Nahum 3
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag ZürichSchuld und Bestrafung Ninives
1 Wehe, Stadt des vergossenen Bluts, bis oben hin voll von Lüge, von Beute[1], niemand beendet das Reissen! (Hes 24,6; Hos 4,2; Hab 1,12; Hab 2,14) 2 Peitschenknall und Räderdröhnen und dahinjagende Pferde und springende Wagen, (Joe 2,4) 3 wilde Reiter und flammende Schwerter und blitzende Speere und Erschlagene zuhauf und Leichen massenhaft, und endlos viele Leichname, man stolpert über ihre Körper: 4 wegen der entsetzlichen Hurerei der Hure, voller Anmut und der Zauberei mächtig, die Nationen verkauft hat durch ihre Hurerei und Sippen durch ihre Zauberei! (Jes 47,9; Hos 1,2; Offb 18,23) 5 Sieh, ich gehe gegen dich vor, Spruch des HERRN der Heerscharen, und ich hebe dein Gewand hoch, bis über dein Gesicht, und lasse Nationen deine Blösse sehen und Königreiche deine Schande. (Jer 13,22; Hos 2,5; Nah 2,14) 6 Und ich werfe nach dir mit Abscheulichem und mache dich zuschanden und stelle dich zur Schau. (Mal 2,3) 7 Und jeder, der dich sieht, wird Reissaus nehmen vor dir und sagen: Ninive ist verwüstet! Wer wird ihr sein Beileid bezeugen? Wo soll ich Tröster suchen für dich? (Jes 51,19) 8 Verhältst du dich besser als No-Amon, das an den Strömen lag, das umgeben war von Wasser, dessen Kraft das Meer, dessen Mauer das Wasser war? (Jer 46,25; Am 6,2) 9 Kusch war seine[2] Stärke und auch Ägypten, und das grenzenlos! Put und Libyer waren deine Helfer. (Jer 46,9; Hes 30,5) 10 Auch No-Amon[3] musste in die Verbannung, ist in die Gefangenschaft gegangen. Auch seine Jüngsten wurden zerschmettert an allen Strassenecken, und über seine Vornehmen hat man das Los geworfen, und all seine Grossen sind gefesselt worden. (Jes 20,4; Hos 10,14; Joe 4,3) 11 Auch du wirst trunken, wirst ratlos sein[4], auch du wirst Zuflucht suchen vor dem Feind. (Nah 1,10) 12 Alle deine befestigten Städte sind Feigenbäume mit Frühfeigen: Wenn sie geschüttelt werden, fallen sie dem Esser in den Mund. (Jes 28,4) 13 Sieh, dein Volk - nichts als Frauen in deiner Mitte! Weit geöffnet sind die Tore deines Landes für deine Feinde. Feuer hat deine Riegel gefressen. (Jer 2,7; Jer 51,30) 14 Schöpfe dir Wasser für die Belagerung, verstärke deine befestigten Städte: Tritt den Lehm und stampfe den Ton, greife zur Ziegelform! (Nah 2,2) 15 Dort wird Feuer dich fressen, das Schwert dich ausrotten. Es wird dich fressen wie die Heuschreckenbrut. Vermehre dich wie die Heuschreckenbrut, vermehre dich wie die Heuschrecke. (Joe 1,4; Nah 2,14) 16 Deine Kaufleute hast du zahlreicher gemacht als die Sterne am Himmel. Die Heuschreckenbrut hat sich gehäutet und ist davongeflogen! (Hes 27,9) 17 Deine Höflinge sind wie die Heuschrecken, und deine Schreiber wie ein Heuschreckenschwarm, der sich an einem kalten Tag an den Mauern niederlässt: Ist die Sonne aufgegangen, verschwinden sie, und ihr Ort ist unbekannt. Wo sie sind? (Nah 2,9) 18 Deine Hirten, König von Assur, sind eingeschlafen, deine Edlen liegen da, dein Volk ist zerstreut auf den Bergen, und da ist niemand, der sie sammelt. (Hes 34,6) 19 Für deine Verletzung gibt es keine Milderung, deine Wunde ist unheilbar. Alle, die die Nachricht von dir hören, klatschen in die Hände über dich, denn wen hat nicht allezeit deine Bosheit getroffen? (Jer 30,12; Kla 2,13; Kla 2,15; Jon 1,2; Mi 1,9; Zef 2,15)Nahum 3
Das Buch
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
