Psalm 79

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Ein Psalm Asafs. O Gott, Völker sind eingedrungen in dein Erbe, / sie haben deinen heiligen Tempel entweiht, sie legten Jerusalem in Trümmer. (2Kön 25,8; Kla 1,10) 2 Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben den Vögeln des Himmels, das Fleisch deiner Frommen den Tieren der Erde. (Jer 7,33; 1Mak 7,17) 3 Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen rings um Jerusalem und niemand hat sie begraben. (Jer 14,16) 4 Wir sind zum Hohn geworden unseren Nachbarn, zu Spott und Schimpf denen, die rings um uns wohnen. (Ps 31,12; Zef 2,8) 5 Wie lange noch, HERR? / Willst du für immer zürnen, wird brennen wie Feuer dein Eifer? (Ps 89,47) 6 Gieße deinen Zorn aus über die Völker, die dich nicht erkennen, und über die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen! (Ps 14,4; Jer 10,25; Sir 36,1) 7 Denn sie haben Jakob gefressen und seine Wohnstatt verwüstet. 8 Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! / Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! Denn wir sind sehr erniedrigt. 9 Hilf uns, Gott unsres Heils, um der Herrlichkeit deines Namens willen! Reiß uns heraus und vergib uns die Sünden um deines Namens willen! (Hes 20,44; Hes 36,22) 10 Warum dürfen die Völker sagen: Wo ist nun ihr Gott? / Lass kund werden unter den Völkern vor unsern Augen, wie du das vergossene Blut deiner Knechte vergiltst! (Ps 42,11; Joe 4,21) 11 Das Stöhnen des Gefangenen komme vor dein Angesicht! Durch deinen mächtigen Arm erhalte die Kinder des Todes am Leben. (Ps 102,21) 12 Siebenfach vergilt unsern Nachbarn den Hohn, mit dem sie dich, mein Herr, verhöhnen![1] (Ps 137,7) 13 Wir aber, dein Volk und die Herde deiner Weide, / wir wollen dir danken auf ewig, von Geschlecht zu Geschlecht dein Lob verkünden. (Ps 95,7) 

Psalm 79

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Ein Psalm. Von Asaf. Gott! Nationen sind in dein Erbteil gekommen, haben deinen heiligen Tempel verunreinigt, haben Jerusalem zu Trümmerhaufen gemacht. (2Kön 25,9; Ps 50,1; Kla 1,10; Mi 3,12; Lk 21,24) 2 Die Leichen deiner Knechte haben sie den Vögeln des Himmels zum Fraß gegeben, das Fleisch deiner Getreuen den wilden Tieren des Feldes. (Jer 7,33) 3 Sie haben ihr Blut wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, und niemand war da, der begraben hätte. (Jer 14,16; Zef 1,17; Offb 11,9) 4 Wir sind ein Hohn geworden unseren Nachbarn, ein Spott und Schimpf denen, die uns umgeben. (Ps 44,14) 5 Bis wann, HERR, willst du immerfort zürnen, soll wie Feuer brennen dein Eifer? (Ps 80,5; Ps 89,47) 6 Schütte deinen Zorn aus über die Nationen, die dich nicht erkennen, auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen! (Jer 10,25; 2Thess 1,8) 7 Denn sie haben Jakob aufgezehrt[1], sein Weidegebiet haben sie verwüstet. (Jes 64,9) 8 Rechne uns nicht an die Schuld der Vorfahren[2]; lass uns dein Erbarmen eilends entgegenkommen! Denn wir sind sehr gering[3] geworden. 9 Hilf uns, Gott unseres Heils[4], um der Ehre[5] deines Namens willen. Rette uns und vergib unsere Sünden um deines Namens willen! (Hes 20,44) 10 Warum sollen die Nationen sagen: Wo ist ihr Gott? Lass unter den Nationen vor unseren Augen kundwerden,[6] dass du das vergossene Blut deiner Knechte rächst[7]! (5Mo 32,43; Ps 42,4) 11 Lass vor dich kommen das Seufzen des Gefangenen; nach der Größe deines Armes lass übrig bleiben die Kinder des Todes! (Ps 102,21) 12 Und gib unseren Nachbarn siebenfach in ihren Schoß zurück ihren Hohn, mit dem sie dich gehöhnt haben, Herr! (Ps 89,52) 13 Wir aber sind dein Volk und die Herde deiner Weide. Wir wollen dich ewig preisen, von Generation zu Generation dein Lob erzählen! (Ps 74,1; Jes 43,21) 

