1.Makkabäer 9

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Demetrius erfuhr, dass Nikanor und sein Heer im Kampf gefallen waren. Da schickte er Bakchides und Alkimus zum zweiten Mal ins Land Juda und gab ihnen die im Süden stehende Armee mit.2 Sie nahmen den Weg nach Gilgal, schlugen vor Mesalot in der Gegend von Arbela ihr Lager auf, eroberten die Stadt und brachten viele Menschen um.3 Im ersten Monat des Jahres 152 schlugen sie ihr Lager bei Jerusalem auf.4 Von dort zogen sie mit zwanzigtausend Mann und zweitausend Reitern nach Berea.5 Judas aber hatte mit dreitausend ausgewählten Männern sein Lager in Elasa.6 Als die Juden die Übermacht der feindlichen Truppen sahen, bekamen sie große Angst. Viele liefen aus dem Lager fort, sodass am Ende nur noch achthundert Mann übrig waren.7 Judas sah, dass sich sein Heer auflöste, während der Kampf unmittelbar bevorstand. Da verließ ihn der Mut, denn er hatte keine Zeit mehr, seine Leute wieder zusammenzubringen.8 Niedergeschlagen sagte er zu denen, die noch da waren: Auf! Wir wollen gegen unsere Feinde hinaufziehen. Vielleicht können wir doch gegen sie kämpfen.9 Sie aber widersprachen ihm und sagten: Es ist unmöglich. Wir wollen lieber jetzt unser Leben retten und dann mit unseren Brüdern zurückkommen und gegen sie kämpfen. Wir sind zu wenige.10 Judas antwortete: Auf keinen Fall werde ich vor ihnen fliehen. Wenn unsere Zeit gekommen ist, dann wollen wir für unsere Brüder tapfer in den Tod gehen; auf unserer Ehre soll kein Makel sein.11 Da rückte das feindliche Heer aus seinem Lager aus und bezog ihnen gegenüber Stellung; die Reiterei wurde in zwei Gruppen geteilt, die Schleuderer und Bogenschützen gingen vor der Streitmacht her, ebenso alle kriegserprobten Vorkämpfer.12 Bakchides war auf dem rechten Flügel. Die beiden Flügel der Schlachtreihe näherten sich und man blies die Trompeten. Auch die Leute des Judas stießen in die Trompeten.13 Die Erde bebte vor dem Getöse, das die Heere machten, und vom Morgen bis zum Abend dauerte der Kampf Mann gegen Mann.14 Als Judas bemerkte, dass Bakchides mit dem Kern seiner Truppe rechts stand, scharten sich alle unerschrockenen Männer um ihn15 und der rechte Flügel der Feinde wurde von ihnen vernichtend geschlagen; sie verfolgten sie bis zum Gebirge von Aschdod.16 Als die Truppen auf dem linken Flügel sahen, dass der rechte aufgerieben war, schwenkten sie um und folgten den Spuren des Judas und seiner Leute.17 Es entwickelte sich ein erbitterter Kampf, in dem beide Seiten schwere Verluste erlitten.18 Auch Judas fiel; die Übrigen flohen.19 Jonatan und Simeon holten ihren Bruder und bestatteten ihn im Grab seiner Väter in Modeïn.20 Ganz Israel beweinte ihn und hielt um ihn eine große Totenklage ab. Sie trauerten viele Tage lang und sagten:21 Ach, der Held ist gefallen, Israels Retter. (2Sam 1,27)22 Die übrige Geschichte des Judas, seine anderen Feldzüge und kühnen Unternehmungen, die er durchführte, und seine Größe - all das ist hier nicht niedergeschrieben; es wäre zu viel geworden.23 Nach dem Tod des Judas erhoben die Abtrünnigen in allen Teilen Israels wiederum ihr Haupt und alle Übeltäter wagten sich wieder ans Licht.24 In jenen Tagen gab es eine furchtbare Hungersnot. Daher lief das Land zu den Abtrünnigen über.25 Bakchides wählte die gottlosen Männer aus und machte sie zu Herren des Landes.26 Diese spürten die Anhänger des Judas auf, verhörten sie und brachten sie zu Bakchides. Er nahm Rache