2.Makkabäer 12
Elberfelder Bibel
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 12
Hoffnung für alle
von BiblicaDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 12
Schlachter 2000
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 12
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag ZürichDie Feindschaft der Küstenstädte
1 Nachdem nun diese Vereinbarungen getroffen worden waren, ging Lysias fort zum König, die Juden aber waren mit der Landwirtschaft beschäftigt. 2 Einige der örtlichen Heerführer aber - Timotheus und Apollonius, der Sohn des Gennaios, und überdies auch Hieronymus und Demophon und zu diesen hinzu Nikanor, Befehlshaber der Zyprioten - erlaubten es ihnen nicht, in Wohlstand zu leben und ihren Angelegenheiten in Ruhe nachzugehen. 3 Die von Jafo aber gingen in ihrer Gottlosigkeit äusserst weit: Nachdem sie den Juden, die mit ihnen zusammenwohnten, zugeredet hatten, mit den Frauen und Kindern die von ihnen bereitgestellten Boote zu besteigen - so als stünde ihnen keinerlei Feindseligkeit bevor -, 4 und nachdem sich auch diese auf gemeinsamen Beschluss der Stadt hin einverstanden erklärt hatten - da sie Frieden halten wollten und nichts ahnten - und sie ausgelaufen waren, versenkten sie sie: es waren nicht weniger als 200. 5 Als aber Judas Kenntnis erhielt von der Grausamkeit gegen die, die aus derselben Nation waren wie er, gab er den Männern, die um ihn herum waren, Anweisung, 6 und nachdem er zu Gott, dem gerechten Richter, gerufen hatte, ging er gegen die blutbefleckten Mörder seiner Brüder vor: Den Hafen setzte er in der Nacht in Brand, und die Boote verbrannte er; jene aber, die dort gemeinsam Zuflucht gesucht hatten, durchbohrte er. 7 Da die Ortschaft aber verschlossen war, liess er von ihr ab, in der Absicht, wiederzukommen und die gesamte Bürgerschaft derer von Jafo auszurotten. 8 Als er aber Kenntnis davon erhielt, dass auch die in Jamnia den Juden, die bei ihnen wohnten, in gleicher Weise ein Ende bereiten wollten, 9 griff er auch die von Jamnia in der Nacht an und legte Feuer an den Hafen mit der Flotte, so dass der Lichtschein bis nach Jerusalem zu sehen war, 240 Stadien entfernt.Die Kämpfe während der Verfolgung des Timotheus. Die List des Timotheus
10 Als sie sich aber von dort auf ihrem Marsch gegen Timotheus neun Stadien entfernt hatten, warfen sich ihm Araber entgegen - nicht weniger als 5000, Reiter aber 500. 11 Nachdem es aber zu einer heftigen Schlacht gekommen war und sie dank der Hilfe Gottes erfolgreich gewesen waren, baten die unterlegenen Nomaden den Judas, ihnen die Hand zu reichen, und sie versprachen, ihnen Vieh zu geben und sie auch in anderen Hinsichten zu unterstützen. 12 Als aber Judas erfasste, dass sie tatsächlich in vielerlei Hinsicht von Nutzen sein konnten, willigte er ein, Frieden mit ihnen zu halten. Und nachdem sie seine Hand genommen hatten, zogen sie sich zu ihren Zelten zurück. 13 Er überfiel aber auch eine bestimmte, mit einem Erdwall befestigte und von Mauern umschlossene und von einem bunten Gemisch von Nationen bewohnte Stadt; der Name aber war Kaspin. 14 Da die drinnen aber auf die Wehrhaftigkeit der Mauern vertrauten und auf das, was an Nahrungsmitteln bereitgestellt war, verhielten sie sich grob gegenüber denen um Judas: Sie beschimpften sie und lästerten auch noch und sagten Dinge, die nicht rechtens waren. 