1Paulus, durch Gottes Willen berufener Apostel Christi Jesu, und der Bruder Sosthenes (Röm 1,1; 2Kor 1,1)2an die Kirche Gottes, die in Korinth ist - die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen -, mit allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus überall anrufen, bei ihnen und bei uns. (Röm 10,12; 1Kor 1,30; 1Kor 6,11; 2Kor 1,1)3Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! (Röm 1,7)
DANK AN GOTT
4Ich danke meinem Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde,5dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis. (2Kor 8,7)6Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt,7sodass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus wartet. (Phil 3,20)8Er wird euch auch festigen bis ans Ende, sodass ihr schuldlos dasteht am Tag unseres Herrn Jesus Christus. (Phil 1,6; 1Thess 3,13)9Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn. (1Kor 10,13)
DIE SPALTUNGEN IN DER GEMEINDE
Mahnung zur Einheit
10Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid vielmehr eines Sinnes und einer Meinung! (Röm 15,5; 1Kor 11,18)11Es wurde mir nämlich, meine Brüder und Schwestern, von den Leuten der Chloë berichtet, dass es Streitigkeiten unter euch gibt.12Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus - ich zu Apollos - ich zu Kephas - ich zu Christus. (Apg 18,24; 1Kor 3,3)13Ist denn Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden?14Ich danke Gott, dass ich niemanden von euch getauft habe, außer Krispus und Gaius, (Apg 18,8; Röm 16,23)15sodass keiner sagen kann, ihr seiet auf meinen Namen getauft worden.16Ich habe allerdings auch das Haus des Stephanas getauft. Ob ich sonst noch jemanden getauft habe, weiß ich nicht mehr. (1Kor 16,15)17Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden, aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird. (Apg 9,15; Apg 22,18; Apg 26,15; 1Kor 2,1; Gal 1,15)
Der gekreuzigte Christus als Weisheit Gottes
18Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. (Röm 1,16; 1Kor 1,23)19In der Schrift steht nämlich:
Ich werde die Weisheit der Weisen vernichten / und die Klugheit der Klugen verwerfen. (Jes 29,14)20Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer dieser Weltzeit? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt? (Jes 19,12; Jes 44,25; 1Kor 3,19)21Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten.22Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. (Mt 12,38; Mt 16,1; Mk 8,11; Lk 11,16; Joh 2,18; Apg 17,18)23Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, (1Kor 2,2; Gal 3,1; Gal 6,12)24für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (Kol 2,3)25Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.
Die Gemeinde und Paulus als Spiegel der Weisheit Gottes
26Seht doch auf eure Berufung, Brüder und Schwestern! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme,27sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen.28Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten,29damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. (Röm 3,27; Eph 2,9)30Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. (1Kor 6,11)31Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift. (Jer 9,22; 2Kor 10,17)
1.Korinther 1
Menge Bibel
1Ich, Paulus, der ich zum Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes berufen bin, und der Bruder Sosthenes2senden unsern Gruß der Gemeinde Gottes in Korinth, den in Christus Jesus Geheiligten[1], den (von Gott) berufenen Heiligen, samt allen denen, welche den Namen unsers Herrn Jesus Christus anrufen an jeglichem Ort, bei ihnen wie bei uns.3Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!4Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus widerfahren ist.5Ihr seid ja in ihm an allem[2] reich geworden[3], an aller Redegabe[4] und aller Erkenntnis,6wie denn das Zeugnis von Christus in euch[5] fest gegründet worden ist[6].7Ihr steht infolgedessen an keiner Gnadengabe (hinter anderen Gemeinden) zurück, während ihr auf die Offenbarung[7] unsers Herrn Jesus Christus wartet,8der euch auch Festigkeit verleihen wird bis ans Ende, so daß ihr am Tage unsers Herrn Jesus Christus frei von Tadel[8] dastehen könnt.9Treu ist Gott, durch den ihr in die Gemeinschaft mit seinem Sohne Jesus Christus, unserm Herrn, berufen worden seid.
