von Katholisches Bibelwerk1Der in Ewigkeit lebt, hat alles insgesamt geschaffen. /2Der Herr allein wird sich als gerecht erweisen. / Es gibt keinen anderen außer ihm.3Er lenkt die Welt mit der Spanne seiner Hand / und alles gehorcht seinem Willen,
denn er ist König über alles in seiner Kraft. / Er trennt in allem das Heilige vom Profanen.4Niemandem gestattet er, seine Werke zu verkünden. / Wer wird seine Großtaten ergründen?5Wer wird die Macht seiner Größe ermessen? / Und wer wird noch mehr von seinem Erbarmen erzählen?6Man kann nichts wegnehmen und nichts hinzufügen; / und die Wunder des Herrn sind nicht zu ergründen.7Sobald der Mensch ans Ziel kommt, steht er am Anfang, / und wenn er aufhört, dann weiß er nicht weiter.8Was ist ein Mensch und was ist sein Nutzen? / Was ist gut an ihm und was ist schlecht an ihm?9Die Zahl der Tage eines Menschen beträgt höchstens hundert Jahre, / aber unberechenbar ist für einen jeden der Schlaf.10Wie ein Wassertropfen aus dem Meer und wie ein Sandkorn, / so gleichen wenige Jahre einem Tag der Ewigkeit.11Deswegen war der Herr mit ihnen geduldig / und goss über sie sein Erbarmen aus.12Er sah ihren Untergang und erkannte, dass er schlimm ist, / deswegen vermehrte er seine Bereitschaft zur Versöhnung.13Das Erbarmen eines Menschen gilt seinem Nächsten, / das Erbarmen des Herrn aber gilt allen Lebewesen.
Er weist zurecht, erzieht und lehrt / und führt wie ein Hirt seine Herde zurück. (Joh 10,11)14Er zeigt Erbarmen mit denen, die Erziehung annehmen, / und mit denen, die sich um seine Entscheidungen mühen.
Das gute Wort und Handeln zur rechten Zeit
15Kind, im Guten tadle nicht / und kränke nicht mit Worten bei jeder Gabe! (Sir 41,22)16Wird nicht Tau die Hitze beenden? / So ist ein Wort besser als eine Gabe.17Siehe! Ist ein Wort nicht besser als ein Geschenk? / Beides findet sich bei einem Mann voll Güte. (Sir 20,13)18Ein Tor wird gnadenlos Vorwürfe machen / und eine Gabe des Neiders bringt die Augen zum Weinen.19Vor dem Reden lerne! / Vor einer Krankheit lass dich behandeln!20Vor einer Entscheidung prüfe dich selbst! / Und in der Stunde der Heimsuchung wirst du Versöhnung finden.21Bevor du krank wirst, werde demütig! / Zur Zeit der Sünden zeige Umkehr!22Säume nicht, ein Gelübde rechtzeitig einzulösen! / Und warte nicht bis zum Tod, gerechtfertigt zu werden! (4Mo 30,3; 5Mo 23,22; Ps 50,14; Spr 20,25; Pred 5,3)23Bevor du etwas gelobst, bereite dich vor!/ Und werde nicht wie ein Mensch, der den Herrn versucht!24Denk an den Zorn am Tag des Endes / und an die Zeit der Vergeltung, wenn er das Gesicht abwendet! (Sir 7,16)25Denk an die Zeit des Hungers in der Zeit der Fülle, / an Armut und Bedürftigkeit in den Tagen des Reichtums! (Sir 11,25)26Vom Morgen bis zum Abend wechselt die Zeit / und alles eilt dahin in der Gegenwart des Herrn.27Ein weiser Mensch wird in allem bedächtig sein / und in Tagen der Sünden wird er sich vor einem Vergehen hüten.28Jeder Kluge hat Weisheit erkannt, / und wer sie findet, dem wird Anerkennung zuteil.29Die klug reden, sind auch selbst weise geworden / und quellen über vor treffenden Sprüchen.
