2.Petrus 1

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Simon Petrus, Knecht[1] und Apostel[2] Jesu Christi, denen, die einen gleich kostbaren Glauben mit uns empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus: (Tit 1,4; Tit 2,13; 1Petr 1,1)2 Gnade und Friede werde euch ⟨immer⟩ reichlicher zuteil in der Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn! (Dan 3,31; Joh 17,3; 1Petr 1,2)3 Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottesfurcht geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch ⟨seine⟩ eigene Herrlichkeit und Tugend[3], (Eph 1,17; Kol 3,10; 1Tim 3,16; 1Joh 5,13)4 durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben, das durch die Begierde in der Welt ist, entflohen seid: (Gal 1,4; Hebr 8,6; 1Joh 3,9)5 Eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf und reicht in eurem Glauben die Tugend[4] dar, in der Tugend[5] aber die Erkenntnis,6 in der Erkenntnis aber die Enthaltsamkeit, in der Enthaltsamkeit aber das Ausharren, in dem Ausharren aber die Gottesfurcht,7 in der Gottesfurcht aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe!8 Denn wenn diese ⟨Dinge⟩ bei euch vorhanden sind und zunehmen, lassen sie ⟨euch⟩ im Hinblick auf die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus nicht träge und nicht fruchtlos sein. (2Petr 3,18)9 Denn bei wem diese ⟨Dinge⟩ nicht vorhanden sind, der ist blind, kurzsichtig und hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. (Mt 18,32; Hebr 1,3; 1Joh 2,9)10 Darum, Brüder, befleißigt euch umso mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen! Denn wenn ihr diese ⟨Dinge⟩ tut, werdet ihr niemals straucheln. (Phil 2,12; 1Joh 3,6)11 Denn so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich[6] unseres Herrn und Retters Jesus Christus. (Lk 1,33)12 Deshalb will ich Sorge tragen, euch immer an diese ⟨Dinge⟩ zu erinnern, obwohl ihr sie wisst und in der ⟨bei euch⟩ vorhandenen Wahrheit gestärkt[7] seid. (Röm 15,14; Phil 3,1; 2Tim 2,14; 1Joh 2,21)13 Ich halte es aber für recht, solange ich in diesem Zelt bin, euch durch Erinnerung aufzuwecken, (2Kor 5,1; 2Petr 3,1)14 da ich weiß, dass das Ablegen meines Zeltes bald geschieht, wie auch unser Herr Jesus Christus mir kundgetan hat. (Joh 21,18; 2Tim 4,6)15 Ich werde aber darauf bedacht sein[8], dass ihr auch nach meinem Abschied jederzeit imstande seid, euch diese Dinge ins Gedächtnis zu rufen.16 Denn wir haben euch die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus kundgetan, nicht indem wir ausgeklügelten Fabeln folgten, sondern weil wir Augenzeugen seiner herrlichen Größe gewesen sind. (Mt 16,27; Mt 17,2; Joh 1,14; 2Kor 2,17; 1Joh 1,1)17 Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als von der erhabenen Herrlichkeit eine solche Stimme an ihn erging: »Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.« (Mt 3,17)18 Und diese Stimme hörten wir vom Himmel her ergehen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. (Lk 9,35)19 Und so besitzen wir das prophetische Wort ⟨umso⟩ fester, und ihr tut gut, darauf zu achten als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht, (2Chr 20,20; Ps 119,105; Spr 6,23; Sach 1,6; Lk 1,70; Lk 24,44; Röm 13,12; 2Petr 3,2; Offb 2,28)20 indem ihr dies zuerst wisst, dass keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht[9].21 Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben von Heiligem Geist. (2Sam 23,2; Mt 22,43; Lk 1,67; 2Tim 3,16; 1Petr 1,11)

