Psalm 42

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Für den Chormeister. Ein Weisheitslied der Korachiter. 2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, nach dir, Gott. (Ps 84,3; Ps 143,6) 3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht? (Ps 27,4) 4 Meine Tränen sind mir Brot geworden bei Tag und bei Nacht; man sagt zu mir den ganzen Tag: Wo ist dein Gott? (Hi 3,24; Ps 80,6; Ps 102,10) 5 Ich denke daran und schütte vor mir meine Seele aus: Ich will in einer Schar einherziehn. Ich will in ihr zum Haus Gottes schreiten, / im Schall von Jubel und Dank in festlich wogender Menge. (Ps 122,1) 6 Was bist du bedrückt, meine Seele, und was ächzt du in mir? Harre auf Gott; / denn ich werde ihm noch danken für die Rettung in seinem Angesicht. (Ps 62,6) 7 Bedrückt ist meine Seele in mir, / darum gedenke ich deiner im Jordanland, am Hermon, am Berg Mizar. 8 Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner stürzenden Wasser, all deine Wellen und Wogen zogen über mich hin. (Hi 22,11; Ps 18,5; Ps 32,6; Ps 69,2; Ps 88,8; Ps 124,4; Jon 2,4) 9 Bei Tag entbietet der HERR seine Huld / und in der Nacht ist sein Lied bei mir, ein Gebet zum Gott meines Lebens. 10 Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: / Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich trauernd einhergehn, von meinem Feind unterdrückt? (Ps 92,16) 11 Es trifft mich zu Tode in meinen Gebeinen, / dass meine Bedränger mich verhöhnen, da sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott? (Ps 42,4; Ps 79,10; Ps 115,2; Joe 2,17; Mi 7,10) 12 Was bist du bedrückt, meine Seele, und was ächzt du in mir? Harre auf Gott; / denn ich werde ihm noch danken, der Rettung meines Angesichts und meinem Gott. 

Psalm 42

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Dem Chorleiter. Ein Maskil[1]. Von den Söhnen Korachs. (2Mo 6,24; 4Mo 26,11) 2 Wie eine Hirschkuh lechzt nach Wasserbächen[2], so lechzt meine Seele nach dir, Gott! 3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: Wann werde ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht[3]? (2Mo 23,17; Ps 63,2; Ps 84,3; Ps 143,6; 1Tim 4,10) 4 Meine Tränen sind mein Brot geworden Tag und Nacht, da man den ganzen Tag zu mir sagt: Wo ist dein Gott? (Ps 79,10; Ps 80,6; Ps 102,10; Ps 115,2; Joe 2,17) 5 Daran will ich denken und vor mir ausschütten meine Seele, wie ich einherzog,[4] in der Schar sie führte[5] zum Hause Gottes, mit Klang des Jubels und Dankes – ein feierlicher Aufzug. 6 Was bist du so aufgelöst[6], meine Seele, und stöhnst[7] in mir? Harre auf Gott! – denn ich werde ihn noch preisen ⟨für⟩[8] die Heilstaten seines Angesichts[9]. (Ps 43,5) 7 Mein Gott[10], aufgelöst[11] in mir ist meine Seele; darum denke ich an dich aus dem Land des Jordan und des Hermon, vom Berg Misar. 8 Flut ruft der Flut zu[12] beim Brausen deiner Wassergüsse; alle deine Wogen und deine Wellen sind über mich hingegangen. (Ps 88,8; Ps 124,4; Jon 2,4) 9 Des Tages wird der HERR seine Gnade aufbieten, und des Nachts wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens. (Ps 92,3) 10 Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: »Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich trauernd einhergehen, bedrückt durch den Feind? « (Ps 43,2; Ps 55,4; Kla 5,20) 11 Wie[13] Mord in meinen Gebeinen höhnen mich meine Bedränger, indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott? (Ps 79,10; Ps 102,9; Ps 115,2; Joe 2,17) 12 Was bist du so aufgelöst[14], meine Seele, und was stöhnst[15] du in mir? Harre auf Gott! – denn ich werde ihn noch preisen, die Heilstaten meines Angesichts[16] und meinen Gott. (Ps 43,5) 

Psalm 42

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Ein Gedicht der Korachiter.[1] 2 Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt, so sehne ich mich nach dir, mein Gott! (Ps 17,15; Ps 84,3) 3 Ich dürste nach Gott, nach dem wahren, lebendigen Gott. Wann darf ich zu ihm kommen, wann darf ich ihn sehen?[2] 4 Tränen sind meine Nahrung bei Tag und Nacht, weil man mich ständig fragt: »Wo bleibt er denn, dein Gott?« (Ps 115,1) 5 Wenn ich an früher denke, geht das Herz mir über: Da zog ich mit der großen Schar zum Hause Gottes, da konnte ich jubeln und danken in der feiernden Menge. (Ps 122,1) 6 Warum bin ich so mutlos? Muss ich denn verzweifeln? Auf Gott will ich hoffen! Ich weiß, ich werde ihn noch einmal preisen, ihn, meinen Gott, der mir hilft.[3] (Ps 39,8; Ps 62,6) 7 Ich weiß nicht mehr aus noch ein! Darum gehen meine Gedanken zu ihm – aus der Ferne, vom Land an den Jordanquellen, vom Hermongebirge mit seinen Gipfeln. 8 Rings um mich tost es und braust es: Flut auf Flut, von ihm geschickt, Welle auf Welle rollt über mich hin. (Hi 22,11; Ps 18,5; Ps 69,2; Ps 88,8; Ps 124,4; Jon 2,4) 9 Am Tag wird er mir seine Güte erweisen und in der Nacht will ich ihm singen voller Dank; zu Gott will ich beten, der mir das Leben gibt. (Ps 119,55) 10 Ich sage zu ihm, meinem Beschützer: Warum hast du mich vergessen? Warum geht es mir so elend? Und dazu quälen mich noch meine Feinde! (Ps 22,2) 11 Wie eine tödliche Wunde ist ihr Hohn für mich, weil sie mich täglich fragen: »Wo bleibt er denn, dein Gott?« 12 Warum bin ich so mutlos? Muss ich denn verzweifeln? Auf Gott will ich hoffen! Ich weiß, ich werde ihn noch einmal preisen, ihn, meinen Gott, der mir hilft. 

