigen, die Prophetie dagegen ist nicht ein Zeichen für die Ungläubigen, sondern für die Glaubenden.23 Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkommt und alle in Zungen reden, es kommen aber Aussenstehende oder Ungläubige herein, werden sie dann nicht sagen: Ihr seid von Sinnen?24 Wenn aber alle prophetisch reden und es kommt ein Ungläubiger oder Aussenstehender herein, dann wird er von allen ins Verhör genommen, von allen geprüft;25 das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und so fällt er auf sein Angesicht, wird zu Gott beten und bekennen: In der Tat, Gott ist in eurer Mitte. (Jes 45,14)26 Was heisst das nun, liebe Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder einen Psalm, eine Lehre, eine Offenbarung, eine Zungenrede, eine Auslegung. Alles geschehe zur Erbauung! (1Kor 11,18; 1Kor 12,7; 1Kor 14,2; 1Kor 14,12)27 In Zungen reden sollen jeweils höchstens zwei oder drei, und zwar der Reihe nach. Und einer soll übersetzen.28 Wenn aber niemand da ist, der übersetzen kann,[2] sollen sie in der Gemeindeversammlung schweigen und nur für sich und für Gott reden.29 Von den Propheten aber mögen zwei oder drei reden, die anderen sollen es prüfen. (1Kor 12,28)30 Wenn aber ein anderer, der dasitzt, eine Offenbarung empfängt, soll der Erste schweigen.31 Ihr könnt doch alle, einer nach dem andern, prophetisch reden, damit alle etwas lernen und alle Zuspruch erfahren.32 Der Geist der Propheten unterstellt sich den Propheten,33 denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen gilt:[3] (Röm 4,17; Röm 15,33)34 In den Gemeindeversammlungen sollen die Frauen schweigen. Denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sie sollen sich vielmehr unterordnen, wie auch das Gesetz es sagt. (1Mo 3,16; 1Tim 2,11)35 Wenn sie aber etwas lernen wollen, sollen sie zu Hause ihre Männer fragen. Denn für eine Frau ist es eine Schande, in der Gemeindeversammlung zu reden.36 Ist das Wort Gottes denn von euch ausgegangen, ist es denn zu euch allein gekommen?37 Wer meint, ein Prophet oder ein Geistbegabter zu sein, der erkenne, dass es des Herrn Gebot ist, was ich euch schreibe. (1Kor 7,10)38 Wer nicht erkennt, wird nicht erkannt.39 Darum, meine Brüder und Schwestern: Um prophetisches Reden sollt ihr wetteifern, das Reden in Zungen aber behindert nicht! (1Kor 14,1; 1Kor 14,2)40 Alles aber geschehe würdig und geordnet.

1.Korinther 14

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Die Liebe soll also euer höchstes Ziel sein. Strebt aber auch nach den Gaben, die der Geist Gottes gibt; vor allem danach, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden.2 Wenn nämlich jemand in unbekannten Sprachen redet, dann spricht er nicht zu Menschen, denn niemand versteht ihn. Er spricht zu Gott, und was er durch Gottes Geist redet, bleibt ein Geheimnis.3 Wer aber eine prophetische Botschaft von Gott empfängt, kann sie an andere Menschen weitergeben. Er hilft ihnen, er tröstet und ermutigt sie.4 Wer in unbekannten Sprachen redet, stärkt seinen persönlichen Glauben. Wer aber in Gottes Auftrag prophetisch spricht, stärkt die ganze