1Acht Jahre alt war Josia, als er König wurde; und er regierte einunddreißig Jahre zu Jerusalem (2Kön 22,1; 2Kön 23,4)2und tat, was dem HERRN wohlgefiel, und wandelte in den Wegen seines Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur Linken. (2Chr 29,2)3Im achten Jahr seiner Herrschaft fing er an, obwohl er noch jung war, den Gott seines Vaters David zu suchen, und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem zu reinigen von den Opferhöhen und den Ascheren, von den Götzen und gegossenen Bildern. (3Mo 26,30; 2Chr 14,2)4Und er ließ vor seinen Augen abbrechen die Altäre der Baale, und die Räucheraltäre oben darauf zerschlug er, und die Ascheren und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute ihn auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten,5und verbrannte die Gebeine der Priester auf ihren Altären und reinigte so Juda und Jerusalem. (1Kön 13,2)6Auch in den Städten Manasses, Ephraims, Simeons und bis nach Naftali in ihren Trümmern ringsumher (2Chr 31,1)7brach er die Altäre und die Ascheren ab, und die Götzenbilder zertrümmerte und zermalmte er. Und alle Räucheraltäre zerschlug er im ganzen Lande Israel; dann kehrte er zurück nach Jerusalem.
Das Buch des Gesetzes wird gefunden
8Im achtzehnten Jahr seiner Herrschaft, da er das Land und den Tempel gereinigt hatte, sandte er Schafan, den Sohn Azaljas, und den Stadthauptmann Maaseja und den Kanzler Joach, den Sohn des Joahas, das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern. (2Kön 22,3; 2Kön 23,1)9Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkija, und man gab ihnen das Geld, das zum Hause Gottes gebracht war und das die Leviten, die an der Schwelle Wache hielten, von Manasse, Ephraim und von allen in Israel Übriggebliebenen gesammelt hatten und von ganz Juda und Benjamin und von denen, die in Jerusalem wohnten.10Und sie gaben’s in die Hände der Werkmeister, die bestellt waren am Hause des HERRN; und diese gaben’s denen, die arbeiteten am Hause des HERRN, dass sie das Haus ausbesserten und instand setzten.11Sie gaben’s den Zimmerleuten und Bauleuten, um gehauene Steine zu kaufen und Holz zu Klammern und Balken für die Gebäude, die die Könige von Juda hatten verfallen lassen.12Und die Männer arbeiteten am Werk auf Treu und Glauben. Und es waren über sie gesetzt als Aufseher Jahat und Obadja, die Leviten von den Söhnen Merari, Secharja und Meschullam von den Söhnen der Kehatiter. Und die Leviten – alle waren kundig des Saitenspiels –13waren über die Lastträger gesetzt und waren auch Aufseher über die Arbeiter bei jedem Werk; einige der Leviten waren Schreiber, Amtleute und Torhüter.14Und als sie das Geld herausnahmen, das zum Hause des HERRN gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des HERRN, das durch Mose gegeben war.15Und Hilkija hob an und sprach zu dem Schreiber Schafan: Ich habe das Buch des Gesetzes gefunden im Hause des HERRN. Und Hilkija gab das Buch Schafan.16Schafan aber brachte es zum König und gab ihm Bericht und sprach: Alles, was deinen Knechten befohlen ist, tun sie.17Sie haben das Geld ausgeschüttet, das sich im Hause des HERRN fand, und haben’s denen gegeben, die bestellt sind, und den Arbeitern.18Und der Schreiber Schafan sagte dem König: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las vor dem König daraus vor.19Und als der König die Worte des Gesetzes hörte, zerriss er seine Kleider.20Und der König gebot Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Abdon, dem Sohn Michas[1], und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Kämmerer des Königs, und sprach: (2Kön 22,12)21Geht hin, befragt den HERRN für mich und für die Übriggebliebenen von Israel und Juda über die Worte des Buches, das gefunden ist; denn groß ist der Grimm des HERRN, der sich über uns ergossen hat, weil unsere Väter nicht gehalten haben das Wort des HERRN und nicht alles taten, was geschrieben steht in diesem Buch.22Da ging Hilkija samt den andern, die der König gesandt hatte, hin zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tokhats, des Sohnes Hasras, des Kleiderhüters, die in Jerusalem wohnte in der Neustadt, und sagten ihr dies.23Und sie sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:24So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil bringen über diesen Ort und seine Einwohner, alle die Flüche, die geschrieben stehen in dem Buch, aus dem man vor dem König von Juda gelesen hat, (3Mo 26,14; 5Mo 28,15)25weil sie mich verlassen und andern Göttern geopfert haben, um mich zu erzürnen mit allen Werken ihrer Hände. Und mein Grimm wird sich über diesen Ort ergießen und nicht ausgelöscht werden.26Und zum König von Juda, der euch gesandt hat, den HERRN zu befragen, sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was die Worte angeht, die du gehört hast:27Weil dein Herz weich geworden ist und du dich gedemütigt hast vor Gott, als du seine Worte hörtest gegen diesen Ort und gegen seine Einwohner, und dich vor mir gedemütigt hast und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint, so habe ich dich auch erhört, spricht der HERR. (2Chr 33,12)28Siehe, ich will dich versammeln zu deinen Vätern, dass du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen all das Unheil, das ich über diesen Ort und seine Einwohner bringen will. – Und sie sagten’s dem König wieder.29Da sandte der König hin und ließ zusammenkommen alle Ältesten Judas und Jerusalems.30Und der König ging hinauf ins Haus des HERRN und alle Männer Judas und die Einwohner von Jerusalem, die Priester, die Leviten und alles Volk, Klein und Groß, und es wurden vor ihren Ohren gelesen alle Worte aus dem Buch des Bundes, das im Hause des HERRN gefunden war.31Und der König trat an seinen Platz und schloss einen Bund vor dem HERRN, dass man dem HERRN nachwandeln und seine Gebote, Ordnungen und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele halten wolle, zu tun nach allen Worten des Bundes, die geschrieben stehen in diesem Buch. (Jos 24,25; 2Chr 15,12)32Und er ließ hintreten alle, die in Jerusalem und in Benjamin waren. Und die Einwohner von Jerusalem taten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer Väter.33Und Josia entfernte alle gräulichen Götzen aus allen Gebieten Israels und brachte es dahin, dass alle in Israel dem HERRN, ihrem Gott, dienten. Solange Josia lebte, wichen sie nicht von dem HERRN, dem Gott ihrer Väter.
1Josia war acht Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre lang in Jerusalem. (1Kön 13,2; 2Kön 22,1; 1Chr 3,14)2Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, und wandelte in den Wegen seines Vaters David und wich nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken. (2Chr 17,3; 2Chr 29,2)3Denn im achten Jahr seiner Königsherrschaft, als er noch ein Knabe war, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen; und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem von den Höhen und den Aschera-Standbildern und den geschnitzten und gegossenen Bildern zu reinigen. (2Chr 15,2; 2Chr 31,1; 2Chr 33,16; Ps 63,2; Ps 71,5; Spr 20,11; Pred 12,1)4Und man brach in seiner Gegenwart die Altäre der Baale ab; und er hieb die Sonnensäulen um, die oben auf ihnen standen, und die Aschera-Standbilder und die geschnitzten und gegossenen Bilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute sie auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten; (5Mo 9,21; 2Kön 23,4; 2Chr 34,7; Ps 18,43)5er verbrannte auch die Gebeine der Priester auf ihren Altären. Und so reinigte er Juda und Jerusalem. (4Mo 35,33; 1Kön 13,2; 2Chr 34,7; Jer 4,14; Jer 8,1)6Ebenso [machte er es] in den Städten von Manasse, Ephraim und Simeon und bis nach Naphtali in ihren Ruinen ringsum. (5Mo 13,12)7Und als er die Altäre und die Aschera-Standbilder abgebrochen und die geschnitzten Bilder zu Staub zermalmt und alle Sonnensäulen im ganzen Land Israel abgehauen hatte, kehrte er wieder nach Jerusalem zurück. (5Mo 9,21; 2Kön 23,15; 2Chr 34,3)8Im achtzehnten Jahr seiner Königsherrschaft, als er das Land und das Haus [Gottes] gereinigt