Psalm 42

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Eine Unterweisung der Korachiter, vorzusingen. (1Chr 6,16; 1Chr 6,22; 2Chr 20,19) 2 Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. 3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue? (Ps 63,2; Ps 84,3; Ps 143,6) 4 Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? (Ps 79,10) 5 Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst: wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern. (Ps 27,4) 6 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er mir hilft mit seinem Angesicht. (Ps 116,7) 7 Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, / darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermon, vom Berge Misar. 8 Deine Fluten rauschen daher, / und eine Tiefe ruft die andere; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. 9 Am Tage sendet der HERR seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens. 10 Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? (5Mo 32,4) 11 Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, / wenn mich meine Feinde schmähen und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? 12 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. 

Psalm 42

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Für den Chorleiter: Ein Psalm der Nachkommen Korachs. 2 Wie der Hirsch nach Wasser dürstet, so sehne ich mich nach dir, mein Gott. (Ps 63,2) 3 Mich dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und ihn sehen? (Ps 43,4; Ps 84,2; Ps 143,6; Jer 10,10; Röm 9,26) 4 Tränen sind meine Speise bei Tag und Nacht, denn ständig verspotten mich meine Feinde und höhnen: »Wo ist nun dein Gott?« (Ps 79,10; Ps 80,6; Joe 2,17) 5 Wenn ich an früher denke, bricht mir das Herz: Da ging ich der großen Menge voran und führte sie zum Hause Gottes, da konnte ich jubeln und danken in der feiernden Menge. (Hi 30,16; Ps 100,4; Jes 30,29) 6 Warum bin ich so mutlos? Warum so traurig? Auf Gott will ich hoffen, denn eines Tages werde ich ihn wieder loben, meinen Retter und meinen Gott. (Ps 38,7; Ps 44,4; Ps 77,4; Kla 3,24) 7 Jetzt bin ich mutlos, darum denke ich an dich aus dem Land am Jordan und dem Hermongebirge, auf dem Berg Misar. (Ps 61,3; Mk 14,34) 8 Rings um mich tobt das Wasser, während Wellen und Wogen über mich hinweggehen. (Ps 88,8; Jon 2,4) 9 Am Tag schenkt der HERR mir seine Gnade, und in der Nacht singe ich ihm Lieder und bete zu Gott, der mir das Leben gibt. (Hi 35,10; Ps 16,7; Ps 57,4; Ps 77,7; Ps 149,4) 10 Zu Gott, meinem Felsen, rufe ich: »Warum hast du mich verlassen und warum muss alles so dunkel um mich sein und ich unter der Gewalt meiner Feinde leiden?« (Ps 17,10; Ps 38,7) 11 Ihr Spott ist mir wie eine tödliche Wunde, wenn sie spotten und fragen: »Wo ist nun dein Gott?« 12 Warum bin ich so mutlos? Warum so traurig? Auf Gott will ich hoffen, denn eines Tages werde ich ihn wieder loben, meinen Retter und meinen Gott! 

Psalm 42

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Von Korachs Söhnen – Think about it. 2 Ohne Gott ist Leben so wie Wüste ohne Trinken. 3 Gott, wann kann ich dir wieder Lieder singen? 4 Tag und Nacht weine ich, Tränen sind meine tägliche Speise. Sie fragen mich: „Wo bleibt dein Gott, warum lässt er dich alleine?“ 5 Früher war ich, wenn’s um Gott ging, immer ganz vorne mit dabei. 6 Warum bin ich traurig? Ich weiß, es kommt auch wieder ’ne bessere Zeit. 7 Ich bin weit weggegangen von der Gemeinde, war traurig, musste mich -verpissen. 8 Ich weiß nicht, was mit mir los ist, fühl mich aufgewühlt und wie zerrissen. 9 Die ganze Zeit bete ich, singe ich Lieder und warte. Gott, gib mir mein Leben zurück und schenk mir wieder Gnade. 10 Chef, du bist und bleibst doch mein einziger Halt. Erlöse mich bitte ganz bald von Leid und Gewalt. 11 Mein Herz platzt fast vor Trauer, wenn andere fragen, wo du bleibst. 12 Aber ich hör nicht auf zu hoffen, denn ich weiß: Ich werde dir immer danken, du bist mein Gott, du wirst mir beistehen. Wenn ich auf dich hoffe, werd ich nicht wie ’ne Pflanze eingehen.