Jeremia kündigt Zedekia die Zerstörung Jerusalems an
1Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia, als der König Zedekia zu ihm sandte Paschhur, den Sohn Malkijas, und Zefanja, den Sohn Maasejas, den Priester, und ihm sagen ließ: (Jer 37,3)2Befrage doch den HERRN für uns; denn Nebukadnezar, der König von Babel, führt Krieg gegen uns. Vielleicht wird der HERR doch an uns tun wie bei all seinen früheren Wundern, sodass jener von uns abzieht.3Jeremia sprach zu ihnen: So sagt zu Zedekia:4Das spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will die Waffen gegen euch wenden, die ihr in euren Händen habt, mit denen ihr außen vor der Mauer kämpft gegen den König von Babel und gegen die Chaldäer, die euch belagern, und will sie sammeln mitten in dieser Stadt.5Und ich selbst will wider euch streiten mit ausgestreckter Hand, mit starkem Arm, mit Zorn und Grimm und ohne Erbarmen6und will die Bürger dieser Stadt schlagen, Menschen und Tiere, dass sie sterben sollen durch eine große Pest.7Und danach, spricht der HERR, will ich Zedekia, den König von Juda, samt seinen Großen und dem Volk, das in dieser Stadt von Pest, Schwert und Hunger übrig gelassen wird, in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, geben und in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten. Er wird sie mit der Schärfe des Schwerts schlagen schonungslos, ohne Gnade und Erbarmen.8Und zu diesem Volk sage: So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode. (5Mo 30,15)9Wer in dieser Stadt bleibt, der wird sterben müssen durch Schwert, Hunger und Pest; wer sich aber hinausbegibt und überläuft zu den Chaldäern, die euch belagern, der soll am Leben bleiben und soll sein Leben als Beute behalten. (Jer 38,2)10Denn ich habe mein Angesicht gegen diese Stadt gerichtet zum Unheil und nicht zum Heil, spricht der HERR. Sie soll dem König von Babel übergeben werden, dass er sie mit Feuer verbrenne. (Jer 34,2)
Worte an die Könige von Juda
11Und zum Hause des Königs von Juda sage: Höret des HERRN Wort,12ihr vom Hause David! So spricht der HERR: Haltet alle Morgen gerechtes Gericht und errettet den Beraubten aus des Frevlers Hand, auf dass nicht mein Grimm ausfahre wie Feuer und brenne, ohne dass jemand löschen kann, um eurer bösen Taten willen. (Jer 7,20; Jer 22,3)13Siehe, spricht der HERR, ich will an dich, du Stadt, die du wohnst im Talgrund, du Fels in der Ebene. Ihr sprecht: Wer will uns überfallen, und wer will in unsere Feste kommen?14Ich will euch heimsuchen, spricht der HERR, nach der Frucht eures Tuns; ich will ein Feuer in ihrem Wald anzünden, das soll alles umher verzehren. (Hes 21,3; Gal 6,7)
Jeremia kündigt die Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar an
1Dies ist das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging, als der König Zedekia den Paschhur, den Sohn Malkijas, und Zephanja, den Sohn Maasejas, den Priester, zu ihm sandte und ihm sagen ließ: (2Kön 25,18; 2Chr 36,10; Jer 21,7; Jer 29,25; Jer 29,29; Jer 32,15; Jer 37,3; Jer 38,1; Jer 52,10)2Frage doch den HERRN für uns, weil Nebukadnezar, der König von Babel, Krieg gegen uns führt! Vielleicht wird der HERR gemäß allen seinen Wundern an uns handeln, sodass jener von uns abzieht! (2Chr 32,21; Ps 72,18; Jer 37,3; Jer 42,2; Jer 52,4; Hes 14,3)3Da sprach Jeremia zu ihnen: So sollt ihr dem Zedekia antworten: (Jer 21,1)4So spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich werde die Kriegswaffen in euren Händen, mit denen ihr außerhalb der Stadtmauern den König von Babel und die Chaldäer, die euch belagern, bekämpft, umwenden und mitten in dieser Stadt versammeln; (Jes 10,4; Jer 32,35; Jer 37,8)5und ich werde selbst gegen euch kämpfen mit ausgereckter Hand und mit starkem Arm, im Zorn und mit Grimm und mit großer Wut, (Jes 63,10; Kla 2,4; Hes 20,33)6und ich werde die Bewohner dieser Stadt schlagen, sowohl Menschen als auch Vieh; durch eine große Pest sollen sie umkommen! (Jer 16,4; Jer 32,24; Hes 5,12; Hes 7,15)7Und