2.Makkabäer 15
Elberfelder Bibel
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 15
Hoffnung für alle
von BiblicaDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 15
Schlachter 2000
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 15
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag ZürichDie Vorbereitung auf die Schlacht gegen Nikanor. Der Traum und das Gebet des Judas
1 Als aber Nikanor Kenntnis davon erhielt, dass die um Judas in der Umgebung von Samaria waren, beschloss er, am Tag der Ruhe - für ihn selbst ganz ohne Gefahr - über sie herzufallen. 2 Die Juden aber, die unter Zwang mit ihm zogen, sagten: Keinesfalls sollst du so wild und verroht morden. Gesteh vielmehr dem Tag, der mehr als alle anderen von dem, der auf alles sieht, mit Heiligkeit geehrt worden ist, seine Würde zu! 3 Da fragte der dreifache Frevler, ob der Machthaber, der befohlen habe, den Tag des Sabbat zu begehen, im Himmel sei. 4 Als sie aber darlegten: Es ist der lebendige Herr, er selbst, im Himmel als Machthaber, der dazu aufgefordert hat, den siebten Tag zu feiern!, 5 da erwidert jener: Und ich, ein Machthaber auf der Erde, bin es, der befiehlt, zu den Waffen zu greifen und die königlichen Anliegen auszuführen. Dennoch gelang es ihm nicht, seinen ruchlosen Plan auszuführen: 6 Zwar stolzierte Nikanor in seiner ganzen Prahlerei umher und war fest entschlossen, ein öffentliches Siegeszeichen über die um Judas aufzustellen. 7 Makkabäus aber hielt mit seiner ganzen Hoffnung unablässig daran fest, dass er vom Herrn Unterstützung erhalte, 8 und er ermutigte die, die mit ihm waren, sich vom Anmarsch der Nationen nicht einschüchtern zu lassen, sondern die Hilfstaten im Sinn zu behalten, die schon früher für sie vom Himmel gekommen waren, und auch jetzt vom Allmächtigen her für sie den sicheren Sieg zu erwarten. 9 Und indem er ihnen mit der Weisung und den Propheten Mut zusprach und ihnen auch die Kämpfe in Erinnerung rief, die sie bestanden hatten, machte er sie kampfwilliger. 10 Aber nachdem er ihre Leidenschaften geweckt hatte, ermahnte er sie, indem er zugleich auf den Vertrauensbruch der Nationen hinwies und auf die Übertretung der Schwüre. 11 Er rüstete jeden Einzelnen von ihnen aber nicht so sehr mit der Sicherheit von Schilden und Speeren aus, als vielmehr mit der Ermutigung durch die guten Worte, und indem er ihnen auch noch von einem Traum erzählte, der vertrauenswürdiger war als irgendetwas sonst, erfreute er sie alle. 12 Die Schauung war aber von dieser Art: Onias, der Hohepriester gewesen war, ein trefflicher und guter Mann, bescheiden im Umgang, von sanftmütiger Art, in der Rede den Anstand wahrend und seit Kindheit geübt in allem, was der Tugend angemessen ist - dieser habe die Hände ausgestreckt und für die Gemeinschaft der Juden gebetet. 13 Darauf sei also ein Mann erschienen, der sich durch graues Haar und Ausstrahlung auszeichnete; irgendwie wunderbar und überaus grossartig sei aber die Erhabenheit gewesen, die ihn umgab. 14 Daraufhin habe aber Onias gesprochen und gesagt: Dieser, der seine Brüder liebt, ist der, der viel betet für das Volk und für die heilige Stadt: Jeremia, der Prophet Gottes! 15 Jeremia aber streckte die Rechte aus und übergab Judas ein goldenes Schwert, und während er es ihm gab, richtete er diese Worte an ihn: 16 Nimm das heilige Schwert als Gabe von Gott - damit wirst du die Gegner zerschmettern! 