15 Nachdem aber die um Judas zum grossen Machthaber der Welt gerufen hatten, der Jericho zur Zeit Josuas ohne Rammböcke und Kriegsmaschinen zum Einsturz gebracht hatte, stürmten sie in der Art wilder Tiere gegen die Mauer an, 16 und als sie die Stadt durch den Willen Gottes eingenommen hatten, richteten sie ein unbeschreibliches Gemetzel an, so dass der angrenzende See, der zwei Stadien breit war, vom herabfliessenden Blut überzulaufen schien. 17 Aber nachdem sie von dort abgezogen waren, legten sie einen Weg von 750 Stadien zurück, bis nach Charax, zu den Juden, die Tubia ner genannt werden.[1] 18 Doch Timotheus fingen sie in der Umgebung nicht, da er sich damals unverrichteter Dinge aus der Umgebung entfernt hatte, wobei er aber eine sehr starke Besatzung in einem bestimmten Ort zurückgelassen hatte. 19 Dositheus aber und Sosipater, zwei Anführer um Makkabäus, zogen aus und vernichteten jene, die von Timotheus in der Festung zurückgelassen worden waren - mehr als 10000 Mann. 20 Makkabäus aber hatte die Heereseinheit um sich herum in Gruppen aufgeteilt und setzte die beiden über die Gruppen ein; dann stürmte er hinter Timotheus her, der 120000 Fusssoldaten und 2500 Reiter bei sich hatte. 21 Als aber Timotheus die Nachricht vom Anrücken des Judas erhielt, sandte er die Frauen und Kinder und den anderen Tross voraus zu dem Ort, der Karnajim genannt wird, denn wegen der engen Verhältnisse in der gesamten Umgegend war die Ortschaft schwierig zu belagern und schwer zugänglich.[2] 22 Als aber die erste Gruppe des Judas auftauchte und Angst über die Feinde kam, und als wegen der Erscheinung dessen, der auf alles sieht, Furcht über sie kam, stürzten sie los, um zu fliehen, wobei jeder in eine andere Richtung rannte, so dass sie oftmals von den eigenen Leuten behindert und von den Schwertspitzen aufgespiesst wurden.[3] 23 Judas führte die Verfolgung mit grösserer Anstrengung durch und stach die Frevler nieder und tötete gegen 30000 Mann. 24 Timotheus selbst aber, der denen um Dositheus und Sosipater in die Hände gefallen war, bat mit viel Blenderei darum, dass man ihn unversehrt freilasse, da seine Leute die Eltern vieler, von anderen aber die Brüder in ihren Händen hatten, und es dazu kommen würde, dass sich niemand um sie kümmere. 25 Als er aber mehrfach die Vereinbarung bestätigte, diese unverletzt zurückzubringen, liessen sie ihn um der Rettung ihrer Brüder willen frei.Die Kämpfe gegen weitere Städte und gegen Gorgias
26 Als er gegen Karnajim und das Atergation auszog, metzelte er 25000 Menschen nieder.[4] 27 Nach deren Niederlage und Vernichtung zog er mit dem Heer auch gegen Efron, eine befestigte Stadt mit allen möglichen Bevölkerungsgruppen; starke junge Männer aber, die sich vor den Mauern aufgestellt hatten, leisteten mit aller Kraft Widerstand. In ihr standen grosse Mengen von Maschinen und Geschossen zur Verfügung. 28 Nachdem sie aber zum Machthaber gerufen hatten, der mit seiner Herrschermacht die Kraftanstrengungen der Feinde zerreibt, unterwarfen sie die Stadt. Sie streckten aber gegen 25000 von denen nieder, die darin waren.[5] 29 Nachdem sie aber von dort aufgebrochen waren, eilten sie nach Skythopolis, das 600 Stadien von Jerusalem entfernt ist. 30 Als aber die Juden, die sich dort niedergelassen hatten, Zeugnis ablegten von dem Wohlwollen, das die Skythopoliten ihnen gegenüber hatten, und von der Sanftmut, mit der diese ihnen in den Zeiten des Unglücks begegnet waren, 31 dankten sie ihnen, und sie redeten ihnen zu, ihrem Volksstamm auch in Zukunft wohlgesinnt zu bleiben. Dann zogen sie nach Jerusalem, da das Wochenfest bevorstand. 32 Nach dem sogenannten 50-Tage-Fest stürmten sie hinaus gegen Gorgias, den Heerführer von Idumäa. 33 Er aber zog aus mit 3000 Fusssoldaten und 400 Reitern. 