Gemeinde.5 Ich will schon, dass ihr alle in unbekannten Sprachen redet. Aber noch besser wäre, ihr könntet alle in Gottes Auftrag prophetisch sprechen. Das ist wichtiger, als in unbekannten Sprachen zu reden, es sei denn, das Gesprochene wird übersetzt, damit die ganze Gemeinde einen Gewinn davon hat.6 Stellt euch doch einmal vor, liebe Brüder und Schwestern, ich komme zu euch und rede in einer Sprache, die niemand kennt. Davon hättet ihr gar nichts. Nützen würde euch mein Besuch nur dann, wenn ich euch klar sage, was Gott mir offenbart hat. Nur wenn ich verständliche Worte gebrauche, um euch seinen Willen zu erklären, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden oder euch zu unterweisen, hättet ihr einen Gewinn davon.7 Es ist genauso wie bei Musikinstrumenten. Bei einer Flöte etwa oder einer Harfe muss man unterschiedliche Töne hören können, sonst erkennt keiner die Melodie.8 Wenn der Trompeter nicht ein klares Signal gibt, wird sich kein Soldat zum Kampf bereitmachen.9 Genauso ist es beim Reden in unbekannten Sprachen. Wenn ihr unverständlich redet, wird euch niemand verstehen. Ihr redet nur in den Wind.10 Es gibt auf der Welt so viele Sprachen, und alle haben ihren Sinn.11 Wenn ich aber die Sprache eines anderen Menschen nicht kenne, können wir uns nicht verständigen.12 So ist es auch mit euch: Wenn ihr euch schon so eifrig um die Gaben bemüht, die der Heilige Geist schenkt, dann setzt auch alles daran, dass die ganze Gemeinde etwas davon hat.13 Wer also in einer unbekannten Sprache redet, der soll den Herrn darum bitten, dass er sie auch übersetzen kann.14 Denn wenn ich in solchen Sprachen aus meinem Innersten heraus zu Gott bete, verstehe ich nicht, was ich rede.15 Wie verhalte ich mich nun richtig? Ich will beten, was Gottes Geist mir eingibt;[1] aber ich will beim Beten auch meinen Verstand gebrauchen. Ich will Loblieder singen, die Gottes Geist mir schenkt;[2] aber ebenso will ich beim Singen meinen Verstand einsetzen.16 Wenn du Gott nur in unbekannten Sprachen anbetest, die sein Geist dir eingibt, wie soll jemand, der diese Sprache nicht versteht, dein Gebet mit einem »Amen« bekräftigen? Er weiß doch gar nicht, was du gesagt hast!17 Da kann dein Gebet noch so gut und schön sein, der andere wird dadurch in seinem Glauben nicht gestärkt.18 Ich bin Gott dankbar, dass ich mehr als ihr alle in unbekannten Sprachen rede!19 In der Gemeinde aber will ich lieber fünf verständliche Worte reden, damit ich die Zuhörer unterweisen kann, als zehntausend Worte in einer Sprache, die keiner versteht.20 Liebe Brüder und Schwestern, seid, was eure Vernunft betrifft, doch nicht wie kleine Kinder, die nicht verstehen, was man ihnen erklärt! Im Bösen, darin sollt ihr unerfahren sein wie Kinder; in eurem Denken aber sollt ihr reife, erwachsene Menschen sein.21 In der Heiligen Schrift heißt es: »Ich will zu diesem Volk in fremden, unbekannten Sprachen reden. Aber auch dann wollen sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.