Jesus Sirach 42

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Schäme dich, ein Wort, das du gehört hast, weiterzugeben / und geheime Worte zu enthüllen! Dann wirst du wahre Scham zeigen / und Gefallen bei allen Menschen finden. Schäme dich nicht folgender Dinge / und nimm nicht falsche Rücksicht, um zu sündigen:2 des Gesetzes des Höchsten und des Bundes / und des gerechten Urteils über einen Gottlosen,3 der Abrechnung mit einem Partner und mit Weggefährten, / der Gabe eines Erbes von Freunden,4 der Genauigkeit einer Waage und der Gewichte, / des Erwerbs von viel oder wenig, (Spr 11,1)5 des Gewinns beim Geschäft mit Händlern / und der vielen Mühe der Erziehung der Kinder / und der blutigen Striemen für einen bösen Sklaven! (Sir 30,1; Sir 33,25)6 Für eine böse Frau ist eine Versiegelung nützlich, / und wo viele Hände sind, schließ ab! (Sir 26,10)7 Was immer du übergibst an Zahl und Gewicht, / Geben und Empfangen - schreib alles auf!8 Schäme dich nicht der Zurechtweisung eines Unverständigen und Toren / und eines Greises, der sich mit jungen Menschen abgibt! Dann wirst du jemand sein, der wahrhaftig gebildet ist / und der sich bewährt hat vor allen Lebenden. (Sir 25,2)9 Eine Tochter bedeutet für den Vater insgeheim Schlaflosigkeit, / die Sorge um sie raubt den Schlaf: in ihrer Jugend, dass sie nicht verblüht, / und im Zusammenleben, dass sie nicht gehasst wird; (5Mo 24,1; Sir 7,24)10 in ihrer Jungfräulichkeit, dass sie nicht entehrt wird / und unter der Obhut ihres Vaters nicht schwanger wird, bei ihrem Zusammensein mit einem Mann, dass sie nicht untreu wird, / und im Zusammenleben, dass sie nicht unfruchtbar ist.11 Wache streng über eine starrköpfige Tochter, / damit sie dich nicht zum Gespött der Feinde macht, zum Stadtgespräch und zum Getadelten des Volkes / und sie dich nicht beschämt in einer großen Menge! (Sir 26,10)12 Achte bei keinem Menschen auf Schönheit / und sitz nicht in der Gesellschaft von Frauen! (Sir 9,1)13 Denn aus Kleidern kommt eine Motte heraus / und aus einer Frau die Bosheit der Frau.14 Besser die Bosheit eines Mannes als eine wohltätige Frau / und eine Frau, die mit Beschimpfung andere beschämt.15 Nun will ich der Werke des Herrn gedenken, / und was ich gesehen habe, werde ich erzählen: Durch die Worte des Herrn sind seine Werke / und durch seinen Segen gab er ihnen ihre Bestimmung. (1Mo 1,1; Ps 33,6; Ps 77,12; Joh 1,1; Weis 9,1)16 Die leuchtende Sonne blickt auf alles hernieder / und von der Herrlichkeit des Herrn ist sein Werk erfüllt.17 Der Herr gab es selbst den Heiligen nicht, / all seine Wunder zu erzählen, der Herr der Herrscher über das All, hat sie gegründet, / sodass das All in seiner Herrlichkeit Bestand hat.18 Abgrund und Herz hat er durchforscht / und ihre Absichten hat er durchschaut; denn der Höchste kennt alles Wissen / und er blickt auf die Zeichen der Zeiten. (Spr 15,11)19 Er tut das Vergangene und das Kommende kund / und enthüllt die Spuren des Verborgenen.20 Kein Gedanke entgeht ihm / und kein einziges Wort bleibt ihm verborgen. (Ps 139,1; Weis 1,6; Sir 39,19)21 Die Großtaten seiner Weisheit hat er geordnet; / wie er ist von Ewigkeit und in Ewigkeit. Ihm ist weder etwas hinzugefügt noch weggenommen worden / und er hat keines Ratgebers bedurft.[1] (Pred 3,14; Jes 40,13; Röm 11,34; Sir 18,6)22 Wie begehrenswert sind alle seine Werke, / wie ein Funke sind sie anzusehen.23 Dies alles lebt und bleibt für die Ewigkeit, / für jeden Bedarf und alles gehorcht.24 Alles gibt es paarweise, eines gegenüber dem anderen, / er hat nichts gemacht, dem etwas mangelt. (Pred 3,1; Sir 33,14)25 Eines bestärkt die Vorzüge des anderen. / Wer wird sich sattsehen an seiner Herrlichkeit?