hatte, sandte er Schaphan, den Sohn Azaljas, und Maaseja, den Obersten der Stadt, und Joach, den Sohn des Joahas, den Kanzleischreiber, um das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern. (2Kön 22,3; Jer 21,1; Jer 26,24; Hes 8,11)9Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkija und übergaben das Geld, das zum Haus Gottes gebracht worden war, das die Leviten, die an der Schwelle Wache hielten, von Manasse, Ephraim und von dem ganzen Überrest Israels und von ganz Juda und Benjamin und von den Einwohnern Jerusalems gesammelt hatten. (2Kön 22,4; 2Kön 22,5; 2Kön 22,8; 2Kön 23,4; 2Chr 24,11; 2Chr 30,10; 2Chr 30,18; 2Chr 31,1; 2Chr 34,14; Phil 4,8)10Sie gaben es aber den Werkmeistern, die am Haus des HERRN die Arbeit zu beaufsichtigen hatten, und diese gaben es den Arbeitern, die am Haus des HERRN arbeiteten, um das Haus wiederherzustellen und auszubessern; (2Kön 12,11; 2Kön 22,5; Esr 3,7)11und zwar gaben sie es den Handwerkern und den Bauleuten, um gehauene Steine zu kaufen und Holz für die Bindebalken und für die Balken der Häuser, welche die Könige von Juda hatten verfallen lassen. (Pred 12,6)12Und die Leute arbeiteten getreulich an dem Werk. Und Jahat und Obadja waren über sie eingesetzt, die Leviten von den Söhnen Meraris, Sacharja und Meschullam von den Söhnen der Kahatiter, um die Aufsicht zu führen, und die Leviten, alle, die sich auf Musikinstrumente verstanden. (1Chr 6,31; 1Chr 15,16; 1Chr 23,5; 1Chr 25,7; 2Chr 31,11; Neh 7,2; Spr 28,20; 1Kor 4,2)13Auch über die Lastträger und alle Arbeitsleute der verschiedenen Gewerbe waren sie Aufseher, und einige von den Leviten waren Schreiber, Vorsteher und Torhüter. (1Chr 23,4; 2Chr 2,17)
Das Buch des Gesetzes wird wiedergefunden. Josias Demütigung vor Gott
14Als sie aber das Geld herausnahmen, das zum Haus des HERRN gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des HERRN, das durch Mose [gegeben worden war]. (5Mo 31,24; 2Chr 12,1; 2Chr 31,4; 2Chr 34,9; 2Chr 35,6; Ps 1,2; Lk 2,39)15Da ergriff Hilkija das Wort und sprach zu Schaphan, dem Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des HERRN gefunden! Und Hilkija übergab Schaphan das Buch. (2Kön 22,8; Esr 7,6; Neh 8,1)16Schaphan aber brachte das Buch zum König und meldete dem König und sprach: Deine Knechte führen alles aus, was ihnen aufgetragen wurde. (2Chr 34,8)17Sie haben das Geld ausgeschüttet, das im Haus des HERRN vorgefunden worden ist, und haben es den Aufsehern und den Arbeitern gegeben. (2Chr 34,9)18Dann berichtete Schaphan, der Schreiber, dem König und sprach: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben! Und Schaphan las daraus dem König vor. (5Mo 17,18; Jos 1,8; Ps 119,46; Ps 119,97; Ps 119,99; Jer 15,16)19Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider. (2Kön 19,1; 2Kön 22,11; Jer 36,22; Joe 2,13; Röm 3,19; Röm 7,7; Gal 3,10)20Und der König gebot Hilkija und Achikam, dem Sohn Schaphans, und Abdon, dem Sohn Michas, und Schaphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Königs, und sprach: (2Kön 25,22; Jer 40,6)21Geht hin, befragt den HERRN für mich und für die Übriggebliebenen in Israel und Juda wegen der Worte des Buches, das gefunden worden ist! Denn groß ist der Zorn des HERRN, der über uns ausgegossen ist, weil unsere Väter das Wort des HERRN nicht befolgt haben, dass sie alles getan hätten, was in diesem Buch geschrieben steht! (5Mo 29,18; 5Mo 31,16; Jes 37,4; Jes 37,31; Röm 1,18; Röm 2,8)22Da ging Hilkija mit den anderen, die vom König gesandt waren, zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tokhats, des Sohnes Hasras, des Hüters der Kleider, die in Jerusalem im zweiten Stadtteil wohnte; und sie redeten demgemäß mit ihr. (2Mo 15,20; Ri 4,4; Lk 2,36; Apg 21,9)
Die Botschaft des Herrn an Josia
23Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: (2Kön 22,15; Jer 21,3; Jer 37,7)24So spricht der HERR: »Siehe, ich will Unheil bringen über diesen Ort und über seine Einwohner, nämlich alle die Flüche, die geschrieben stehen in dem Buch, das man vor dem König von Juda gelesen hat, (2Chr 36,17; Jer 19,3; Jer 19,15; Jer 35,17; Dan 9,11)25weil sie mich verlassen und anderen Göttern geräuchert haben, um mich herauszufordern mit allen Werken ihrer Hände; deshalb wird mein Zorn sich über diesen Ort ergießen und nicht ausgelöscht werden!« (Jer 4,4; Kla 2,1; Kla 4,11)26Zu dem König von Juda aber, der euch gesandt hat, um den HERRN zu befragen, sollt ihr so reden: So spricht der HERR, der Gott Israels: »Was die Worte betrifft, die du gehört hast (2Chr 34,19)27— weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor Gott gedemütigt hast, als du seine Worte gegen diesen Ort und gegen seine Einwohner hörtest, ja, weil du dich vor mir gedemütigt und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, so habe auch ich darauf gehört, spricht der HERR. (Ps 6,9; Ps 34,19; Ps 51,19; Ps 145,18)28Siehe, ich will dich zu deinen Vätern versammeln, dass du in Frieden in dein Grab gebracht wirst und deine Augen all das Unheil nicht sehen müssen, das ich über diesen Ort und seine Einwohner bringen will!« Und sie brachten dem König diese Antwort. (1Kön 21,29; 2Chr 32,26; Hes 33,15; Hes 33,19)
Josias Bund vor dem Herrn
29Da sandte der König hin und ließ alle Ältesten von Juda und Jerusalem zusammenkommen. (Jos 23,1; Jos 24,1; 2Kön 23,1; 2Chr 30,2)30Und der König ging hinauf in das Haus des HERRN, und [mit ihm] alle Männer von Juda und die Einwohner von Jerusalem, die Priester, die Leviten und das ganze Volk, Groß und Klein, und man las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des Bundes, das im Haus des HERRN gefunden worden war. (2Mo 24,7; 2Kön 23,2; 2Kön 23,21; 2Chr 17,7; 2Chr 34,15; Neh 8,2; Pred 1,12; Pred 12,9; Jer 31,31)31Der König aber trat auf das Podium und machte einen Bund vor dem HERRN, dass sie dem HERRN nachwandeln und seine Gebote, seine Zeugnisse und seine Satzungen befolgen sollten von ganzem Herzen und von ganzer Seele, um die Worte des Bundes zu tun, die in diesem Buch geschrieben sind. (5Mo 6,4; 2Kön 23,3; 2Chr 15,12; Neh 10,1; Ps 119,106; Jer 50,5; Mk 12,29)32Und er ließ alle, die in Jerusalem und in Benjamin anwesend waren, [in den Bund] eintreten. Und die Einwohner von Jerusalem handelten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer Väter. (1Mo 18,19; 2Chr 30,12; 2Chr 33,16; Pred 8,2)33Und Josia schaffte alle Gräuel weg aus allen Ländern der Kinder Israels und verpflichtete alle, die sich in Israel befanden, dem HERRN, ihrem Gott, zu dienen. Solange er lebte, wichen sie nicht von dem HERRN, dem Gott ihrer Väter. (Jos 24,31; 2Kön 23,24; 2Chr 15,8; Jes 29,11; Jer 3,10; Jer 4,1; Offb 21,27)
1Joschija war acht Jahre alt, als er König wurde, und regierte einunddreißig Jahre in Jerusalem.2Joschija tat, was dem HERRN gefiel. Er folgte dem Vorbild seines Vorfahren David und ließ sich durch nichts von diesem Weg abbringen.3Im achten Jahr seiner Regierung, als er noch sehr jung war, fing er an, nach ´dem HERRN`, dem Gott seines Vorfahren David zu fragen. Im zwölften Jahr seiner Regierung begann er, die Opferstätten, die geweihten Pfähle und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder in Jerusalem und in ganz Juda zu beseitigen.4Unter seiner Aufsicht wurden die Altäre des Götzen Baal zerstört und die Räuchersäulen, die auf den Altären gestanden hatten, niedergerissen. Die geweihten Pfähle sowie die geschnitzten und gegossenen Götterfiguren ließ Joschija in Stücke schlagen, zu Staub zermalmen und auf die Gräber derjenigen streuen, die ihnen Opfer dargebracht hatten.5Die Gebeine der Götzenpriester ließ er auf ihren eigenen Altären verbrennen. So reinigte Joschija ganz Juda und Jerusalem ´vom Götzendienst`.6´Er reiste sogar` in die Städte im Stammesgebiet von Manasse, Efraim, Simeon und Naftali – selbst wenn sie in Trümmern lagen –[1]7und ließ dort die Götzenaltäre und die geweihten Pfähle in Stücke schlagen und zermalmen. Auch alle Räucheraltäre im ganzen Gebiet ´des ehemaligen Nordreichs` Israel ließ er niederreißen. Dann kehrte er nach Jerusalem zurück.