« (Jes 28,11)22 Das Reden in unbekannten Sprachen ist also ein Zeichen Gottes, allerdings nicht für die Gläubigen; es ist vielmehr ein Zeichen des Gerichts für die Ungläubigen. Beim prophetischen Reden in Gottes Auftrag dagegen ist es umgekehrt: Es gilt nicht den Ungläubigen, sondern den Gläubigen. Daran wird deutlich, dass Gott in seiner Gemeinde gegenwärtig ist.23 Stellt euch vor, die Gemeinde versammelt sich, und jeder redet in einer anderen unbekannten Sprache. Nun kommt jemand dazu, der das nicht kennt, oder einer, der noch kein Christ ist. Wird er nicht sagen: »Ihr seid alle verrückt«?24 Wenn ihr dagegen alle in verständlichen Worten prophetisch redet und ein Ungläubiger oder Fremder kommt dazu, wird ihn dann nicht alles, was ihr sagt, von seiner Schuld überzeugen und in seinem Gewissen treffen?25 Was er bis dahin sich selbst nie eingestanden hat, wird ihm jetzt plötzlich klar. Er wird sich niederwerfen, Gott anbeten und bekennen: »Gott ist wirklich mitten unter euch!«26 Was bedeutet das nun für euch, liebe Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder etwas beizutragen: Einige singen ein Loblied, andere unterweisen die Gemeinde im Glauben. Einige geben weiter, was Gott ihnen offenbart hat, andere reden in unbekannten Sprachen, und wieder andere übersetzen das Gesprochene für alle. Wichtig ist, dass alles die Gemeinde aufbaut.27 Während eines Gottesdienstes sollen höchstens zwei oder drei in unbekannten Sprachen reden, und zwar einer nach dem anderen. Was sie gesagt haben, soll gleich für alle übersetzt werden.28 Wenn dafür niemand da ist, sollen die Betreffenden schweigen. Sie können ja für sich allein beten; Gott wird sie hören.29 Auch von den Propheten, die Gottes Botschaften empfangen, sollen zwei oder drei sprechen; die anderen sollen das Gesagte beurteilen.30 Der Prophet, der eine Botschaft von Gott bekommen hat, soll seine Rede beenden, wenn Gott einem der Anwesenden eine neue Botschaft eingibt.31 Ihr könnt doch alle der Reihe nach in Gottes Auftrag reden, damit alle lernen und alle ermutigt werden.32 Wer eine Botschaft von Gott bekommt, verliert dabei ja nicht die Kontrolle über sich.33 Denn Gott will keine Unordnung, er will Frieden. Wie in allen Gemeinden34 sollen sich auch bei euch die Frauen in den Gottesdiensten still verhalten[3] und dort nicht das Wort führen. Stattdessen sollen sie sich unterordnen, wie es schon das Gesetz vorschreibt. (1Kor 11,5)35 Wenn sie etwas wissen wollen, können sie zu Hause ihren Mann fragen. Denn es gehört sich nicht, dass Frauen in der Gemeinde das Wort führen.36 Ihr seid anderer Meinung? Bildet ihr euch etwa ein, Gottes Botschaft sei von euch in die Welt ausgegangen? Oder glaubt ihr, die Einzigen zu sein, die sie gehört haben?37 Wenn einer meint, Gott rede durch ihn oder er sei in besonderer Weise von Gottes Geist begabt, dann muss er auch erkennen, dass alles, was ich hier anordne, dem Willen des Herrn entspricht.38 Wer das aber nicht anerkennt, den erkennt auch Gott nicht an.39 Also, meine Brüder und Schwestern, strebt nach der Gabe, in Gottes Auftrag prophetisch zu sprechen, und hindert keinen, in unbekannten Sprachen zu reden.40 Aber sorgt dafür, dass alles einwandfrei und geordnet vor sich geht.

