1Stark im Krieg ist Josua, der Sohn Nuns / und Nachfolger des Mose in Prophezeiungen.
Er wurde seinem Namen entsprechend / groß aufgrund der Rettung seiner Erwählten,
um Vergeltung zu üben an den aufständischen Feinden, / auf dass er Israel zum Erben mache. (2Mo 17,9; 4Mo 27,18; 5Mo 34,9; Jos 1,1; Jos 8,18)2Wie wurde er gerühmt für das Erheben seiner Hände / und für das Ausstrecken des Schwertes gegen Städte.3Wer vor ihm trat so auf? / Denn er selbst hat die Kriege des Herrn geführt.4Wurde nicht von seiner Hand die Sonne angehalten / und wurde nicht ein Tag zu zweien? (Jos 10,12)5Er rief den Höchsten, den Mächtigen an, / als ihn die Feinde ringsum bedrängten;
und der große Herr erhörte ihn / mit Hagelkörnern von gewaltiger Kraft. (Jos 10,11; Sir 46,16)6Er schleuderte Krieg auf das fremde Volk, / im Hinabsteigen vernichtete er die Gegner,
damit die Fremdvölker seine volle Rüstung erkennen, / dass er seinen Krieg vor dem Herrn führt; / denn er ist dem Mächtigen gefolgt.[1]7In den Tagen des Mose übte er Barmherzigkeit, / er selbst und Kaleb, der Sohn Jefunnes,
um sich der Versammlung entgegenzustellen, / um das Volk von der Sünde abzuhalten / und um das Murren der Bosheit zum Schweigen zu bringen. (4Mo 13,30; 4Mo 14,6)8Und dies sind die beiden, die gerettet wurden, / von sechshunderttausend des Fußvolkes,
um sie in das Erbe zu führen, / in das Land, in dem Milch und Honig fließen. (4Mo 14,22; Sir 16,10)9Der Herr gab Kaleb Kraft. / Bis ins Alter blieb sie ihm erhalten,
damit er auf die Höhe des Landes gelangte, / und seine Nachkommenschaft behielt das Erbe. (Jos 14,6; Jos 15,13)10Dadurch sollen alle Söhne Israels sehen, / dass es gut ist, dem Herrn zu folgen.[2]11Auch die Richter, jeder mit seinem Namen: / Soweit ihr Herz nicht Unzucht trieb
und soweit sie sich nicht abwandten vom Herrn, / soll ihr Andenken zum Segen sein. (Ri 1,1)12Ihre Knochen sollen von ihrer Stätte emporsprossen / und ihr Name werde übertragen / auf ihre gerühmten Söhne. (Sir 49,10)
Samuel
13Geliebt von seinem Herrn ist Samuel; / als Prophet des Herrn setzte er das Königtum ein / und salbte Herrscher für sein Volk. (1Sam 1,10; 1Sam 8,4; 1Sam 10,1; 1Sam 16,13)14Im Gesetz des Herrn richtete er die Versammlung / und der Herr schaute herab auf Jakob. (1Sam 7,5)15In seinem Glauben erwies er sich als verlässlicher Prophet / und in seinen Worten wurde er als glaubwürdiger Seher erkannt. (1Sam 3,19)16Er rief den Herrn, den Mächtigen, an, / als seine Feinde ihn ringsum bedrängten / bei der Darbringung eines Milchlammes. (1Sam 7,9; Sir 46,5; Sir 47,5)17Da donnerte der Herr vom Himmel her / und mit großem Widerhall ließ er seine Stimme hören.18Er vernichtete die Anführer der Tyrer / und alle Herrscher der Philister. (1Sam 7,13)19Vor der Zeit seines Entschlafens für die Ewigkeit bezeugte er / in Gegenwart des Herrn und seines Gesalbten:
Von Reichtümern bis Sandalen, / von keinem Lebenden habe ich etwas angenommen. / Und kein Mensch hat ihm etwas vorgeworfen. (1Sam 12,3)20Nachdem er entschlafen war, prophezeite er noch / und zeigte dem König dessen Ende an.