34 Nachdem sie sich aber in Schlachtordnung aufgestellt hatten, begab es sich, dass wenige von den Juden fielen. 35 Ein gewisser Dositheus aber, einer von denen des Bakenor, ein Reiter und harter Mann, hielt Gorgias fest und indem er seinen Mantel packte, zerrte er ihn mit aller Kraft mit sich; und während er den Plan hatte, den verfluchten Mann lebendig gefangen zu nehmen, entfloh Gorgias nach Marescha, nachdem einer der Reiter der Thraker gegen Dositheus herangestürmt war und ihm die Schulter zertrümmert hatte.[6] 36 Als aber die um Esri schon längere Zeit am Kämpfen und müde waren, rief Judas zum Herrn, dieser möge als Mitstreiter erscheinen und als der, der im Krieg den Weg bahnte, 37 und nachdem er in der von den Vorfahren überlieferten Sprache den von Lobliedern begleiteten Kriegsruf angestimmt hatte, stürmte er unerwartet auf die um Gorgias los und schlug sie in die Flucht.Das Vergehen der gefallenen Juden
38 Judas aber versammelte das Kriegsheer und kam zur Stadt Adullam. Da aber der siebte Tag anbrach, reinigten sie sich der Sitte entsprechend und verbrachten dort den Sabbat. 39 Am darauf folgenden Tag aber, als die Zeit gekommen war, um das Notwendige zu tun, gingen die um Judas, um die Leichen der Gefallenen zu bergen und sie zusammen mit ihren Verwandten den Grabstätten ihrer Vorfahren zu übergeben. 40 Sie fanden aber unter den Unterkleidern eines jeden der Verstorbenen Dinge, die den Götterbildern von Jamnia geweiht waren - wovon die Weisung die Juden fernhält. Da aber wurde allen klar, dass jene aus diesem Grund gefallen waren.[7] 41 Nachdem sie nun alle die Taten des Herrn gepriesen hatten, der gerecht richtet und offenbar macht, was verborgen ist, 42 wandten sie sich flehentlichem Bitten zu und baten darum, dass das Vergehen, das sich ereignet hatte, vollkommen getilgt würde. Der würdevolle Judas aber redete der Menge zu, sich sündlos zu halten, zumal sie mit eigenen Augen gesehen hatten, was der Sünde der Gefallenen wegen geschehen war. 43 Nachdem er bei jedem Mann eine Sammlung durchgeführt hatte, sandte er gegen 2000 Silberdrachmen für die Darbringung eines Sündopfers nach Jerusalem. Dabei handelte er sehr angemessen und klug, da er die Auferstehung bedachte - 44 würde er nämlich nicht erwarten, dass die Gefallenen auferstehen, wäre es überflüssig und sinnlos, für die Toten zu bitten -, 45 und demnach hatte er im Blick, dass für die, die in Frömmigkeit entschlafen, die schönste Belohnung beiseite gelegt ist - ein heiliger und frommer Gedanke! Deshalb hat er für die Verstorbenen die Sühnung vollzogen: damit sie von der Sünde befreit würden.2.Makkabäer 12
Neue Genfer Übersetzung
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 12
Gute Nachricht Bibel 2018
von Deutsche BibelgesellschaftJudas bestraft die Bürger von Joppe und Jamnia
1 Nachdem der Friedensvertrag zwischen Lysias und den Juden zustande gekommen war, kehrte Lysias zum König nach Antiochia zurück und die Juden fingen an, wieder ihre Felder zu bestellen. 2 Doch die örtlichen Befehlshaber Timotheus und Apollonius, der Sohn von Gennäus, ferner Hiëronymus und Demophon, ebenso auch Nikanor, der Befehlshaber der Söldnertruppe aus Zypern, ließen sie nicht zur Ruhe kommen. 3 Die Bürger der Stadt Joppe begingen zu der Zeit folgendes gemeine Verbrechen: Sie taten sehr freundlich gegenüber den Juden, die bei ihnen wohnten, und luden sie mit Frauen und Kindern zu einer Vergnügungsfahrt zu Schiff ein.[1] Die Boote dafür hatten sie bereitgestellt. 