17 Ermutigt aber durch die ganz und gar schönen Worte des Judas, die auch die Macht hatten, zur Tüchtigkeit anzutreiben und junge Männer zu gestandenen Männern zu machen, beschlossen sie, nicht als Kriegsheer auszurücken, sondern sich mutig in die Schlacht zu stürzen und sich mit aller Tapferkeit auf einen Kampf Mann gegen Mann einzulassen, um die Angelegenheiten zu entscheiden, da sowohl die Stadt als auch das, was heilig war, und der Tempel gefährdet waren.[1] 18 Denn was auf ihnen lastete, war nur zu einem kleinen Teil die Angst um Frauen und Kinder, überdies aber auch um Brüder und andere Verwandte; es war vielmehr die Angst um den geheilig ten Tempel, die am grössten war und an erster Stelle stand. 19 Aber auch unter denen, die in der Stadt eingeschlossen waren, war die Aufregung nichts Nebensächliches, denn sie waren beunruhigt wegen des Sturmangriffs auf offenem Feld. 20 Und während sie schon alle die bevorstehende Entscheidung erwarteten und die Feinde sich schon vereinigt hatten und die Heereseinheit sich in Schlachtordnung aufgestellt hatte und die Tiere in eine günstige Ausrichtung gebracht worden waren und die Reiterei auf der Flanke bereitgestellt war,[2] 21 streckte Makkabäus - da er wahrnahm, welche Heeresmassen anwesend waren und wie vielfältig die Ausstattung mit Waffen war und wie ungestüm die Tiere waren - die Hände zum Himmel empor und rief zum Herrn, der Wunder wirkt, denn er erkannte, dass es nicht durch Waffen geschieht, sondern auf die folgende Weise: Wenn es bei ihm entschieden ist, verschafft er denen den Sieg, die würdig sind. 22 Er rief aber in dieser Art zu ihm und sprach: Du, Herrscher, hast deinen Engel zur Zeit von Chiskija, dem König von Juda, gesandt, und er hat im Lager Sanheribs gegen 185000 aus dem Weg geräumt. 23 Und nun, Machthaber der Himmel, sende einen guten Engel vor uns her - um Furcht und Zittern zu erwirken! 24 Vor der Mächtigkeit deines Arms sollen die erschrecken, die mit Lästerung gegen dein heiliges Volk heranziehen. Und mit diesen Worten hat er geschlossen.Nikanors Tod. Der Nikanor-Tag
25 Die um Nikanor aber rückten unter Trompetenschall und Schlachtgesängen vor. 26 Die um Judas aber stiessen unter Anrufung Gottes und mit Gebeten mit den Feinden zusammen. 27 Und während sie zwar mit ihren Händen kämpften, in ihren Herzen aber zu Gott beteten, streckten sie nicht weniger als 35000 nieder, über die Massen erfreut durch das Erscheinen Gottes. 28 Als sie aber die Sache hinter sich hatten und sich voller Freude aufmachten, erkannten sie den gefallenen Nikanor - mit der Rüstung.[3] 29 Da es aber zu einem Aufschrei und zu Aufregung kam, priesen sie den Machthaber in der von den Vorfahren überlieferten Sprache. 30 Und er, der in allem mit Leib und Seele der Vorkämpfer für seine Mitbürger war und der das Wohlwollen der waffenfähigen Männer gegenüber denen aus derselben Nation bewahrt hatte, befahl, Nikanors Kopf abzuschneiden, dazu die Hand zusammen mit dem Arm, und das nach Jerusalem zu bringen. 31 Nachdem er aber dort angekommen war und die zusammengerufen hatte, die aus derselben Nation waren, und nachdem er die Priester vor dem Altar aufgestellt hatte, sandte er zu denen von der Burg. 32 Und er zeigte den Kopf des besudelten Nikanor und die Hand des Spötters, die dieser gegen das heilige Haus des Allmächtigen ausgestreckt hatte; und so hatte er geprahlt. 