Nehemia 13

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 An jenem Tag[1] wurde aus dem Buch des Mose vor den Ohren des Volkes vorgelesen, und man fand darin geschrieben, dass kein Ammoniter und Moabiter in die Versammlung Gottes kommen sollte für ewig. (Neh 8,2)2 Denn sie waren den Söhnen Israel nicht mit Brot und mit Wasser entgegengekommen und hatten Bileam gegen sie angeheuert, sie zu verfluchen, aber unser Gott hatte den Fluch in Segen verwandelt. (4Mo 22,5; 4Mo 24,10)3 Und es geschah, als sie das Gesetz hörten, da sonderten sie alles Mischvolk von Israel ab. (2Mo 12,38; Neh 9,2)4 Vordem aber hatte der Priester Eljaschib, der über die Zellen[2] des Hauses unseres Gottes gesetzt war, ein Verwandter des Tobija, (Neh 2,10; Neh 3,1; Neh 13,28)5 diesem eine große Zelle hergerichtet. Vordem hatte man dort die Speisopfer gelagert, den Weihrauch und die Geräte und den Zehnten vom Getreide, Most und Öl, ⟨also⟩ die Anteile[3] für die Leviten und die Sänger und die Torhüter, und die Hebopfer der Priester. (2Chr 31,11; Neh 10,36)6 Bei alldem war ich aber nicht in Jerusalem gewesen, denn im 32. Jahr Artahsastas, des Königs von Babel, war ich zum König gekommen und hatte mir ⟨erst⟩ nach Verlauf einer ⟨längeren⟩ Zeit vom König ⟨Urlaub⟩ erbeten. (Neh 2,6; Neh 5,14)7 Als ich nun nach Jerusalem kam, bemerkte ich das Unrecht, das Eljaschib zugunsten von Tobija getan hatte, als er ihm eine Zelle in den Höfen des Hauses Gottes hergerichtet hatte.8 Das missfiel mir sehr, und ich warf alle Hausgeräte Tobijas aus der Zelle hinaus. (Neh 5,6; Mt 21,12)9 Dann gab ich Befehl, und man reinigte die Zellen, und ich brachte die Geräte des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch wieder hinein. (2Chr 29,15)10 Und ich erkannte, dass die Anteile für die Leviten nicht gegeben worden waren, sodass die Leviten und die Sänger, die den Dienst taten, davongelaufen waren, jeder auf sein Feld. (4Mo 35,2; Neh 10,40; Neh 12,28; Jes 43,23; Mal 3,8)11 Da zog ich die Vorsteher zur Rechenschaft und sagte: Warum ist das Haus Gottes verlassen worden? Und ich versammelte sie[4] und wies ihnen ⟨wieder⟩ ihren Platz an. (Neh 13,17; Spr 28,4)12 Und ganz Juda brachte den Zehnten vom Getreide und Most und Öl zu den Vorratskammern. (4Mo 18,21; 2Chr 31,4; Neh 10,39)13 Und ich bestimmte als Schatzmeister über die Vorräte den Priester Schelemja und den Schreiber Zadok und Pedaja von den Leviten, und ihnen zur Seite Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas. Denn sie galten als zuverlässig, und ihnen oblag es, ihren Brüdern auszuteilen. (2Kön 12,16; Neh 12,44; Mt 24,45)14 Gedenke dafür meiner, mein Gott, und lösche meine guten Taten[5] nicht aus, die ich am Haus meines Gottes und an dessen Aufgaben[6] erwiesen habe! (2Kön 20,3; Neh 5,19; Neh 13,22; Ps 122,9; Hebr 6,10)15 In jenen Tagen sah ich ⟨einige⟩ in Juda, die am Sabbat die Keltern traten und ⟨Getreide⟩haufen einbrachten und auf Esel luden und auch Wein, Trauben und Feigen und allerlei Last und es am Sabbattag nach Jerusalem hereinbrachten. Und ich warnte[7] ⟨sie⟩ an dem ⟨selben⟩ Tag, an dem sie die Lebensmittel verkauften. (2Mo 31,12; Neh 10,32; Am 8,5)16 Auch Tyrer wohnten darin; sie brachten Fisch und allerlei Ware herein und verkauften sie am Sabbat den Söhnen Juda, und ⟨zwar⟩ in Jerusalem.17 Da zog ich die Edlen[8] von Juda zur Rechenschaft und sagte zu ihnen: Was ist das für eine schlimme Sache, die ihr da tut, dass ihr den Sabbattag entheiligt? (3Mo 19,17; Neh 13,11; Hes 20,13; Mi 3,1)18 Haben eure Väter nicht ebenso gehandelt, sodass unser Gott all dies Unheil über uns und über diese Stadt brachte? Und ihr steigert die Zornglut über Israel, indem ihr den Sabbat entheiligt! (2Mo 31,12; 4Mo 32,14; Esr 9,14; Neh 10,32; Am 8,5)19 Und es geschah, sobald die Tore Jerusalems vor dem Sabbat dunkel wurden, befahl ich, dass die Torflügel geschlossen würden. Und ich befahl ⟨weiter⟩, dass man sie bis nach dem Sabbat nicht öffnen solle. Und ⟨einige⟩ von meinen Dienern stellte ich an den Toren auf, ⟨damit⟩ keine Last am Sabbattag hereinkäme. (Jer 17,21)20 Da übernachteten die Händler und die Verkäufer von allerlei Ware draußen vor Jerusalem, einmal und zweimal.21 Und ich warnte[9] sie und sagte zu ihnen: Warum übernachtet ihr gegenüber der Mauer? Wenn ihr das noch einmal tut, werde ich Hand an euch legen! Von dieser Zeit an kamen sie nicht mehr am Sabbat. (Neh 10,32)22 Und ich befahl den Leviten, dass sie sich reinigen und als Wächter an die Tore kommen sollten, damit man den Sabbattag heilig halten könne. Auch dessen gedenke ⟨mir zugute⟩, mein Gott, und blicke mitleidig auf mich[10] nach