an ihnen und gab sie der Lächerlichkeit preis.27 Große Bedrängnis herrschte in Israel, wie noch keine geherrscht hatte seit den Tagen, da die Propheten nicht mehr auftraten.28 Da sammelten sich alle Freunde des Judas und sagten zu Jonatan:29 Seit dein Bruder Judas tot ist, gibt es keinen mehr, der gegen die Feinde, gegen Bakchides und gegen die Gegner unseres Volkes in den Krieg zieht, wie er es getan hat.30 Darum haben wir dich heute gewählt. So wie er sollst du uns anführen und leiten in unserem Kampf.31 Jonatan übernahm also zu jener Zeit die Führung und trat die Nachfolge seines Bruders Judas an.32 Bakchides erfuhr davon und trachtete ihm nach dem Leben.33 Als Jonatan und sein Bruder Simeon mit ihrer ganzen Gefolgschaft das hörten, flohen sie in die Wüste von Tekoa und hielten sich bei der mit Wasser gefüllten Zisterne von Asfar auf.34 Aber Bakchides erfuhr davon, und zwar am Sabbat; er ging mit all seinen Leuten auf die andere Seite des Jordan.[1]35 Er schickte seinen Bruder Johanan an der Spitze seiner Truppe zu den mit ihm befreundeten Nabatäern und ließ sie bitten, ihr zahlreiches Gepäck bei ihnen aufbewahren zu dürfen. (1Mak 5,25)36 Doch die Söhne Jambris aus Medeba zogen aus, ergriffen Johanan mit allem, was er bei sich hatte, und nahmen ihn mit.37 Darauf meldete man Jonatan und seinem Bruder Simeon: Die Söhne Jambris wollen eine große Hochzeit veranstalten und die Braut, die Tochter eines der vornehmsten Herren Kanaans, in einem großen Festzug aus Nadabat heimführen.38 Da dachten sie daran, dass die Söhne Jambris das Blut ihres Bruders Johanan vergossen hatten; sie zogen hinauf und versteckten sich im Schutz des Gebirges.39 Plötzlich sahen sie einen lärmenden Zug mit viel Gepäck daherziehen. Der Bräutigam, seine Freunde und seine Brüder kamen ihnen mit Pauken, Liedern und in starker Bewaffnung entgegen.40 Sie fielen aus dem Hinterhalt über sie her und töteten sie; viele wurden tödlich getroffen und starben, die Übrigen flohen ins Gebirge. Ihre ganze Habe nahmen sie als Beute mit.41 Da wurde die Hochzeit zur Trauerfeier und der Klang ihrer Lieder zur Totenklage.42 Auf diese Weise rächten sie das Blut ihres Bruders; dann kehrten sie in das Dickicht am Jordan zurück.43 Als Bakchides davon erfuhr, kam er am Sabbat mit einem großen Heer zu den Ufern des Jordan.44 Jonatan sagte zu seinen Leuten: Kommt, wir müssen um unser Leben kämpfen. Noch nie waren wir in einer solchen Lage.45 Krieg ist vor und hinter uns, auf beiden Seiten das Wasser des Jordan und Sumpf und Dickicht. Wir können nicht ausweichen.46 Darum schreit laut zum Himmel, damit ihr aus der Hand unserer Feinde gerettet werdet!47 Darauf begann der Kampf Mann gegen Mann. Jonatan holte aus, um Bakchides zu erschlagen, der aber konnte ihm ausweichen.48 Dann sprangen Jonatan und seine Leute in den Jordan und schwammen ans andere Ufer. Die Feinde aber setzten ihnen nicht über den Jordan nach.49 Vom Heer des Bakchides fielen an jenem Tag ungefähr tausend Mann.50 Bakchides kehrte nach Jerusalem zurück. Er legte in Judäa befestigte Städte an: die Festungen in Jericho, Emmaus, Bet-Horon, Bet-El, Timna, Faraton und Tefon. Er versah sie mit hohen Mauern und Toren; an den Toren brachte er Querbalken zum Verriegeln an.51 Dann legte er Besatzungen hinein, die das Volk Israel im Zaum halten sollten.52 Auch in den Städten Bet-Zur und Geser und an der Burg von Jerusalem ließ er Befestigungsarbeiten ausführen und Truppen und Vorräte