Dein Browser ist veraltet. Sollte ERF Bibleserver sehr langsam sein, aktualisiere bitte deinen Browser.

Anmelden
... und alle Funktionen nutzen!

  • Lies mal1. Mose 3
  • Notizen
  • Tags
  • Likes
  • Verlauf
  • Wörterbücher
  • Lesepläne
  • Grafiken
  • Videos
  • Anlässe
  • Spenden
  • Blog
  • Newsletter
  • Partner
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Alexa Skill
  • Für Webmaster
  • Datenschutz
  • Rechte der Betroffenen (DSGVO)
  • Erklärung zur Barrierefreiheit
  • Impressum
  • Language: Deutsch
© 2026 ERF
Kostenlos anmelden

1.Makkabäer 5

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk

Feldzüge zum Schutz der Juden in Idumäa, Galiläa und Gilead

1 Als aber die Völker ringsum hörten, dass die Juden den Altar neu errichtet und das Heiligtum wieder geweiht hatten, sodass alles war wie früher, gerieten sie in heftigen Zorn. (1Mak 12,53) 2 Sie beschlossen, alle aus dem Stamm Jakobs, die bei ihnen wohnten, auszurotten, und begannen, im Volk Tod und Verderben zu verbreiten. 3 Da griff Judas die Nachkommen Esaus an, die jenen Teil Idumäas bewohnten, der Akrabattene heißt; sie hatten nämlich die Grenze nach Israel abgeriegelt. Er brachte ihnen eine schwere Niederlage bei, ließ sie seine Macht fühlen und ihren Besitz plündern. (2Mak 10,15) 4 Auch dachte er daran, welche Untaten die Beoniter begangen hatten; sie hatten nämlich den Juden an den Wegen aufgelauert und waren für das Volk wie ein Netz und eine Falle gewesen. 5 Daher schloss er sie jetzt in ihre Fliehtürme ein und belagerte sie; er weihte sie dem Untergang und verbrannte die Türme mit allen, die darin waren. (Jos 6,17) 6 Dann zog er hinüber gegen die Ammoniter. Er traf auf eine starke Streitmacht mit vielen Kriegern; ihr Anführer war Timotheus. (5Mo 2,18) 7 Judas verwickelte sie in zahlreiche Gefechte und sie wurden vor ihm aufgerieben und besiegt. 8 Er eroberte auch Jaser und seine Tochterstädte. Dann kehrte er nach Judäa zurück. (4Mo 21,31) 9 Da rotteten sich die Völker des Landes Gilead gegen die Israeliten, die in ihrem Gebiet lebten, zusammen, um sie zu töten. Doch diese flüchteten sich in die Festung Datema. 10 Sie schickten Judas und seinen Brüdern einen Brief mit folgendem Inhalt: Die Völker ringsum haben sich gegen uns zusammengerottet, um uns zu vernichten. 11 Sie stehen bereit, um zu kommen und die Festung zu erobern, in die wir geflohen sind. Timotheus führt ihre Streitkräfte an. 12 Darum komm her und rette uns aus ihrer Hand, denn viele von uns sind schon gefallen! 13 Auch unsere Brüder, die unter den Leuten von Tubi lebten, hat man umgebracht, ihre Frauen gefangen genommen, ihre Kinder und ihren Besitz geraubt. Etwa tausend Männer sind dort umgekommen. 14 Judas und seine Brüder hatten den Brief noch nicht zu Ende gelesen, da kamen andere Boten aus Galiläa in zerrissenen Kleidern und brachten ihnen die Nachricht: 15 Die Einwohner von Ptolemaïs, Tyrus und Sidon und das ganze Galiläa der Völker haben sich zusammengetan, um uns auszurotten. 16 Als Judas und das Volk das hörten, beriefen sie eine große Versammlung ein, um zu beraten, was sie für ihre bedrängten Brüder tun sollten, die von ihnen angegriffen wurden. 17 Judas sagte zu seinem Bruder Simeon: Such dir geeignete Männer aus, mach dich auf und befreie deine Brüder in Galiläa; ich und mein Bruder Jonatan wollen nach Gilead ziehen. 18 Als Anführer des Volkes ließ er Josef, den Sohn Secharjas, und Asarja mit dem Rest des Heeres zur Bewachung Judäas zurück. 19 Er gab ihnen den Befehl: Übernehmt die Führung dieser Leute, aber lasst euch auf keinen Kampf mit fremden Völkern ein, bevor wir zurückgekehrt sind! 20 Simeon erhielt dreitausend Mann zugeteilt, mit denen er nach Galiläa ziehen sollte, Judas dagegen achttausend Mann für Gilead. 