Besser ist Vertrauen einem einzigen Herrscher gegenüber, / als mit totem Herzen bei einem Toten ausharren. (Sir 24,32)
Geld, Alkohol, Frauen und die Zunge
30Selbstbeherrschung
Folge nicht deinen Begierden! / Von deinen Gelüsten halte Abstand! (Röm 6,12; Röm 13,14)31Wenn du deiner Seele das Begehrte gewährst, / macht dich das zum Gespött deiner Feinde.32Freu dich nicht über großen Genuss! / Verlange nicht nach Umgang mit ihm!33Werde nicht arm durch Gelage aus geliehenem Geld! / Dann hast du nichts mehr im Beutel, / denn du setzt dein eigenes Leben aufs Spiel.[1]
1Der in Ewigkeit lebt, hat alles miteinander erschaffen.2Der Herr allein wird im Recht sein, [und es gibt keinen anderen ausser ihm.]3[Er lenkt die Welt mit der Spanne seiner Hand, und alles gehorcht seinem Willen, denn in seiner Herrschergewalt ist er der König aller, der bei ihnen trennt zwischen heilig und nicht heilig.]4Niemandem hat er es gegeben, seine Werke erschöpfend zu verkünden, und wer wird seine Grosstaten erkunden?5Die Herrschermacht seiner Grösse - wer wird sie ermessen? Und wer wird dem etwas hinzufügen, was von seinem Erbarmen berichtet wird?6Es gibt nichts wegzunehmen und nichts hinzuzufügen, und die Wundertaten des Herrn sind nicht zu erkunden.7Jedes Mal, wenn der Mensch an ein Ende kommt, muss er wieder anfangen, und jedes Mal, wenn er aufhört, wird er sich Fragen stellen.8Was ist der Mensch, und was ist sein Nutzen? Was an ihm ist gut, und was an ihm ist schlecht?[1]9Die Zahl der Tage des Menschen - 100 Jahre sind viel. [Unbegreiflich aber ist für alle der Todesschlaf eines jeden.]10Wie ein Tropfen Wasser aus dem Meer und ein Körnchen Sand, so gering sind die Jahre gegenüber einem Tag der Ewigkeit.11Deshalb war der Herr langmütig mit ihnen, und sein Erbarmen hat er über sie ausgegossen.12Er sah und erkannte ihr Verhängnis - es war schlimm! Deshalb hat er seine Vergebung vermehrt.13Das Erbarmen des Menschen gilt seinem Nächsten, das Erbarmen des Herrn aber gilt allem Fleisch. Er weist zurecht und erzieht und lehrt und wendet sich wie ein Hirt seiner Herde zu.[2]14Er erbarmt sich derer, die sich erziehen lassen und die sich eifrig bemühen um seine Rechtssatzungen.
Lerne, bevor du redest
15Kind, guten Dingen hefte keinen Makel an und keiner Gabe betrübende Worte.16Wird nicht der Tau die Hitze enden lassen? So ist auch ein Wort stärker als eine Gabe.17Sieh, ist nicht ein Wort mehr als eine gute Gabe? Zu einem gesegneten Mann aber gehört beides.18Ein Tor wird undankbar schmähen, und die Gabe eines Missgünstigen bringt Augen zum Weinen.19Lerne, bevor du redest, und kümmere dich um deine Gesundheit, bevor du kraftlos wirst.20Prüfe dich, bevor das Gericht kommt, und in der Stunde der Heimsuchung wirst du Vergebung finden.21Werde demütig, bevor deine Kraft schwindet, und zeige Reue in der Zeit der Verfehlungen.22Lass dich nicht daran hindern, ein Gelübde zur rechten Zeit einzulösen, und warte nicht bis zum Tod, davon entbunden zu werden.23Bereite dich vor, bevor du ein Gelübde ablegst, und verhalte dich nicht wie jemand, der den Herrn auf die Probe stellt.24Denke an die Wut in den Tagen des Endes und die Zeit der Strafe, wenn er sein Angesicht abwendet.25Denke an die Zeit des Hungers in der Zeit der Fülle, an Armut und Mangel in den Tagen des Reichtums.26Vom Morgen bis zum Abend ändert sich die Zeit, und alles ist flüchtig vor dem Herrn.27Ein weiser Mensch wird in allem vorsichtig sein, und in den Tagen der Sünden wird er sich vor dem Vergehen in acht nehmen.28Jeder Verständige hat die Weisheit erkannt, und dem, der sie findet, wird sie Anerkennung verschaffen.29Die mit Worten verständig sind, die haben auch gelernt, mit der Weisheit umzugehen, und sie haben treffende Weisheitssprüche ausströmen lassen. [Besser ist Zuversicht bei einem einzigen Herrscher, als mit totem Herzen einem Toten anzuhangen.]30Folge nicht deinen Begierden, und halte dich von deinen Gelüsten fern.31Wenn du deiner Seele Wohlgefallen an Begierden zugestehst, wird dich dies zum Gespött deiner Feinde machen.32Freue dich nicht über grossen Überfluss, lass dich nicht anbinden in der Begegnung mit ihm.[3]33Mach dich nicht arm, indem du mit anderen von Geliehenem feierst und dabei nichts in deinem Beutel hast. [Denn so wirst du dem eigenen Leben nachstellen.]