Nahum 3
Gute Nachricht Bibel 2018
von Deutsche BibelgesellschaftDie Strafe für das schuldbeladene Ninive
1 Weh der Stadt, die so viel Blut vergossen hat, die Lüge und Verstellung meisterhaft beherrscht! Vollgestopft ist sie mit Raub und kann doch das Rauben nicht lassen. (Hes 22,2) 2 Ihr Untergang naht mit Peitschenknall und Rädergerassel, galoppierenden Pferden, rasenden Wagen 3 und daherjagenden Reitern. Schwerter wie Flammen und blitzende Speere! Haufen von Gefallenen, man stolpert über die Leichen, sie sind nicht zu zählen! 4 Es geht an Ninive, die Hure, die mit ihren Reizen und Zauberkünsten die Völker versklavt hat. (Offb 17,1) 5 »Jetzt rechne ich mit dir ab«, sagt der HERR, der Herrscher der Welt. »Ich hebe dir das Kleid hoch bis übers Gesicht, dass du nackt dastehst vor den Völkern und alle Königreiche deine Schande sehen. (Jes 47,3) 6 Ich bewerfe dich mit Kot und stelle dich an den Pranger. 7 Alle, die dich sehen, werden sich von dir abwenden und sagen: ›Ninive ist verwüstet! Wer wird darüber trauern?‹ Niemand wird sich finden, der bereit ist, dich zu trösten.«Ninives Schicksal ist besiegelt
8 Meinst du, es wird dir besser ergehen als der Stadt Theben,[1] die am Nilstrom lag und rings von Wasser geschützt war? (Jer 46,25; Hes 30,14) 9 Unzählige Ägypter und Äthiopier hatten sie verteidigt, dazu als Hilfstruppen die Leute von Put und Lud. (Hes 30,5) 10 Trotzdem wurden ihre Bewohner in die Verbannung geführt. Ihre führenden Männer wurden gefesselt und durchs Los unter die Sieger verteilt, ihre Kinder an allen Straßenecken zerschmettert. (Hos 10,14; Joe 4,3) 11 Auch du wirst den Zornbecher des HERRN leeren müssen und nicht mehr aus noch ein wissen; du wirst vergeblich Schutz suchen vor dem Feind. (Jer 25,15) 12 Deine Grenzfestungen sind wie Feigenbäume und ihre Besatzungen wie die Früchte darauf: Schüttelt man den Baum, so fallen einem die Feigen in den Mund. 13 Die starken Männer sind zu Memmen geworden, dein Land ist dem Feind schutzlos preisgegeben, deine Festungen werden ein Raub der Flammen. (Jer 51,30) 14 Auf, schöpfe Wasser als Vorrat für die Zeit der Belagerung! Verstärke deine Mauern! Stampfe den Lehm und forme Ziegelsteine! 15 Es wird dir nichts nützen, denn das Feuer verzehrt dich; deine Bewohner fallen durchs Schwert. Es bleibt genauso wenig von dir übrig wie von einem Saatfeld, in das ein Heuschreckenschwarm einfällt. Ihr könnt selber so zahlreich werden wie die Heuschrecken, es hilft euch nichts! (Joe 1,4) 16 Deine Händler sind zahlreicher als die Sterne am Himmel, aber sie werden plötzlich verschwunden sein wie eine Heuschrecke, die soeben aus der Puppe geschlüpft ist – weg ist sie! (Jes 47,15) 17 Deine Aufsichtsbeamten und Schreiber werden sich davonmachen wie ein Heuschreckenschwarm, der sich an einem kalten Tag auf einer Mauer niedergelassen hat: Sobald ihn der erste Sonnenstrahl wärmt, fliegt er fort; niemand weiß, wohin. Ja, wo sind sie geblieben? 18 Du König von Assyrien, deine Minister schlafen den Todesschlaf, deine Generäle liegen erschlagen, deine Krieger haben sich zerstreut wie eine hirtenlose Herde auf den Bergen. (1Kön 22,17) 19 Dir kann niemand mehr helfen, von diesem Schlag erholst du dich nie! Wer von deinem Unglück hört, klatscht vor Freude in die Hände; denn es gibt niemand, der nicht deine Grausamkeit zu spüren bekam.Nahum 3
Hoffnung für alle
von BiblicaKeine Schande bleibt Ninive erspart!