der Größe deiner Güte[11]! (Neh 12,30; Neh 13,14; Ps 25,6)23 Auch sah ich in jenen Tagen die Juden, die aschdodische, ammonitische ⟨und⟩ moabitische Frauen geheiratet hatten. (Rut 1,4; Neh 10,31)24 Und die Hälfte ihrer Kinder redete aschdodisch, keines von ihnen konnte jüdisch reden, sondern ⟨nur⟩ in der Sprache des einen oder des anderen Volkes.25 Da ging ich mit ihnen ins Gericht[12] und verfluchte sie und schlug einige Männer von ihnen und raufte ihnen ⟨die Haare⟩ aus. Und ich beschwor sie bei Gott: Wenn ihr eure Töchter ihren Söhnen gebt und wenn ihr von ihren Töchtern für eure Söhne und für euch ⟨Frauen⟩ nehmt[13]! (5Mo 7,3; Neh 5,6; Neh 13,11)26 Hat sich ihretwegen nicht ⟨schon⟩ Salomo, der König von Israel, versündigt? Und einen König wie ihn hat es unter den vielen Nationen nicht gegeben. Und er war geliebt von seinem Gott, und ⟨so⟩ hatte Gott ihn zum König über ganz Israel gesetzt; doch auch ihn haben die ausländischen Frauen zur Sünde verleitet. (2Sam 12,24; 1Kön 3,12; 1Kön 4,1; 1Kön 11,1; 1Kön 21,25; Spr 31,3)27 Muss man ⟨nun⟩ auch von euch hören, dass ihr ganz das gleiche große Unrecht begeht, treulos gegen unseren Gott zu handeln dadurch, dass ihr ausländische Frauen heiratet! (Esr 9,14; Neh 10,31)28 Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des Hohen Priesters, war der Schwiegersohn des Horoniters Sanballat; den jagte ich von mir weg. (Esr 10,8; Neh 12,10; Neh 13,4)29 Rechne es ihnen an[14], mein Gott, wegen der Verunreinigungen des Priesteramtes und des Bundes der Priester[15] und der Leviten! (3Mo 21,15; Neh 6,14; Ps 59,6; Mal 2,8)30 So reinigte ich sie von allem Ausländischen, und ich stellte die Dienstordnungen für die Priester und Leviten auf, für jeden in seinem Arbeitsbereich (2Chr 13,10)31 und für die Lieferung des Brennholzes zu bestimmten Zeiten und für die ⟨Abgabe der⟩ Erstlinge. Gedenke meiner, mein Gott, zum Guten! (Neh 5,19; Neh 10,35; Neh 10,38; Neh 13,14)

Nehemia 13

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Und in dieser Zeit las man aus dem Buch des Mose vor den Ohren des Volks und fand darin geschrieben, dass die Ammoniter und Moabiter niemals in die Gemeinde Gottes kommen dürfen, (5Mo 23,4)2 weil sie den Israeliten nicht entgegenkamen mit Brot und Wasser und gegen sie Bileam dingten, dass er sie verfluchen sollte; aber unser Gott wandte den Fluch in einen Segen. (4Mo 22,5)3 Da sie nun dies Gesetz hörten, schieden sie alles fremde Volk aus Israel aus.4 Noch davor hatte der Priester Eljaschib, der über die Kammern gesetzt war am Hause unseres Gottes, ein Verwandter des Tobija, (Neh 2,19)5 diesem eine große Kammer gegeben, in die man früher die Speisopfer gelegt hatte, den Weihrauch, die Geräte und den Zehnten vom Getreide, Wein und Öl, der den Leviten, Sängern und Torhütern zustand, dazu die Abgaben für die Priester. (4Mo 18,21)6 Aber bei alledem war ich nicht in Jerusalem; denn im zweiunddreißigsten Jahr des Artaxerxes, des Königs von Babel, war ich zum König gereist und hatte erst nach längerer Zeit den König gebeten, dass er mich ziehen ließe,7 und kam wieder nach Jerusalem. Da bemerkte ich, dass es Unrecht war, was Eljaschib für Tobija getan hatte, als er ihm eine Kammer gab in den Vorhöfen des Hauses Gottes.8 Und es verdross mich sehr, und ich warf allen Hausrat des Tobija hinaus vor die Kammer9 und befahl, dass sie die Kammer reinigten. Und ich brachte wieder hinein die Geräte des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch.10 Und ich erfuhr, dass die Anteile für die Leviten nicht entrichtet worden waren und deshalb die Leviten und Sänger, die den Dienst versehen sollten, fortgegangen waren, ein jeder auf sein Land. (Neh 12,47)11 Da schalt ich die Vorsteher und sprach: Warum wird das Haus Gottes vernachlässigt? Und ich holte sie zurück und stellte sie wieder in ihren Dienst.12 Da brachte ganz Juda den Zehnten vom Getreide, Wein und Öl in die Vorratskammern. (4Mo 18,21)13 Und ich bestellte über die Vorräte den Priester Schelemja und Zadok, den Schreiber, und von den Leviten Pedaja und ihnen zur Hand Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas; denn sie galten als zuverlässig, und ihnen war befohlen, ihren Brüdern auszuteilen.14 Darum, mein Gott, gedenke an mich und lösche nicht aus, was ich in Treue am Hause meines Gottes und für den Dienst an ihm getan habe! (Neh 5,19)15 Zur selben Zeit sah ich in Juda, dass man am Sabbat die Kelter trat und Getreide einbrachte und auf Esel lud und auch Wein, Trauben, Feigen und allerlei Last nach Jerusalem brachte am Sabbattag. Und ich verwarnte sie an dem Tage, als sie Nahrung verkauften. (Neh 