21 Simeon zog nach Galiläa. Dort lieferte er den fremden Völkern zahlreiche Gefechte und sie wurden vor seinen Augen aufgerieben. 22 Er verfolgte sie bis zum Tor von Ptolemaïs. Von den fremden Völkern fielen ungefähr dreitausend Mann und Simeon erbeutete, was sie hatten. 23 Dann führte er die Juden aus Galiläa und Arbatta mit ihren Frauen und Kindern und ihrem ganzen Besitz unter großem Jubel nach Judäa zurück. 24 Judas, der Makkabäer, und sein Bruder Jonatan hatten indessen den Jordan überschritten und waren drei Tagesmärsche durch die Wüste gezogen. (2Mak 12,10) 25 Dort trafen sie auf die Nabatäer, die ihnen freundlich begegneten und ihnen alles erzählten, was ihren Brüdern in Gilead zugestoßen war. 26 Viele von ihnen würden in Bosora, Bosor, Alema, Kaspin, Maked und Karnajim festgehalten, lauter großen, befestigten Städten. 27 Auch in den übrigen Städten Gileads halte man sie fest und morgen wolle man sich anschicken, die Festungen zu belagern und zu erstürmen. Alle sollten an einem einzigen Tag umgebracht werden. 28 Da kehrte Judas mit seinem Heer überraschend um. Er nahm den Weg durch die Steppe von Bosora, eroberte die Stadt, erschlug mit scharfem Schwert die gesamte männliche Bevölkerung, plünderte die Stadt völlig aus und brannte sie nieder. 29 Noch in der gleichen Nacht brach er wieder auf und sie zogen bis vor die Festung Datema. 30 Als sie gegen Morgen Ausschau hielten, da sahen sie ein unzählbar großes Heer; die Soldaten schleppten Sturmleitern und Belagerungsmaschinen heran, um die Festung zu erstürmen, und gingen schon zum Angriff gegen die Juden über. 31 Judas sah, dass der Kampf begonnen hatte: Der Lärm aus der Stadt, Trompetengeschmetter und lautes Geschrei drangen bis zum Himmel empor. 32 Da rief er den Männern in seinem Heer zu: Kämpft heute für unsere Brüder! 33 Dann griff er die Feinde mit drei Abteilungen von hinten an; seine Leute bliesen die Trompeten und beteten laut. (1Sam 11,11) 34 Sobald das Heer des Timotheus merkte, dass es der Makkabäer war, liefen sie vor ihm davon. Er brachte ihnen eine schwere Niederlage bei; etwa achttausend Mann von ihnen fielen an diesem Tag. 35 Danach wandte er sich gegen Alema. Er griff die Stadt an und eroberte sie, erschlug die gesamte männliche Bevölkerung, ließ die Stadt plündern und brannte sie nieder. 36 Von dort brach er auf und eroberte Kaspin, Maked, Bosor und die übrigen Städte Gileads. 37 Nach diesen Ereignissen sammelte Timotheus ein neues Heer und schlug gegenüber von Rafon, jenseits der Schlucht, sein Lager auf. 38 Judas schickte Späher aus, die das Lager erkunden sollten. Sie meldeten ihm: Alle Völker, die rings um uns wohnen, sind zu ihm gestoßen; es ist ein gewaltiges Heer. 39 Auch arabische Hilfstruppen hat er angeworben. Sie haben auf der anderen Seite der Schlucht ihr Lager bezogen und stehen bereit, gegen dich zum Kampf auszurücken. Da zog Judas ihnen entgegen. 40 Als Judas und sein Heer sich dem Bach, der durch die Schlucht führte, näherten, sagte Timotheus zu seinen Heerführern: Wenn er zuerst über den Bach zu uns herüberkommt, können wir ihm nicht standhalten; dann wird er uns sicherlich überwältigen. (1Sam 14,9) 41 Wenn er aber Angst hat und sein Lager jenseits des Baches aufschlägt, dann gehen wir zu ihm hinüber und werden ihn überwältigen. 42 Als Judas sich dem Gebirgsbach genähert hatte, ließ er Heeresschreiber in der Schlucht antreten und gab ihnen den Befehl: Niemand darf hier Halt machen, sondern alle sollen zum Kampf vorrücken. 