Jesus Sirach 7

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Tu nichts Böses, so wird auch dich nichts Böses treffen! /2 Bleib dem Unrecht fern, so wird es auch dich meiden!3 Sohn, säe nicht in Furchen des Unrechts / und du wirst es nicht siebenfach ernten! (Hi 4,8; Spr 22,8)4 Begehre nicht vom Herrn eine hohe Stellung / und auch nicht vom König einen Ehrensitz!5 Halte dich nicht für gerecht vor dem Herrn / und vor einem König stelle deine Weisheit nicht zur Schau! (Hi 9,2; Ps 143,2; Spr 25,6; 1Kor 4,4)6 Begehr nicht, Richter zu werden, / du wirst nicht stark genug sein, Ungerechtigkeiten zu beseitigen! Dann brauchst du nicht Scheu zu haben vor dem Angesicht eines Mächtigen / und wirst mit deiner Rechtschaffenheit keinen Anstoß geben.7 Verfehle dich nicht gegen die Volksmenge einer Stadt, / unterwirf dich nicht der Masse!8 Verstrick dich nicht zweimal in eine Sünde, / denn schon beim ersten Mal wirst du nicht ungestraft bleiben! (Sir 5,5)9 Sag nicht: Auf die Menge meiner Gaben wird er sehen, / und wenn ich dem höchsten Gott opfere, wird er es gnädig annehmen!10 Sei nicht kleinmütig bei deinem Gebet / und unterlasse es nicht, Liebestaten zu erweisen!11 Verlache nicht einen Menschen, dessen Seele verbittert ist, / denn es gibt einen, der erniedrigt und der erhöht! (1Sam 2,7; Ps 75,8; Lk 1,52)12 Ziehe nicht eine Furche der Lüge über deinen Bruder, / auch einem Freund tu Ähnliches nicht an!13 Jede Lüge missfalle dir, / denn das Verharren in ihr führt nicht zum Guten![1]14 Schwatze nicht in der Menge der Ältesten / und wiederhole nicht Worte bei deinem Gebet! (Pred 5,1; Mt 6,7; Sir 11,8; Sir 32,7)15 Hasse nicht anstrengende Arbeit, / auch nicht den Ackerbau, der vom Höchsten begründet worden ist!16 Rechne dich selbst nicht zur Menge der Sünder! / Bedenke, dass der Zorn nicht säumen wird!17 Demütige dich zutiefst, / denn die Vergeltung für einen Gottlosen ist Feuer und Wurm! (Jes 66,24; Mk 9,48; Jdt 16,17)18 Tausche keinen Freund für Geld, / schon gar nicht einen leiblichen Bruder für Gold aus Ofir! (1Mo 37,26; 1Kön 10,11; 1Chr 29,4; 2Chr 9,10; Tob 13,17)19 Verachte nicht eine weise und gute Frau, / denn ihre Liebenswürdigkeit ist mehr wert als Gold!20 Behandle einen Sklaven nicht schlecht, der wirklich arbeitet, / auch nicht einen Lohnarbeiter, der sich ganz einsetzt! (3Mo 19,13; 5Mo 24,14; Jak 5,4)21 Einen verständigen Sklaven sollst du lieben. / Verweigere ihm die Freilassung nicht! (2Mo 21,2; 5Mo 15,12)22 Hast du Viehbestand? Achte auf ihn, / und wenn er dir nützlich ist, soll er bei dir verbleiben!23 Hast du Kinder? Erziehe sie! / Beuge ihren Nacken von Jugend an! (Spr 13,24; Sir 30,8)24 Hast du Töchter? Gib Acht auf ihren Leib! / Zeig ihnen kein zu freundliches Gesicht! (Sir 42,9)25 Gib eine Tochter aus dem Haus und du hast ein großes Werk vollbracht / und gib sie einem verständigen Mann! (1Kor 7,36)26 Hast du eine Frau, die dir entspricht? Verstoße sie nicht! / Einer Verhassten vertraue nicht![2]27 Mit ganzem Herzen ehre deinen Vater / und vergiss nicht der Mutter Wehen! (2Mo 20,12; Tob 4,3; Sir 3,1)28 Erinnere dich, dass du durch sie geworden bist! / Wie wirst du ihnen zurückgeben, was sie dir gegeben haben?29 Mit deiner ganzen Seele achte den Herrn! / Bewundere seine Priester! (5Mo 6,4)30 Mit ganzer Kraft liebe den, der dich geschaffen hat! / Und seine Diener lass nicht im Stich!31 Fürchte den Herrn und ehre den Priester! / Gib ihm den Anteil, wie es dir geboten ist: ein Erstlingsopfer, ein Schuldopfer und eine Gabe von Schulterstücken, / ein Opfer der Heiligung und ein Erstlingsopfer von Heiligem. (2Mo 29,27; 3Mo 7,31; 4Mo 18,8; 5Mo 18,1)32 Auch dem Armen streck deine Hand entgegen, / damit dein Segen vollkommen werde!33 Die Gunst einer Gabe werde jedem Lebenden zuteil, / auch einem Toten verweigere nicht eine Gunst! (2Sam 21,12; Tob 1,18; Tob 12,12; 2Mak 12,43)34 Entzieh dich nicht den Weinenden, / mit den Trauernden trauere! (Röm 12,15)35 Zögere nicht, einen Kranken zu besuchen, / denn dafür wirst du geliebt! (Mt 25,36)36 Bei all deinen Worten bedenke dein Ende / und du wirst in Ewigkeit nicht sündigen!