4 Da die Sache auf einen Beschluss der ganzen Bürgerschaft der Stadt zurückging, schöpften die Juden keinen Verdacht und nahmen die Einladung an. Ihnen lag ja daran, mit den Bürgern der Stadt in Frieden zu leben. Doch als sie dann auf offener See waren, versenkten die Leute von Joppe die Boote und ließen alle Juden ertrinken – mindestens 200 Personen. 5 Als Judas von dem Verbrechen an den Angehörigen seines Volkes erfuhr, rief er seine Männer zusammen. 6 Dann bat er Gott, den gerechten Richter, um Hilfe und schlug gegen diese Mörder los. Im Schutz der Nacht legte er Feuer im Hafen von Joppe, verbrannte die Schiffe und tötete alle, die sich dorthin geflüchtet hatten. 7 Die Tore der Stadt selbst waren geschlossen, sodass Judas abziehen musste. Doch er nahm sich fest vor, bei nächster Gelegenheit wiederzukommen; dann sollte kein Mensch in Joppe am Leben bleiben. 8 Judas hörte, dass die Bürger von Jamnia gegen die Juden ihrer Stadt genauso vorgehen wollten wie die Bürger von Joppe. 9 Darum überfiel er auch sie eines Nachts und steckte den Hafen und alle Schiffe in Brand. Der Feuerschein war noch in Jerusalem, 45 Kilometer entfernt, zu sehen.Judas auf dem Weg nach Osten
10 Judas brach mit seinen Leuten von dort[2] auf, um Timotheus und seinem Heer entgegenzuziehen. Er war aber noch keine zwei Kilometer weit gekommen, da wurde er von 5000 Arabern angegriffen, die von 500 Reitern unterstützt wurden. (1Mak 5,9) 11 Ein harter Kampf begann. Mit Gottes Hilfe konnten Judas und seine Leute den Sieg erringen. Die Männer aus der Steppe im Osten baten Judas, mit ihnen Frieden zu schließen. Sie versprachen, ihm und seinen Leuten Vieh zu liefern und ihnen zu helfen, wo sie nur könnten. 12 Judas fand, die Freundschaft mit ihnen könnte in vieler Hinsicht von Nutzen sein. So war er einverstanden und schloss Frieden mit ihnen. Darauf zogen sich die Araber in die Steppe zu ihren Zelten zurück. 13 Später griff Judas eine Stadt namens Kaspin[3] an. Sie war ringsum mit Wällen und Mauern befestigt; ihre Einwohnerschaft bestand aus Menschen der verschiedensten Völker. 14 Bei der Stärke ihrer Mauern und der Menge ihrer Lebensmittelvorräte glaubten die Bewohner, eine Belagerung gut überstehen zu können. So machten sie sich in schamloser Weise über Judas und seine Leute lustig. Obendrein lästerten sie Gott und gebrauchten die übelsten Schimpfwörter. 15 Judas und seine Männer aber beteten zu dem mächtigen Herrn der Welt, der zur Zeit Josuas die Mauern von Jericho auch ohne Rammböcke und andere Belagerungsmaschinen zum Einsturz gebracht hatte. Dann stürmten sie mit der Wut und Kraft wilder Tiere gegen die Stadtmauer an. (Jos 6,20) 16 Weil Gott es so wollte, konnten sie die Stadt einnehmen. Sie richteten unter der Bevölkerung ein unbeschreibliches Blutbad an. Der See, der nahe bei der Stadt lag und fast 400 Meter breit war, sah ganz rot gefärbt aus von dem vielen Blut.Judas besiegt das Heer von Timotheus
17 Von der Stadt Kaspin aus legten Judas und seine Männer etwa 140 Kilometer zurück und erreichten das befestigte feindliche Heerlager im Gebiet der sogenannten Tubianer-Juden.[4] (1Mak 5,37) 18 Timotheus selbst trafen sie in dieser Gegend nicht mehr an. Er war, ohne etwas unternommen zu haben, wieder abgezogen. Nur an einem Ort hatte er eine starke Besatzung zurückgelassen. 19 Dositheus und Sosipater, zwei Offiziere des Makkabäers, machten sich mit ihren Leuten auf den Weg, griffen diesen Stützpunkt an und töteten die Besatzung – mehr als 10000 Mann. 20 Dann teilte der Makkabäer sein Heer in kleinere Gruppen auf, übertrug jeweils einem seiner Offiziere den Befehl über eine Gruppe und machte sich an die Verfolgung von Timotheus. Timotheus verfügte über 120000 Fußsoldaten und 2500 Reiter. 