Psalm 79

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Ein Lied Asafs. Gott, Fremde sind in dein Land eingefallen; sie haben deinen heiligen Tempel geschändet und Jerusalem in Trümmer gelegt. (2Kön 25,8; Ps 74,1) 2 Sie haben deine Diener getötet, alle, die zu dir hielten, und haben sie überall liegen lassen als Fraß für die Geier und wilden Tiere. (Jer 12,9) 3 Im ganzen Umkreis von Jerusalem ist das Blut deines Volkes in Strömen geflossen und niemand war da, der die Toten begrub. 4 Die Nachbarvölker überschütten uns mit Hohn, sie lachen und spotten über uns. (Ps 44,14) 5 Wie lange noch, HERR? Willst du für immer zornig auf uns sein? Willst du weiterwüten wie ein Feuer? (Ps 13,2; Ps 85,6) 6 Lass deinen Zorn an den Fremden aus, an den Völkern, die dich nicht kennen, den Königreichen, wo man dich nicht ehrt! 7 Denn sie haben Israel vernichtet und sein Land verwüstet. (2Kön 25,8) 8 Rechne uns nicht das Unrecht an, das unsere Väter begangen haben! Begegne uns bald mit deinem Erbarmen, denn wir sind völlig am Ende! (Hes 18,1; Hes 18,20) 9 Gott, unser Retter, hilf uns; deine eigene Ehre steht auf dem Spiel! Befrei uns, vergib uns unsere Schuld; mach deinem Namen Ehre! (Ps 115,1) 10 Warum sollen die Völker sagen: »Wo ist er denn, ihr Gott?« Lass sie erkennen und lass uns sehen, wie du an ihnen Vergeltung übst für das vergossene Blut deiner Diener! 11 Lass das Stöhnen der Gefangenen zu dir dringen! Deine Macht ist so groß; darum bewahre das Leben der Todgeweihten! 12 Unsere Nachbarn haben dich verhöhnt; zahl es ihnen siebenfach zurück! 13 Wir aber, dein Volk, für das du sorgst wie ein Hirt für seine Herde, wir wollen dir allezeit danken und deinen Ruhm verkünden in allen Generationen! (Ps 74,1) 

Psalm 79

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Ein Psalm Asafs. Gott, es sind Heiden in dein Erbe eingefallen; / die haben deinen heiligen Tempel entweiht und aus Jerusalem einen Steinhaufen gemacht. 2 Sie haben die Leichname deiner Knechte / den Vögeln unter dem Himmel zu fressen gegeben und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande. 3 Sie haben ihr Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser, und da war niemand, der sie begrub. 4 Wir sind bei unsern Nachbarn zur Schmach geworden, zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind. (Ps 44,14) 5 Wie lange, HERR, willst du immerfort zürnen? Wie lange wird dein Eifer brennen wie Feuer? 6 Schütte deinen Grimm auf die Völker, die dich nicht kennen, und auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen. (Jer 10,25) 7 Denn sie haben Jakob gefressen und seine Stätte verwüstet. 8 Rechne uns die Schuld der Väter nicht an, erbarme dich unser bald, denn wir sind sehr elend. 9 Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Errette uns und vergib uns unsre Sünden um deines Namens willen! 10 Warum lässt du die Heiden sagen: »Wo ist nun ihr Gott?« Lass unter den Heiden vor unsern Augen kundwerden die Vergeltung für das Blut deiner Knechte, das vergossen ist. (Ps 115,12; Joe 2,17) 11 Lass vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; durch deinen starken Arm erhalte die Kinder des Todes 12 und vergilt unsern Nachbarn siebenfach ihr Schmähen, mit dem sie dich, Herr, geschmäht haben. (Ps 137,7) 13 Wir aber, dein Volk, die Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkünden deinen Ruhm für und für. 