10,32)16 Es wohnten auch Tyrer dort; die brachten Fisch und allerlei Ware und verkauften sie am Sabbat an die Judäer und in Jerusalem.17 Da schalt ich die Vornehmen von Juda und sprach zu ihnen: Was ist das für eine böse Sache, die ihr da tut und entheiligt den Sabbattag?18 Taten das nicht auch eure Väter, und unser Gott brachte all das Unheil über uns und über diese Stadt? Und ihr bringt noch mehr Zorn über Israel dadurch, dass ihr den Sabbat entheiligt! (Hes 20,12)19 Und vor dem Anbruch des Sabbats, als es in den Toren Jerusalems dunkel wurde, ließ ich die Tore schließen und befahl, man sollte sie erst nach dem Sabbat auftun. Und ich stellte etliche meiner Leute an die Tore, damit man keine Last hereinbringe am Sabbattag.20 Da blieben die Händler und Verkäufer von allerlei Ware über Nacht draußen vor Jerusalem, ein- oder zweimal.21 Da verwarnte ich sie und sprach zu ihnen: Warum bleibt ihr über Nacht vor der Mauer? Werdet ihr das noch einmal tun, so will ich Hand an euch legen. Von der Zeit an kamen sie am Sabbat nicht mehr.22 Und ich befahl den Leviten, dass sie sich reinigten und kämen und die Tore bewachten, um den Sabbattag zu heiligen. Darum, mein Gott, gedenke an mich und sei mir gnädig nach deiner großen Barmherzigkeit!23 Zu dieser Zeit sah ich auch Juden, die Frauen genommen hatten aus Aschdod, Ammon und Moab.24 Und die Hälfte ihrer Kinder sprach aschdodisch oder in der Sprache eines der andern Völker, aber jüdisch konnten sie nicht sprechen.25 Und ich schalt sie und fluchte ihnen und schlug einige Männer und packte sie bei den Haaren und beschwor sie bei Gott: Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen geben noch ihre Töchter für eure Söhne oder euch selbst nehmen. (5Mo 7,3)26 Hat nicht Salomo, der König von Israel, ihretwegen gesündigt? Und war doch unter vielen Völkern kein König ihm gleich, und er war seinem Gott lieb, und Gott setzte ihn zum König über ganz Israel. Selbst ihn verleiteten die ausländischen Frauen zur Sünde. (1Kön 11,3)27 Und von euch muss man das hören, dass ihr ein so großes Unrecht tut und unserm Gott die Treue brecht, indem ihr ausländische Frauen nehmt?28 Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des Hohenpriesters, war der Schwiegersohn des Horoniters Sanballat; aber ich jagte ihn von mir. (Neh 2,10; Neh 2,19; Neh 12,10)29 Gedenke ihrer, mein Gott, dass sie das Priestertum befleckt haben und den Bund des Priestertums und der Leviten! (4Mo 25,12; Mal 2,8)30 So reinigte ich sie von allem Ausländischen und ordnete die Ämter der Priester und Leviten, für einen jeden nach seinem Dienst,31 und die Lieferung von Brennholz zu bestimmten Zeiten und die Abgabe der Erstlinge. Gedenke mir’s, mein Gott, zum Besten!

Nehemia 13

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 An jenem Tag las man dem Volk aus dem Buch des Mose vor; da fand man die Stelle, an der steht: In die Versammlung Gottes darf niemals ein Ammoniter oder Moabiter kommen; (5Mo 23,4)2 denn sie sind den Israeliten einst nicht mit Brot und Wasser entgegengegangen. Moab hat gegen sie Bileam gedungen, der sie verfluchen sollte. Doch unser Gott verwandelte den Fluch in einen Segen.3 Als man diese Weisung gehört hatte, sonderte man aus Israel alle Mischvölker aus.4 Früher hatte der Priester Eljaschib die Kammern des Hauses unseres Gottes betreut; er war verwandt mit Tobija (Neh 2,19; Neh 12,44)5 und hatte darum für ihn eine große Kammer einrichten lassen. Dort bewahrte man früher das Opfermehl und den Weihrauch auf sowie die Behälter und den Zehnten von Getreide, Wein und Öl, der den Leviten, Sängern und Torwächtern nach dem Gebot zukam, außerdem die Abgaben für die Priester.6 Bei alldem war ich aber nicht in Jerusalem gewesen; denn im zweiunddreißigsten Jahr des Artaxerxes, des Königs von Babel, war ich zum König gereist. Nach einiger Zeit erbat ich aber vom König meine Freistellung7 und kam wieder nach Jerusalem. Nun bemerkte ich die Untat, die Eljaschib zugunsten Tobijas begangen hatte, indem er ihm in den Vorhöfen des Hauses Gottes eine Kammer eingerichtet hatte. (Mt 21,12)8 Das missfiel mir sehr und ich warf den ganzen Hausrat Tobijas aus der Kammer hinaus.9 Dann ließ ich die Kammern reinigen und brachte die Behälter des Hauses Gottes, das Opfermehl und den Weihrauch wieder dorthin. (Neh 12,30)10 Ich erfuhr auch, dass die Anteile der Leviten nicht abgeliefert wurden; darum waren die Leviten und die Sänger, die den Dienst zu versehen hatten, weggegangen, jeder auf seinen Landbesitz. (Neh 12,47)11 Da machte ich den Beamten Vorwürfe und sagte: Warum wird das Haus Gottes im Stich gelassen? Und