danach, spricht der HERR, werde ich Zedekia, den König von Juda, samt seinen Knechten und dem [Kriegs]volk und denen, die in dieser Stadt von der Pest, vom Schwert und von der Hungersnot verschont geblieben sind, in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, preisgeben, ja, in die Hand ihrer Feinde und derer, die nach ihrem Leben trachten; und er wird sie mit der Schärfe des Schwertes erschlagen, und er wird sie nicht verschonen und kein Mitleid mit ihnen haben noch sich [über sie] erbarmen! (5Mo 28,50; 2Chr 36,16; Jer 13,14; Jer 14,12; Jer 24,8; Jer 37,17; Jer 52,8; Jer 52,24)8Und zu diesem Volk sollst du sagen: So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens vor und den Weg des Todes: (5Mo 11,26; 5Mo 30,15; 5Mo 30,19; Jes 1,19)9Wer in dieser Stadt bleibt, der wird entweder durchs Schwert oder vor Hunger oder an der Pest sterben; wer aber hinausgeht und zu den Chaldäern überläuft, die euch belagern, der wird leben und sein Leben als Beute davontragen. (Jer 27,12; Jer 38,2; Jer 38,17; Jer 39,18)10Denn ich habe mein Angesicht gegen diese Stadt gerichtet zum Bösen und nicht zum Guten, spricht der HERR; in die Hand des Königs von Babel wird sie gegeben, und er wird sie mit Feuer verbrennen! (Jer 32,28; Jer 34,2; Jer 34,22; Jer 38,18; Jer 39,8; Jer 44,11; Am 9,4)11Und zum Haus des Königs von Juda [sollst du sagen]: Höre das Wort des HERRN! (Jer 13,18; Jer 17,20; Jer 22,1; Jer 22,18; Mi 3,1)12Ihr vom Haus Davids, so spricht der HERR: Haltet jeden Morgen ein gerechtes Gericht und rettet den Beraubten aus der Hand des Unterdrückers, damit mein Zorn nicht ausbricht wie ein Feuer und unauslöschlich brennt wegen der Bosheit eurer Taten! (Ps 82,3; Spr 29,4; Spr 31,8; Jes 1,17; Jer 4,4; Jer 5,14; Jer 22,3; Jer 22,15; Jer 23,5; Sach 7,9)13Siehe, ich komme über dich, du Bewohnerin des Tales, des Felsens der Ebene!, spricht der HERR [zu euch], die ihr sagt: »Wer wollte zu uns herabsteigen, und wer sollte in unsere Wohnungen kommen?« (Jes 22,1; Jes 22,5; Jer 49,4; Kla 4,12)14Ich werde euch heimsuchen, wie es eure Taten verdienen, spricht der HERR, ja, ich werde ein Feuer anzünden in ihrem Wald, das ihre ganze Umgebung verzehren wird! (2Kön 25,8; Spr 1,31; Jes 3,11; Jer 17,10; Jer 17,27)
1-2König Zedekia sandte Paschhur, den Sohn von Malkija, und den Priester Zefanja, den Sohn von Maaseja, zu Jeremia. Sie sollten ihm mitteilen: »Nebukadnezar, der König von Babylonien, führt Krieg gegen uns. Befrage doch den HERRN und bitte ihn, ob er nicht ein Wunder für uns tut wie schon so oft und Nebukadnezar zum Abzug zwingt!« Da empfing Jeremia eine Botschaft vom HERRN.3Er sagte zu den Männern, sie sollten Zedekia ausrichten:4»So spricht der HERR, der Gott Israels: Noch kämpft ihr vor den Stadttoren gegen Nebukadnezar und die Babylonier, die Jerusalem belagern. Doch ich werde euch zwingen, euch in die Stadt zurückzuziehen und die Waffen niederzulegen.5Ich selbst werde meine Hand gegen euch erheben und euch mit aller Macht bekämpfen, ja, ihr werdet meinen Zorn in seiner ganzen Schärfe zu spüren bekommen!6Ich werde alle ausrotten, die in dieser Stadt leben, Mensch und Tier! An einer schweren Seuche sollen sie sterben.7König Zedekia von Juda werde ich in die Gewalt des babylonischen Königs Nebukadnezar geben, zusammen mit seinen obersten Beamten und den Einwohnern der Stadt, die von Seuchen, Hunger und dem Schwert der Feinde verschont geblieben sind. Ihren Todfeinden werden sie in die Hände fallen. Nebukadnezar wird sie allesamt hinrichten lassen, ohne Gnade und Erbarmen. Darauf gebe ich, der HERR, mein Wort.8Sag diesem Volk: So spricht der HERR: Ich stelle euch vor die Wahl zwischen Leben und Tod!9Wer in dieser Stadt bleibt, wird entweder im Kampf fallen, verhungern oder an einer Seuche sterben. Wer aber die Stadt verlässt und sich den Babyloniern, die euch belagern, ergibt, wird wenigstens sein Leben retten.10Ich, der HERR, bin fest entschlossen, diese Stadt nicht zu verschonen, sondern sie ins Unglück zu stürzen. Der König von Babylonien wird sie erobern und niederbrennen lassen.«