21 Als er merkte, dass er von Judas verfolgt wurde, schickte er Frauen und Kinder und den übrigen Tross voraus in eine Stadt namens Karnajim. Sie war nur schwer zu belagern, ja, wegen zahlreicher Schluchten und Engpässe nahezu unzugänglich. 22 Als die erste Gruppe von Judas’ Heer auf Sichtweite herangekommen war und die Feinde schon von Angst befallen wurden, ließ der Herr, der alles sieht, ihnen eine Vision zuteilwerden, die sie vollends in Panik stürzte. Sie rannten in wilder Flucht davon, jeder in eine andere Richtung. Dabei wurden viele von ihren eigenen Leuten verwundet, ja von den Schwertern ihrer Kameraden durchbohrt. 23 Judas blieb den fliehenden Feinden hart auf den Fersen und tötete von diesen Verbrechern an die 30000 Mann. 24 Timotheus selbst fiel den Leuten von Dositheus und Sosipater in die Hände. Aber gerissen und redegewandt forderte er, sie sollten ihn freilassen. Die Eltern und Geschwister vieler Juden befänden sich in seiner Gewalt und würden sofort umgebracht, wenn man ihm etwas antäte. 25 Nachdem er feierlich versichert hatte, die Verwandten unversehrt zurückzugeben, ließen sie ihn schließlich, um das Leben dieser Männer und Frauen zu retten, wieder frei.Weitere Erfolge des Makkabäers
26 Jetzt griff Judas die Stadt Karnajim und das dort gelegene Heiligtum der Göttin Atargatis an. 25000 Menschen wurden getötet. (1Mak 5,46) 27 Danach zog er auch gegen Efron. Die Stadt war stark befestigt und ihre Einwohnerschaft bestand aus Menschen[5] der verschiedensten Völker. Ausgesucht tüchtige junge Leute hatten im Vorfeld der Mauern Stellung bezogen und wehrten sich tapfer. Auf den Mauern selbst fehlte es nicht an Wurfmaschinen und Munition. 28 Aber Judas und seine Männer beteten zum Herrn, der die Kraft hat, mächtige Feinde zu zerschmettern. So konnten sie die Stadt erobern und töteten etwa 25000 Einwohner. 29 Von dort zogen sie weiter zur Stadt Skythopolis,[6] die etwa 120 Kilometer von Jerusalem entfernt ist. 30 Die Juden in Skythopolis aber versicherten Judas, dass sie von der Bevölkerung immer freundlich behandelt worden seien, selbst in Zeiten der Not. 31 Judas und seine Männer dankten den Bürgern der Stadt dafür und forderten sie auf, auch in Zukunft dem jüdischen Volk ihr Wohlwollen zu bewahren. Darauf kehrte Judas mit seinem Heer nach Jerusalem zurück, denn das Pfingstfest stand unmittelbar bevor.Judas besiegt Gorgias
32 Nach dem Pfingstfest zogen Judas und seine Leute gegen Gorgias, den Befehlshaber von Idumäa, in den Kampf. (2Mak 10,14) 33 Gorgias verfügte über 3000 Fußsoldaten und 400 Reiter. 34 Zu Beginn der Schlacht fanden einige Juden den Tod. 35 Dositheus, ein Reiter aus der Abteilung Bakenors,[7] ein mutiger Mann, packte Gorgias am Mantel und zog ihn hinter sich her. Er wollte den Verfluchten lebendig gefangen nehmen. Doch einer von den thrakischen Reitern sprengte heran und hieb Dositheus den Arm ab. Gorgias konnte sich in die Stadt Marescha flüchten. (1Mak 5,66) 36 Esri[8] und seine Leute hatten lange den Gegnern standgehalten, doch ihre Kräfte drohten zu erlahmen. Judas rief zum Herrn, er möge zeigen, dass er als Bundesgenosse und Vorkämpfer auf der Seite der Juden stehe. 37 Dann stimmte er in seiner Muttersprache das Kriegsgeschrei an, zusammen mit Preisliedern auf den Herrn, und zwang durch seinen unerwartet heftigen Angriff die feindlichen Truppen zur Flucht.Sühneopfer für die Gefallenen