ich holte die Leviten wieder zusammen und stellte sie auf ihren Posten.12 Nun brachte ganz Juda wieder den Zehnten von Getreide, Wein und Öl zu den Vorratskammern. (Neh 10,38)13 Zur Aufsicht über die Vorratskammern bestimmte ich den Priester Schelemja, den Schreiber Zadok und den Leviten Pedaja. Ihnen stellte ich Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas, an die Seite, denn sie galten als zuverlässig. Ihnen oblag die Verteilung an ihre Brüder.14 Denk dafür an mich, mein Gott, und lösch die guten Taten nicht aus, die ich für das Haus meines Gottes und seine Ordnung vollbracht habe! (Neh 5,19)15 Damals sah ich in Juda Leute, die am Sabbat die Kelter traten. Andere brachten Getreide ein und luden es auf Esel; auch Wein, Trauben, Feigen und Lasten aller Art brachten sie am Sabbattag nach Jerusalem. Ich verwarnte sie, weil sie an diesem Tag Lebensmittel verkauften. (Neh 10,32; Jer 17,19)16 Die Leute von Tyrus, die in Juda wohnten, brachten Fische und allerlei Waren und verkauften sie am Sabbat an die Juden, sogar in Jerusalem.17 Da machte ich den Vornehmen von Juda Vorwürfe und sagte zu ihnen: Wie könnt ihr eine solche Untat begehen und den Sabbat entweihen?18 Haben das nicht schon eure Väter getan? Dafür ließ unser Gott all dieses Unheil über uns und diese Stadt kommen. Wollt ihr neuen Zorn über Israel bringen, indem ihr den Sabbat entweiht?19 Ich ließ von da an vor dem Anbruch des Sabbats, wenn es in den Toren Jerusalems dunkel wurde, die Tore schließen und befahl, sie erst nach dem Sabbat wieder zu öffnen. Auch stellte ich einige meiner Leute an die Tore, damit am Sabbattag keine Lasten hereingebracht wurden.[1]20 Einmal und ein zweites Mal übernachteten die Händler und die Verkäufer von allerlei Waren draußen vor Jerusalem.21 Da warnte ich sie und sagte zu ihnen: Wozu übernachtet ihr gerade vor der Mauer? Wenn ihr es noch einmal tut, lasse ich euch festnehmen. Von da an kamen sie nicht mehr am Sabbat.22 Den Leviten aber befahl ich, sie sollten sich reinigen und sich als Wächter an die Tore stellen, damit man den Sabbattag heilighalte. Auch dafür denk an mich, mein Gott, und sei mir gnädig in deiner großen Huld! (Neh 7,1; Neh 12,30)23 Damals sah ich auch Juden, die Frauen von Aschdod, Ammon und Moab geheiratet hatten. (Esr 9,1)24 Die Hälfte ihrer Kinder redete in der Sprache von Aschdod oder in der Sprache eines der anderen Völker, konnten aber nicht mehr Jüdisch.25 Ich machte ihnen Vorwürfe und verfluchte sie. Einige von ihnen schlug ich und packte sie bei den Haaren. Ich beschwor sie bei Gott: Ihr dürft eure Töchter nicht ihren Söhnen geben noch ihre Töchter zu Frauen für eure Söhne oder für euch selbst nehmen. (5Mo 7,3; Neh 10,31)26 Hat sich nicht wegen solcher Frauen Salomo, der König Israels, versündigt? Unter den vielen Völkern gab es keinen König wie ihn. Er wurde von seinem Gott geliebt; darum hatte ihn Gott zum König über ganz Israel gemacht. Aber selbst ihn haben die fremden Frauen zur Sünde verführt. (2Sam 12,24; 1Kön 10,23; 1Kön 11,1)27 Und jetzt hört man von euch, dass ihr genau dieselbe Untat begeht und unserem Gott die Treue brecht, indem ihr fremde Frauen heiratet.28 Einer der Söhne des Hohepriesters Jojada, des Sohnes Eljaschibs, war der Schwiegersohn des Horoniters Sanballat; ihn verwies ich aus meinem Gebiet. (3Mo 21,14)29 Vergiss es ihnen nicht, mein Gott, dass sie das Priestertum und den Bund der Priester und Leviten befleckt haben! (4Mo 25,12; Mal 2,8)30 So habe ich sie von allem gereinigt, was fremd war, und habe Ordnungen aufgestellt für die Priester und Leviten, die jedem seinen Dienst zuteilen.31 Auch habe ich angeordnet, wie man an den festgesetzten Zeiten das Brennholz liefern und die ersten Erträge bringen soll. Denk daran, mein Gott, und halt es mir zugute! (Neh 5,19; Neh 10,35; Neh 13,14)

Nehemia 13

Schlachter 2000

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Zu jener Zeit wurde vor den Ohren des Volkes im Buch Moses gelesen und darin geschrieben gefunden, dass kein Ammoniter und Moabiter in die Gemeinde Gottes kommen sollte ewiglich, (5Mo 23,3; 5Mo 31,11; 2Kön 23,2; Neh 8,2; Neh 8,8; Ps 1,2; Jes 34,16; Lk 4,16; Apg 13,15; Apg 17,1; Kol 3,16)2 weil sie den Kindern Israels nicht mit Brot und Wasser entgegengekommen waren, sondern den Bileam gegen sie anwarben, damit er sie verfluche; aber unser Gott verwandelte den Fluch in Segen. (4Mo 6,22; 4Mo 22,1; 5Mo 23,5)3 Und es geschah, als sie nun das Gesetz hörten, da sonderten sie alles Mischvolk von Israel ab. (Neh 9,21; Neh 10,29)4 Vorher aber hatte Eljaschib, der Priester, der über die Kammern des Hauses