Jesus Sirach 7

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Tu nichts Schlechtes, und dich wird nichts Schlechtes treffen.2 Halte dich fern vom Unrecht, und es wird sich von dir abkehren.3 Säe nicht in die Furchen des Unrechts, dann wirst du es nicht siebenfach ernten.4 Erstrebe vom Herrn nicht Vorherrschaft und von einem König nicht einen Ehrenplatz.5 Rechte nicht vor dem Herrn, und bei einem König stelle deine Weisheit nicht dar.6 Strebe nicht danach, Richter zu werden - du könntest nicht stark genug sein, Unrechtes auszureissen -, damit du dich nicht ängstigen musst vor dem Angesicht des Machthabers und keinen Anstoss erregst in deiner Rechtschaffenheit.7 Vergehe dich nicht gegen die Menge in der Stadt und wirf dich mit der Volksmasse nicht nieder.8 Wiederhole eine Sünde nicht, denn schon bei einer einzigen wirst du nicht ungestraft bleiben.[1]9 Sage nicht: Er wird auf die Vielzahl meiner Gaben schauen, und wenn ich Gott dem Höchsten, opfere, wird er es annehmen.10 Sei nicht kleinmütig bei deinem Gebet, und verliere nicht aus dem Blick, dass du Barmherzigkeit üben sollst.11 Lache nicht über einen Menschen, der verbittert ist, denn es gibt einen, der erniedrigt und erhöht.12 Verbreite keine Lüge über deinen Bruder, und tu dies auch keinem Freund an.13 Du sollst in keiner Weise lügen! Denn beständiges Lügen führt nicht zum Guten.14 Mach kein Geschwätz im Kreis der Ältesten und wiederhole kein Wort in deinem Gebet.15 Verabscheue die mühevolle Arbeit nicht und nicht den Ackerbau, der vom Höchsten geschaffen ist.16 Reihe dich nicht in die Schar der Sünder ein, denke daran: Der Zorn wird nicht auf sich warten lassen.17 Mach dich tief demütig in deiner Seele, denn die Strafe des Gottlosen ist Feuer und Gewürm.18 Tausche einen Freund nicht um eines Vorteils willen und den wirklichen Bruder nicht für Gold aus Ofir.19 Geh nicht vorüber an einer weisen und guten Frau, denn ihre Gunst ist mehr wert als Gold.20 Misshandle keinen Haussklaven, der hart arbeitet, und keinen Lohnarbeiter, der sich mit ganzer Seele einsetzt.21 Deine Seele liebe einen verständigen Haussklaven, und Freiheit sollst du ihm nicht verweigern.22 Hast du Vieh? Behalte es im Blick, und wenn es dir nützlich ist, soll es bei dir bleiben.23 Hast du Kinder? Erziehe sie und beuge von Jugend an ihren Nacken.24 Hast du Töchter? Was ihren Körper angeht, sei achtsam, und lass dein Gesicht nicht heiter werden.25 Verheirate eine Tochter, und du hast ein grosses Werk vollbracht. Und gib sie einem verständigen Mann.26 Hast du eine Frau, die dir entspricht? Schick sie nicht fort. Und einer, die verabscheut wird, vertrau dich nicht an.27 Mit ganzem Herzen preise deinen Vater, und vergiss nicht die Wehen deiner Mutter.28 Denke daran, dass du durch sie geworden bist; und was willst du ihnen zurückgeben für das, was sie dir gegeben haben?29 Mit deiner ganzen Seele scheue dich vor dem Herrn, und bewundere seine Priester.30 Liebe den, der dich gemacht hat, mit deiner ganzen Kraft, und lass nicht die im Stich, die ihm dienen.31 Fürchte den Herrn und preise den Priester und gib ihm seinen Teil, wie es dir geboten ist: die Erstlingsgabe, die Gabe für Vergehen, die Gabe aus dem Schulterteil, das Opfer für die Heiligung und die Erstlingsgabe von dem, was heilig ist.[2]32 Und dem Armen strecke deine Hand entgegen, damit der Segen, der auf dich kommt, vollkommen werde.[3]33 Gewähre jedem Lebenden die Gunst einer Gabe, und verweigere einem Toten nicht den Dank.34 Meide nicht die Weinenden, und mit Klagenden klage.35 Säume nicht, einen Kranken zu besuchen, denn solcher Taten wegen wirst du geliebt werden.36 Bei all deinen Worten denke an das Ende, und für alle Zeit wirst du nicht sündigen.