Esra 9

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Als das nun vollbracht war, traten die Obersten zu mir und sagten: Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich nicht von den Völkern der Länder – wegen deren Gräuel – abgesondert, ⟨nämlich von⟩ den Kanaanitern, den Hetitern, den Perisitern, den Jebusitern, den Ammonitern, den Moabitern, den Ägyptern und den Amoritern. (3Mo 18,30; 5Mo 7,1; 5Mo 23,4; 5Mo 23,8; Jos 23,12; Neh 9,2)2 Denn sie haben von deren Töchtern für sich und für ihre Söhne ⟨Frauen⟩ genommen, und so hat sich der heilige Same mit den Völkern der Länder vermischt. Und die Hand der Obersten und der Vorsteher ist in dieser Untreue als Erste ⟨ausgestreckt⟩ gewesen. (5Mo 7,3; 1Kön 11,1; Esr 10,2; Esr 10,44; Jes 6,13)3 Als ich diese Sache hörte, zerriss ich mein Kleid und mein Obergewand und raufte mir Haare meines Kopfes und meines Bartes aus und saß betäubt da. (Jos 7,6; Hi 2,12; Mt 26,65)4 Und zu mir versammelten sich alle, die zitterten vor den Worten des Gottes Israels wegen der Untreue der Weggeführten. Ich aber blieb betäubt sitzen bis zum Abendopfer[1]. (2Mo 29,39; 4Mo 25,6; Esr 10,3; Jes 66,2; Dan 9,21)5 Und um ⟨die Zeit⟩ des Abendopfers[2] stand ich auf von meiner ⟨Selbst⟩demütigung, nachdem ich ⟨nochmals⟩ mein Kleid und mein Obergewand zerrissen hatte[3], und ich ließ mich auf meine Knie nieder und breitete meine Hände zu dem HERRN, meinem Gott, aus. (2Chr 6,13)6 Und ich sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, mein Gesicht zu dir, mein Gott, zu erheben! Denn unsere Sünden sind ⟨uns⟩ über den Kopf gewachsen, und unsere Schuld ist groß geworden bis an den Himmel. (2Mo 32,31; 3Mo 26,40; 1Kön 8,47; 2Chr 28,9; Neh 1,6; Ps 38,5; Kla 3,42; Dan 9,7; Lk 18,13)7 Von den Tagen unserer Väter an sind wir in großer Schuld gewesen bis zum heutigen Tag, und um unserer Sünden willen sind wir, wir, unsere Könige, unsere Priester, der Gewalt der Könige der Länder preisgegeben worden, dem Schwert, der Gefangenschaft und der Plünderung und der Beschämung des Angesichts, so wie es heute ist. (3Mo 26,39; 2Chr 36,17; Ps 106,6; Jes 64,4; Jer 3,25; Jer 25,18; Hes 11,9; Hes 39,23)8 Und nun ist uns für einen kleinen Augenblick Gnade von dem HERRN, unserem Gott, zuteilgeworden. Er hat uns Gerettete[4] übrig gelassen und uns einen ⟨Zelt⟩pflock gegeben an seiner heiligen Stätte. Unser Gott hat unsere Augen hell gemacht und uns ein wenig Belebung geschenkt in unserer Knechtschaft. (Ps 13,4; Jes 22,23; Zef 3,12)9 Denn Knechte sind wir. Aber in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen, sondern er hat es gefügt, dass wir Gnade ⟨gefunden⟩ haben vor den Königen von Persien. Er hat uns Belebung geschenkt, das Haus unseres Gottes aufzurichten und seine Trümmer⟨stätte⟩ wiederherzustellen. Er hat uns eine Schutzwehr in Juda und in Jerusalem gegeben. (Esr 2,68; Esr 6,14; Esr 7,28; Neh 2,17; Neh 9,17; Neh 9,36; Ps 106,46; Jes 61,4)10 Und nun, unser Gott, was sollen wir nach ⟨all⟩dem sagen? Denn wir haben deine Gebote verlassen, (1Mo 44,16; Neh 9,34; Ps 106,6)11 die du durch deine Knechte, die Propheten, geboten hast, indem du sprachst: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen, ist ein beflecktes Land wegen der Befleckung der Völker der Länder, wegen ihrer Gräuel, mit denen sie es vom einen Ende bis zum andern durch ihre Unreinheit erfüllt haben. (3Mo 18,25; Esr 6,21)12 So sollt ihr nun nicht eure Töchter ihren Söhnen geben und ihre Töchter nicht ⟨als Frauen⟩ für eure Söhne nehmen, und ihren Frieden und ihr Wohl sollt ihr bis in Ewigkeit nicht suchen, damit ihr stark werdet und das Gute des Landes esst und es auf eure Söhne vererbt bis in Ewigkeit. (5Mo 7,3; 5Mo 23,6; 1Chr 28,8; Ps 68,36)13 Und nach allem, was wegen unserer bösen Taten und wegen unserer großen Schuld über uns gekommen ist – obwohl du, unser Gott, mehr geschont hast, als unsere Sünden es verdienten[5], und du uns eine solche Rettung gewährt hast[6] –, (Hi 11,6; Ps 103,10)14 sollten wir da wieder deine Gebote aufheben und uns mit den Völkern dieser Gräuel verschwägern? Musst du ⟨da⟩ nicht gegen uns zürnen, bis es ganz aus ist, sodass kein Rest und keine Rettung[7] mehr ⟨bleiben⟩? (Esr 10,10; Neh 13,18; Neh 13,27; Jer 44,9; Joh 5,14)15 HERR, Gott Israels, du bist gerecht! Denn wir sind als Gerettete[8] übrig geblieben, wie es heute ist. Siehe, hier sind wir vor dir mit unserer Schuld. Denn bei einem solchen ⟨Verhalten⟩ ist es unmöglich, vor dir zu bestehen. (3Mo 26,40; Esr 1,4; Neh 9,8; Ps 119,137; Ps 130,3; Hes 33,10; Dan 9,14; 1Joh 1,9)