Gottes gesetzt war, ein Verwandter Tobijas, (Neh 2,10; Neh 2,19; Neh 3,1; Neh 6,17; Neh 12,10; Neh 13,28)5 diesem eine große Kammer eingeräumt, wohin man zuvor die Speisopfer, den Weihrauch und die Geräte gelegt hatte, dazu die Zehnten vom Korn, Most und Öl, die Gebühr der Leviten, der Sänger und der Torhüter, dazu die Hebopfer der Priester. (2Chr 31,11; Neh 12,44)6 Während aber dies geschah, war ich nicht in Jerusalem. Denn im zweiunddreißigsten Jahr Artasastas, des Königs von Babel, war ich zum König zurückgegangen; aber nach einiger Zeit erbat ich mir wieder Urlaub vom König. (Neh 5,14)7 Und als ich nach Jerusalem kam, erfuhr ich von dem Bösen, das Eljaschib dem Tobija zuliebe getan hatte, indem er ihm eine Kammer in den Vorhöfen des Hauses Gottes eingeräumt hatte. (Esr 9,1; Ps 139,24; Spr 1,10; 1Kor 1,11)8 Und dies missfiel mir sehr; und ich warf alle Hausgeräte Tobijas vor die Kammer hinaus (Mt 21,12)9 und befahl, die Kammern zu reinigen; dann brachte ich die Geräte des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch wieder dorthin. (2Chr 29,15)10 Ich erfuhr auch, dass man den Leviten ihre Anteile nicht gegeben hatte, sodass die Leviten und Sänger, die sonst den Dienst verrichteten, geflohen waren, ein jeder zu seinem Acker. (2Mo 29,27; 4Mo 35,2; Hes 48,13; Mal 3,8)11 Da stritt ich mit den Vorstehern und sprach: Warum ist das Haus Gottes im Stich gelassen worden? Und ich versammelte jene [wieder] und stellte sie an ihre Posten. (Neh 10,36; Neh 13,17; Neh 13,25; Spr 27,5; Spr 28,4)12 Da brachte ganz Juda die Zehnten vom Korn, Most und Öl in die Vorratskammern. (4Mo 18,20; 5Mo 14,22; Neh 10,37; Mal 3,10)13 Und ich setzte Schelemja, den Priester, und Zadok, den Schreiber, und Pedaja von den Leviten als Verwalter über die Vorräte ein, und ich gab ihnen Hanan zur Seite, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas; denn sie wurden für treu erachtet, und sie hatten die Aufgabe, die Verteilung an ihre Brüder zu besorgen. (2Kön 12,15; Neh 12,44; Mt 24,45; Lk 16,10; 1Kor 4,2)14 Gedenke mir dessen, mein Gott, und tilge die Wohltaten nicht aus, die ich dem Haus meines Gottes und seinen Hütern erwiesen habe! (Neh 5,19; Neh 13,22; Neh 13,31; Ps 122,6; Hebr 6,10)15 Zu jener Zeit sah ich, dass etliche in Juda am Sabbat die Kelter traten und Garben einbrachten und Esel beluden, auch Wein, Trauben, Feigen und allerlei Lasten aufluden und dies am Sabbat nach Jerusalem brachten. Da verwarnte ich sie an dem Tag, da sie die Lebensmittel verkauften. (2Mo 31,12; Neh 10,30; Neh 13,21; Jes 58,13; Hes 3,17; Hes 20,13; Hes 33,3)16 Es wohnten auch Tyrer in [der Stadt], die brachten Fische und allerlei Ware und verkauften sie am Sabbat den Kindern Judas und in Jerusalem. (2Mo 23,12; 5Mo 5,14)17 Da stritt ich mit den Vornehmsten von Juda und sprach zu ihnen: Was ist das für eine schlimme Sache, die ihr tut, dass ihr den Sabbat entheiligt? (Neh 13,11; Mi 3,1; Mi 3,9)18 Machten es nicht eure Väter so, und brachte unser Gott [nicht darum] all dies Unglück über uns und über diese Stadt? Und ihr bringt noch mehr Zorn über Israel, indem ihr den Sabbat entheiligt? (4Mo 32,14; Jos 22,17; Esr 9,13; Sach 1,4)19 Und es geschah, sobald es dunkel wurde in den Toren Jerusalems vor dem Sabbat, da befahl ich, die Tore zu schließen; und ich befahl, man solle sie nicht öffnen bis nach dem Sabbat; und ich stellte einige meiner Diener an den Toren auf, damit man am Sabbattag keine Last hereinbringe. (2Mo 31,12; 3Mo 23,32; Neh 7,3; Jer 17,21)20 Nun blieben die Krämer und Verkäufer von allerlei Ware über Nacht draußen vor Jerusalem, ein- und zweimal. (Neh 13,16)21 Da verwarnte ich sie und sprach: Warum bleibt ihr über Nacht vor der Mauer? Wenn ihr es noch einmal tut, werde ich Hand an euch legen! Von der Zeit an kamen sie am Sabbat nicht mehr. (Neh 13,15; Mt 21,12)22 Und ich befahl den Leviten, sich zu reinigen und zu kommen und die Tore zu hüten, damit der Sabbattag geheiligt werde. — Mein Gott, gedenke mir auch dessen, und verschone mich nach deiner großen Gnade! (1Mo 2,7; 5Mo 5,12; 2Chr 29,5; Neh 12,30; Neh 13,14; Ps 25,6; Ps 106,4; Lk 23,42)23 Auch sah ich zu jener Zeit Juden, die Frauen von Asdod, Ammon und Moab heimgeführt hatten. (Esr 9,1; Neh 10,30; Neh 13,1)24 Darum redeten auch ihre Kinder halb asdoditisch und konnten nicht Jüdisch reden, sondern die Sprache dieses oder jenes Volkes. (1Sam 5,1)25 Und ich stritt mit ihnen und fluchte ihnen und schlug etliche Männer von ihnen und raufte ihnen das Haar und beschwor sie bei Gott und sprach: Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen zur Frau geben, noch welche von ihren