33 Und nachdem er die Zunge des gottlosen Nikanor herausgeschnitten hatte, sagte er, man solle sie stückchenweise den Vögeln geben, und die Waffen des Unverstands solle man gegenüber dem Tempel aufhängen. 34 Sie priesen aber alle, zum Himmel hin, den Herrn, der offenbar geworden war, und sprachen: Gepriesen ist der, der seine eigene Stätte vor Befleckung bewahrt hat! 35 Den Rest von Nikanors Körper band er aber an der Burg fest - als ein für alle deutliches und sichtbares Zeichen der Hilfe des Herrn. 36 Sie legten aber alle in einem gemeinsamen Beschluss fest, dieser Tag solle auf keinen Fall ohne Auszeichnung bleiben, man solle den dreizehnten Tag des zwölften Monats - in syrischer Sprache wird gesagt: Adar - vielmehr als einen besonderen Tag haben, einen Tag vor dem Tag des Mordochai.Das Nachwort des Verfassers
37 Da sich also die Angelegenheiten um Nikanor so abgespielt haben und da die Herrschaft über die Stadt seit jenen Zeiten bei den Hebräern geblieben ist, werde auch ich selbst den Bericht genau hier enden lassen. 38 Und wenn es gelungen ist und in der Zusammenstellung geglückt - das ist es, was auch ich selbst wollte; wenn aber minderwertig und mittelmässig - das ist es, was ich erreichen konnte. 39 Denn ganz so, wie es von Nachteil ist, reinen Wein zu trinken, so ist es wiederum auch mit Wasser. Auf dieselbe Weise aber, in der Wein, der schon mit Wasser vermischt wurde, auch Genuss erfreulich macht, so erfreut auch die Gestaltung der Erzählung die Ohren derer, die zufällig auf das stossen, was zusammengestellt wurde. Hier aber soll das Ende sein.2.Makkabäer 15
Neue Genfer Übersetzung
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 15
Gute Nachricht Bibel 2018
von Deutsche BibelgesellschaftNikanors verbrecherischer Plan
1 Nikanor erfuhr, dass Judas und seine Leute sich im Gebiet von Samaria aufhielten. Er beschloss, sie an einem Sabbat anzugreifen, weil sie sich an diesem Tag ja nicht verteidigen durften. 2 Die Juden, die gezwungen worden waren, in seinem Heer mitzumarschieren, baten ihn aber, darauf zu verzichten. Sie sagten: »Niemals darfst du so etwas Unmenschliches tun! Achte vielmehr den Tag, den der Herr vor allen anderen als heiligen Tag ausgezeichnet hat! Und bedenke: Dem Herrn entgeht nichts!« 3 Da fragte Nikanor, dieser Erzschurke, ob es im Himmel etwa einen Herrn gebe, der befohlen habe, den Sabbat zu feiern. (2Mak 8,34) 4 »Ja«, sagten die Juden, »der lebendige Herr, der Herrscher im Himmel, hat es befohlen.« (2Mo 20,8) 5 Darauf Nikanor: »Auf der Erde bin ich der Herr und ich befehle euch, die Waffen zur Hand zu nehmen und zu tun, was das Interesse des Königs fordert!« Dennoch sollte es ihm nicht gelingen, sein verbrecherisches Vorhaben auszuführen.Judas ermutigt seine Leute zum Kampf
6 In seiner Anmaßung und Überheblichkeit war Nikanor fest überzeugt, die Waffen und Rüstungen von Judas und seinen Männern schon bald zu einem weithin sichtbaren Siegesmal auftürmen zu können. 7 Judas aber gab die Hoffnung nicht auf und vertraute fest darauf, dass der Herr ihm helfen werde. 8 Er ermunterte seine Leute, beim Anmarsch der Fremden nicht zu erschrecken. Sie sollten nicht vergessen, dass der Herr ihnen immer wieder geholfen habe. Sie dürften auch jetzt gewiss sein, dass er, der Herrscher der Welt, ihnen den Sieg schenke. 