an Nahrungsmitteln hineinbringen.53 Von den Männern, die eine führende Stellung im Land innehatten, nahm er die Söhne als Geiseln und hielt sie in der Burg von Jerusalem gefangen.54 Im zweiten Monat des Jahres 153 befahl Alkimus, die Mauer des inneren Tempelvorhofs einzureißen. Er ließ mit den Abbrucharbeiten beginnen, um zu zerstören, was die Propheten erbaut hatten.55 Doch gerade zu dieser Zeit wurde Alkimus vom Schlag getroffen und sein Plan wurde nicht ausgeführt. Er konnte den Mund nicht mehr öffnen; er war gelähmt und konnte kein Wort mehr sagen, nicht einmal mehr sein Testament machen.56 Aber zu dieser Zeit starb Alkimus unter großen Qualen.57 Als Bakchides sah, dass Alkimus tot war, kehrte er zum König zurück und das Land Juda hatte zwei Jahre lang Ruhe.58 Danach kamen alle Gesetzlosen zu einer Beratung zusammen. Sie sagten: Jonatan und seine Anhänger leben sorglos in ihren Häusern und fühlen sich sicher. Wenn wir jetzt Bakchides kommen lassen, kann er alle in einer einzigen Nacht festnehmen.59 Sie gingen also zu ihm und besprachen sich mit ihm.60 Bakchides machte sich mit einem großen Heer auf den Weg. Er schickte heimlich Briefe an alle seine Verbündeten in Judäa mit der Aufforderung, Jonatan und seine Anhänger gefangen zu nehmen. Aber es gelang ihnen nicht; denn ihr Vorhaben war bekannt geworden.61 Stattdessen ließ Jonatan von den im Land wohnenden Männern, die für den verbrecherischen Anschlag verantwortlich waren, fünfzig ergreifen und töten.62 Dann setzten sich Jonatan und Simeon mit ihren Anhängern in die Wüste nach Bet-Basi ab. Jonatan ließ dort alles wieder aufbauen, was in Trümmern lag, und befestigte den Ort.63 Als Bakchides davon erfuhr, zog er alle seine Truppen zusammen und erteilte den Leuten von Judäa entsprechende Anweisungen.64 Er rückte gegen Bet-Basi vor und schlug dort sein Lager auf und berannte den Ort viele Tage lang. Er ließ Belagerungsmaschinen aufstellen.65 Da ließ Jonatan seinen Bruder Simeon in der Stadt zurück; er selbst ging mit einer Handvoll Leute in die Dörfer der Umgebung.66 Dabei schlug er den Odomera und seine Sippe; auch überfiel er ein Zeltlager des Stammes Fasiron. Sie begannen zu siegen und rückten verstärkt wieder hinauf.67 Simeon aber machte mit seinen Leuten einen Ausfall aus der Stadt und steckte die Belagerungsmaschinen in Brand.68 Bakchides wurde von ihnen angegriffen und geschlagen. Sie brachten ihn in starke Bedrängnis, weil das von ihm geplante Unternehmen zu einem völligen Fehlschlag wurde.69 Da geriet Bakchides in heftigen Zorn über die Verräter, die ihm den Rat gegeben hatten, in das Land zu kommen. Er brachte viele von ihnen um und beschloss, in sein Land zurückzukehren.70 Sobald Jonatan davon hörte, schickte er Gesandte zu ihm, um einen Friedensvertrag mit ihm abzuschließen und die Gefangenen freizubekommen.71 Bakchides nahm die Vorschläge Jonatans an und schwor ihm, nie wieder in seinem Leben etwas Böses gegen ihn zu unternehmen.72 Auch ließ er die Gefangenen frei, die er vorher im Land Juda gemacht hatte. Dann zog er ab und kehrte in sein Land zurück und kam nie mehr in ihr Gebiet.73 Darauf ruhten in Israel die Waffen. Jonatan ließ sich in Michmas nieder und begann, als Richter über das Volk zu herrschen. Die Frevler in Israel aber rottete er aus. (Ri 2,16)

1.Makkabäer 9

