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Sirach 24

Einheitsübersetzung 2016

1 Der Weisheit Lobpreis Die Weisheit lobt sich selbst und inmitten ihres Volkes rühmt sie sich. 2 In der Versammlung des Höchsten öffnet sie ihren Mund und in Gegenwart seiner Macht rühmt sie sich: 3 Ich ging aus dem Mund des Höchsten hervor und wie Nebel umhüllte ich die Erde. [1] 4 Ich schlug in den Höhen mein Zelt auf und mein Thron stand auf einer Wolkensäule. 5 Den Kreis des Himmels umschritt ich allein und in der Tiefe der Abgründe ging ich umher. 6 Auf den Wogen des Meeres und auf der ganzen Erde, in jedem Volk und in jeder Nation hatte ich Besitz. [2] 7 Bei all diesen suchte ich Ruhe und in wessen Erbteil ich verweilen kann. 8 Da gebot mir der Schöpfer des Alls, der mich schuf, ließ mein Zelt einen Ruheplatz finden. Er sagte: In Jakob schlag dein Zelt auf und in Israel sei dein Erbteil! 9 Vor der Ewigkeit, von Anfang an, hat er mich erschaffen und bis in Ewigkeit vergehe ich nicht. 10 Im heiligen Zelt diente ich vor ihm, so wurde ich auf dem Zion fest eingesetzt. 11 In der Stadt, die er ebenso geliebt hat, ließ er mich Ruhe finden, in Jerusalem ist mein Machtbereich, 12 ich schlug Wurzeln in einem ruhmreichen Volk, im Anteil des Herrn, seines Erbteils. 13 Wie eine Zeder auf dem Libanon wuchs ich empor und wie eine Zypresse auf dem Hermongebirge, 14 wie eine Palme in En-Gedi wuchs ich empor und wie Rosensträucher in Jericho, wie ein stattlicher Olivenbaum in einer Ebene, ich wuchs empor wie eine Platane. 15 Wie Zimtstrauch und duftender Stechdorn, wie erlesene Myrrhe verströmte ich Wohlgeruch; wie Galbanum, Onyx und Stakte und wie Weihrauchduft im Zelt. [3] 16 Ich breitete wie eine Terebinthe meine Zweige aus und meine Zweige sind Zweige von Herrlichkeit und Anmut. 17 Wie ein Weinstock ließ ich Anmut sprießen, meine Blüten sind Frucht von Herrlichkeit und Reichtum. 18 Ich bin die Mutter der schönen Liebe und der Furcht, der Erkenntnis und der heiligen Hoffnung; doch ich werde mit allen meinen Kindern für immer gegeben nach seinem Wort. [4] 19 Kommt zu mir, die ihr mich begehrt, und ihr sättigt euch an meinen Früchten! 20 Denn die Erinnerung an mich ist süßer als Honig und mein Erbteil besser als eine Honigwabe. [5] 21 Die mich essen, werden noch hungern, die mich trinken, werden noch durstig sein. 22 Wer mir gehorcht, wird nicht beschämt, und die sich um mich mühen, werden nicht sündigen. [6] 23 Dies alles ist das Buch des Bundes des höchsten Gottes, das Gesetz, das uns Mose aufgetragen hat, Erbteil für die Gemeinden Jakobs. [7] 24 Werdet nicht müde, stark zu sein im Herrn Schließt euch ihm an, damit er euch stark macht! Der Herr der Allherrscher, allein ist Gott und es gibt außer ihm keinen Retter. 25 Das Gesetz ist voll von Weisheit wie der Pischon und wie der Tigris in den Tagen der ersten Ähren. 26 Es füllt sich wie der Eufrat mit Ein sicht/ und wie der Jordan in den Tagen der Ernte. 27 Es strahlt Bildung aus wie Licht, wie der Gihon in den Tagen der Weinlese. 28 Der Erste kam nicht ans Ende, sie zu erkennen, ebenso wenig hat der Letzte sie ergründet. 29 Wie das Meer ist ihre Gedankenfülle und ihr Rat ist abgrundtief. 30 Ich selbst war wie ein Graben von einem Fluss und wie ein Wassergraben floss ich in einen Paradiesgarten. 31 Ich habe gesagt: Ich werde meinen Garten bewässern, ich werde reichlich tränken mein Beet. Aber siehe! Der Graben wurde mir zum Fluss und mein Fluss wurde zum Meer. 32 So werde ich weiter Bildung leuchten lassen wie die Morgenröte und ich werde dies ausstrahlen bis in die Ferne. [8] 33 Lehre werde ich ausgießen wie Prophetenworte und ich werde sie den fernsten Generationen hinterlassen. 34 Seht! Nicht allein für mich habe ich mich abgemüht, sondern für alle, die sie suchen.