9 Judas machte den Männern auch Mut, indem er ihnen aus dem Gesetz Moses und den Schriften der Propheten vorlas und sie obendrein an all die Schlachten erinnerte, die sie schon siegreich geschlagen hätten. (1Mak 12,9) 10 Ferner spornte er sie an durch den Hinweis, dass die Fremden die Verträge nicht gehalten und ihre Schwüre gebrochen hätten. 11 So machte er jeden seiner Männer willig und fähig zum Kampf – nicht dadurch, dass er sie auf ihre Schilde und Lanzen verwies, sondern durch die Worte, mit denen er ihnen Mut einflößte. Er teilte ihnen schließlich noch einen Traum mit, auf den sie ihre Hoffnung gründen dürften und der sie tatsächlich sehr froh machte. 12 Judas hatte im Traum nämlich Folgendes gesehen: Onias, der frühere Oberste Priester, ein hochgebildeter Mann, bescheiden im Umgang, gütig in seinem Wesen, besonnen im Reden, von Jugend auf bestens geübt in allem, was einen Menschen auszeichnen kann – dieser Onias betete mit erhobenen Händen für das ganze jüdische Volk. (2Mak 3,1) 13 Dann sei noch ein anderer Mann erschienen, in weißem Haar, eine prächtige Gestalt von ganz außerordentlicher Hoheit und Würde, 14 und Onias habe gesagt: »Dies ist Jeremia, der Prophet Gottes, der uns, seine Brüder, liebt und so oft für unser Volk und die Heilige Stadt gebetet hat.« (Jer 7,16; 2Mak 2,1) 15 Jeremia habe darauf Judas ein goldenes Schwert übergeben und dabei gesagt: (Jer 46,10) 16 »Dieses heilige Schwert ist ein Geschenk, das Gott dir macht. Nimm es und vernichte mit ihm deine Feinde!«Zwischen hochgemuter Hoffnung und tiefer Sorge
17 Was Judas sagte, war bestens geeignet, allen seinen Leuten Mut zu machen. Selbst Halbwüchsige fühlten sich stark genug, wie Männer den Kampf zu bestehen. Jerusalem, die Religion, der Tempel waren in Gefahr. So waren denn auch alle entschlossen, nicht erst ein Lager aufzuschlagen, sondern sofort unerschrocken den Kampf aufzunehmen und unter tapferem Einsatz aller Kräfte die Entscheidung herbeizuzwingen. 18 Was sie antrieb, war weniger die Sorge um die Sicherheit ihrer Frauen und Kinder oder ihrer Verwandten; zuerst und vor allem trieb sie die Sorge um die Sicherheit des heiligen Tempels. 19 Das Volk aber, das in Jerusalem zurückblieb, war tief in Sorge, ob die Feinde in offener Feldschlacht besiegt werden könnten.Judas betet vor der Schlacht
20 Alle warteten auf die Entscheidung, die jetzt fallen musste. Das feindliche Heer rückte in Schlachtordnung an, auf dem rechten und linken Flügel die Reiterei, die Elefanten verteilt auf die günstigsten Stellen der Front. 21 Der Makkabäer sah die Menge der Gegner, ihre verschiedenartigen Waffen und die wild daherstampfenden Elefanten. Da streckte er die Hände zum Himmel aus und betete zu dem Herrn, der Wunder wirken kann. Ihm war klar: Diese Schlacht würde nicht durch die Menge der Waffen entschieden, sondern Gott würde den Sieg denen schenken, die ihn in seinen Augen verdient hatten. 22 Judas betete: »Als Hiskija König von Juda war, schicktest du, Herr, deinen Engel und er tötete vom Heer Sanheribs 185000 Mann. (2Kön 18,17; 2Kön 19,35) 23 So schicke auch uns jetzt, Herr des Himmels, einen guten Engel; er soll unserem Heer vorausziehen und den Feinden Furcht und Schrecken einjagen. 24 Vor deiner großen Macht sollen alle erzittern, die es gewagt haben, dich zu lästern und dein heiliges Volk anzugreifen!« Damit beendete Judas sein Gebet.Sieg über Nikanor