1 Wehe dieser Stadt, die vor keiner Bluttat zurückschreckt, die sich auf Lug und Betrug gründet. Sie ist vollgestopft mit gestohlenen Schätzen und kann vom Rauben doch nie genug bekommen. 2 Da! Peitschengeknall und Räderrasseln! Pferde galoppieren, Streitwagen rasen dahin! 3 Die Reiter preschen vorwärts, Schwerter glänzen, Speere blitzen auf. Das Schlachtfeld ist übersät mit Gefallenen, man stolpert über Berge von Leichen; niemand kann sie mehr zählen! 4 Das ist die Strafe für Ninive, diese Hure, die mit ihren Reizen ganze Völker verführte und sie mit ihren Zauberkünsten umgarnte! 5 Denn so spricht der HERR, der allmächtige Gott: »Jetzt ziehe ich dich zur Rechenschaft! Ich reiße dir den Rock hoch bis übers Gesicht, dass du vor den Völkern nackt dastehst und dich zu Tode schämen musst. 6 Mit stinkendem Dreck bewerfe ich dich, keine Schande bleibt dir erspart; ja, ich stelle dich öffentlich zur Schau! 7 Dann wird jeder, der dich sieht, davonlaufen und entsetzt rufen: ›Ninive ist verwüstet! Wer wird darüber trauern?‹ Ich sage dir: Es wird sich kein Tröster für dich finden! 8 Meinst du vielleicht, dir werde es besser ergehen als der Stadt Theben? Sie war von den Wassern des Nils wie von einer schützenden Mauer umgeben. 9 Ein schier endloses Heer aus Äthiopien und ganz Ägypten bot sie zu ihrer Verteidigung auf, Soldaten aus Put und Libyen kamen ihr zu Hilfe. 10 Trotzdem wurden ihre Einwohner in die Verbannung verschleppt und kleine Kinder auf der Straße zerschmettert; man teilte die führenden Männer durch das Los unter sich auf und führte sie in Ketten ab. 11 Auch deine Einwohner, Ninive, werden umhertaumeln, als seien sie betrunken; vergeblich werden sie Schutz suchen, wenn der Feind über sie herfällt. 12 Deine Festungen sind wie Feigenbäume mit den ersten reifen Feigen daran: Man braucht sie nur zu schütteln, schon fallen einem die Früchte in den Mund. 13 Sieh dir deine Truppen an – sie können sich nicht mehr wehren, den Feinden stehen Tür und Tor offen. Ungehindert dringen sie ins Land ein und brennen deine Festungen nieder. 14 Ja, sammle dir nur Wasservorräte für die Zeit der Belagerung und verstärk deine Verteidigungsanlagen! Los, stampf den Lehm und forme Ziegelsteine daraus! 15 Trotzdem wirst du in Flammen aufgehen, und deine Bewohner werden durch das Schwert fallen. Selbst wenn du deine Truppen verstärkst und ein Heer aufbietest so groß wie ein Heuschreckenschwarm: Deine Feinde werden wie gefräßige Insekten alles vernichten! 16 Deine Händler sind zahlreicher als die Sterne am Himmel; doch plötzlich werden sie verschwunden sein – wie Heuschrecken, die aus der Puppe schlüpfen und wegfliegen. 17 Deine Würdenträger[1] und Beamten gleichen Heuschreckenschwärmen, die sich an einem kalten Tag auf einer Mauer niederlassen: Kaum bricht die Sonne durch, so fliegen sie davon, und niemand weiß, wo sie geblieben sind. 18 Du König von Assyrien, deine führenden Männer wachen nie wieder auf, deine Mächtigen liegen am Boden! Dein Volk ist über alle Berge zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten mehr haben. 19 Deine Wunde ist tödlich; niemand kann deine Verletzungen heilen. Und wer von deinem Untergang erfährt, klatscht vor Freude in die Hände; denn weit und breit gibt es keinen, der nicht unter deiner unendlichen Grausamkeit gelitten hat!«Nahum 3