2.Petrus 1

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Simeon[1] Petrus, Diener und Apostel Jesu Christi, an alle, die den gleichen kostbaren Glauben empfangen haben wie wir – einen Glauben, der uns aufgrund der Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters[2] Jesus Christus geschenkt ist[3]. (Apg 15,14)2 ´Ich wünsche` euch, dass ihr Gott und unseren Herrn Jesus immer besser kennen lernt und dadurch[4] in immer größerem Maß Gnade und Frieden erfahrt.3 In seiner göttlichen Macht hat Jesus[5] uns alles geschenkt, was zu einem Leben in der Ehrfurcht vor ihm nötig ist. Wir haben es dadurch bekommen, dass wir ihn kennen gelernt haben – ihn, der uns in seiner wunderbaren Güte zum Glauben gerufen hat.4 In seiner Güte[6] hat er uns auch die größten und kostbarsten Zusagen gegeben. Gestützt auf sie, könnt ihr dem Verderben entfliehen, dem[7] diese Welt aufgrund ihrer Begierden ausgeliefert ist, und könnt Anteil an seiner göttlichen Natur bekommen.[8] (Eph 3,19)5 Darum setzt alles daran, dass zu eurem Glauben Charakterfestigkeit[9] hinzukommt und zur Charakterfestigkeit ´geistliche` Erkenntnis,6 zur Erkenntnis Selbstbeherrschung, zur Selbstbeherrschung Standhaftigkeit, zur Standhaftigkeit Ehrfurcht vor Gott,7 zur Ehrfurcht vor Gott Liebe zu den Glaubensgeschwistern und darüber hinaus Liebe ´zu allen Menschen`.8 Denn wenn das alles bei euch vorhanden ist und ständig zunimmt, wird euer Glaube nicht untätig und nicht unfruchtbar bleiben, und ihr werdet Jesus Christus, unseren Herrn, immer besser kennen lernen[10].9 Doch wer das alles nicht hat, der ist so kurzsichtig, dass er wie ein Blinder ´im Dunkeln umhertappt`. Ein solcher Mensch hat vergessen, dass er vom Schmutz seiner früheren Sünden gereinigt wurde.10 Deshalb, liebe Geschwister, setzt erst recht alles daran, eure Berufung und Erwählung ´durch ein entsprechendes Leben` zu bestätigen. Wenn ihr das tut, werdet ihr vor jedem Fehltritt bewahrt bleiben[11],11 und der Zugang zum ewigen Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus wird euch weit offen stehen[12].12 Daher werde ich euch immer wieder an diese Dinge erinnern, auch wenn ihr sie bereits kennt und fest auf dem Boden der Wahrheit steht, die euch verkündet wurde[13].13 Aber ich halte es für richtig, euch das alles ins Gedächtnis zu rufen und euch auf diese Weise immer wieder wachzurütteln, solange ich noch in meinem jetzigen Körper bin, diesem Zelt, das meine irdische Bleibe ist[14].14 Ich weiß nämlich, dass mein Zelt schon bald abgebrochen wird[15]; Jesus Christus selbst[16], unser Herr, hat es mir offenbart. (Joh 21,18; Joh 21,19)15 Doch ich werde alles daran setzen, dass ihr euch auch nach meinem Tod jederzeit an diese Dinge erinnern könnt.16 Denn wir haben uns nicht etwa auf klug ausgedachte Geschichten gestützt, als wir euch ankündigten, dass Jesus Christus, unser Herr, wiederkommen und seine Macht offenbaren wird[17]. Nein, wir haben seine majestätische Größe mit eigenen Augen gesehen.17 ´Wir waren` nämlich ´dabei,` als er von Gott, dem Vater, geehrt wurde und in himmlischem Glanz erschien[18]; ´wir waren dabei,` als die Stimme der höchsten Majestät zu ihm sprach und Folgendes verkündete[19]: »Dies ist mein geliebter Sohn; an ihm habe ich Freude.«18 Wir selbst haben die Stimme gehört, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren – diese Stimme, die vom Himmel kam.[20] (Mt 17,1; Mk 9,2; Lk 9,28)19 Darüber hinaus haben wir die Botschaft der Propheten, die durch und durch zuverlässig ist.[21] Ihr tut gut daran, euch an sie zu halten, denn sie ist wie eine Lampe[22], die an einem dunklen Ort scheint. ´Haltet euch an diese Botschaft,` bis der Tag anbricht und das Licht des Morgensterns es in euren Herzen hell werden lässt[23].20 In diesem Zusammenhang ist es von größter Wichtigkeit, dass ihr Folgendes bedenkt: Keine einzige prophetische Aussage der Schrift ist das Ergebnis eigenmächtiger Überlegungen[24] ´des jeweiligen Propheten`.21 Anders gesagt: Keine Prophetie[25] hat je ihren Ursprung im Willen eines Menschen gehabt. Vielmehr haben Menschen, vom Heiligen Geist geleitet, im Auftrag Gottes geredet.