Jesus Sirach 42

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 für das Weitererzählen eines gehörten Wortes und für das Aufdecken geheimer Worte. So wirst du wahrhaft schamhaft sein und bei jedem Menschen Gunst finden. Für die folgenden Dinge schäme dich nicht, und sieh nicht die Person an, damit du nicht sündigst:2 für die Weisung des Höchsten und den Bund und für die Rechtssetzung, die den Gottlosen zur Rechenschaft zieht,3 für die Abrechnung mit einem Teilhaber und mit Reisegefährten und für die Verteilung des Erbes an andere,4 für die Genauigkeit von Waage und Gewichten und für den Erwerb von vielem und wenigem,5 für das gewinnbringende Verkaufen der Händler und für eine umfassende Erziehung der Kinder und dafür, einem bösen Haussklaven die Seite bluten zu lassen -[1]6 bei einer bösen Frau ist ein Siegel gut, und wo viele Hände sind, schliess zu.7 Wenn du etwas weitergibst, dann abgezählt und abgemessen, sowohl Geben als auch Nehmen: Halte alles schriftlich fest -8 für die Erziehung eines Unvernünftigen und Törichten und für die Unzucht eines Greises, der dafür verurteilt wird. Dann wirst du ein wahrhaft Gebildeter sein, einer, der vor allem Lebendigen geprüft worden ist.[2]9 Eine Tochter bereitet einem Vater Schlaflosigkeit im Verborgenen, und die Sorge um sie vertreibt den Schlaf: in ihrer Jugend, dass sie ihre Blütezeit nicht verpasst, und wenn sie zu jemandem gezogen ist, dass sie nicht abgelehnt wird,10 in ihrer Jungfräulichkeit, dass sie diese nicht verliert und, solange sie unter der Obhut des Vaters ist, nicht schwanger wird; lebt sie mit einem Mann, dass sie keinen Fehltritt begeht, und ist sie zu jemandem gezogen, dass sie nicht kinderlos bleibt.11 Gegenüber einer eigensinnigen Tochter verstärke die Aufsicht, damit sie dich nicht zum Gespött der Feinde macht, zum Gerede in der Stadt und zum Geschwätz des Volks, und damit sie dir nicht Schande macht in der Volksmenge.[3]12 Für jeden Menschen gilt: Sieh nicht auf die Schönheit, und inmitten von Frauen lass dich nicht nieder.13 Denn die Motte kommt von Kleidern und die Bosheit der Frau von einer Frau.14 Besser ist die Bosheit eines Mannes als eine wohltätige Frau - eine Frau führt zu Schande und Schmähung!15 Nun will ich mich der Werke des Herrn erinnern und erzählen, was ich gesehen habe. Durch die Worte des Herrn sind seine Werke entstanden, [und die Rechtssetzung ist ergangen, wie es ihm gefiel.]16 Die Licht spendende Sonne hat auf alles gesehen, und von der Herrlichkeit des Herrn ist ihr Werk erfüllt.17 Für die Heiligen des Herrn war es nicht möglich, von all seinen Wundern zu erzählen, die der Herr, der Allherrscher, dauerhaft gemacht hat, so dass alles in seiner Herrlichkeit befestigt wurde.18 Er hat die Urflut und das Herz erkundet, und all ihr Tun hat er ergründet. Denn der Höchste hat alles Wissen erfasst, und er hat auf das Zeichen der Ewigkeit geschaut:19 Er verkündet, was vergangen ist und was sein wird, und offenbart die Spuren zu dem hin, was verborgen ist.20 Ihm ist kein Gedanke entgangen, und nichts konnte sich vor ihm verbergen, auch nicht ein einziges Wort.21 Er hat die Grosstaten seiner Weisheit geordnet, einer ist er, vor aller Ewigkeit und bis in alle Ewigkeit; weder wurde etwas hinzugefügt noch etwas weggelassen, und er bedurfte keines Ratgebers.22 Wie begehrenswert sind alle seine Werke! Wie sprühende Funken sind sie zu sehen.23 All dieses lebt und bleibt für alle Zeit, nutzbringend, wo immer man es braucht, und alles gehorcht.24 Alles ist paarweise, eines gegenüber einem anderen, und er hat nichts Mangelhaftes gemacht.25 Eines hat das Gute des anderen gestärkt, und wer wird sich satt sehen an seiner Herrlichkeit?