43 Er selbst ging als Erster hinüber, den Feinden entgegen, und alle seine Krieger folgten ihm. Und die fremden Völker wurden vor ihm vernichtend geschlagen; sie warfen ihre Waffen weg und flüchteten sich in das Heiligtum von Karnajim. 44 Aber die Juden eroberten die Stadt und verbrannten das Heiligtum mit allen, die darin waren. So wurde Karnajim besiegt und niemand konnte Judas mehr Widerstand leisten. 45 Nun sammelte Judas alle Israeliten, die in Gilead lebten, Klein und Groß, mit ihren Frauen und Kindern und ihrem Besitz, eine gewaltige Menschenmenge, um mit ihnen nach Judäa zu ziehen. (Jer 31,8) 46 Sie kamen bis Efron. Diese große und stark befestigte Stadt lag auf ihrem Weg. Man konnte sie weder links noch rechts umgehen, sondern musste mitten durch sie hindurchziehen. 47 Aber die Einwohner der Stadt schlossen vor ihnen die Tore und versperrten sie mit Steinen. 48 Da schickte Judas Unterhändler zu ihnen mit dem friedlichen Vorschlag: Wir wollen durch euer Land ziehen, um in unser Land zu kommen. Keiner wird euch etwas Böses tun; wir wollen nur durchmarschieren. Aber die Einwohner wollten ihnen die Tore nicht öffnen. (4Mo 20,14) 49 Nun ließ Judas im Heer den Befehl ausrufen, jeder solle dort Stellung beziehen, wo er gerade sei. 50 Da stellten sich die Krieger auf und Judas ließ die Stadt den ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch angreifen, bis sie in seine Hand fiel. 51 Er erschlug ihre gesamte männliche Bevölkerung mit scharfem Schwert, zerstörte die Stadt völlig und ließ sie plündern. Dann marschierte er über die Leichen der Erschlagenen hinweg durch die Stadt. (Jos 6,17) 52 Sie überquerten den Jordan in der großen Ebene gegenüber von Bet-Schean. 53 Judas sorgte dafür, dass die Nachzügler zusammenblieben, und auf dem ganzen Weg sprach er den Leuten Mut zu, bis sie Judäa erreichten. 54 Dann zogen sie mit Jubel und Freude zum Berg Zion hinauf und brachten Brandopfer dar; denn keiner von ihnen war gefallen, alle waren wohlbehalten heimgekehrt. (Jer 31,12) 55 In den Tagen, in denen Judas und Jonatan im Land Gilead und sein Bruder Simeon in Galiläa vor Ptolemaïs waren, 56 hörten die Heerführer Josef, der Sohn Secharjas, und Asarja von den kühnen Taten und vom Krieg, den sie führten. (1Mak 5,18) 57 Da sagten sie: Auch wir wollen uns einen Namen machen und einen Feldzug gegen die fremden Völker ringsum führen. 58 Sie gaben also den Soldaten, die sie bei sich hatten, den Befehl, gegen Jamnia zu ziehen. 59 Aber Gorgias und seine Männer rückten ihnen aus der Stadt zum Kampf entgegen. 60 Josef und Asarja wurden geschlagen und bis an die Grenze von Judäa verfolgt. An jenem Tag fielen fast zweitausend aus dem Volk Israel. 61 Das Volk hatte eine schwere Niederlage erlitten, weil sie nicht auf Judas und seine Brüder gehört hatten, sondern sich einbildeten, auch sie könnten durch Tapferkeit glänzen. 62 Doch sie waren nicht aus dem Geschlecht der Männer, durch deren Hand Israel Rettung geschenkt wurde. 63 Der große Judas und seine Brüder dagegen erwarben sich hohen Ruhm bei ganz Israel und bei allen Völkern, überall, wo ihr Name bekannt wurde. 64 Die Leute kamen herbei, um sie zu beglückwünschen. 65 Judas und seine Brüder zogen auch zum Kampf gegen die Nachkommen Esaus im Süden. Er schlug Hebron und seine Tochterstädte, eroberte ihre Festungen und brannte ihre Türme ringsum nieder. 66 Dann zog er gegen das Philisterland. Als das Heer dabei durch Marescha kam, 67 fielen an jenem Tag einige Priester im Kampf. Sie waren schlecht beraten gewesen, in den Krieg zu ziehen, um Heldentaten zu vollbringen. 68 Dann machte Judas eine Ausweichbewegung und zog nach Aschdod im Land der Philister. Dort zerstörte er ihre Altäre, verbrannte ihre Götterbilder, plünderte die Städte und kehrte dann nach Judäa zurück. (5Mo 7,5) 