I. Mißstände in der Gemeinde (1,10-6,20)A. Das Parteiwesen in der Gemeinde (1,10-4,21)
10Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, unter Berufung[9] auf den Namen unsers Herrn Jesus Christus: Führt allesamt einerlei Rede und laßt keine Spaltungen unter euch herrschen, sondern steht in gleicher Gesinnung und in derselben Überzeugung fest geschlossen da!11Es ist mir nämlich über euch, meine Brüder, von den Leuten der Chloe berichtet worden, daß Streitigkeiten[10] unter euch bestehen;12ich meine damit nämlich den Übelstand, daß jeder von euch (als seine Losung) ausspricht: »Ich halte zu Paulus«, »Ich dagegen zu Apollos«, »Ich aber zu Kephas[11]«, »Ich aber zu Christus«.13Ist Christus in Stücke zerteilt worden? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt worden? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden?14Ich sage (Gott) Dank dafür, daß ich niemand von euch außer Krispus und Gaius getauft habe;15so kann niemand behaupten, ihr seiet auf meinen Namen getauft worden.16Doch ja, ich habe (außerdem) auch noch die Hausgenossen des Stephanas getauft; sonst aber wüßte ich nicht, daß ich noch irgendeinen andern getauft hätte.17Christus hat mich ja nicht ausgesandt, um zu taufen, sondern um die Heilsbotschaft zu verkündigen, und zwar nicht mit hoher Redeweisheit, damit das Kreuz Christi nicht entleert werde[12].18Denn das Wort vom Kreuz ist für die, welche verlorengehen, eine Torheit, für die aber, welche gerettet werden, für uns, ist es eine Gotteskraft.19Denn es steht geschrieben (Jes 29,14): »Ich will die Weisheit der Weisen[13] zuschanden machen und den Verstand der Verständigen[14] als nichtig abtun.«20Wo ist denn ein Weiser? Wo ein Gelehrter? Wo ein Forscher[15] dieser Weltzeit? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit hingestellt?21Weil nämlich die Welt da, wo Gottes Weisheit tatsächlich vorlag[16], Gott vermittelst ihrer Weisheit nicht erkannte, hat es Gott gefallen, durch die Torheit der Predigt die zu retten, welche Glauben haben.22Denn während einerseits die Juden Wunderzeichen fordern, andrerseits die Griechen Weltweisheit verlangen, (Röm 1,16)23verkünden wir dagegen Christus als den Gekreuzigten, der für die Juden ein Ärgernis und für die Heiden eine Torheit ist;24denen aber, die berufen sind, sowohl den Juden als auch den Griechen, (verkünden wir) Christus als Gotteskraft und Gottesweisheit.25Denn die Torheit Gottes[17] ist weiser als die Menschen (sind), und die Schwachheit Gottes[18] ist der Stärke der Menschen überlegen.26Seht euch doch einmal eure Berufung an, liebe Brüder! Da sind nicht viele Weise[19] nach dem Fleisch[20] unter euch, nicht viele einflußreiche Personen, nicht viele Hochgeborene;27nein, was der Welt als töricht[21] gilt, das hat Gott erwählt, um die Weisen[22] zu beschämen; und was der Welt als schwach gilt, das hat Gott erwählt, um das Starke zu beschämen;28und was der Welt als niedrig und verächtlich[23] gilt, das hat Gott erwählt, ja das, was der Welt nichts gilt, um das, was ihr etwas gilt, zunichte zu machen:29es soll sich eben kein Fleisch[24] vor Gott rühmen können.30Ihm habt ihr es also zu verdanken, daß ihr in Christus Jesus seid, der uns von Gott her zur Weisheit gemacht worden ist wie auch zur Gerechtigkeit und Heiligung und zur Erlösung,31damit das Schriftwort seine Geltung behalte (Jer 9,23): »Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn!«
1Paulus, nach dem Willen Gottes zum Apostel von Jesus Christus berufen, und der Bruder Sosthenes schreiben diesen Brief (Apg 18,17)2an die Gemeinde Gottes in Korinth, an alle, die durch die Verbindung mit Jesus Christus für Gott ausgesondert und zu seinem heiligen Volk berufen[1] sind. Darüber hinaus gilt unser Brief allen, die sich zu Jesus Christus, unserem gemeinsamen Herrn, bekennen und seinen Namen anrufen, wo sie auch sind. (Apg 18,1)3Gnade und Frieden sei mit euch von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn!