38 Nach der Schlacht sammelte Judas sein Heer und kam mit ihm zur Stadt Adullam. Weil der nächste Tag ein Sabbat war, reinigten sie sich, wie es bei Juden üblich ist, und verbrachten den Sabbat dort. (4Mo 19,11) 39 Am folgenden Tag wurde es für Judas und seine Leute höchste Zeit, die Leichen der Juden, die im Kampf gegen Gorgias gefallen waren, einzusammeln und sie unter Beteiligung der Angehörigen bei den Gräbern ihrer Vorfahren zu bestatten. 40 Aber bei jedem der Gefallenen entdeckten sie, unter der Kleidung versteckt, Amulette der Götzen, die in Jamnia verehrt werden. Dabei ist es den Juden durch das Gesetz Moses verboten, solche Amulette zu tragen. Allen wurde klar, dass die Männer nur aus diesem Grund gefallen waren, (5Mo 7,25) 41 und alle priesen den Herrn, weil er ein gerechter Richter ist und verborgene Schuld an den Tag bringt. 42 Dann aber hielten sie einen Bittgottesdienst und riefen zum Herrn, er möge die Schuld, die die Männer auf sich geladen hatten, doch ganz vergeben. Judas, dieser edle Mann, ermahnte alle Anwesenden, sich von solchen Verfehlungen freizuhalten; sie hätten die Folgen ja vor Augen. 43 Darauf veranstaltete er eine Sammlung, an der sich alle beteiligten. Das Geld, etwa 2000 Silberstücke, schickte er nach Jerusalem und ließ davon ein Sühneopfer für die Gefallenen ausrichten. Das war eine sehr schöne und gute Tat; denn mit ihr bewies Judas, dass er an die Auferstehung der Toten glaubte. (2Mak 7,9) 44 Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, so wäre jedes Gebet für sie überflüssig und sinnlos gewesen. 45 Judas war überzeugt: Auf alle, die in ihrem Leben Gott treu gewesen und auch so gestorben sind, wartet ein herrlicher Lohn. Ein gottgemäßer, frommer Gedanke! Darum ließ er für die Toten das Sühneopfer ausrichten, damit ihnen ihre Schuld vergeben würde.2.Makkabäer 12
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches BibelwerkAngriffe der Städte Jafo und Jamnia auf Judas
1 Nach dem Abschluss dieser Verträge kehrte Lysias zum König zurück. Die Juden begannen, wieder ihre Felder zu bestellen. 2 Die Befehlshaber in jener Gegend aber, Timotheus, Apollonius, der Sohn des Gennäus, ferner Hieronymus, Demophon und auch Nikanor, der Statthalter von Zypern, ließen die Juden nicht in Ruhe und Frieden leben. 3 Die Einwohner von Jafo begingen folgendes entsetzliche Verbrechen: Sie luden die Juden, die unter ihnen wohnten, ein, mit ihren Frauen und Kindern in Schiffe, die sie zur Verfügung stellten, einzusteigen. Sie taten, als ob sie nichts Böses gegen sie im Schild führten, 4 sondern aufgrund eines öffentlichen Beschlusses der Stadt handelten. Die Juden nahmen das Angebot an, da sie den Frieden wollten und keinen bösen Verdacht hegten. Aber als sie auf dem offenen Meer waren, wurden die Boote versenkt; mindestens zweihundert Menschen ertranken. 5 Als Judas von der schrecklichen Tat gegen die Angehörigen seines Volkes erfuhr, gab er seinen Männern Befehle, 6 rief Gott, den gerechten Richter, an und überfiel die Mörder, die sich mit dem Blut seiner Brüder befleckt hatten. In der Nacht zündete er den Hafen an, verbrannte die Schiffe und stach alle nieder, die sich dorthin geflüchtet hatten. 7 Die Stadt selbst hatte ihre Tore verrammelt. So musste er abziehen, aber er nahm sich vor, wiederzukommen und die ganze Bürgerschaft von Jafo auszurotten. 8 Als er erfuhr, dass die Bürger von Jamnia mit den Juden, die bei ihnen lebten, dasselbe tun wollten, 9 überfiel er auch die Leute von Jamnia bei Nacht und steckte den Hafen samt der Flotte in Brand. Der Feuerschein war zweihundertvierzig Stadien weit bis nach Jerusalem zu sehen.Kämpfe in Gilead bei Kaspin und Karnajim