Töchtern für eure Söhne oder für euch selbst zur Frau nehmen! (Neh 13,11; Neh 13,17)26 Hat sich nicht Salomo, der König von Israel, damit versündigt? Ihm war doch unter den vielen Völkern kein König gleich, und er war von seinem Gott geliebt, und Gott setzte ihn zum König über ganz Israel; gleichwohl verführten ihn die fremden Frauen zur Sünde! (2Sam 12,24; 1Kön 3,3; 1Kön 3,12; 1Kön 10,23; 1Kön 11,1)27 Und nun muss man von euch hören, dass ihr dieses ganz große Unrecht tut und euch so an unserem Gott versündigt, dass ihr fremde Frauen heimführt? (Esr 10,2)28 Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des Hohenpriesters, hatte sich mit Sanballat, dem Horoniter, verschwägert; den jagte ich von mir weg. (Neh 12,10; Neh 13,7; Ps 101,8; Jer 15,1)29 Gedenke an die, mein Gott, die das Priestertum und den Bund des Priestertums und der Leviten befleckt haben! (3Mo 21,13; Neh 6,14; Ps 59,6; Ps 89,51; Mal 2,11)30 So reinigte ich sie von allem Fremden und setzte die Dienste der Priester und Leviten ein und wies jedem seine Arbeit an (1Chr 23,1; Neh 10,30; Neh 12,1)31 und sorgte für die rechtzeitige Lieferung des Holzes und der Erstlinge. — Gedenke mir dessen, mein Gott, zum Guten! (Neh 2,8; Neh 5,19; Neh 10,34; Neh 13,14; Neh 13,22; Ps 25,6; Ps 106,4; Jes 38,3; Jer 15,15; Jer 18,19)

Nehemia 13

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 An jenem Tag wurde vor den Ohren des Volks aus dem Buch des Mose vorgelesen, und es fand sich darin geschrieben: Niemals darf ein Ammoniter oder Moabiter in die Versammlung Gottes kommen, (5Mo 23,4; Esr 9,1; Neh 8,8)2 denn sie sind den Israeliten nicht mit Brot und Wasser entgegengekommen, sondern haben Bileam gegen sie gedungen, damit er sie verfluche. Unser Gott aber hat den Fluch in Segen verwandelt. - (4Mo 22,5)3 Und als sie die Weisung gehört hatten, sonderten sie alles Mischvolk von Israel ab. (Esr 10,11)4 Vorher aber hatte Eljaschib, der Priester, der über die Kammern des Hauses unseres Gottes gesetzt war, ein Verwandter Tobijas, (Esr 2,19; Esr 10,6; Neh 2,10; Neh 3,1)5 diesem eine grosse Kammer hergerichtet. Früher hatte man dort die Speiseopfer gelagert, den Weihrauch und die Geräte und den Zehnten vom Getreide, vom Wein und vom Öl, was den Leviten und den Sängern und den Torwächtern zustand und die Abgaben für die Priester. (Neh 10,36)6 Bei alledem war ich aber nicht in Jerusalem. Denn im zweiunddreissigsten Jahr des Artaxerxes, des Königs von Babel, war ich zum König gekommen, und nach einiger Zeit hatte ich den König gebeten, mich freizustellen. (Neh 2,6; Neh 5,14)7 Und so kam ich nach Jerusalem und bemerkte das Unrecht, das Eljaschib zugunsten Tobijas begangen hatte, indem er ihm eine Kammer in den Vorhöfen der Hauses Gottes herrichtete.8 Und das missfiel mir sehr, und ich warf den ganzen Hausrat Tobijas hinaus aus der Kammer. (Neh 5,6; Neh 13,11)9 Und auf meinen Befehl hin machte man die Kammern rein, und ich brachte die Geräte des Hauses Gottes, das Speiseopfer und den Weihrauch dorthin zurück. (2Chr 29,15)10 Und ich erfuhr, dass die Anteile für die Leviten nicht entrichtet worden waren und dass die Leviten und die Sänger, die die Arbeit verrichten sollten, daraufhin weggelaufen waren, jeder auf sein Feld. (Neh 10,40; Neh 12,29)11 Da zog ich die Vorsteher zur Rechenschaft und sagte: Warum ist das Haus Gottes verlassen? Und ich versammelte sie und wies ihnen ihren Platz an. (Neh 13,8)12 Und ganz Juda brachte den Zehnten vom Getreide und vom Wein und vom Öl in die Vorratskammern. (Neh 10,40)13 Und über die Vorräte bestimmte ich Schelemja, den Priester, und Zadok, den Schreiber, und Pedaja von den Leviten und ihnen zur Seite Chanan, den Sohn von Sakkur, dem Sohn Mattanjas. Denn sie galten als zuverlässig, und ihnen oblag die Zuteilung an ihre Brüder. (Neh 12,44)14 Darum erinnere dich meiner, mein Gott, und lösche meine guten Taten nicht aus, die ich dem Haus meines Gottes und dem Dienst an ihm erwiesen habe! (Neh 5,19; Neh 13,22)15 In jenen Tagen sah ich in Juda Leute, die am Sabbat die Keltern traten und die Garben einbrachten und auf Esel luden und auch Wein, Trauben und Feigen und allerlei Traglast und dies am Sabbattag nach Jerusalem hereinbrachten. Und ich ermahnte sie, an diesem Tag keine Lebensmittel zu verkaufen. (Neh 10,32)16 Und die Tyrer, die dort wohnten, brachten Fisch und allerlei Ware herein und verkauften sie am Sabbat an die Judäer und in Jerusalem.17 Da zog ich die Edlen von Juda zur Rechenschaft und sagte ihnen: Was ist das für eine böse Sache, die ihr da tut: Ihr entweiht den Sabbattag! (Neh 13,8)18 Haben eure Vorfahren nicht genau so