Neue evangelistische Übersetzung
von Karl-Heinz VanheidenWehruf über Ninive
1 Wehe der mörderischen Stadt, / erfüllt mit Lüge und Gewalt! / Das Rauben lässt sie nicht. 2 Peitschenknall und rasselnde Räder, / jagende Pferde und rasende Wagen, 3 galoppierende Reiter, / flammendes Schwert und blitzender Speer. / Durchbohrte Menschen, / Haufen von Toten, / Leichen ohne Zahl, / man stolpert über die Körper. 4 Das alles für die vielen Hurereien / der Edelhure und Zauberkünstlerin, / sie, die durch Unmoral Völker versklavte, / ganze Stämme durch ihre Zauberei. 5 „Pass auf! Jetzt gehe ich gegen dich vor!“, / spricht Jahwe, der allmächtige Gott. / „Ich hebe dir das Kleid hoch bis übers Gesicht, / ich zeige den Völkern deine Blöße, / den Königreichen deine Scham. / 6 Ich werfe Unrat auf dich, / gebe dich der Verachtung preis / und stelle dich öffentlich zur Schau. 7 Dann läuft jeder weg, der dich erblickt, / er schreckt vor dir zurück und ruft: / 'Ninive ist verwüstet! / Wer wird wohl sein Beileid bekunden? / Wo soll ich einen Tröster für dich finden?' 8 Bist du denn besser als Theben,[1] / das am Nilstrom lag, / von Wasser umgeben? / Ein Meer war sein Bollwerk, / das Wasser seine Mauer. 9 Nubien[2] war seine Stärke, / ganz Ägypten verteidigte es, / Put[3] und Libyen kamen zur Hilfe. 10 Auch Theben war der Verbannung verfallen, / zog in die Gefangenschaft. / Auch seine Kinder wurden zerschmettert / an den Ecken aller Straßen, / auch seine Vornehmen wurden verlost, / und alle seine Großen in Ketten gelegt. 11 So wirst auch du betrunken und ohnmächtig sein, / auch du wirst Zuflucht suchen vor dem Feind. 12 All deine befestigten Städte / sind Bäume mit frühreifen Feigen: / Wenn man sie schüttelt, / fallen sie dem Esser in den Mund. 13 Schau, deine Männer sind Memmen geworden! / Die Tore deines Landes / stehen offen für den Feind. / Feuer hat deine Riegelbalken gefressen. 14 Schöpfe dir Wasser für die Belagerung! / Verstärke deine Festungen! / Tritt den Ton, / stampfe den Lehm, / forme dir Ziegel daraus! 15 Dort wird dich das Feuer fressen. / Das Schwert wird dich vernichten, / dich verzehren wie der Fresser.[4] / Vermehre dich ruhig wie der Fresser, / werde zahlreich wie ein Heuschreckenschwarm! 16 Magst du auch mehr Händler haben, / als Sterne am Himmel sind: / Die Fresser häuten sich und fliegen davon. 17 Deine Höflinge sind wie die Heuschrecken, / deine Beamten wie ein Heuschreckenschwarm, / der sich am frostigen Tag / auf Mauern niederlässt. / Geht die Sonne auf, / fliegt er eilig davon. / Niemand weiß, wohin. / Ja, wo sind sie geblieben? 18 Deine Hirten schlafen, / König von Assyrien! / Deine Mächtigen sind tot. / Dein Volk ist auf den Bergen zerstreut, / und niemand führt es wieder zusammen. 19 Keine Heilung gibt es für deinen Bruch, / von diesem Schlag erholst du dich nie! / Jeder, der die Nachricht hört, / klatscht vor Freude in die Hände. / Denn wen traf deine ständige Bosheit nicht?“Nahum 3
Neue Genfer Übersetzung
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.