25 Nikanors Truppen rückten unter dem Schall von Kriegstrompeten und mit Schlachtgesängen vor. 26 Judas und seine Leute warfen sich ihnen entgegen, indem sie beteten und Gott um Beistand anriefen. 27 Mit ihren Händen kämpfend, in ihren Herzen aber zu Gott betend, konnten sie mehr als 35000 Feinde niedermachen und sie jubelten gewaltig über diesen sichtbaren Beweis der Hilfe Gottes. 28 Als alles vorbei war und die Juden voller Siegesfreude das Schlachtfeld verließen, entdeckten sie Nikanor, der erschlagen in voller Rüstung dalag. 29 Das gab ein Geschrei und einen Tumult! Alle dankten sie dem Herrn in ihrer Muttersprache. 30 Judas, der allezeit und überall der Erste gewesen war und der mit Leib und Seele für seine Mitbürger gekämpft und sich die Liebe zu seinem Volk von Jugend auf stets bewahrt hatte, gab den Befehl, Nikanor den Kopf und den rechten Arm abzuschlagen und beides nach Jerusalem mitzunehmen. 31 In Jerusalem ließ er das Volk im Tempel zusammenkommen und die Priester mussten sich vor dem Brandopferaltar aufstellen. Dann ließ er die Besatzung aus der Festung herbeirufen. 32 Allen zeigte er den Kopf des verruchten Nikanor und den Arm, den dieser Lästerer und Angeber gegen den Tempel des Herrschers der Welt ausgestreckt hatte. 33 Dann ließ er die Zunge des Gottlosen herausschneiden und stückchenweise den Vögeln hinwerfen. Nikanors Arm wurde dem Tempel gegenüber aufgehängt – zur Strafe dafür, dass der Wahnsinnige ihn gegen den Tempel erhoben hatte. 34 Alle, die versammelt waren, blickten zum Himmel auf und priesen den Herrn, der seine Macht so deutlich gezeigt und den Tempel vor der angedrohten Schändung bewahrt hatte. 35 Nikanors Kopf hängte Judas, für alle sichtbar, an der Mauer der Festung auf als Beweis dafür, dass der Herr seinem Volk hilft. (Jdt 14,1) 36 Die Versammlung beschloss durch öffentliche Abstimmung, dass dieser Tag nie in Vergessenheit geraten solle. Jedes Jahr sollte er am Tag vor dem Mordechai-Tag, d. h. am 13. Tag des 12. Monats – auf Aramäisch: dem 13. Adar –, festlich begangen werden.[1] (Est 9,16; Est 9,31) 37 So also ist es Nikanor zuletzt ergangen. Jerusalem blieb von da an fest in der Hand des jüdischen Volkes, und ich kann daher mit meinem Bericht hier schließen. 38 Ist er geschickt angelegt und findet er Gefallen, so habe ich erreicht, was ich wollte. Ist er dürftig und mittelmäßig, so habe ich doch immerhin getan, was ich konnte. 39 Aber bekanntlich ist es auch gar nicht gesund, den Wein pur zu trinken. Nur Wasser zu trinken ist gleichfalls unerfreulich. Erst Wein mit Wasser gemischt schmeckt gut und macht das Trinken zum Genuss. So wird auch ein Bericht durch die Art, wie er abgefasst ist, zum Genuss für die, die ihn lesen oder hören. Damit möchte ich schließen.2.Makkabäer 15
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches BibelwerkGotteslästerung Nikanors, himmlische Fürbitte des Hohepriesters Onias und des Propheten Jeremia