10 Von dort zogen sie weiter gegen Timotheus. Sie waren gerade neun Stadien weit marschiert, da griffen fünftausend Araber mit fünfhundert Reitern Judas an. (1Mak 5,24) 11 Nach hitzigem Kampf gewannen die Männer des Judas die Oberhand; denn Gott half ihnen. Die bedrängten Nomaden baten Judas um Frieden, versprachen, ihm und seinen Leuten Vieh zu liefern und ihnen auch sonst gute Dienste zu erweisen. 12 Da Judas der Ansicht war, ihre Hilfe könne ihnen tatsächlich bei vielen Gelegenheiten von Nutzen sein, war er damit einverstanden, mit ihnen Frieden zu schließen. Die Araber verpflichteten sich durch Handschlag und zogen sich zu ihren Zelten zurück. 13 Judas griff auch eine Stadt namens Kaspin an; sie war ringsum mit Wällen und Mauern befestigt. Ihre Bevölkerung setzte sich aus Menschen verschiedenster Völker zusammen. 14 Weil sie sich auf ihre hohen Mauern und auf ihre Lebensmittelvorräte verließen, wurden sie immer unverschämter gegen die Leute des Judas, beschimpften sie, lästerten Gott und schrien unflätige Worte. 15 Die Männer des Judas riefen den großen Herrn der Welt an, der Jericho zur Zeit Josuas ohne Rammböcke und Belagerungsmaschinen zu Boden geschmettert hatte. Dann stürmten sie mit dem Mut von Löwen gegen die Mauern an, (Jos 6,20) 16 und weil Gott es so wollte, konnten sie die Stadt einnehmen. Sie richteten in ihr ein unbeschreibliches Blutbad an, sodass ein zwei Stadien breiter See, der neben der Stadt lag, von dem Blut, das in ihn geflossen war, angefüllt zu sein schien. 17 Von dort zogen sie siebenhundertfünfzig Stadien weiter, bis sie zum Charax gelangten, wo die sogenannten Tubianer-Juden wohnten. 18 Timotheus trafen sie in der Gegend nicht an; denn er war, ohne etwas unternommen zu haben, von dort abgezogen. Aber er hatte in einem stark befestigten Ort eine Garnison zurückgelassen. 19 Dositheus und Sosipater, zwei Offiziere aus dem Stab des Makkabäers, rückten aus und töteten die über zehntausend Mann starke Besatzung, die Timotheus in der Festung zurückgelassen hatte. 20 Dann teilte der Makkabäer sein Heer in mehrere Gruppen auf, stellte sie gruppenweise auf und zog in Eilmärschen gegen Timotheus, der über hundertzwanzigtausend Mann an Fußtruppen und zweitausendfünfhundert Reiter verfügte. 21 Als Timotheus vom Anmarsch des Judas erfuhr, schickte er Frauen, Kinder und den übrigen Tross in eine Stadt namens Karnajim voraus. Diesen Ort konnte man kaum belagern, da er wegen zahlreicher Engpässe fast unzugänglich war. 22 Kaum zeigte sich die erste Abteilung des Judas, da gerieten die Feinde in Furcht und Schrecken, denn der, der alles überschaut, ließ eine Erscheinung sichtbar werden. Sie rannten in wilder Flucht davon, jeder in eine andere Richtung. Dabei fügten sie vielfach einander selbst Schaden zu, ja, sie durchbohrten sich gegenseitig mit den Spitzen ihrer Schwerter. 23 Doch Judas setzte ihnen stürmisch nach und stach die Verruchten nieder und tötete an die dreißigtausend Mann. 24 Timotheus selbst fiel den Leuten des Dositheus und des Sosipater in die Hände. Er flehte mit schönen Worten, ihn unbehelligt freizulassen; die Eltern und Brüder sehr vieler Juden seien in der Gewalt seiner Leute und es könne sein, dass man auf sie keine Rücksicht nehme. 25 Mit vielen Worten brachte er sie dazu, seinen Versprechungen, er werde diese Menschen unversehrt zurückgeben, zu glauben. Um die Brüder zu retten, ließen sie ihn laufen. 26 Darauf zog Judas gegen Karnajim und das Heiligtum der Atargatis und erschlug fünfundzwanzigtausend Menschen. 