Jesus Sirach 12

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Wenn du Gutes tust, erkenne, wem du es tust, / und Dankbarkeit wird deine guten Taten begleiten!2 Tu dem Frommen Gutes und du wirst Vergeltung finden! / Wenn nicht von ihm, so doch vom Höchsten her.3 Gutes gibt es nicht für den, der fortgesetzt Schlechtes tut, / und für den, der keine Wohltaten erweist.4 Gib dem Frommen, aber unterstütze nicht den Sünder! /5 Tu Gutes dem Demütigen, aber gib dem Gottlosen nichts! Halte die Brote zurück und gib ihm nicht, / damit er dadurch nicht Macht über dich gewinnt! Denn doppelt wird dich Schlechtes treffen / für alles Gute, das immer du ihm tust. (Gal 6,10)6 Denn auch der Höchste hasst die Sünder / und die Gottlosen wird er der Strafe ausliefern. Aber er bewahrt sie bis zum Tag ihrer Bestrafung. /7 Gib dem Guten, aber unterstütze nicht den Sünder!8 Der Freund wird im Guten nicht bestraft werden / und der Feind wird im Bösen nicht verborgen bleiben. (Spr 17,17; Spr 19,4; Sir 6,8; Sir 37,1)9 Wenn es einem Mann gut geht, sind seine Feinde traurig, / und wenn es ihm schlecht geht, wird sich auch der Freund abwenden. (Spr 19,4)10 Vertrau niemals deinem Feind, / denn wie Metall rostet, so zeigt sich seine Bosheit!11 Auch wenn er gedemütigt worden ist und gebückt einhergeht, / nimm dich in Acht und hüte dich vor ihm! Sei ihm gegenüber wie einer, der einen Spiegel geputzt hat, / und du wirst erkennen, dass das Rosten nicht zu Ende gekommen ist!12 Stell ihn nicht neben dich selbst, / damit er dich nicht zugrunde richtet und deinen Platz einnimmt! Setz ihn nicht zu deiner Rechten, / damit er nicht nach deinem Sitz strebt! Zuletzt wirst du meine Worte begreifen / und von meinen Reden getroffen sein.13 Wer hat Mitleid mit einem Schlangenbeschwörer, wenn er gebissen wird, / und mit all denen, die sich wilden Tieren nähern?14 Er ist wie jemand, der mit einem Sünder verkehrt / und sich in dessen Sünden verstrickt.15 Eine Stunde wird er mit dir aushalten, / aber wenn du wankst, hält er sicher nicht stand.16 Mit seinen Lippen wird der Feind süß sprechen, / doch in seinem Herzen wird er darauf sinnen, dich in die Grube zu stürzen. Mit seinen Augen wird der Feind Tränen vergießen, / findet er aber den richtigen Zeitpunkt, wird er nicht satt von Blut.17 Wenn dich Schlimmes trifft, findest du ihn schon vor dir am Ort / und als Helfer wird er dir ein Bein stellen.18 Er wird seinen Kopf schütteln und in seine Hände klatschen, / er wird viel zischeln und sein Gesicht verziehen.

Jesus Sirach 12

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Wenn du Gutes tust, erkenne, für wen du es tust, und du wirst Dank für deine guten Taten ernten.2 Tu dem Frommen Gutes, und du wirst Vergeltung finden - wenn nicht von ihm, dann vom Höchsten.3 Es gibt nichts Gutes für den, der ständig Schlechtes tut, und nicht für den, der keine Barmherzigkeit übt.4 Gib dem Frommen und nimm dich nicht des Sünders an.5 Tu dem Demütigen Gutes und gib nicht dem Gottlosen. Halte die Brote zurück und gib sie ihm nicht, damit er dich durch sie nicht beherrscht. Denn doppelt so viel Schlechtes wirst du erfahren für alle guten Taten, die du ihm tust.6 Denn auch der Höchste verabscheut Sünder, und den Gottlosen wird er es strafend vergelten, [aber er bewahrt sie bis zum Tag ihrer Strafe.]7 Gib dem Guten, und nimm dich nicht des Sünders an.8 Der Freund wird nicht bestraft werden, wenn er Gutes tut, und der Feind wird nicht verborgen bleiben, wenn er Schlechtes tut.9 Wenn es einem Mann gut geht, sind seine Feinde niedergeschlagen, und wenn es ihm schlecht geht, wird sich auch der Freund von ihm trennen.10 Vertraue niemals deinem Feind! Denn wie Metall rostig wird, so zeigt sich seine Bosheit.11 Und wenn er erniedrigt wird und gebeugt umhergeht, halte inne und hüte dich vor ihm, und du wirst für ihn sein wie einer, der einen Spiegel poliert hat, und erkennen, dass dieser niemals rostet.12 Stelle ihn nicht neben dich; er soll nicht an deinen Platz treten, nachdem er dich gestürzt hat. Setze ihn nicht zu deiner Rechten, damit er nicht deinen Sitz einzunehmen sucht und du am Ende meine Rede anerkennen und meiner Worte wegen zerknirscht sein wirst.13 Wer wird Mitleid haben mit einem Schlangenbeschwörer, der gebissen wurde, und mit all denen, die sich wilden Tieren nähern?14 So ist es mit dem, der zu einem Mann geht, der sündigt, und sich in dessen Sünden verstrickt.15 Er wird eine Weile bei dir bleiben, und wenn du abweichst, wird er nicht stark bleiben.16 Mit seinen Lippen wird der Feind süsslich tun, und in seinem Herzen wird er planen, dich in die Grube zu stürzen. Mit seinen Augen wird der Feind weinen, und wenn er den rechten Zeitpunkt findet, wird er nicht genug bekommen von Blut.17 Wenn dir Schlechtes begegnet, wirst du ihn bereits dort finden, und als wollte er helfen, wird er deine Ferse aufschlitzen.18 Er wird seinen Kopf schütteln und in seine Hände klatschen, und er wird lange zischeln und sein Gesicht verziehen.[1]