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift
© 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
Die Herausgeber sind: (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u.a.
Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH

www.bibelwerk.de

1.Makkabäer 5

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich

Siege über Nachbarvölker

1 Und es geschah, als die Nationen ringsum hörten, dass der Altar errichtet und der heilige Bezirk wieder geweiht war, wie zuvor, da wurden sie sehr zornig. 2 Und sie beschlossen, den Stamm Jakob, der in ihrer Mitte war, auszulöschen, und sie begannen im Volk zu morden und es auszurotten. 3 Und Judas kämpfte gegen die Nachkommen Esaus in Idumäa, gegen Akrabattene, denn diese setzten Israel zu; und er führte einen schweren Schlag gegen sie und warf sie nieder, und er machte Beute bei ihnen. 4 Und er erinnerte sich der Schlechtigkeit der Baianiter, die dem Volk zur Schlinge und zum Fallstrick geworden waren, da jene ihnen auf den Wegen aufgelauert hatten. 5 Und sie wurden von ihm in die Türme gedrängt, und er belagerte sie und weihte sie dem Untergang und verbrannte ihre Türme mit allen, die darin waren, im Feuer. 6 Und er zog hinüber gegen die Ammoniter und fand eine grosse Schlagkraft vor und viel Volk und Timotheus als ihr Oberhaupt. 7 Und er verwickelte sie in viele Schlachten, und sie wurden vor seinen Augen aufgerieben, und er schlug sie. 8 Und er nahm Jaser und seine Tochterstädte im Handstreich ein und kehrte zurück nach Judäa. 