Esra 9

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Als das alles ausgerichtet war, traten die Oberen zu mir und sprachen: Das Volk Israel und die Priester und Leviten haben sich nicht abgesondert von den Völkern der Länder mit ihren Gräueln, nämlich von den Kanaanitern, Hetitern, Perisitern, Jebusitern, Ammonitern, Moabitern, Ägyptern und Amoritern;2 denn sie haben deren Töchter genommen für sich und für ihre Söhne, und der heilige Same hat sich vermischt mit den Völkern der Länder. Und die Oberen und Ratsherren waren die Ersten bei diesem Treubruch. (5Mo 7,3; 5Mo 23,3; Neh 13,23)3 Als ich dies hörte, zerriss ich mein Kleid und meinen Mantel und raufte mir Haupthaar und Bart und setzte mich bestürzt hin.4 Und es versammelten sich bei mir alle, die über die Worte des Gottes Israels erschrocken waren wegen des Treubruchs derer, die aus der Gefangenschaft gekommen waren; und ich saß bestürzt da bis zum Abendopfer.5 Und um das Abendopfer stand ich auf von meiner Buße mit zerrissenem Gewand und Mantel und fiel auf meine Knie und breitete meine Hände aus zu dem HERRN, meinem Gott,6 und sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Missetat ist über unser Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist groß bis an den Himmel. (Dan 9,7)7 Von der Zeit unserer Väter an sind wir in großer Schuld bis auf diesen Tag, und um unserer Missetat willen sind wir und unsere Könige und Priester in die Hand der Könige der Länder gegeben worden, ins Schwert, in Gefangenschaft, zum Raub und zur Schmach, so wie es heute ist.8 Nun aber ist uns einen kleinen Augenblick Gnade vor dem HERRN, unserm Gott, geschehen, dass er uns noch Errettete übrig gelassen und uns einen festen Halt an seiner heiligen Stätte gegeben hat, dass unser Gott unsere Augen aufleuchten und uns ein wenig aufleben ließ in unserer Knechtschaft.9 Denn wir sind Knechte, aber unser Gott hat uns nicht verlassen in unserer Knechtschaft und hat uns die Gunst der Könige von Persien zugewandt, dass er uns wieder aufleben ließ, um das Haus unseres Gottes aufzubauen und es aus seinen Trümmern wieder aufzurichten, und uns eine Schutzwehr gebe in Juda und Jerusalem.10 Und nun, unser Gott, was sollen wir nach alledem sagen? Wir haben deine Gebote verlassen,11 die du durch deine Knechte, die Propheten, geboten hast, als sie sagten: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen, ist ein beflecktes Land, denn die Völker der Länder haben es befleckt mit ihren Gräueln, mit denen sie es von einem Ende bis zum andern Ende in ihrer Unreinheit angefüllt haben. (3Mo 18,24)12 So sollt ihr nun eure Töchter nicht ihren Söhnen geben, und ihre Töchter sollt ihr nicht für eure Söhne nehmen. Und sucht nicht ihren Frieden noch ihr Gutes ewiglich, damit ihr stark werdet und das Gute des Landes esst und es euren Kindern vererbt ewiglich. (Esr 2,1)13 Aber nach allem, was über uns gekommen ist um unserer bösen Werke und großen Schuld willen – doch du, unser Gott, hast unsere Missetat nicht bestraft, wie wir’s verdient hätten, und hast uns diese Schar von Erretteten gegeben –,14 sollten wir wiederum deine Gebote übertreten, dass wir uns verschwägerten mit den Völkern, die diese Gräuel tun? Wirst du nicht über uns zürnen, bis es ganz aus ist, sodass es weder einen Rest noch Entronnene gibt?15 HERR, Gott Israels, du bist gerecht; denn wir sind übrig geblieben als Errettete, wie es heute ist. Siehe, hier sind wir vor dir in unserer Schuld; denn darum kann niemand bestehen vor dir.

