von Deutsche Bibelgesellschaft1An demselben Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer.2Und es versammelte sich eine große Menge bei ihm, sodass er in ein Boot stieg und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer.
Vom Sämann
3Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach: Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. (Mk 4,2; Lk 8,4)4Und indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen’s auf.5Anderes fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte.6Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.7Anderes fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen empor und erstickten’s.8Anderes fiel auf das gute Land und brachte Frucht, etliches hundertfach, etliches sechzigfach, etliches dreißigfach.9Wer Ohren hat, der höre! (Mt 11,15)
Vom Sinn der Gleichnisse
10Und die Jünger traten hinzu und sprachen zu ihm: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? (Mk 4,10; Lk 8,9)11Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist’s gegeben, zu wissen die Geheimnisse des Himmelreichs, diesen aber ist’s nicht gegeben. (1Kor 2,10)12Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat. (Spr 9,9; Mt 25,28; Mk 4,25)13Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht. (5Mo 29,3; Joh 16,25)14Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt: »Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet nicht erkennen. (Joh 12,40; Apg 28,26)15Denn das Herz dieses Volkes ist verfettet, und mit ihren Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie geschlossen, auf dass sie nicht mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, dass ich sie heile[1].« (Joh 9,39)16Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören. (Lk 10,23)17Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht, und haben’s nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben’s nicht gehört. (1Petr 1,10)
Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann
18So hört nun ihr dies Gleichnis von dem Sämann: (Mk 4,13; Lk 8,11)19Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Böse und reißt hinweg, was in sein Herz gesät ist; das ist der, der an den Weg gesät ist.20Der aber auf felsigen Boden gesät ist, das ist, der das Wort hört und es alsbald aufnimmt mit Freuden;21aber er hat keine Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so kommt er alsbald zu Fall.22Der aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, und die Sorge der Welt und der trügerische Reichtum ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht. (Mt 6,19; Mt 19,16; 1Tim 6,9)23Der aber auf das gute Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach.
Vom Unkraut unter dem Weizen
24Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.25Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.26Als nun die Halme wuchsen und Frucht brachten, da fand sich auch das Unkraut.27Da traten die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?28Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du also, dass wir hingehen und es ausjäten?29Er sprach: Nein, auf dass ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet.30Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt in meine Scheune. (Mt 3,12; Mt 15,13; Offb 14,15)
Von Senfkorn und Sauerteig
31Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; (Mk 4,30; Lk 13,18)32das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen. (Hes 17,23; Dan 4,8; Dan 4,17)33Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war. (1Mo 18,6; 1Kor 5,6; Gal 5,9)
Vom Sinn der Gleichnisse
34Das alles redete Jesus in Gleichnissen zu dem Volk, und ohne Gleichnisse redete er nichts zu ihnen, (Mk 4,33)35auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: »Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen, was verborgen war vom Anfang der Welt an.«
Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut
36Da ließ Jesus das Volk gehen und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.37Er antwortete und sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist’s, der den guten Samen sät.38Der Acker ist die Welt. Der gute Same, das sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen. (Joh 8,44; 1Kor 3,9)39Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.40Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird’s auch am Ende der Welt gehen. (Mt 3,10; Mt 7,19; Joh 15,6)41Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die, die da Unrecht tun,42und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappern. (Mt 8,12; Offb 20,15)43Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre! (Dan 12,3; Mt 11,15)
Vom Schatz im Acker und der kostbaren Perle
44Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker. (Mt 19,29; Lk 14,33; Phil 3,7)45Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte,46und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
Vom Fischnetz
47Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und Fische aller Art fing. (Mt 4,19)48Als es voll war, zogen sie es heraus an das Ufer, setzten sich und lasen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten warfen sie weg.49So wird es auch am Ende der Welt gehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden (Mt 25,32)50und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappern.51Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja.52Da sprach er: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.
Die Verwerfung Jesu in Nazareth
53Und es begab sich, als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er davon (Mk 6,1; Lk 4,16)54und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Synagoge, sodass sie sich entsetzten und sprachen: Woher hat dieser solche Weisheit und solche Machttaten? (Joh 7,15)55Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria? Und seine Brüder Jakobus und Josef und Simon und Judas? (Joh 6,42)56Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher hat er denn dies alles?57Und sie ärgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland[2] und in seinem Hause. (Joh 4,44)58Und er tat dort nicht viele Machttaten um ihres Unglaubens willen.