Dank für das Wirken des Geistes in der Gemeinde
4Ich danke meinem Gott immerzu dafür, dass er euch durch Jesus Christus seine Gnade geschenkt hat.5Durch sie seid ihr reich geworden an allem, was aus der Gemeinschaft mit Jesus Christus erwächst, an jeder Art von geistgewirktem Wort und von geistlicher Erkenntnis. (2Kor 8,7)6Weil die Botschaft von Christus zum festen Grund eures Glaubens geworden ist,7fehlt euch keine von den Gaben, die der Geist Gottes schenkt. Und so wartet ihr voll Zuversicht darauf, dass Jesus Christus, unser Herr, kommt und vor aller Welt offenbar wird. (2Thess 1,7; Tit 2,13)8Er wird euch auch helfen, bis zum Ende fest auf diesem Grund zu stehen, sodass euch an seinem Gerichtstag niemand anklagen kann. (Phil 1,10; 1Thess 5,23)9Gott selbst hat euch dazu berufen, für immer mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, verbunden zu sein, und er ist treu: Er steht zu seinem Wort. (1Thess 5,24)
Spaltungen in der Gemeinde durch Personenkult
10Brüder und Schwestern,[2] im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, rufe ich euch auf: Seid einig! Bildet keine Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen! Haltet in gleicher Gesinnung und Überzeugung zusammen! (Joh 17,21; Eph 4,2; Phil 2,2)11Durch Leute aus dem Haus von Chloë[3] habe ich erfahren, dass es unter euch Auseinandersetzungen gibt. (1Kor 3,3; 1Kor 11,18; 2Kor 12,20)12Ich meine damit, dass ihr euch alle irgendeiner Gruppe zurechnet. Die einen sagen: »Ich gehöre zu Paulus!« Die andern: »Ich gehöre zu Apollos!«, oder auch: »Ich gehöre zu Petrus!« Und wieder andere erklären: »Ich gehöre zu Christus!« (Apg 18,24; 1Kor 3,4)13Christus lässt sich doch nicht zerteilen! Ist vielleicht Paulus für euch am Kreuz gestorben? Oder wurdet ihr auf seinen Namen getauft?14Ich danke Gott, dass ich außer Krispus und Gaius niemand von euch getauft habe, (Apg 18,8; Röm 16,23)15sonst würdet ihr am Ende noch sagen, dass ihr auf meinen Namen getauft worden seid!16Doch, ich habe auch noch Stephanas und seine Hausgemeinschaft getauft. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich sonst noch irgendjemand getauft hätte. (1Kor 16,15; 1Kor 16,17)
Der eine und einigende Grund: die Botschaft vom Kreuz
17Denn Christus hat mich nicht beauftragt zu taufen, sondern die Gute Nachricht zu verkünden. Die Gute Nachricht darf ich aber nicht mit Worten tiefsinniger Weisheit verkünden; denn sonst verliert der Tod, den Christus am Kreuz gestorben ist, seinen ganzen Sinn.18Die Botschaft, dass für alle Menschen am Kreuz die Rettung vollbracht ist,[4] muss denen, die verloren gehen, als barer Unsinn erscheinen. Wir aber, die gerettet werden, erfahren darin Gottes Kraft. (Röm 1,16; 2Kor 4,3)19Gott hat doch gesagt: »Ich will die Weisheit der Weisen zunichtemachen und die Klugheit der Klugen verwerfen.« (Jes 29,14; Mt 11,25; Röm 1,22; 1Kor 3,18)20Wo bleiben da die Weisen? Wo die Kenner der Heiligen Schriften? Wo die gewandten Diskussionsredner dieser Welt? Was für diese Welt als größter Tiefsinn gilt, das hat Gott als reinen Unsinn erwiesen.21Denn obwohl die Weisheit Gottes sich in der ganzen Schöpfung zeigt, haben die Menschen mit ihrer Weisheit Gott nicht erkannt. Darum beschloss er, durch die Botschaft vom Kreuzestod, die der menschlichen Weisheit als Torheit erscheint, alle zu retten, die diese Botschaft annehmen. (Röm 1,19)22Die Juden fordern von Gott sichtbare Machterweise; die Griechen suchen in allen Dingen einen Sinn, den die Vernunft begreift.[5] (Joh 6,30; Apg 17,18; Apg 17,32)23Wir aber verkünden den gekreuzigten Christus als den von Gott versprochenen Retter.[6] Für Juden ist das eine Gotteslästerung, für die anderen barer Unsinn. (Gal 3,1; Gal 5,11)24Aber alle, die von Gott berufen sind, Juden wie Griechen, erfahren in dem gekreuzigten Christus Gottes Kraft und erkennen in ihm Gottes Weisheit.25Gott erscheint töricht – und ist doch weiser als Menschenweisheit. Gott erscheint schwach – und ist doch stärker als Menschenkraft. (2Kor 13,4)
Nach welchem Maßstab Gott Menschen erwählt