Der Tempel wird wiederhergestellt
8In seinem achtzehnten Regierungsjahr, als König Joschija noch immer dabei war, das Land und den Tempel ´vom Götzendienst` zu reinigen, beschloss er, das Tempelgebäude wieder instand zu setzen. Damit beauftragte er Schafan, den Sohn Azaljas, den Stadtkommandanten Maaseja und den königlichen Sprecher Joach, den Sohn des Joahas.9Die drei Männer gingen zum Hohenpriester Hilkija und übergaben ihm das Geld[2], das für den Tempel gespendet worden war. Die Leviten, die den Tempeleingang bewachten, hatten es eingesammelt. Es stammte ´von Tempelbesuchern` aus Efraim und Manasse und von anderen, die ´die Zerstörung des Nordreichs` überlebt hatten, sowie ´von Besuchern` aus Juda und Benjamin und von Einwohnern der Stadt Jerusalem.10Das Geld wurde den Bauführern ausgehändigt, die für die Ausbesserungen am Tempel verantwortlich waren. Sie bezahlten damit die Handwerker, die mit der Ausführung der Arbeiten betraut wurden.11Die Handwerker und Bauleute ´erhielten dieses Geld nicht nur als Lohn, sondern` kauften davon auch behauene Steine und Holz für die Balken. Alle Gebäude ´auf dem Tempelgelände` benötigten nämlich neues Balkenwerk, weil die Könige von Juda sie hatten verfallen lassen.12Bei der Abrechnung vertraute man auf die Ehrlichkeit der Handwerker.[3] Als Aufseher über sie wurden die Leviten Jahat und Obadja aus der Sippe Merari sowie Secharja und Meschullam aus der Sippe Kehat eingesetzt. Andere Leviten, die sonst für die Begleitung des Gesangs mit Musikinstrumenten zuständig waren,13führten die Aufsicht über die Lastenträger und alle anderen Bauarbeiter. Weitere Leviten arbeiteten als Schreiber, Verwalter oder Torwächter.