Matthäus 13
Библия, синодално издание
von Bulgarian Bible Society1А като излезе оня ден от къщата, Иисус седна край морето.2И събра се около Него много народ, тъй че Той влезе в кораба и седна; а целият народ стоеше на брега.3И говори им много с притчи, като казваше: ето, излезе сеяч да сее; (Mk 4,2; Lk 8,4)4и когато сееше, едни зърна паднаха край пътя; и долетяха птици и ги изкълваха.5Други паднаха на каменисто място, дето нямаше много пръст; и скоро поникнаха, понеже пръстта не беше дълбока.6А когато изгря слънце, бидоха попарени и, понеже нямаха корен, изсъхнаха.7Други паднаха в тръни, и израснаха тръните и ги заглушиха.8Други паднаха на добра земя и почнаха да дават плод: едно сто, друго шейсет, а друго трийсет.9Който има уши да слуша, нека слуша!10И като се приближиха до Него учениците, рекоха Му: защо с притчи им говориш?11А Той им отговори и рече: защото вам е дадено да узнаете тайните на царството небесно, а тям не е дадено;12защото, който има, нему ще се даде и ще му се преумножи; а който няма, и това, що има, ще му се отнеме; (Mt 25,29; Mk 4,25; Lk 8,18; Lk 19,26)13затова им говоря с притчи, понеже те гледат, а не виждат, и слушат, а не чуват, нито разбират;14и над тях се сбъдва пророчеството на Исаия, което казва: „с уши ще чуете, и няма да разберете; с очи ще гледате, и няма да видите; (Jes 6,9; Mk 4,12; Lk 8,10; Joh 12,40; Apg 28,26; Röm 11,8)15защото сърцето на тия човеци е закоравяло, и с уши тежко слушат, и затворили са очите си, за да не би някога с очи да видят и с уши да чуят, и със сърце да разберат, та да се обърнат, и ги изцеря“.16Вашите пък очи са блажени, задето виждат, и ушите ви – задето чуват; (Lk 10,23)17защото, истина ви казвам, мнозина пророци и праведници са много желали да видят, каквото вие виждате, и не видяха, и да чуят, каквото вие чувате, и не чуха. (1Petr 1,10)18Вие, прочее, чуйте, какво значи притчата за сеяча: (Mk 4,15; Lk 8,11)19при всекиго, който слуша словото на царството и не разбира, дохожда лукавият и грабва посеяното в сърцето му: ето кого означава посеяното край пътя.20А посеяното на камъни е онзи, който слуша словото и веднага с радост го приема,21ала няма в себе си корен и е непостоянен: кога настане скръб или гонение заради словото, тоз час се съблазнява.22А посеяното в тръни е онзи, който слуша словото, но грижите на тоя век и примамливото богатство заглушават словото, и то бива безплодно.23Посеяното пък на добра земя е онзи, който слуша словото и го разбира и който принася плод: един дава плод сто, друг шейсет, а друг трийсет.24Друга притча им предложи Той, като каза: царството небесно прилича на човек, посеял добро семе на нивата си;25и когато човеците спяха, дойде врагът му и посея между житото плевели, па си отиде;26а когато израсте злакът и даде плод, тогава се появиха и плевелите.27И като дойдоха слугите на стопанина, рекоха му: господарю, нали добро семе посея на нивата си? Откъде са, прочее, в нея тия плевели?28А той им рече: враг човек е сторил това. Слугите пък му рекоха: искаш ли да идем и да ги оплевим?29Но той рече: не, за да не би, като скубите плевелите, да изскубите заедно с тях и житото;30оставете да расте и едното и другото заедно до жетва; а по жетва ще река на жетварите: съберете първом плевелите и ги свържете на снопове, за да се изгорят; а житото приберете в житницата ми.31Друга притча им предложи, като каза: царството небесно прилича на синапово зърно, което човек взе, та посея на нивата си, (Mk 4,30; Lk 13,18)32което е най-малко от всички семена, но, кога израсте, бива по-голямо от всички злакове и става дърво, тъй че птиците небесни прилитат и се подсланят под клоните му.33Друга притча им каза: царството небесно прилича на квас, що го взе жена и тури в три мери брашно, докле възкисна всичкото. (Lk 13,20)34Всичко това Иисус говори народу с притчи, и без притчи не им говореше, (Mk 4,33)35за да се сбъдне реченото чрез пророка, който казва: „ще отворя с притчи устата Си; ще изкажа тайните от създание мира“. (Ps 48,4; Ps 77,2)36Тогава Иисус остави народа и влезе вкъщи. А учениците Му се приближиха до Него и казаха: разтълкувай ни притчата за плевелите на нивата.37А Той им отговори и рече: сеячът на доброто семе е Син Човеческий;38нивата е тоя свят; доброто семе, това са синовете на царството, а плевелите синовете на лукавия;39врагът пък, който ги пося, е дяволът; жетвата е свършекът на века, а жетварите са Ангелите. (Joe 3,13; Offb 14,15)40И тъй, както събират плевелите и ги изгарят в огън, тъй ще бъде и при свършека на тоя век:41ще изпрати Син Човеческий Ангелите Си, и ще съберат от царството Му всички съблазни и ония, които вършат беззаконие,42и ще ги хвърлят в огнената пещ; там ще бъде плач и скърцане със зъби;43тогава праведните ще блеснат като слънце в царството на Отца си. Който има уши да слуша, нека слуша! (Weis 10,7)44Царството небесно прилича още на имане, скрито в нива, което човек намери и укри, и от радост за него отива, та продава всичко, що има, и купува тая нива.45Царството небесно прилича още на търговец, който търси хубави бисери,46и като намери един скъпоценен бисер, отиде та продаде всичко, що имаше, и го купи.47Царството небесно прилича още на мрежа, хвърлена в морето и хванала всякакви риби,48която, като се напълни, изтеглиха на брега и седнаха, та събраха добрите в съдове, а лошите изхвърлиха вън.49Тъй ще бъде при свършека на века: ще излязат Ангелите и ще отлъчат злите измежду праведните,50и ще ги хвърлят в огнената пещ: там ще бъде плач и скърцане със зъби.51И попита ги Иисус: разбрахте ли всичко това? Те Му казват: да, Господи!52А Той им рече: затова всеки книжник, който се е учил за царството небесно, прилича на стопанин, който изнася из своята съкровищница ново и старо.53И когато свърши Иисус тия притчи, замина си оттам.54А като дойде в отечеството Си, поучаваше народа в синагогата, тъй че всички се чудеха и думаха: откъде у Него тая премъдрост и тия сили? (Mk 6,1; Lk 4,16)55Не е ли Той на дърводелеца син? Майка Му не се ли казва Мария, и братята Му – Иаков и Иосия, Симон и Иуда? (Joh 6,42)56И сестрите Му не са ли всички между нас? Откъде, прочее, у Него всичко това?57И падаха в съблазън поради Него. А Иисус им рече: пророк не бива без почит, освен в отечеството си и у дома си. (Mk 6,4; Lk 4,24; Joh 4,44)58И не извърши там много чудеса поради неверието им.