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Und Demetrius hörte, dass Nikanor und seine Streitkräfte in der Schlacht gefallen waren. Da sandte er Bakchides und Alkimos ein zweites Mal in das Land Juda und mit ihnen den rechten Heeresflügel.2 Und sie zogen in Richtung Gilgal und belagerten Messalot, das in Arbela liegt, und sie nahmen es im Handstreich ein und vernichteten viele Menschenleben.3 Und im ersten Monat des Jahres 152 belagerten sie Jerusalem,4 brachen dann auf und zogen mit 20000 Mann und 2000 Pferden nach Berea.5 Und Judas hatte das Lager in Elasa aufgeschlagen, und bei ihm waren 3000 ausgewählte Männer.6 Und diese sahen die Masse der Streitkräfte - dass sie viele waren -, und sie fürchteten sich sehr, und viele brachen aus dem Heerlager aus, nur 800 Mann von ihnen blieben zurück.7 Und Judas sah, dass sein Heer sich auflöste, ihm aber drohte die Schlacht, und er verlor den Mut, denn es blieb ihm keine Zeit, sie zu sammeln.8 Und er war verzagt, sprach aber zu denen, die verblieben waren: Auf, lasst uns hinaufziehen gegen unsere Feinde! Vielleicht können wir sie bekämpfen.9 Und sie wiesen ihn ab und sagten: Dazu sind wir nicht in der Lage! Vielmehr, lasst uns jetzt unser Leben retten! Wir werden zurückkommen - dann mit unseren Brüdern - und gegen jene kämpfen. Wir sind zu wenige!10 Und Judas sprach: Es sei fern von mir, dies zu tun, vor ihnen zu fliehen! Und wenn unsere Zeit gekommen ist, dann lasst uns tapfer für unsere Brüder sterben und nicht einen würdelosen Eindruck hinterlassen.11 Und die Streitmacht brach aus dem Heerlager auf, und sie stellten sich auf für die Begegnung mit ihnen. Und die Reiterei wurde auf zwei Flügel verteilt, und die Schleuderer und die Bogenschützen zogen der Streitmacht voraus, ebenso alle starken Einzelkämpfer.[1]12 Bakchides aber war auf der rechten Flanke. Und die Schlachtreihe näherte sich von beiden Flügeln her, und sie liessen die Hörner erschallen. Und die bei Judas, auch sie stiessen in die Hörner.13 Und die Erde erbebte vom Lärm der Heere. Und die Schlacht tobte vom Morgen bis zum Abend.14 Und Judas sah, dass Bakchides und der Kern des Heers auf der rechten Seite waren. Und mit ihm rückten alle vor, die entschlossen waren.15 Und der rechte Flügel wurde von ihnen aufgerieben, und er verfolgte sie bis zum Gebirge von Aschdod.16 Und die auf der linken Flanke sahen, dass der rechte Flügel aufgerieben wurde, und sie schwenkten um und griffen Judas und die, die bei ihm waren, von hinten her an.17 Und die Schlacht wurde heftig, und von diesen wie von jenen wurden viele durchbohrt und fielen.18 Auch Judas fiel, und die übrig Gebliebenen ergriffen die Flucht.19 Und Jonatan und Simon trugen Judas, ihren Bruder, fort, und sie begruben ihn in der Grabstätte seiner Vorfahren, in Modein.20 Und sie beweinten ihn, und ganz Israel hielt für ihn eine feierliche Totenklage, und sie trauerten viele Tage lang und sprachen:21 Wie ist der Starke gefallen, der Retter Israels!22 Und was ausserdem noch von Judas zu sagen wäre, von den Schlachten und den Heldentaten, die er vollbracht hat, und von seiner Grösse, das ist nicht aufgeschrieben worden, denn es war sehr viel.23 Und es geschah nach dem Tod des Judas, da wagten sich überall in den Gebieten Israels jene hervor, die die Weisung missachteten, und es erhoben sich all jene, die Unrecht verübten.24 In jenen Tagen brach eine sehr schwere Hungersnot aus, und das Land lief zusammen mit ihnen zum Feind über.25 Und Bakchides wählte die Männer aus, die gottlos waren, und er setzte sie ein als Herren der Region.26 Und sie suchten nach den Freunden