26Schaut doch euch selbst an, Brüder und Schwestern![7] Wen hat Gott denn da berufen? Es gibt ja nicht viele unter euch, die nach menschlichen Maßstäben klug oder einflussreich sind oder aus einer angesehenen Familie stammen.27Gott hat sich vielmehr in der Welt die Einfältigen und Machtlosen ausgesucht, um die Klugen und Mächtigen zu demütigen. (Lk 1,51; Röm 12,16; Jak 2,5)28Er hat sich die Geringen und Verachteten ausgesucht, die nichts gelten, denn er wollte die zu nichts machen, die in der Welt etwas ›sind‹.29Niemand soll sich vor Gott rühmen können. (Eph 2,9)30Euch aber hat Gott zur Gemeinschaft mit Jesus Christus berufen. Mit ihm hat er uns alles geschenkt: Er ist unsere Weisheit – die wahre Weisheit, die von Gott kommt. Durch ihn können wir vor Gott als gerecht bestehen. Durch ihn hat Gott uns zu seinem heiligen Volk gemacht und von unserer Schuld befreit.31Es sollte so kommen, wie es in den Heiligen Schriften steht: »Wer sich mit etwas rühmen will, soll sich mit dem rühmen, was der Herr getan hat.« (Jer 4,7; Jer 9,22; 2Kor 1,12; 2Kor 10,17; 2Kor 11,30; 2Kor 12,5; Eph 2,9)
1.Korinther 1
Das Buch
von SCM Verlag1Dieser Brief kommt von Paulus. Ich bin ein berufener Botschafter des Messias Jesus, so wie Gott es gewollt hat. Ich schreibe diesen Brief zusammen mit Sosthenes, unserem Bruder.2Wir schreiben an die Gemeinde Gottes, die in Korinth wohnt, an die Menschen, die durch den Messias Jesus ganz für Gott gewonnen wurden, an die Menschen, die von ihm berufen und ganz auf seine Seite gezogen wurden, zusammen mit allen, die an allen Orten den Namen des Messias Jesus, unseres Herrn, anrufen. Er ist ja ihr und auch unser Herr!3Die große Gnade und der Friede Gottes, unseres Vaters und des Herrn Jesus, des Messias, sei mit euch!
Zuerst der Dank
4Immer wieder danke ich Gott, der mein Gott ist, für euch wegen der unverdienten Freundlichkeit Gottes im Messias Jesus, die euch geschenkt wurde.5Das ist der Grund für meine Dankbarkeit: Ihr seid durch ihn reich geworden. Das betrifft all euer Reden und all eure Erkenntnis.6Ja, so ist die Botschaft, die den Messias bestätigt, unter euch ganz fest geworden.7Somit habt ihr immer alles, was ihr braucht, alle erdenkbare geistliche Befähigung, während ihr das Kommen unseres Herrn, des Messias Jesus, erwartet.8Er wird euch helfen, auf eurem Lebenskurs fest auf das Ziel ausgerichtet zu bleiben, sodass ihr ohne Fehler dasteht an dem Tag, an dem unser Herr Jesus, der Messias, erscheint.9Ja, Gott ist vertrauenswürdig. Durch ihn seid ihr zu engen Freunden seines Sohnes, des Messias Jesus, unseres Herrn, geworden.10So ermutige ich euch, Schwestern und Brüder, und dabei berufe ich mich auf Jesus, den Messias, unseren Herrn, dass ihr in dem, was ihr sagt, alle übereinstimmt. Spaltungen sollen unter euch keinen Raum haben, sondern ihr sollt euch um echte Übereinstimmung in eurer Gesinnung und euren Ansichten bemühen.11Denn es ist mir berichtet worden, meine Geschwister, und zwar von den Leuten, die zur Hausgemeinde der Chloë gehören, dass es unter euch Streitigkeiten gibt.12Damit meine ich die Tatsache, dass ihr alle etwa so redet: »Ich gehöre zu Paulus!«, »Ich aber gehöre zu Apollos!«, oder: »Ich gehöre zu Kephas!«, oder: »Ich jedoch gehöre zum Messias!«13Ist der Messias etwa zerstückelt? Oder bin ich, Paulus, etwa für euch ans Kreuz geschlagen worden? Oder seid ihr auf den Namen von Paulus in der Taufe untergetaucht worden?14Dafür bin ich Gott dankbar, dass ich keinen Einzigen unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus.15Das sage ich deshalb, damit niemand sagen kann, er wäre in meinem Namen untergetaucht worden.16Ach ja, ich habe auch noch die Familie von Stephanas untergetaucht! Aber darüber hinaus weiß ich nicht, ob ich noch jemand anderen getauft habe.17Denn schließlich hat der Messias mich nicht dazu zu seinem Botschafter eingesetzt, dass ich irgendjemanden untertauche, sondern dazu, dass ich die gute Nachricht verbreite. Und zwar nicht in Worten voller hoher Weisheit, damit der Kreuzestod des Messias dadurch ja nicht seiner Bedeutung beraubt wird!