1.Korinther 14

Das Buch

von SCM Verlag
1 Jagt der Liebe nach und bemüht euch um die Befähigungen des Gottesgeistes, vor allem, dass ihr prophetisch reden könnt.2 Denn der, der in einer geistgewirkten Sprache spricht, der spricht nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Denn es versteht ja keiner. Nein, er beschreibt die verborgenen Geheimnisse in der Wirklichkeit des Gottesgeistes.3 Jemand, der prophetisch redet, der spricht zu den Menschen. Was er sagt, dient zum Aufbau von Menschen, zur Ermutigung und zur Stärkung.4 Jemand, der in einer geistgewirkten Sprache spricht, der stärkt sich selbst dadurch. Und wer prophetisch redet, der baut dadurch die Gottesgemeinde auf.5 Ich wünsche mir, dass ihr alle in diesen geistgewirkten Sprachen sprecht, aber noch viel mehr, dass ihr auch prophetisch redet. Denn wer prophetisch redet, ist bedeutender als einer, der in geistgewirkten Sprachen spricht, außer natürlich, wenn diese übersetzt werden. Denn dann kann die Gottesgemeinde dadurch gestärkt werden.6 Wie soll es denn jetzt sein, Geschwister? Wenn ich zu euch komme und in solchen geistgewirkten Sprachen spreche, was bringt euch das? Das ist doch nur dann sinnvoll, wenn ich euch auch eine Botschaft bringe, in der etwas bislang Verborgenes enthüllt und eine Erkenntnis weitergegeben wird, also eine prophetische Aussage oder eine Lehre.7 Genauso ist es ja bei den Musikinstrumenten, die ja keine Seele haben, zum Beispiel bei einer Flöte oder einer Harfe. Wenn sie keine unterschiedlichen Töne hervorbringen können, wie soll man dann die Melodie erkennen, die geflötet oder auf der Harfe gespielt wird?8 Oder ein anderes Beispiel: Wenn beim Militär die Posaune einen unklaren Ton von sich gibt, wer von den Soldaten wird sich dann auf die Schlacht vorbereiten?9 Genauso ist es bei euch. Wenn ihr in diesen geistgewirkten Sprachen keine verständliche Aussage macht, wie kann man dann das Gesagte verstehen? Ihr seid dann wie Leute, die einfach in den Wind reden.10 Es gibt ja so viele verschiedene Arten von Sprachen in der Welt und keine davon ist ohne klare Laute.11 Wenn ich nun die Bedeutung dieser Laute nicht kenne, dann bin ich für den, der redet, ein unverständlicher Ausländer, und für mich ist der andere ein Ausländer, den ich nicht verstehe.12 Genauso ist es auch bei euch. Wenn ihr euch schon intensiv um die Geisterfahrungen bemüht, dann bemüht euch darum, dass ihr Anteil habt am Aufbau der Gottesgemeinde!13 Deshalb soll der, der in einer geistgewirkten Sprache spricht darum beten, dass er sie auch übersetzen kann.14 Wenn ich also in einer geistgewirkten Sprache bete, dann betet mein innerster Geist. Mein Verstand aber bleibt davon unberührt.15 Was ist denn jetzt angebracht? Ich werde mit dem Geist beten und ich werde auch mit dem Verstand beten. Ich will in der Dimension des Geistes Loblieder singen und ebenso will ich Psalmen mit dem Verstand singen.16 Wenn du nun in der Dimension des Gottesgeistes Gott lobst, wie kann dann der, der noch unkundig in diesen Dingen ist, auf deine Danksagung mit dem Wort Amen antworten? Er versteht doch gar nicht, was du sagst.17 Denn du drückst deinen Dank sehr schön aus, aber der andere wird dadurch nicht gestärkt.18 Ich danke Gott, dass ich mehr in diesen geistgewirkten Sprachen spreche als ihr alle.19 Aber in der Zusammenkunft der Gottesgemeinde will ich lieber fünf Wörter in verständlicher Sprache sprechen, damit ich auch den anderen etwas Hilfreiches für ihr Leben weitergebe, als tausend Worte in geistgewirkten Sprachen.20 Schwestern und Brüder, werdet nur keine Kinder in Bezug auf den Verstand! Wenn es um das Thema Bosheit geht, dann könnt ihr ruhig wie unmündige Kinder sein. Aber in Bezug auf den Verstand sollt ihr erwachsen werden!21 In Gottes Buch steht geschrieben: »Ich werde durch die Leute fremder Sprachen und durch die Lippen Fremder mit diesem Volk sprechen, und selbst so werden sie nicht auf mich hören, spricht Gott der Herr.