1 Nikanor erfuhr, dass Judas sich mit seinen Männern in der Gegend von Samaria aufhielt; da beschloss er, sie ohne jede Gefahr am Ruhetag anzugreifen. 2 Aber die Juden, die gezwungen waren, ihn zu begleiten, sagten: Bring sie doch nicht um, als seist du ein wildes Tier oder ein Barbar! Halte den Tag in Ehren, der von dem, der die ganze Welt überblickt, in besonderer Weise mit Heiligkeit ausgezeichnet wurde! 3 Der dreimal Verfluchte fragte, ob es im Himmel wirklich einen Herrscher gebe, der befohlen habe, den Sabbat zu begehen. 4 Sie bekannten: Der lebendige Herr selbst, der Herrscher im Himmel, hat angeordnet, den siebten Tag einzuhalten. (2Mo 20,8; 5Mo 5,12) 5 Da erwiderte er: Und ich bin der Herrscher auf der Erde; ich befehle, die Waffen zu ergreifen und zu tun, was das Staatswohl verlangt. Dennoch gelang es ihm nicht, seinen verbrecherischen Plan auszuführen. 6 Nikanor, der in seinem Stolz seinen Kopf hoch trug, hatte beschlossen, öffentlich ein Denkmal seines Sieges über die Männer des Judas zu errichten. 7 Der Makkabäer aber hörte nicht auf, sein Vertrauen und all seine Hoffnung auf die Hilfe des Herrn zu setzen. 8 Er ermahnte seine Männer, sich vor den anrückenden Heiden nicht zu fürchten. Sie sollten daran denken, wie der Himmel ihnen in der Vergangenheit geholfen habe; auch jetzt dürften sie vom Allherrscher den Sieg erwarten. 9 Mit Worten aus dem Gesetz und aus den Propheten flößte er ihnen Mut ein, erinnerte sie auch an die Kämpfe, die sie schon bestanden hatten, und stärkte so ihren Kampfesmut. 10 Nachdem er ihre Begeisterung geweckt hatte, spornte er sie noch weiter an, indem er sie daran erinnerte, wie die Heiden die Verträge nicht gehalten und ihre Schwüre gebrochen hatten. 11 So wappnete er jeden von ihnen, nicht mit der Sicherheit, die Schild und Lanze verleihen, sondern mit dem Mut, den rechte Worte entfachen. Auch erzählte er ihnen einen überaus glaubwürdigen Traum, eine Vision, die alle sehr erfreute. 12 Er hatte Folgendes gesehen: Ihm war der frühere Hohepriester Onias erschienen, ein edler und gerechter Mann, bescheiden im Umgang, von gütigem Wesen und besonnen im Reden, von Kindheit an in allem auf Tugend bedacht; dieser breitete seine Hände aus und betete für das ganze jüdische Volk. (2Mak 3,1) 13 In gleicher Haltung erschien dann ein Mann mit grauem Haar, von herrlicher Gestalt; der Glanz einer wunderbaren, überwältigenden Hoheit ging von ihm aus. 14 Onias begann zu reden und sagte: Das ist der Freund seiner Brüder, der viel für das Volk und die heilige Stadt betet, Jeremia, der Prophet Gottes.[1] (Jer 7,16; Jer 11,14; Jer 14,11; Jer 15,11; Jer 18,20; Jer 37,3; Jer 42,2) 15 Dann streckte Jeremia die rechte Hand aus und übergab ihm ein goldenes Schwert; dabei sagte er: 16 Nimm das heilige Schwert, das Gott dir schenkt! Mit ihm wirst du die Feinde schlagen.Schlacht, Niederlage und Tod Nikanors, Einsetzung des Nikanortages
17 Die Worte des Judas gaben ihnen Zuversicht; denn sie waren sehr schön und hatten die Kraft, zur Tapferkeit anzuspornen und die Jugend mit männlichem Mut zu erfüllen. Man beschloss, kein Lager zu beziehen, sondern kühn anzugreifen und mit allem Mut im Kampf Mann gegen Mann die Entscheidung herbeizuführen; denn die Stadt, das Heilige und das Heiligtum seien in Gefahr. 18 Sie fürchteten weniger um Frauen und Kinder, um Brüder und Verwandte als um die Heiligkeit des Tempels. 19 Die in der Stadt Zurückgebliebenen waren hauptsächlich in Angst wegen des Angriffs draußen auf offenem Feld. 20 Alle warteten, dass die Entscheidung falle. Schon hatten die Feinde sich vereinigt und ihr Heer rückte geordnet vor; die Elefanten wurden aufgestellt, wo es am günstigsten war; die Reiterei verteilte sich auf die Flügel. 