Die Rettung der Juden in Galiläa und im Gilead

9 Und die Nationen im Gilead versammelten sich gegen Israel, gegen die, die in ihrem Gebiet waren, um sie zu vernichten, und diese flohen in die Festung Datema. 10 Und sie sandten Schriftstücke an Judas und seine Brüder und teilten mit: Die Nationen rings um uns haben sich gegen uns versammelt, um uns zu vernichten. 11 Und sie machen sich bereit, zu kommen und die Festung im Handstreich einzunehmen, in die wir geflohen sind, und Timotheus führt ihre Streitmacht an. 12 So komm nun, um uns aus ihrer Hand zu retten, denn viele von uns sind gefallen. 13 Auch alle unsere Brüder, die bei denen von Tubi lebten, sind getötet worden, und sie haben ihre Frauen und ihre Kinder und den Besitz weggeführt, und sie haben dort etwa tausend Männer umgebracht. 14 Noch während die Briefe vorgelesen wurden, sieh, da kamen aus Galiläa andere Boten, die die Kleider zerrissen hatten, und sie machten diesen Worten entsprechend Meldung. 15 Sie sagten, die aus Ptolemais und Tyros und Sidon und das ganze Galiläa der Fremdstämmigen hätten sich gegen sie versammelt - um uns auszurotten.[1] 16 Als aber Judas und das Volk diese Worte hörten, kam eine grosse Versammlung zusammen, um zu beraten, was sie für ihre Brüder tun könnten, die in Bedrängnis waren und von jenen bekämpft wurden. 17 Und Judas sprach zu Simon, seinem Bruder: Wähle dir Männer aus und geh und rette deine Brüder, die in Galiläa sind. Ich aber und Jonatan, mein Bruder, wir werden ins Gilead gehen. 18 Und zum Schutz liess er Josef, den Sohn des Secharja, und Asarja, ein Oberhaupt des Volks, mit dem Rest der Streitmacht in Judäa zurück. 19 Und er gebot ihnen und sprach: Stellt euch an die Spitze dieses Volks, aber lasst es bis zu unserer Rückkehr nicht zu einer Schlacht mit den Nationen kommen! 20 Und um nach Galiläa zu ziehen, wurden Simon 3000 Mann zugeteilt, Judas aber 8000 Mann für das Gilead. 21 Und Simon ging nach Galiläa, und er verwickelte die Nationen in viele Schlachten, und die Nationen wurden vor ihm aufgerieben. 22 Und er verfolgte sie bis zum Tor von Ptolemais, und von den Nationen fielen gegen 3000 Mann, und er machte Beute bei ihnen. 23 Und er nahm die aus Galiläa und die in Arbatta, mit den Frauen und den Kindern, und alles, was sie besassen, und mit grosser Freude brachte er sie nach Judäa. 24 Und Judas Makkabäus und Jonatan, sein Bruder, überschritten den Jordan und zogen drei Tagesreisen weit in die Wüste. 25 Und sie trafen auf die Nabatäer, und diese begegneten ihnen freundlich und berichteten ihnen alles, was ihren Brüdern im Gilead zugestossen war 26 und dass viele von ihnen in Bosora und Bosor, in Alema, Kaspin, Maked und Karnajim eingeschlossen waren. - All diese Städte waren befestigt und gross. - 27 Auch in den übrigen Städten des Gilead befänden sich Eingeschlossene. Für den morgigen Tag würden sie Aufstellung nehmen, um die Festungen zu belagern und einzunehmen und diese alle an einem einzigen Tag auszurotten.[2] 28 Und Judas nahm mit seinem Heer umgehend den Weg zurück in die Wüste nach Bosora, und er nahm die Stadt ein, und alles, was männlich war, tötete er mit der Schärfe des Schwerts, und er erbeutete ihren ganzen Besitz und setzte die Stadt in Brand.[3] 29 Und in der Nacht brach er von dort auf und zog bis zur Festung.[4] 30 Und es geschah, als sie früh am Morgen aufblickten, sieh, da war dort so viel Volk, dass man es nicht zählen konnte. Sie trugen Leitern und Kriegsmaschinen herbei, um die Festung einzunehmen, und sie bekämpften sie. 31 Und Judas sah, dass der Kampf bereits begonnen hatte. Und der Lärm aus der Stadt stieg auf bis zum Himmel: sowohl Hörnerklang als auch lautes Geschrei.[5] 32 Und er sprach zu den Männern der Streitmacht: Kämpft heute für unsere Brüder! 33 Und er fiel ihnen mit drei Heerhaufen in den Rücken, und sie stiessen in die Hörner und schrien ihre Gebete heraus. 34 Und das Heer des Timotheus erkannte, dass es Makkabäus war, und sie flohen vor ihm, und er führte einen schweren Schlag gegen sie, und an jenem Tag fielen von ihnen gegen 8000 Mann. 35 Und er wandte sich nach Maafa und bekämpfte die Stadt und nahm sie ein, und dort tötete er alles, was männlich war, und er machte Beute und setzte sie in Brand.[6] 36 Von dort brach er auf und nahm Chaspho, Maked und Bosor und die übrigen Städte des Gilead im Handstreich ein. 37 Nach diesen Ereignissen aber sammelte Timotheus ein anderes Heer, und er lagerte vor Rafon, jenseits des Bachtals. 38 Und Judas sandte hin, um das Heerlager auszukundschaften, und sie machten ihm Meldung und sagten: All die Nationen, die rings um uns sind, haben sich bei ihm versammelt - eine sehr grosse Streitmacht! 39 Auch Araber hat er zu ihrer Unterstützung angeworben, und sie lagern jenseits des Bachtals, bereit, gegen dich in den Kampf zu ziehen. Und Judas zog ihnen entgegen. 40 Und während Judas und sein Heer sich dem Wasserlauf im Bachtal näherten, sagte Timotheus zu den Obersten seiner Streitmacht: Wenn zuerst er gegen uns herüberzieht, werden wir ihm nicht standhalten können; er wird uns überwältigen! 41 Wenn er aber zu feige ist und jenseits des Flusses lagert, werden wir gegen ihn hinüberziehen und ihn überwältigen! 42 Als Judas sich aber dem Wasserlauf im Bachtal näherte, liess er die Schriftführer des Volks beim Bachtal Aufstellung nehmen und gebot ihnen und sprach: Erlaubt niemandem, sein Lager aufzuschlagen - alle sollen in die Schlacht ziehen! 43 Und er zog als Erster gegen sie hinüber, und das ganze Volk hinter ihm her, und die Nationen wurden vor ihnen aufgerieben, und sie warfen ihre Waffen fort und flohen zum Tempelbezirk in Karnajim. 44 Und sie nahmen die Stadt im Handstreich ein und steckten den Tempelbezirk in Brand, mit allen, die darin waren, und Karnajim wurde niedergemacht, und sie konnten vor Judas nicht länger standhalten. 45 Und Judas versammelte all jene von Israel, die im Gilead waren, klein und gross, und ihre Frauen und ihre Kinder und den Besitz, eine sehr grosse Schar, um ins Land Juda zu ziehen. 46 Und sie kamen bis Ephron, und dies war eine grosse Stadt am Weg, stark befestigt. Man konnte sie nicht rechts oder links umgehen, sondern musste mitten durch sie hindurch. 47 Und die in der Stadt liessen sie nicht hinein und versperrten die Tore mit Steinen. 48 Und mit friedfertigen Worten sandte Judas zu ihnen und sprach: Wir wollen durch dein Land ziehen, um in unser Land zu kommen, und niemand wird euch Böses antun, wir wollen nur zu Fuss weiterziehen. Aber sie wollten ihm nicht öffnen. 49 Und Judas befahl, im Heer auszurufen, ein jeder solle dort in Stellung gehen, wo er sich gerade befand. 50 Und die Männer der Streitmacht gingen in Stellung. Und jenen ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch bekämpfte er die Stadt, und die Stadt wurde in seine Hand gegeben. 51 Und alles, was männlich war, brachte er mit der Schärfe des Schwerts um, und die Stadt machte er dem Erdboden gleich, und er machte Beute in ihr. Und er zog über die Getöteten hinweg durch die Stadt.[7] 52 Und sie überschritten den Jordan, hinüber in die grosse Ebene gegenüber von Bet-Schean. 53 Und Judas sammelte die Nachzügler, und auf dem ganzen Weg ermutigte er das Volk, bis er ins Land Juda kam. 54 Und mit Freude und Frohmut zogen sie hinauf zum Berg Zion und brachten Brandopfer dar, denn nicht einer von ihnen war gefallen, sie waren wohlbehalten zurückgekehrt. 