Esra 9

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Als das vollbracht war, kamen die Obersten zu mir und sagten: Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich nicht ferngehalten von den Völkern der Länder mit ihren Gräueln, von den Kanaanitern, Hetitern, Perisitern, Jebusitern, Ammonitern, Moabitern, Ägyptern und Amoritern. (5Mo 7,1; 5Mo 23,3)2 Sie haben von deren Töchtern Frauen genommen für sich und ihre Söhne. So hat sich der heilige Same mit den Völkern der Länder vermischt und die Obersten und Beamten waren bei diesem Treubruch die Ersten. (Neh 13,23; Mal 2,10)3 Als ich das hörte, zerriss ich mein Gewand und meinen Mantel; ich raufte mir die Haare und den Bart und setzte mich erschüttert nieder.4 Da versammelten sich alle um mich, die wegen des Treubruchs der Heimkehrer vor den Worten des Gottes Israels zitterten. Bis zum Abendopfer saß ich erschüttert da.5 Zur Zeit des Abendopfers erhob ich mich aus meiner Bußübung, mit zerrissenem Gewand und Mantel. Dann warf ich mich auf die Knie, breitete die Hände aus und betete zum HERRN, meinem Gott:6 Mein Gott, ich schäme mich und wage nicht, die Augen zu dir, mein Gott, zu erheben. Denn unsere Vergehen sind uns über den Kopf gewachsen; unsere Schuld reicht bis zum Himmel.7 Seit den Tagen unserer Väter bis heute sind wir in großer Schuld. Wegen unserer Vergehen wurden wir, unsere Könige und Priester, den Königen der Länder ausgeliefert, dem Schwert, der Gefangenschaft, der Plünderung und der Schande, wie es noch heute der Fall ist.8 Jetzt, für einen kurzen Augenblick, hat der HERR, unser Gott, uns Erbarmen gezeigt; er hat einen Rest gerettet und übrig gelassen und uns einen Ruheplatz an seinem heiligen Ort gewährt. So ließ unser Gott unsere Augen aufleuchten, er ließ uns ein wenig aufleben in unserer Knechtschaft.9 Ja, wir sind Knechte. Aber auch in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen. Er wandte uns die Gunst der Könige von Persien zu. Er ließ uns aufleben, sodass wir das Haus unseres Gottes wieder aufbauen und es aus den Trümmern wieder aufrichten konnten. Er gewährte uns ein geschütztes Gebiet in Juda und Jerusalem.10 Aber jetzt, unser Gott, was sollen wir nach alldem sagen? Wir haben ja deine Gebote verlassen.11 Du hast durch deine Diener, die Propheten, geboten: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen, ist ein beflecktes Land; denn die Völker der Länder haben es befleckt; in ihrer Unreinheit haben sie es mit ihren Gräueltaten erfüllt, vom einen Ende bis zum andern. (3Mo 18,24; 5Mo 7,1; Hes 6,14; Hes 36,17)12 Darum dürft ihr eure Töchter nicht ihren Söhnen als Frauen geben, noch dürft ihr ihre Töchter für eure Söhne nehmen. Ihr werdet euch niemals um einen Friedens- und Freundschaftsvertrag mit ihnen bemühen. Dann werdet ihr stark sein und die Güter des Landes genießen und sie euren Kindern vererben für alle Zeit.13 Was ist alles über uns gekommen wegen unserer bösen Taten und unserer großen Schuld! Dabei hast du, unser Gott, unsere Schuld mit Nachsicht behandelt und uns diese Schar von Geretteten gelassen.14 Können wir nach alledem von Neuem deine Gebote brechen und uns mit diesen Gräuel beladenen Völkern verschwägern? Musst du uns dann nicht zürnen, bis wir ganz vernichtet sind, sodass kein Rest von Geretteten mehr übrig bleibt?15 HERR, Gott Israels, du bist gerecht; darum hast du uns als geretteten Rest übrig gelassen, wie es heute der Fall ist. Nun stehen wir vor dir mit unserer Schuld. Nein, so kann niemand vor dir bestehen.