Eine Botschaft für das Königshaus von Juda
11Der HERR gab mir den Auftrag, dem judäischen Königshaus eine Botschaft auszurichten:12»Hört, was der HERR euch sagt, ihr Nachkommen von David: Sprecht jeden Tag gerechte Urteile! Helft den Menschen, die beraubt und unterdrückt werden! Doch wenn ihr weiterhin Böses tut, entbrennt mein Zorn wie ein Feuer, das niemand löschen kann.13Ihr thront auf dem Felsen hoch über dem Tal und sagt: ›Wer kann uns schon überfallen und in unsere Festung eindringen?‹ Doch jetzt bekommt ihr es mit mir zu tun, mit mir, dem HERRN!14Ihr erhaltet von mir den Lohn für eure Taten. Ich selbst lege Feuer an eure prächtigen Paläste[1], die Flammen werden alles verzehren.« (Jer 22,6)
1This is the word that came to Jeremiah from the LORD, when King Zedekiah sent to him Pashhur the son of Malchiah and Zephaniah the priest, the son of Maaseiah, saying, (2Kön 25,18; 2Chr 34,8; Jer 20,1; Jer 29,25; Jer 35,4; Jer 37,3)2“Inquire of the LORD for us, for Nebuchadnezzar[1] king of Babylon is making war against us. Perhaps the LORD will deal with us according to all his wonderful deeds and will make him withdraw from us.” (2Kön 25,1; Ps 105,2; Ps 105,5; Jer 37,7)3Then Jeremiah said to them: “Thus you shall say to Zedekiah,4‘Thus says the LORD, the God of Israel: Behold, I will turn back the weapons of war that are in your hands and with which you are fighting against the king of Babylon and against the Chaldeans who are besieging you outside the walls. And I will bring them together into the midst of this city. (Jes 13,4; Jer 32,5; Jer 37,10)5I myself will fight against you with outstretched hand and strong arm, in anger and in fury and in great wrath. (2Mo 6,6; 5Mo 4,34; 5Mo 29,28; Jer 27,5; Jer 32,17; Jer 32,21; Jer 32,37; Hes 20,33)6And I will strike down the inhabitants of this city, both man and beast. They shall die of a great pestilence.7Afterward, declares the LORD, I will give Zedekiah king of Judah and his servants and the people in this city who survive the pestilence, sword, and famine into the hand of Nebuchadnezzar king of Babylon and into the hand of their enemies, into the hand of those who seek their lives. He shall strike them down with the edge of the sword. He shall not pity them or spare them or have compassion.’ (5Mo 28,50; 2Chr 36,17; Jer 37,17; Jer 39,5; Jer 52,9; Hes 5,11)8“And to this people you shall say: ‘Thus says the LORD: Behold, I set before you the way of life and the way of death. (5Mo 30,15; 5Mo 30,19; Jer 38,2)9He who stays in this city shall die by the sword, by famine, and by pestilence, but he who goes out and surrenders to the Chaldeans who are besieging you shall live and shall have his life as a prize of war. (Jer 15,2; Jer 37,13; Jer 37,14; Jer 39,18; Jer 45,5)10For I have set my face against this city for harm and not for good, declares the LORD: it shall be given into the hand of the king of Babylon, and he shall burn it with fire.’ (3Mo 20,3; 3Mo 20,5; 2Chr 36,19; Ps 34,16; Jer 14,11; Jer 21,7; Jer 34,2; Jer 37,8; Jer 37,10; Jer 38,17; Jer 38,18; Jer 38,23; Jer 39,8; Jer 44,11; Jer 52,13; Hes 14,8; Am 9,4)
Message to the House of David
11“And to the house of the king of Judah say, ‘Hear the word of the LORD,12O house of David! Thus says the LORD: “‘Execute justice in the morning, and deliver from the hand of the oppressor him who has been robbed, lest my wrath go forth like fire, and burn with none to quench it, because of your evil deeds.’” (Ps 101,8; Jer 4,4; Jer 22,3; Sach 7,9)13“Behold, I am against you, O inhabitant of the valley, O rock of the plain, declares the LORD; you who say, ‘Who shall come down against us, or who shall enter our habitations?’ (Jer 49,4; Hes 13,8)14I will punish you according to the fruit of your deeds, declares the LORD; I will kindle a fire in her forest, and it shall devour all that is around her.” (Spr 1,31; Jes 3,10; Jer 9,25; Hes 20,47)