Die Niederlagen durch falsche Helden

55 Und in den Tagen, als Judas und Jonatan im Land Gilead waren, und Simon, sein Bruder, in Galiläa gegenüber von Ptolemais war, 56 hörten Josef, der Sohn des Secharja, und Asarja, ein Oberster der Streitmacht, von den Heldentaten und dem Kampf: was jene geleistet hatten. 57 Und sie sprachen: Auch wir wollen uns einen Namen machen und losziehen, um gegen die Nationen zu kämpfen, die rings um uns sind. 58 Und denen von jener Streitmacht, die bei ihnen war, gaben sie Befehl, und sie zogen gegen Jamnia. 59 Und Gorgias und seine Männer zogen aus der Stadt, ihnen entgegen in die Schlacht. 60 Und Josef und Asarja wurden in die Flucht geschlagen und bis an die Grenzen von Judäa verfolgt, und an jenem Tag fielen vom Volk Israel gegen 2000 Mann. 61 Und das Volk erlitt eine schwere Niederlage, denn sie hatten nicht auf Judas und seine Brüder gehört, weil sie meinten, Helden zu sein. 62 Sie aber gehörten nicht zu der Nachkommenschaft jener Männer, denen es gegeben war, dass Israel durch ihre Hand Rettung erfuhr. 63 Und der Mann Judas und seine Brüder waren hoch angesehen vor ganz Israel und bei allen Nationen, wo ihr Name vernommen wurde. 64 Und sie versammelten sich bei ihnen und rühmten sie. 65 Und Judas und seine Brüder zogen aus und bekämpften die Nachkommen Esaus in dem Land, das südlich liegt, und er schlug Chebron und seine Tochterstädte und riss ihre Festungen nieder und steckte ringsum ihre Türme in Brand. 66 Und er brach auf, um ins Land der Philister zu ziehen, und er zog durch Marescha. 67 An jenem Tag fielen in der Schlacht Priester, die dort Heldentaten vollbringen wollten - sie zogen unüberlegt in die Schlacht. 68 Und Judas wandte sich nach Aschdod im Land der Philister und riss ihre Kultstätten nieder, und die geschnitzten Bilder ihrer Götter brannte er im Feuer nieder, und in den Städten machte er Beute; dann kehrte er zurück ins Land Juda. 

Die Zürcher Bibel (Ausgabe 2007) verwenden wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags der Zürcher Bibel beim Theologischen Verlag Zürich, bei dem auch das Copyright für diese Bibelübersetzung liegt.