Esra 9

Schlachter 2000

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Als nun dies alles ausgerichtet war, traten die Obersten zu mir und sprachen: Das Volk Israel und die Priester und Leviten haben sich nicht abgesondert gehalten von den Völkern der Länder bezüglich ihrer Gräuel, nämlich von den Kanaanitern, Hetitern, Pheresitern, Jebusitern, Ammonitern, Moabitern, Ägyptern und Amoritern. (3Mo 18,30; 3Mo 20,24; 4Mo 25,1; 5Mo 7,1; 5Mo 23,3; Jos 23,12; Rut 1,1; Rut 2,6; Rut 4,5; Rut 4,10; Esr 6,21; Neh 4,3; Neh 4,7; Neh 9,2; Neh 13,1; 2Kor 6,17)2 Denn sie haben von deren Töchtern [Frauen] für sich und ihre Söhne genommen, und so hat sich der heilige Same mit den Völkern der Länder vermischt; und die Hand der Obersten und Vorsteher ist in dieser Missetat die erste gewesen! (1Mo 6,2; 2Mo 34,16; 5Mo 7,6; 1Chr 10,13; 2Chr 33,19; Esr 9,6; Esr 9,13; Neh 9,2; Neh 13,23; Ps 106,35; Jes 6,13)3 Als ich nun dies hörte, zerriss ich mein Hemd und mein Obergewand und raufte mir das Haupthaar und den Bart und saß bestürzt da. (Neh 1,4; Neh 13,25; Hi 2,12; Jes 50,6; Mi 1,16)4 Und alle, die die Worte des Gottes Israels fürchteten wegen der Übertretung derer, die aus der Wegführung gekommen waren, versammelten sich zu mir. Und ich saß bestürzt da bis zum Abendopfer. (2Mo 29,39; Ps 119,120; Ps 141,2; Jes 66,2; Hes 9,4; Dan 9,21)5 Und um das Abendopfer stand ich auf von meiner Demütigung, bei der ich mein Hemd und mein Obergewand zerrissen hatte, und ich fiel auf meine Knie und breitete meine Hände aus zu dem HERRN, meinem Gott. (2Chr 6,12)6 Und ich sprach: Mein Gott, ich schäme und scheue mich, mein Angesicht aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Missetaten sind über unser Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist so groß, dass sie bis an den Himmel reicht! (Esr 9,2; Ps 38,5; Ps 63,2; Ps 106,6; Dan 9,7; Lk 18,13; Röm 6,21; Offb 18,5)7 Seit den Tagen unserer Väter bis zu diesem Tag sind wir in großer Schuld, und um unserer Missetaten willen sind wir, unsere Könige und unsere Priester, in die Hand der Könige der [heidnischen] Länder übergeben worden, dem Schwert, der Gefangenschaft, dem Raub und der sichtbaren Schmach, wie es heute der Fall ist. (5Mo 28,15; 5Mo 28,45; 2Chr 36,16; Neh 9,32; Jer 25,18; Jer 44,22; Dan 9,7)8 Nun aber ist uns für einen kleinen Augenblick Gnade von dem HERRN, unserem Gott, zuteilgeworden, indem er uns einen Überrest von Entkommenen übrig ließ und uns an seiner heiligen Stätte einen [Zelt-]Pflock gab, womit unser Gott unsere Augen erleuchtete und uns ein wenig aufleben ließ in unserer Knechtschaft. (1Sam 14,27; Neh 9,31; Ps 13,4; Jes 14,32; Zef 3,12; Hag 2,3; Eph 1,18)9 Denn Knechte sind wir; doch hat uns unser Gott in unserer Knechtschaft nicht verlassen, sondern hat uns die Gunst der Könige von Persien zugewandt, dass sie uns ein Aufleben schenkten, um das Haus unseres Gottes aufzubauen und seine Trümmer wiederherzustellen, und dass sie uns eine [Schutz-]Mauer gaben in Juda und Jerusalem. (Esr 6,14; Esr 7,27; Esr 9,8; Neh 9,36; Ps 106,46; Ps 136,23; Spr 3,4; Spr 28,23; Jes 58,12; Jes 61,4; Hes 11,16; Hag 1,9)10 Und nun, unser Gott, was sollen wir sagen nach alledem? Denn wir haben deine Gebote verlassen, (1Mo 44,16; Ps 119,4)11 die du uns durch deine Knechte, die Propheten, befohlen hast, indem du sprachst: »Das Land, in das ihr kommt, um es einzunehmen, ist ein unreines Land, wegen der Unreinheit der Völker des Landes, wegen ihrer Gräuel und ihrer Verunreinigung, womit sie es von einem Ende bis zum anderen erfüllt haben. (3Mo 18,27; Hes 36,25; Hes 36,29; 2Kor 7,1)12 So sollt ihr nun eure Töchter nicht ihren Söhnen zur Frau geben und ihre Töchter nicht für eure Söhne zur Frau nehmen, und ihr sollt ewiglich nicht ihren Frieden und ihr Wohlergehen suchen, damit ihr erstarkt und das Gut des Landes esst und es auf eure Kinder vererbt, auf ewige Zeiten!« (5Mo 5,33; 5Mo 7,3; 5Mo 23,6; 2Chr 9,2; Ps 68,36; Spr 13,22; 1Joh 2,14)13 Und nach alledem, was über uns gekommen ist wegen unserer bösen Taten und unserer großen Schuld — und doch hast du, weil du unser Gott bist, uns mehr verschont, als es unsere Missetaten verdienten, und hast uns so viele Entkommene geschenkt! — (1Mo 19,16; Ps 103,10; Ps 106,45; Kla 3,22; Hes 20,17; Hab 3,2)14 sollten wir da wiederum deine Gebote brechen und uns mit diesen Gräuelvölkern verschwägern? Würdest du nicht über uns zürnen, bis zu [unserer] Vertilgung, sodass [uns] kein Überrest und keine Entkommenen mehr blieben? (5Mo 9,8; Neh 13,27; Jes 1,9; Hes 6,8; Röm 9,27; Hebr 6,7; 2Petr 2,20)15 O HERR, du Gott Israels, du bist gerecht; denn wir sind übrig geblieben und entkommen, wie es heute der Fall ist. Siehe, wir sind vor deinem Angesicht in unseren Schulden, denn darum können wir nicht vor dir bestehen! (3Mo 26,40; Neh 9,33; Ps 51,6; Ps 130,3; Hes 33,10; Dan 9,14; 1Joh 1,9)