27 Als sie geschlagen und vernichtet waren, rückte Judas vor das stark befestigte Efron, dessen große Einwohnerschaft sich aus vielen Völkern zusammensetzte. Junge und kräftige Männer standen vor den Mauern und wehrten sich tapfer. In der Stadt selbst war eine große Anzahl von Wurfmaschinen mit Geschossen aufgestellt. 28 Da riefen die Juden zum Herrn, der den Ansturm der Feinde mit Macht zermalmt; sie brachten die Stadt in ihre Gewalt und töteten in ihr etwa fünfundzwanzigtausend Menschen. 29 Dann brachen sie auf und zogen in Eilmärschen von dort nach Skythopolis, das sechshundert Stadien von Jerusalem entfernt liegt. 30 Die Juden, die dort wohnten, stellten jedoch den Einwohnern von Skythopolis das Zeugnis aus, sie seien freundlich zu ihnen und hätten ihnen in der bösen Zeit ihr Mitgefühl bewiesen. 31 Da bedankten sie sich und forderten sie auf, auch in Zukunft dem jüdischen Volk wohlgesinnt zu bleiben. Darauf begaben sie sich nach Jerusalem, da das Wochenfest unmittelbar bevorstand.Schlacht bei Marescha, Sündopfer für gefallene Juden, die Götterbilder bei sich trugen
32 Nach dem sogenannten Pfingstfest zogen sie in Eilmärschen gegen Gorgias, den Befehlshaber der Idumäer. (2Mak 10,14) 33 Er rückte mit dreitausend Fußsoldaten und vierhundert Reitern aus. 34 Als sie zum Kampf antraten, fielen einige von den Juden. 35 Dositheus, ein Reiter von den Leuten Bakenors, ein sehr starker Mann, packte Gorgias fest am Mantel und zog mit allen Kräften an ihm. Aber als er den Verfluchten lebendig gefangen nehmen wollte, preschte ein thrakischer Reiter heran und schlug ihm den Arm ab. Gorgias konnte sich nach Marescha flüchten. 36 Die Leute Esris kämpften weiter bis zur Erschöpfung. Da rief Judas zum Herrn, er solle als ihr Bundesgenosse und Bahnbrecher im Kampf erscheinen. 37 In der Sprache seiner Väter erhob er das Kriegsgeschrei und stimmte Preislieder an, drang unversehens auf die Leute des Gorgias ein und fügte ihnen eine Niederlage zu. 38 Daraufhin führte Judas das Heer in die Stadt Adullam. Als der siebte Tag der Woche anbrach, reinigten sie sich nach hergebrachter Weise und begingen dort den Sabbat. 39 Am nächsten Tag kamen die Leute des Judas, um die Leichen der Gefallenen zu überführen - es war inzwischen höchste Zeit geworden - und sie inmitten ihrer Angehörigen in den Familiengräbern zu bestatten. 40 Da entdeckten sie, dass alle Toten unter ihren Kleidern Amulette der Götter von Jamnia trugen, obwohl das den Juden vom Gesetz her verboten ist. Da wurde allen klar, dass die Männer deswegen gefallen waren, (5Mo 7,25) 41 und sie priesen nun alle das Wirken des Herrn, des gerechten Richters, der das Verborgene ans Licht bringt. 42 Anschließend hielten sie einen Bittgottesdienst ab und beteten, dass die begangene Sünde wieder völlig ausgelöscht werde. Der edle Judas aber ermahnte die Leute, sich von Sünden rein zu halten; sie hätten ja mit eigenen Augen gesehen, welche Folgen das Vergehen der Gefallenen gehabt habe. 43 Er veranstaltete eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte etwa zweitausend Silberdrachmen nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe. Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung. 44 Denn hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten. 45 Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit entschlafen. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden.[1]2.Makkabäer 12
Neues Leben. Die Bibel
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 12
Neue evangelistische Übersetzung
von Karl-Heinz VanheidenDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.