gehandelt, und hat unser Gott nicht all dies Unheil über uns und über diese Stadt gebracht? Und ihr bringt noch grösseren Zorn über Israel, indem ihr den Sabbat entweiht! (Hes 20,12)19 Und sobald die Tore Jerusalems vor dem Sabbat dunkel geworden waren, wurden auf meinen Befehl hin die Torflügel geschlossen, und ich befahl, sie bis nach dem Sabbat nicht zu öffnen, und ich stellte Diener von mir an die Tore. Am Sabbattag darf keine Traglast hereinkommen![1] (Jer 17,21)20 Da übernachteten die Händler und die Verkäufer all der Waren draussen vor Jerusalem, einmal und zweimal.21 Und ich warnte sie und sagte zu ihnen: Warum übernachtet ihr vor der Mauer? Wenn ihr das noch einmal tut, lege ich Hand an euch! Von dieser Zeit an kamen sie nicht mehr am Sabbat.22 Und ich befahl den Leviten, sich zu reinigen und als Wächter zu den Toren zu kommen, damit man den Sabbattag heilig halten konnte. Auch dafür erinnere dich meiner, mein Gott, und blicke voller Mitleid auf mich, wie es deiner grossen Güte entspricht! (Neh 12,14; Neh 12,30)23 In jenen Tagen sah ich auch die Judäer, die aschdoditische, ammonitische, moabitische Frauen heimgeführt hatten. (2Mo 34,16; 5Mo 7,3; Esr 9,2; Neh 10,31)24 Und die Hälfte ihrer Kinder redete aschdoditisch - und sie konnten nicht judäisch reden, sondern nur die Sprache dieses oder jenes Volks.25 Und ich stritt mit ihnen und verfluchte sie und schlug Männer von ihnen und raufte ihre Haare. Und ich beschwor sie bei Gott: Wenn ihr eure Töchter ihren Söhnen gebt oder Töchter von ihnen für eure Söhne oder für euch nehmt ...! (5Mo 7,3; Neh 13,8)26 Hat sich ihretwegen[2] nicht schon Salomo, der König von Israel, versündigt? Und unter den vielen Nationen hat es keinen König gegeben wie ihn, und er war geliebt von seinem Gott, und Gott hat ihn zum König über ganz Israel gemacht. Auch ihn haben die fremdländischen Frauen zur Sünde verführt! (2Sam 12,24; 1Kön 3,12; 1Kön 4,1; 1Kön 11,1)27 Muss man nun auch von euch hören, dass ihr das gleiche grosse Unrecht begeht, treulos gegen unseren Gott zu handeln, indem ihr fremdländische Frauen heimführt?28 Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohns des Eljaschib, des Hohen Priesters, war ein Schwiegersohn Sanballats, des Choroniters; und den trieb ich von mir weg. (Esr 10,8; Neh 12,10)29 Vergiss es ihnen nicht, mein Gott, dass sie den Priesterstand und den Bund des Priesterstands und der Leviten unrein gemacht haben! (4Mo 25,13; 4Mo 25,14; Neh 6,14; Mal 2,8)30 Und ich machte sie rein von allem Fremden, und ich stellte Dienstabteilungen der Priester und der Leviten auf, einen jeden in seinem Arbeitsbereich (2Chr 13,10)31 und für die Holzlieferung zu bestimmten Zeiten und für die Abgaben von der ersten Ernte. Erinnere dich meiner, mein Gott, mir zum Besten! (Neh 10,14; Neh 10,35; Neh 10,38)

Nehemia 13

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Zu jener Zeit las man dem Volk aus dem Gesetz des Mose vor. Dabei stieß man auf das Gebot: »Kein Ammoniter oder Moabiter darf jemals in die Gemeinschaft des Volkes Gottes aufgenommen werden.2 Denn diese beiden Völker haben sich geweigert, den Israeliten Brot und Wasser zu geben, als sie ´aus Ägypten` kamen. Sie haben sogar Bileam dafür bezahlt, das Volk Israel zu verfluchen. Aber unser Gott verwandelte den Fluch in Segen.«[1] (5Mo 23,3)3 Als die Leute dieses Gebot hörten, schlossen sie alle Personen mit nichtisraelitischer Abstammung aus dem Volk aus.4 Einige Zeit zuvor hatte der Priester Eljaschib, der für die Vorratskammern des Tempels verantwortlich war, seinem Verwandten Tobija5 eine große Kammer ´im Tempelbereich` zur Verfügung gestellt. Ursprünglich hatte man dort das Mehl für das Speiseopfer aufbewahrt, dazu den Weihrauch und die dazugehörenden heiligen Gegenstände; außerdem die Abgaben[2] von Getreide, Wein und Olivenöl, die den Leviten, Sängern und Torwächtern zustanden, einschließlich des Anteils für die Priester.6 Damals war ich nicht in Jerusalem. Denn im 32. Regierungsjahr des ´persischen` Königs Artaxerxes war ich zurück an seinen Königshof nach Babylon gereist. Doch einige Zeit später bat ich ihn, wieder nach Jerusalem gehen zu dürfen.7 Dort angekommen erfuhr ich von dem Missstand, dass Eljaschib ´seinem Verwandten` Tobija den Vorratsraum im Vorhof des Tempels überlassen hatte.8 Das machte mich sehr zornig und ich ließ ´unverzüglich` alles aus der Kammer hinauswerfen, was Tobija gehörte.9 Dann befahl ich, die Vorratskammer und alle angrenzenden Räume zu reinigen und die ´heiligen` Tempelgegenstände, das Mehl für das Speiseopfer und den Weihrauch wieder hineinzubringen.10 Ich erfuhr auch, dass die Leviten und die Tempelsänger die ihnen zustehenden Abgaben nicht erhalten hatten. Deshalb hatten sie den Dienst im Tempel aufgegeben und waren nach Hause zurückgekehrt, um ihre Felder zu bewirtschaften.11 Da wies ich die verantwortlichen Männer ´des Volkes` zurecht und sagte: »Wie kann es sein, dass das Haus Gottes so vernachlässigt wird?