Die Botschaft vom Kreuz
18Die Botschaft vom Kreuz erscheint als ein unglaublicher Irrsinn denen, die den Weg zu Gottes Heil nicht finden. Aber für uns, die wir Gottes Erlösung annehmen, entfaltet diese Botschaft eine gewaltige Kraft, die von Gott kommt.19Das steht auch in Gottes Buch: »Ich werde die Weisheit der Weisen zunichte machen, und die Erkenntnis derer, die sich auf ihren Verstand verlassen, werde ich ins Nichts laufen lassen.«20Wo ist denn ein Weiser zu finden? Und wo ein schriftgelehrter Theologe? Wo ist denn einer, der in diesem Zeitalter Wortgefechte gewinnt? Hat Gott nicht die Weisheit dieser Welt als Unsinn entlarvt?21Wie ist es denn wirklich? Gott hat es in seiner Weisheit so kommen lassen, dass die Menschheit durch ihre eigene Weisheit ihn, Gott, nicht erkannt hat. Deshalb hat er es für gut und richtig angesehen, durch den scheinbaren Unsinn der Jesusbotschaft denen Gottes Heil zu schenken, die auf ihn vertrauen.22Also: Die Juden fordern Wunderzeichen und die Griechen sind auf der Suche nach Weisheit.23Doch wir geben überall öffentlich die Nachricht vom Messias weiter, von ihm, der am Kreuz hingerichtet wurde. Für die Juden ist das ein unerhörter Skandal und für die nichtjüdischen Völker einfach Unsinn.24Doch für die von Gott Berufenen, seien sie nun Juden oder Angehörige anderer Völker, verkündigen wir den Messias als gewaltige Kraft Gottes und als unüberbietbare Weisheit Gottes.25Denn es ist so: Die scheinbare Dummheit Gottes ist viel weiser als die Menschen, und die scheinbare Schwachheit Gottes ist viel stärker als die Menschen.26Schaut euch doch einmal bei euch um in der Gemeinschaft der Menschen, die von Gott berufen sind! Es gibt ja nicht viele unter euch, die nach allgemeinen Maßstäben als Weise angesehen werden, und auch nicht viele Einflussreiche, nicht viele aus den höheren Gesellschaftsschichten!27Sondern Gott hat gerade die auserwählt, die als ungebildet gelten, um so die Weisen in den Schatten zu stellen. Ja, die Schwachen in der Gesellschaft hat Gott ausgesucht, um die Mächtigen an ihren Platz zu verweisen.28Gott hat die herausgesucht, die aus keiner vornehmen Familie stammen, ja die, auf die die Leute verächtlich herabsehen, die, die nichts sind, um so die, die etwas sind, von ihrem hohen Ross herunterzuholen.29Auf diese Weise kann sich kein Mensch mehr auf seine eigenen Leistungen berufen.30Er hat es bewirkt, dass ihr jetzt in der Wirklichkeit des Messias Jesus lebt. Ja, er ist für uns zum Ein und Alles geworden: Er ist Weisheit, die von Gott kommt, und auch die Grundlage unserer Gerechtigkeit und uneingeschränkten Zugehörigkeit zu Gott, sowie der Weg der Erlösung.31Damit erfüllt sich die Aussage in Gottes Buch: »Wer auf etwas stolz sein will, der soll das hervorheben, was er, der Herr, tut!«
1Paulus, berufener Apostel[1] Christi Jesu durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder, (Apg 18,17; Röm 1,1; 2Kor 1,1; Eph 1,1; Kol 1,1; 2Tim 1,1)2an die Gemeinde[2] Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, ihres und unseres ⟨Herrn⟩. (Apg 9,14; Apg 18,1; Röm 1,7; 1Kor 6,11; Eph 1,1; Phil 1,1; Kol 1,2; 1Thess 1,1; 2Thess 1,1)3Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! (Röm 1,7)
Dank für die den Korinthern zuteilgewordene Gnade
4Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus: (Röm 1,8)5In ihm seid ihr in allem reich gemacht worden, in allem Wort[3] und aller Erkenntnis, (1Kor 12,8; 2Kor 8,7)6wie denn das Zeugnis des Christus unter[4] euch gefestigt worden ist.7Daher habt ihr an keiner Gnadengabe[5] Mangel, während ihr das Offenbarwerden unseres Herrn Jesus Christus erwartet, (1Thess 1,10; Tit 2,13)8der euch auch festigen wird bis ans Ende, ⟨sodass ihr⟩ untadelig ⟨seid⟩ an dem Tag unseres Herrn Jesus Christus. (Röm 16,25; 1Kor 5,5; 2Kor 1,14; Phil 1,6; Jud 1,24)9Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn. (1Kor 10,13; 1Thess 5,24; 2Thess 3,3; Hebr 10,23; 1Joh 1,3)
Warnung vor Parteisucht und falsch verstandener Weisheit
10Ich ermahne[6] euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig redet[7] und nicht Spaltungen unter euch sind, sondern dass ihr in demselben Sinn[8] und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seid. (Röm 12,16; 1Kor 12,25; 2Kor 13,11)11Denn es ist mir durch die ⟨Hausgenossen⟩ der Chloë über euch bekannt geworden, meine Brüder, dass Streitigkeiten unter euch sind. (1Kor 3,3; 1Kor 11,18; 2Kor 12,20)12Ich meine aber dies, dass jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas[9], ich aber Christi. (Joh 1,42; Apg 18,24; 1Kor 3,4; 2Kor 10,7)13Ist der Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt, oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden?14Ich danke Gott, dass ich niemand von euch getauft habe außer Krispus und Gajus, (Apg 18,8; Röm 16,23)15damit nicht jemand sagt, ihr seiet auf meinen Namen getauft worden.16Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemand getauft habe. (1Kor 16,15)17Denn Christus hat mich nicht ausgesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen: nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht wird. (Apg 26,16; 1Kor 2,1)18Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft. (Röm 1,16; 1Kor 2,14; 2Kor 4,3)19Denn es steht geschrieben: »Ich werde die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen werde ich verwerfen[10].« (Jes 29,14)20Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses Zeitalters[11]? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? (Hi 12,17; Jes 19,11; Jes 44,25; Röm 1,22; 1Kor 2,6; 1Kor 3,19)21Denn weil in[12] der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu retten. (Joh 17,25; 1Kor 15,2)22Und weil denn Juden Zeichen fordern und Griechen[13] Weisheit suchen, (Mt 12,38; Joh 4,48)23predigen wir Christus als gekreuzigt, für Juden ein Anstoß[14] und für Nationen eine Torheit; (Röm 9,32; 1Kor 2,2; 1Kor 2,14; Gal 5,11)24den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen[15], Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (Röm 1,16; Röm 9,24; 1Kor 2,4; Kol 2,3)25Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen.26Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; (Mt 11,25; Joh 7,48)27sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden macht; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden macht. (Apg 4,13; Jak 2,5)28Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichtemache, (1Sam 2,8)29dass sich vor Gott kein Fleisch rühmen kann. (Röm 3,27; Eph 2,9)30Aus ihm aber ⟨kommt es, dass⟩ ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit[16] und Erlösung; (Joh 17,19; Röm 8,1; 1Kor 6,11; 2Kor 5,21; Eph 1,7; Kol 1,14; Kol 2,3; Hebr 10,10)31damit, wie geschrieben steht: »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn[17]!« (Jes 45,25; Jer 9,23; 2Kor 10,17; Gal 6,14)