des Judas und spürten sie auf und brachten sie zu Bakchides, und er bestrafte sie und trieb sein Spiel mit ihnen.27 Und Israel geriet in eine grosse Bedrängnis, wie es sie nicht mehr gegeben hatte seit dem Tag, von dem an sich ihnen kein Prophet mehr zeigte.28 Und alle Gefährten des Judas versammelten sich, und sie sprachen zu Jonatan:29 Seit dein Bruder Judas gestorben ist, gibt es keinen Mann mehr, der ihm gleich wäre, dass er gegen die Feinde und Bakchides auszöge und gegen die, die unserer Nation feindlich gesinnt sind.30 Nun haben wir also heute dich auserwählt, uns Oberster und Oberhaupt zu sein an seiner Statt, um unseren Krieg zu führen.31 Und damals übernahm Jonatan den Befehl und trat an die Stelle des Judas, seines Bruders.32 Und Bakchides erfuhr davon und trachtete danach, ihn zu töten.33 Jonatan aber und Simon, sein Bruder, und alle, die bei ihm waren, erfuhren davon und flohen in die Wüste Tekoa und besetzten das Wasserloch von Asfar.[2]34 Und Bakchides erfuhr dies am Sabbattag, und er kam mit seinem ganzen Kriegsheer über den Jordan.35 Und Jonatan entsandte seinen Bruder als Oberhaupt des Heereszugs und redete mit den Nabatäern, seinen Freunden, um den grossen Tross bei ihnen abstellen zu dürfen.[3]36 Und die Söhne des Jambri, die aus Madaba waren, zogen aus und ergriffen Johannes und nahmen alles, was er bei sich hatte, und zogen damit davon.37 Nach diesen Ereignissen berichtete man Jonatan und Simon, seinem Bruder, dass die Söhne des Jambri ein grosses Hochzeitsfest veranstalteten und dass sie die Braut - aus Nadabat -, die Tochter eines der angesehensten und einflussreichsten Männer Kanaans, mit grossem Geleit herbeibrachten.38 Und sie dachten an das Blut des Johannes, ihres Bruders, und sie zogen hinauf und versteckten sich im Schutz des Gebirges.39 Und sie blickten auf und sahen hin, und sieh: Da war Lärmen und ein grosser Tross, und der Bräutigam tauchte auf mit seinen Freunden und seinen Brüdern und zog ihnen entgegen mit Handtrommeln und Musikern und vielen Waffen.40 Und sie fielen aus dem Hin terhalt über sie her und töteten sie. Und viele wurden durchbohrt und fielen, die Übrigen aber flohen in das Gebirge. Sie aber erbeuteten ihr ganzes Gepäck.41 Und die Hochzeit verwandelte sich in Trauer und die Stimme ihrer Sänger in Klage.42 Und sie übten Vergeltung für das Blut ihres Bruders und zogen fort in das Sumpfland am Jordan.43 Und Bakchides hörte davon, und am Sabbattag kam er mit einer grossen Streitmacht bis an die Böschungen des Jordan.44 Und Jonatan sprach zu denen, die bei ihm waren: Auf! Lasst uns um unser Leben kämpfen, denn heute ist es nicht wie gestern und vorgestern.45 Denn seht, die Schlacht ist vor uns und hinter uns, und hier und dort ist das Wasser des Jordan und Sumpfland und Gestrüpp - es gibt keinen Platz, um auszuweichen!46 So ruft nun laut zum Himmel, damit ihr aus der Hand unserer Feinde gerettet werdet!47 Und die Schlacht entbrannte, und Jonatan streckte seine Hand aus, um Bakchides zu erschlagen, und dieser wich vor ihm nach hinten aus.48 Und Jonatan und die bei ihm sprangen in den Jordan und schwammen hindurch, an das andere Ufer. Und jene überschritten nicht den Jordan, um sie zu verfolgen.49 An jenem Tag aber fielen gegen 1000 Mann von denen bei Bakchides.50 Und er kehrte zurück nach Jerusalem und baute in Judäa befestigte Städte - die Festung in Jericho und Emmaus und Bet-Choron und Bet-^^ El und Timna, Faraton und Tappuach -, mit hohen Mauern und Toren und Riegeln.