Aus der Erde erhob er seine Stimme zur Prophezeiung, / um die Gesetzlosigkeit des Volkes zu tilgen. (1Sam 28,6)
Jesus Sirach 46
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag Zürich1Stark im Kampf war Josua, der Sohn des Nun, der Nachfolger des Mose in Prophezeiungen. Er war, wie es seinem Namen entspricht, ein Grosser bei der Rettung seiner Auserwählten, um die Feinde zu strafen, die sich gegen sie erhoben, damit er Israel zum Erben machen konnte.[1]2Wie wurde er gepriesen, wenn er seine Hände erhob und wenn er das Schwert ausstreckte gegen die Städte!3Wer vor ihm wäre so aufgetreten? Denn er war es, der die Kriege des Herrn führte.4Wurde nicht durch seine Hand die Sonne angehalten, und wurden nicht zwei Tage aus einem?5Er rief den Höchsten an, den Machthaber, als ihn die Feinde ringsum bedrängten, und der grosse Herr erhörte ihn mit einem Hagelschlag von gewaltiger Stärke.6Er schmetterte Krieg herab gegen die Nation, und im Herabsteigen vernichtete er, die sich ihm entgegenstellten, damit die Nationen seine volle Rüstung erkannten, denn ihr Krieg richtete sich gegen den Herrn. Fürwahr, er folgte dem Machthaber nach!7Und er übte Erbarmen in den Tagen des Mose, er selbst und Kaleb, der Sohn des Jefunne, indem sie sich der Versammlung entgegenstellten, um das Volk von der Sünde abzuhalten und das böse Murren zum Schweigen zu bringen.8Und sie - sie waren nur zwei - wurden gerettet aus den Sechshunderttausend zu Fuss, so dass sie einzogen in das Erbteil, in ein Land, in dem Milch und Honig fliessen.9Und der Herr gab Kaleb Kraft und blieb bei ihm bis ins hohe Alter, so dass er auf die Höhe des Landes hinaufsteigen konnte, und seine Nachkommen erhielten ein Erbteil,10damit alle Israeliten wissen, dass es gut ist, dem Herrn zu folgen.11Auch die Richter, ein jeder mit seinem Namen, alle, deren Herz nicht unzüchtig war und die sich nicht abwandten vom Herrn - die Erinnerung an sie sei verbunden mit reichem Segen.12Er möge ihre Gebeine aufspriessen lassen an ihrem Ort, und ihr Name werde weitergetragen. Gepriesen sei er bei den Menschenkindern.13Geliebt von seinem Herrn war Samuel: Als Prophet des Herrn setzte er die Königsherrschaft ein und salbte die Anführer seines Volks.14Er richtete die Gemeinde nach der Weisung des Herrn, und der Herr schaute auf Jakob.15Der Prophet wurde in seiner Treue genau geprüft, und an seinen Worten als treu in der Schau erkannt.[2]16Und er rief den Herrn an, den Machthaber, als die Feinde ihn ringsum bedrängten, mit der Opfergabe eines Lamms, das noch gesäugt wurde.17Und der Herr donnerte vom Himmel, und er liess seine Stimme hören in grossem Getöse.18Und er vernichtete die Herrschenden der Tyrer und alle Anführer der Philister.19Und vor dem Zeitpunkt des ewigen Schlafs bezeugte er vor dem Herrn und seinem Gesalbten: Weder Vermögen noch etwas wie Sandalen - von keinem Fleisch habe ich je etwas angenommen. Und kein Mensch hat ihn verklagt.20Und als er schon entschlafen war, trat er noch als Prophet auf und zeigte dem König dessen Ende. Und aus der Erde erhob er seine Stimme in einer Prophezeiung, um der Missachtung der Weisung unter dem Volk ein Ende zu setzen.