Ein Gesetzbuch wird gefunden
14Als man das Geld holte, das die Israeliten zum Tempel des HERRN gebracht hatten, fand der Hohepriester Hilkija eine Schriftrolle mit dem Gesetz, das der HERR ´seinem Volk` durch Mose gegeben hatte.15Er wandte sich damit an den Hofschreiber Schafan. »Ich habe im Tempel das Gesetzbuch des HERRN gefunden«, sagte er und übergab Schafan die Schriftrolle.16Schafan ging damit zum König und erstattete ihm Bericht: »Wir haben alles ausgeführt, was du uns befohlen hast.17Wir haben das Geld gezählt[4], das im Tempel abgegeben wurde, und haben es den verantwortlichen Bauführern und den Handwerkern ausgehändigt.«18Dann erzählte er dem König von der Schriftrolle, die er von Hilkija bekommen hatte, und las sie ihm vor.19Als König Joschija hörte, was in dem Gesetzbuch stand, zerriss er ´betroffen` sein Gewand.20Er befahl Hilkija, ´dem Hohenpriester`, Ahikam, dem Sohn Schafans, Abdon, dem Sohn Michas[5], Schafan, dem Hofschreiber, und Asaja, dem königlichen Vertrauten[6]: (2Kön 22,12)21»Geht und befragt den HERRN wegen der Worte, die in dieser Schriftrolle stehen. ´Findet heraus`, was sie für mich und für alle, die von Israel und Juda übrig geblieben sind, bedeuten. Der HERR muss sehr zornig auf uns sein, weil unsere Vorfahren seine Gebote nicht gehalten haben und nicht getan haben, was in diesem Gesetzbuch für uns geschrieben steht.«
Joschija befragt die Prophetin Hulda
22Da gingen Hilkija und die anderen Männer, die der König bestimmt hatte, zu der Prophetin Hulda, die in der Neustadt[7] von Jerusalem wohnte. Ihr Mann Schallum, der Sohn Tokhats und Enkel Hasras[8], verwaltete die Kleiderkammer. Die Männer trugen ihre Frage vor, (2Kön 22,14)23und sie antwortete ihnen: »Richtet dem Mann, der euch zu mir geschickt hat, im Namen des HERRN, des Gottes Israels, Folgendes aus:[9]24So spricht der HERR: ›Ich lasse über diese Stadt und ihre Bewohner Unheil hereinbrechen. Alle Flüche in dieser Schriftrolle, die man ´dir`, König von Juda, vorgelesen hat, werden eintreffen.25Denn die Leute von Juda haben mich verlassen und anderen Göttern ihre Opfer dargebracht. Mit ihren selbst gemachten ´Götzen` haben sie mich erzürnt. Darum ergießt sich mein Zorn über diese Stadt wie ein Feuer, das nicht erlöscht.‹26Für den König, der euch hergeschickt hat, um den HERRN zu befragen, habe ich noch eine ´persönliche` Botschaft: ›So spricht der HERR, der Gott Israels: Du hast die Worte gehört,27die ich gegen diese Stadt und ihre Bewohner gerichtet habe. Aber du hast dir meine Worte zu Herzen genommen und dich vor mir gedemütigt. Du hast dich vor mir gebeugt, hast dein Gewand zerrissen und vor mir geweint. Deshalb habe auch ich mir dein Gebet zu Herzen genommen[10], und ´ich`, der HERR, verspreche dir:28Du wirst das Unheil, das ich über diese Stadt und ihre Einwohner kommen lasse, nicht mehr mit ansehen müssen. Ich lasse dich in Frieden sterben, und du wirst in der Grabstätte deiner Vorfahren beigesetzt werden.[11]‹« Diese Botschaft überbrachten die Abgesandten dem König.
Joschija erneuert den Bund mit dem Herrn
29Darauf ließ Joschija die führenden Männer aus Jerusalem und Juda zu sich rufen.30Mit allen Männern von Juda, den Einwohnern von Jerusalem, den Priestern und Leviten und dem übrigen Volk, Groß und Klein[12], ging er hinauf zum Tempel des HERRN. Dort ließ er den Versammelten das ganze Bundesgesetz vorlesen, das man im Tempel gefunden hatte.31Dann trat der König an seinen Platz ´neben der Säule` und erneuerte den Bund mit dem HERRN. ´Er versprach:` »Wir wollen dem HERRN gehorchen. Von ganzem Herzen und mit aller Hingabe wollen wir nach seinen Geboten, Weisungen und Ordnungen leben. Alle Bestimmungen des Bundes, die in dieser Schriftrolle aufgeführt sind, wollen wir erfüllen.«32Joschija verpflichtete alle Anwesenden aus Jerusalem und dem Stammesgebiet von Benjamin dazu, sich diesem Versprechen anzuschließen.[13] Von da an hielt sich die Bevölkerung Jerusalems an den Bund, der zwischen ihnen und dem HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, bestand.33Joschija ließ alle Götzenbilder im gesamten Gebiet Israels beseitigen und ermahnte die Israeliten, dem HERRN, ihrem Gott, zu dienen. Solange Joschija lebte, hielten sie dem HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, die Treue.