21 Der Makkabäer sah, wie die Massen der Feinde dastanden, die verschiedenen Waffengattungen, die zur Wildheit gereizten Tiere. Da erhob er seine Hände zum Himmel und rief zum Herrn, der Wunder vollbringt. Denn er wusste, dass es nicht auf die Waffen ankommt, sondern dass denen der Sieg zufällt, die Gott für würdig erachtet. 22 Dabei sprach er dieses Gebet: Unser Herrscher, du hast zu Hiskija, dem König von Juda, deinen Engel gesandt und er erschlug im Heer Sanheribs hundertfünfundachtzigtausend Mann. (2Kön 19,35) 23 Herrscher im Himmel, sende auch jetzt einen guten Engel vor uns her, damit er Furcht und Schrecken verbreitet! 24 Vor deinem gewaltigen Arm sollen alle erschrecken, die lästernd gegen dein heiliges Volk heranziehen. So sprach er. 25 Die Truppen Nikanors rückten mit Trompetengeschmetter und Kampfliedern vor. (1Mak 7,39) 26 Die Leute des Judas dagegen griffen die Feinde unter Beten und Flehen an. 27 Mit den Händen kämpften sie, im Herzen beteten sie zu Gott. Mindestens fünfunddreißigtausend Mann streckten sie zu Boden, hocherfreut, dass Gott sich so sichtbar offenbarte. 28 Schon war der Kampf beendet und sie wollten voller Freude aufbrechen, da entdeckten sie Nikanor, der in seiner Rüstung erschlagen dalag. 29 Es gab ein großes Geschrei und Getümmel und sie priesen den Herrn in der Sprache ihrer Väter. 30 Judas, der immer mit Leib und Seele für seine Mitbürger gestritten hatte, der von Jugend an seinen Landsleuten herzlich zugetan war, gab den Befehl, ihm den Kopf und eine Hand mitsamt dem Arm abzuschlagen und nach Jerusalem zu bringen. 31 Sobald er dort angekommen war, rief er seine Landsleute zusammen und befahl den Priestern, sich vor dem Altar aufzustellen; auch schickte er Boten zu der Besatzung der Burg. 32 Dann zeigte er den Kopf des Verbrechers Nikanor und die Hand des Lästerers, die dieser prahlend gegen das heilige Haus des Allherrschers ausgestreckt hatte. 33 Die Zunge des Frevlers Nikanor ließ er herausschneiden, zerstückeln und den Vögeln zum Fraß vorwerfen; den Arm ließ er dem Tempel gegenüber aufhängen als Zeichen des bestraften Wahnsinns. 34 Alle priesen den Herrn im Himmel, der seine Macht so sichtbar gezeigt hatte, und riefen: Gepriesen sei der, der seinen Ort vor der Entweihung bewahrt hat! 35 Den Kopf Nikanors hängte Judas an die Burg als ein für alle sichtbares und offenkundiges Zeichen der Hilfe des Herrn. 36 In einer öffentlichen Abstimmung beschlossen alle einstimmig, diesen Tag nicht ohne Fest zu belassen, sondern ihm einen besonderen Rang zu verleihen; es ist der dreizehnte Tag des zwölften Monats, der auf aramäisch Adar heißt, der Tag vor dem Mordechai-Tag. (Est 9,19; Est 10,3)Epilog
37 Das waren die Ereignisse, die mit Nikanor zusammenhingen. Seit jener Zeit blieb die Stadt im Besitz der Hebräer. Darum höre ich hier mit der Erzählung auf. (1Mak 7,27) 38 Ist sie gut und geschickt erzählt, habe ich mein Ziel erreicht; ist sie aber schlecht oder mittelmäßig - ich habe mein Bestes getan. 39 Es ist gleich schädlich, unvermischten Wein oder pures Wasser zu trinken. Wein mit Wasser vermischt hingegen schmeckt vorzüglich. Ähnlich hängt es auch vom Aufbau der Erzählung ab, ob sie die Ohren dessen erfreut, dem dieses Buch in die Hände kommt. Damit will ich schließen.2.Makkabäer 15
Neues Leben. Die Bibel
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 15
Neue evangelistische Übersetzung
von Karl-Heinz VanheidenDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.