Isaiah 51

Elberfelder Bibel

1 Hört auf mich, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr den HERRN sucht! Blickt hin auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid! (2Ch 15:2; Pr 15:9; Isa 48:1; Mt 5:6) 2 Blickt hin auf Abraham, euren Vater, und auf Sara, die euch geboren hat! Denn ich rief ihn als einen Einzelnen, und ich segnete ihn und mehrte ihn. (Ge 12:1; Ge 24:1; De 26:5; Eze 33:24; Ro 4:1) 3 Denn der HERR tröstet Zion, tröstet alle seine Trümmerstätten. Und er macht seine Wüste wie Eden und seine Steppe wie den Garten des HERRN. Jubel und Freude findet man darin, Lobpreis und Stimme des Gesanges. (Ps 102:14; Isa 35:1; Isa 41:19; Isa 49:13; Isa 52:9; Jer 31:13; Jer 33:11; Eze 36:35) 4 Merkt auf mich, mein Volk, und meine Nation[1], hört auf mich! Denn Weisung[2] geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker. Im Nu (Isa 42:4; Mic 4:2) 5 ist nahe meine Gerechtigkeit, mein Heil ist hervorgetreten, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich hoffen die Inseln, und auf meinen Arm warten sie. (Isa 40:10; Isa 46:13; Isa 60:9; Mt 12:21) 6 Erhebt zum Himmel eure Augen und blickt auf die Erde unten! Denn der Himmel wird wie Rauch zerfetzt werden, und die Erde wird zerfallen wie ein Kleid, und ihre Bewohner werden dahinsterben wie Mücken[3]. Aber mein Heil wird in Ewigkeit bestehen, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerschlagen werden[4]. (Isa 45:17; Isa 54:9; Da 9:24; Mt 5:18; 1Co 7:31; Heb 1:11; Heb 12:27; 2Pe 3:7; Re 20:11) 7 Hört auf mich, die ihr Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist: Fürchtet nicht die Schmähung der Menschen und erschreckt nicht vor ihren Hohnreden! (De 6:6; Isa 37:6; Jer 31:33; Mt 5:11; Mt 10:28) 8 Denn wie ein Kleid wird die Motte sie verzehren und wie Wolle die Schabe sie verzehren. Aber meine Gerechtigkeit wird in Ewigkeit bestehen und mein Heil von Generation zu Generation. (Isa 50:9) 9 Wach auf, wach auf! Kleide dich in Kraft, du Arm des HERRN! Wach auf wie in den Tagen der Vorzeit, wie bei den längst vergangenen Generationen! Bist du es nicht, der Rahab[5] zerhauen, das Seeungeheuer durchbohrt hat? (Ps 44:2; Ps 44:24; Ps 74:13; Ps 89:11; Isa 27:1; Isa 59:16) 10 Bist du es nicht, der das Meer ausgetrocknet hat, das Wasser der großen Flut, der die Tiefen des Meeres zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchzogen? (Ex 14:21; Isa 43:16; Mic 7:15) 11 Und die Befreiten des HERRN werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Sie werden Wonne und Freude erlangen, Kummer und Seufzen werden entfliehen. (Isa 35:10; Jer 30:19) 12 Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist du, dass du dich vor dem Menschen fürchtest, der hinstirbt, und vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird, (1Sa 17:11; Isa 8:12; Isa 12:2; Isa 40:1; Isa 40:6; Isa 52:9; Isa 57:18; Isa 61:2; Isa 66:13; 2Co 1:3; 1Pe 1:24) 13 und dass du den HERRN vergisst, der dich macht, der den Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt, und dass du dich beständig, den ganzen Tag, vor dem Zorn des Bedrängers fürchtest, wenn er zielt[6], um dich zu vernichten? Wo ist denn der Zorn des Bedrängers? (Ps 106:13; Isa 17:10; Isa 40:22; Isa 43:1; Jer 51:19) 14 Der in Fesseln Gekrümmte wird bald losgelassen werden und wird nicht hinsterben ins Grab, und sein Brot wird ihm nicht mangeln. (Isa 30:20; Isa 49:25; Isa 52:2; Zec 9:11) 15 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wogen brausen, HERR der Heerscharen ist sein Name. (Ex 6:7; Job 26:12; Isa 47:4; Isa 48:2; Isa 54:5; Jer 51:5) 16 Und ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich bedeckt mit dem Schatten meiner Hand, um den Himmel wie ein Zelt aufzuschlagen[7] und die Grundmauern der Erde zu legen und zu Zion zu sagen: Mein Volk bist du! (Ex 4:15; Isa 49:2; Isa 59:21; Ho 2:25) 17 Raff dich auf, raff dich auf! Erhebe dich, Jerusalem, die du aus der Hand des HERRN den Becher seines Zornes getrunken! Den Kelch, den Becher des Taumels, hast du getrunken, hast ihn ausgeschlürft. (Ps 60:5; Isa 40:2; Isa 52:1; Isa 63:6; Re 14:10) 18 Da war niemand, der sie leitete, von allen Kindern, die sie geboren, und niemand, der sie bei der Hand nahm, von allen Kindern, die sie großgezogen hatte. (Jer 10:20; Eze 34:6) 19 Dies beides hat dich getroffen - wer bekundet dir Beileid[8]? Verwüstung und Zusammenbruch, Hungersnot und Schwert - wie könnte ich dich trösten? (Jer 15:5; La 1:9; La 3:47; Eze 14:21; Na 3:7) 20 Deine Kinder sind ohnmächtig hingesunken, sie lagen an allen Straßenecken wie die Antilope im Netz, voll getroffen vom Zorn des HERRN und dem Drohen deines Gottes. (La 2:11; La 4:11) 21 Darum höre doch dies, die du elend bist und trunken, aber nicht vom Wein! (Isa 29:9; La 3:15) 22 So spricht der HERR, dein Herr, und dein Gott, der den Rechtsstreit seines Volkes führt: Siehe, ich nehme aus deiner Hand den Taumelbecher, den Kelch, den Becher meines Zorns; du wirst ihn nicht mehr länger trinken. (Isa 54:9; La 3:58) 23 Ich gebe ihn in die Hand deiner Peiniger, die zu deiner Seele sagten: Bück dich, dass wir hinüberschreiten! Und du machtest deinen Rücken der Erde gleich, wie eine Straße für die Hinüberschreitenden. (Ps 66:12; Ps 129:3)