«22 So dienen, wenn man diese Aussage hierauf bezieht, diese geistgewirkten Sprachen als Zeichen letztlich nicht denen, die an Gott glauben, sondern den Nichtglaubenden. Doch die Prophetie dient nicht den Ungläubigen, sondern dient denen, die dadurch in ihrem Vertrauen auf Gott gestärkt werden.23 Wenn jetzt die gesamte Gottesgemeinde an einem Ort zusammenkommt und alle in geistgewirkten Sprachen sprechen und dann noch Leute, die noch nicht in den Glauben eingeführt wurden, oder solche, die noch nicht an Gott glauben, hereinkommen, werden sie dann nicht sagen, dass ihr völlig von Sinnen seid?24 Wenn aber alle prophetisch sprechen und dann jemand hereinkommt, der noch nicht an Gott glaubt oder sich noch nicht auskennt, dann wird er dadurch so angesprochen und seine Gedanken und Motive werden von allen widergespiegelt,25 dass das, was in seinem Herzen versteckt ist, klar und sichtbar wird. Dann wird er auf den Boden niederfallen und Gott anbeten und klar und deutlich aussprechen, dass Gott wirklich und wahrhaftig unter euch ist.26 Was folgt jetzt daraus, Geschwister? Doch dieses: Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder von euch einen Beitrag. Der eine bringt einen Psalm mit, der andere hat etwas als verbindliche Lehre über Jesus weiterzugeben. Ein anderer hat eine geistliche Offenbarung empfangen, der Nächste einen Beitrag in einer geistgewirkten Rede. Und noch ein anderer hat eine Übersetzung dieser Rede. All das soll zum Aufbau beitragen.27 Und wenn jemand in einer geistgewirkten Sprache spricht, dann sollen es zwei oder höchstens drei hintereinander sein und danach soll einer übersetzen.28 Wenn aber keiner mit der Befähigung zur Übersetzung anwesend ist, dann soll der, der in geistgewirkten Sprachen spricht, in der Zusammenkunft der Gottesgemeinde schweigen. Er kann aber natürlich für sich selbst und zu Gott sprechen.29 Von denen, die eine prophetische Begabung haben, sollen zwei oder drei reden und danach sollen die anderen diese Aussagen miteinander abwägen.30 Wenn noch einem anderen eine von Gottes Geist gewirkte Offenbarung geschenkt wird, dann soll der Erste still sein.31 Ihr könnt ja alle einer nach dem anderen prophetisch reden, damit auf diese Weise alle etwas lernen und alle dadurch ermutigt werden.32 Die von Gottes Geist geschenkten Befähigungen sind den prophetisch begabten Menschen untertan.33 Denn es ist ja so: Gott ist nicht ein Gott des Durcheinanders, sondern der Gott, der den Frieden schenkt. So wie in allen Gemeinden der Menschen, die zu Gott gehören,34 sollen sich die Ehefrauen in den Gemeindezusammenkünften still verhalten. Denn es ist nicht in Ordnung, wenn sie dazwischenreden. Sie sollen sich angemessen verhalten, so wie es auch das Gottesgesetz sagt.35 Wenn sie etwas besonders nachfragen wollen, so sollen sie ihre Ehemänner zu Hause befragen. Denn es ist störend, wenn die Frauen in der Gemeindezusammenkunft dazwischenreden.36 Bei all diesem frage ich: Ist die Botschaft Gottes von euch ausgegangen? Oder hat sie euch allein erreicht?37 Wenn jemand der Ansicht ist, dass er eine prophetische Begabung besitzt oder besondere Erfahrungen mit Gottes Geist aufzuweisen hat, dann wird er sicher verstehen, was ich hier schreibe. Denn diese Anweisung stammt direkt von Jesus, dem Herrn.38 Wer das nicht erkennt, der wird auch nicht anerkannt!39 Also, Schwestern und Brüder, bemüht euch darum, dass ihr prophetisch reden könnt, und hindert niemanden daran, in geistgewirkten Sprachen zu reden!40 Und: Alles soll in gutem Stil und in einer hilfreichen Ordnung geschehen.