« Dann holte ich die Leviten zurück und teilte sie wieder zum Dienst ein.12 Von da an brachten die Leute von Juda wieder den zehnten Teil ihres Getreides, ihres Weins und ihres Olivenöls in die Vorratskammern des Tempels.13 Als Aufseher über die Vorräte setzte ich den Priester Schelemja, den Schreiber Zadok und den Leviten Pedaja ein. Außerdem stellte ich ihnen Hanan, den Sohn Sakkurs und Enkel Mattanjas, als Helfer zur Seite. Diese Männer galten als sehr zuverlässig. Deshalb sollten sie von nun an die Vorräte an die Priester und Leviten verteilen.14 Mein Gott, denk an mich und vergiss nicht, wie viel Gutes ich für deinen Tempel und für den Tempeldienst getan habe.15 In jener Zeit beobachtete ich außerdem, dass die Leute in der Provinz Judäa am Sabbat ´arbeiteten`: Sie pressten Wein und brachten Getreide ein. Dann luden sie das Getreide auf ihre Esel und brachten es zusammen mit ihrem Wein, ihren Feigen und ihren anderen Erzeugnissen nach Jerusalem, um alles dort zu verkaufen. Ich verbot ihnen strengstens, am Sabbat ihre Waren zum Kauf anzubieten.16 In Jerusalem wohnten auch einige Händler aus Tyrus. Sie verkauften den Judäern am Sabbat Fisch und andere Handelsgüter, die sie ´aus Tyrus` eingeführt hatten.17 Da wies ich die führenden Männer Judäas zurecht und sagte: »Wie könnt ihr so etwas Verwerfliches tun? Ihr entweiht den Sabbat!18 Genau das haben eure Vorfahren auch getan. Deshalb hat Gott all das Unheil über unser Volk und über diese Stadt gebracht. Wollt ihr mit eurer Sabbatschändung nun von Neuem Gottes Zorn heraufbeschwören[3]19 Ich ordnete an, die Tore Jerusalems zu schließen, sobald es am Vorabend des Sabbats zu dämmern begann, und sie erst nach Ende des Sabbats wieder zu öffnen. Außerdem befahl ich einigen meiner Leute, während des Sabbats die Tore zu bewachen, damit keine Waren nach Jerusalem hereingebracht wurden.20 Daraufhin übernachteten die Kaufleute und Händler einige Male vor der Stadt ´und boten dort ihre Waren an`.21 Ich warnte sie: »Warum schlagt ihr am Sabbat euer Lager vor der Stadtmauer auf? Wenn es noch einmal vorkommt, dann lasse ich euch festnehmen!« Von da an kamen sie am Sabbat nicht mehr nach Jerusalem.22 Den Leviten befahl ich, sich ´für ihren Dienst` zu reinigen und an den Stadttoren darüber zu wachen, dass der Sabbat als heiliger Tag eingehalten wurde. Mein Gott, rechne mir auch diese gute Tat an und sei gnädig mit mir. Denn deine Güte ist groß!23 Damals wurde ich auf einige jüdische Männer aufmerksam, die Frauen aus ´der Philisterstadt` Aschdod und aus ´den Völkern` der Ammoniter und Moabiter geheiratet hatten.24 Die Hälfte ihrer Kinder sprach nur die Sprache von Aschdod oder von einem der anderen Völker. Unsere Sprache verstanden sie nicht.25 Ich wies diese Männer zurecht und sprach einen Fluch gegen sie aus. Manche von ihnen schlug ich sogar und riss sie an den Haaren. Dann forderte ich sie auf: »Schwört bei Gott, dass ihr von nun an eure Töchter nicht mehr mit Männern aus nichtisraelitischen Völkern verheiratet und weder für euch selbst noch für eure Söhne Frauen aus diesen Völkern aussucht.26 Hat nicht sogar unser ´großer` König Salomo an genau diesem Punkt versagt? Kein anderes Volk hatte einen König, der sich mit ihm vergleichen konnte. Er war Gottes Liebling und Gott gab ihm die Herrschaft über ganz Israel. Aber selbst ihn verführten die Frauen aus nichtisraelitischen Völkern zur Sünde.27 Wie könnt ihr nun genau dasselbe Unrecht begehen? Wie könnt ihr unserem Gott so untreu werden, dass ihr Frauen aus diesen Völkern heiratet?«28 Der Hohepriester Jojada, der Sohn Eljaschibs[4], hatte einen Sohn, der mit einer Tochter des Horoniters Sanballat verheiratet war. Diesen Mann jagte ich aus Jerusalem[5] fort.29 Mein Gott, vergiss diesen Männern nicht, wie sie die priesterliche Berufung entehrt und den Bund gebrochen haben, den du mit den Priestern und Leviten geschlossen hast.30 Ich habe unser Volk von allen fremden Einflüssen gereinigt. Die Dienstordnungen für die Priester und die Leviten habe ich wieder eingeführt und jedem seine Aufgabe zugewiesen.31 Auch die rechtzeitige Lieferung des Brennholzes ´für den Tempel` und die Abgabe der ersten Früchte habe ich geregelt. Mein Gott, denk an mich ´und rechne mir das alles` zum Guten ´an`!