[4]51 Und dort hinein legte er eine Wachabteilung, um Israel zu befehden.52 Er befestigte auch die Stadt Bet-Zur und Geser und die Burg, und dort hinein legte er Streitkräfte, und er legte dort Lebensmittelvorräte an.53 Und er nahm die Söhne der Oberhäupter der Region als Geiseln, und in der Burg in Jerusalem stellte er sie unter Bewachung.54 Und im Jahr 153, im zweiten Monat, befahl Alkimos, die Mauer des inneren Hofs dessen, was heilig war, einzureissen; und er liess die Werke der Propheten einreissen und begann mit dem Einreissen -55 da wurde Alkimos vom Schlag getroffen, und seinem Tun wurde Einhalt geboten. Und sein Mund war verstopft, und er wurde gelähmt und konnte kein Wort mehr sprechen und nicht mehr über sein Haus gebieten.56 Und damals starb Alkimos unter grosser Qual.57 Und Bakchides sah, dass Alkimos gestorben war, und er kehrte zum König zurück. Und für zwei Jahre hatte das Land Juda Ruhe.58 Und all jene, die die Weisung missachteten, beschlossen Folgendes: Seht, Jonatan und die zu ihm gehören, leben in Ruhe und Zuversicht. So lasst uns nun Bakchides holen: Er wird sie alle in einer einzigen Nacht gefangen nehmen!59 Und sie gingen und berieten sich mit ihm.60 Und er machte sich auf, um mit einer grossen Streitmacht anzurücken, und heimlich sandte er Briefe an alle seine Verbündeten in Judäa, sie sollten Jonatan und jene, die bei ihm waren, gefangen nehmen. Und es gelang ihnen nicht, denn ihr Plan war bekannt gemacht worden.61 Und man nahm von den Männern der Region, die zu der schlimmen Tat angestiftet hatten, gegen fünfzig Mann gefangen und tötete sie.62 Und Jonatan und Simon und jene, die bei ihm waren, verliessen die Gegend und zogen nach Bet-Basi in der Wüste, und er baute auf, was dort eingerissen worden war, und sie befestigten den Ort.[5]63 Und Bakchides erfuhr davon und versammelte seine gesamte Menge, und denen aus Judäa erteilte er Anweisungen.64 Und er kam, belagerte Bet-Basi und bekämpfte es viele Tage lang und baute Kriegsmaschinen.65 Und Jonatan liess Simon, seinen Bruder, in der Stadt zurück und zog hinaus in die Region und kam mit einer Anzahl Männer.66 Und er schlug Odomera und dessen Brüder und die Söhne von Fasiron in deren Zeltlager. Und sie schlugen los und zogen in Heeresstärke hinauf.67 Und Simon und jene, die bei ihm waren, machten einen Ausfall aus der Stadt und steckten die Kriegsmaschinen in Brand.68 Und sie kämpften gegen Bakchides, und er wurde von ihnen vernichtend geschlagen. Und sie bedrängten ihn sehr, denn sein Plan und sein Angriff waren vereitelt worden.69 Und sein Zorn entbrannte über die Männer, die die Weisung missachteten, die ihm geraten hatten, in die Region zu kommen. Und sie töteten viele von ihnen und beschlossen, in sein Land zurückzukehren.70 Und Jonatan erhielt Kenntnis davon und sandte Unterhändler zu ihm, um Frieden mit ihm zu vereinbaren, und er sollte ihnen die Gefangenen zurückgeben.71 Und er nahm es an und handelte seinen Worten gemäss und schwor ihm, alle Tage seines Lebens nichts Schlimmes mehr gegen ihn zu unternehmen.72 Und er gab ihm die Gefangenen zurück, die er zuvor im Land Juda gemacht hatte. Und er zog davon und kehrte zurück in sein Land und kam nicht wieder in ihre Gebiete.73 Und in Israel ruhte das Schwert, und Jonatan liess sich in Michmas nieder. Und Jonatan begann, dem Volk Recht zu verschaffen. Und er sorgte dafür, dass die Gottlosen aus Israel verschwanden.