Psalm 79

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Ein Psalm Asafs. Gott, fremde Völker haben dein Land, dein Eigentum, erobert. Sie haben deinen heiligen Tempel entweiht und Jerusalem in Trümmer gelegt. (Ps 74,2; Jer 26,18; Kla 1,10) 2 Sie haben die Leichname deiner Diener den Vögeln des Himmels zum Fraß vorgeworfen und das Fleisch deiner treuen Diener den wilden Tieren überlassen. (5Mo 28,26; Jer 7,33; Jer 16,4) 3 Ihr Blut wurde wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, und keiner ist mehr übrig, der die Toten begraben könnte. (Jer 14,16) 4 Unsere Nachbarvölker verhöhnen uns, wir sind zum Hohn und Gespött geworden der Menschen, die uns umgeben. (Ps 44,14) 5 HERR, wie lange willst du noch zornig auf uns sein? Wie lange noch wird deine Eifersucht wie Feuer wüten? (Ps 74,1; Zef 3,8) 6 Lass doch deinen Zorn an den Völkern aus, die sich weigern, dich anzuerkennen, und an den Königreichen, die deinen Namen nicht anrufen. (Jer 10,25; 2Thess 1,8) 7 Denn sie haben dein Volk Israel[1] vernichtet und das Land verwüstet. (Ps 53,5) 8 Rechne uns die Schuld unserer Väter nicht an, sondern erbarme dich bald wieder über uns, denn wir sind sehr schwach. (Ps 106,6; Ps 142,7; Jes 26,5; Jes 64,9) 9 Hilf uns, Gott, unser Retter. Hilf uns um der Ehre deines Namens willen! Rette uns und vergib uns unsre Sünden um deines Namens willen! (2Chr 14,10; Jer 14,7) 10 Warum sollen die anderen Völker uns verspotten und fragen dürfen: »Wo ist denn nun ihr Gott?« Zeige ihnen, vor unseren Augen, dass du das vergossene Blut deines Volkes rächst. (Ps 115,2) 11 Höre das Stöhnen der Gefangenen. Zeige deine große Macht und rette die, die man töten will. 12 Herr, nimm siebenfach Rache an unseren Nachbarvölkern, weil sie dich verachtet und verspottet haben. (1Mo 4,15; Ps 74,10) 13 Wir aber, dein Volk und die Schafe deiner Weide, werden dir für immer und ewig danken und deine Größe loben von Generation zu Generation. (Ps 74,1; Ps 95,7; Ps 100,3; Jes 43,21) 

Psalm 79

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Asaf sagt hier was zu Gott: Da sind fremde Völker eingefallen, nehmen dein Land ein, was eigentlich nur für uns sollte da sein. Sie siffen in deinen heiligen Tempel rein, entweihen den und machen aus Jerusalem einen Schrottplatz mit Krähen. 2 Ratzfatz haben sie alle umgebracht, die dir gedient haben. Ihre Leichen wurden zu Chappi für Hunde, Geier konnten sich dran satt laben. 3 Auch in den Nachbarstaaten wurde viel Blut vergossen, das Blut ihrer Leichen ist noch nicht abgeflossen. Und keiner war da, um sie auch anständig zu beerdigen. 4 Und unsere Nachbarn lachen uns aus, verarschen uns, anstatt uns zu -würdigen. 5 Gott, wie lange noch willst du denn sauer auf uns sein? Soll denn dein Zorn denen wie unser Straffeuer erscheinen? 6 Lass deinen Ärger doch an den anderen Nationen aus, die nicht zu dir beten, die ignorieren dein Haus! 7 Denn die haben doch deine Leute ganz klar auf dem Gewissen, haben ihre Zelte zerrissen, auf ihr Leben geschissen. 8 Bestrafe uns doch nicht für den Mist unserer Väter, komm schnell vorbei, besser jetzt als noch später, zögere bitte nicht, sei bitte gut mit uns, denn wir sind jetzt am Ende mit unserer Kunst. 9 Hilf uns, Gott, du bist unser Retter, komm denen in die Quere, sei da und verzeih unsere Schuld, es geht auch um deine Ehre! 10 Warum sollen die Völker, denen du total egal bist, ablachen und sagen: „Na, sagt uns doch mal, wo euer Gott jetzt ist?“ Diese Trottel sollen es nicht packen, wenn du dann erst recht das Blut deiner Freunde rächst, wenn du die Feinde ächt’st. 11 Die Schreie der Gefangenen, verdammt, Gott, höre! Du hast den Joystick der Macht, kannst sie alle, voll Möhre, 12 retten, die man töten will. Gott, die ganzen anderen Völker machen Witze über dich. Zahl es ihnen heim, siebenmal mehr fürchterlich. 13 Wir aber gehören zu dir wie ein Team zu seinem Trainer. Du wirst niemals entlassen, denn du bist nicht so einer, der einen verlässt, du passt auf uns auf. Wir machen ’ne La Ola, und wir sind voll gut drauf. Wir erzählen unseren Kindern, wie gigantisch du bist, damit jeder das weiß und es niemals vergisst.