Esra 9

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Und als dies vollbracht war, traten die Obersten an mich heran und sagten: Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich nicht abgesondert von den Völkern der Länder mit ihren Abscheulichkeiten, von den Kanaanitern, den Hetitern, den Perissitern, den Jebusitern, den Ammonitern, den Moabitern, den Ägyptern und den Amoritern. (3Mo 10,11; 3Mo 18,30; 5Mo 7,1; Neh 13,1)2 Sondern sie haben sich von deren Töchtern Frauen genommen für sich und für ihre Söhne, und so hat sich der heilige Same mit den Völkern der Länder vermischt, und die Obersten und die Vorsteher gingen voran bei dieser Untreue. (Neh 13,23; Jes 6,13)3 Und als ich das hörte, zerriss ich mein Kleid und mein Obergewand und raufte das Haar meines Hauptes und meines Bartes, und betäubt sass ich da. (Jos 7,6)4 Da versammelten sich um mich alle, die vor den Worten des Gottes Israels zitterten wegen des Treuebruchs der Verbannten, doch ich blieb betäubt sitzen bis zum Abendopfer. (Esr 10,3; Jes 66,2)5 Beim Abendopfer aber erhob ich mich aus meiner Demütigung, bei der ich mein Kleid und mein Obergewand zerrissen hatte, und ich sank nieder auf meine Knie und breitete meine Hände aus zum HERRN, meinem Gott. (2Mo 9,29; 2Chr 6,13)6 Und ich sprach: Mein Gott, ich schäme mich, und ich scheue mich, mein Angesicht zu dir zu erheben, mein Gott. Denn unsere Verschuldungen sind zahlreich geworden, sind uns über den Kopf gewachsen; und bis zum Himmel ist unsere Schuld angewachsen. (2Chr 28,9; Neh 1,6; Ps 38,5; Lk 18,13)7 Seit den Tagen unserer Vorfahren bis auf diesen heutigen Tag sind wir in grosser Schuld, und unserer Verschuldungen wegen sind wir, unsere Könige, unsere Priester, in die Hand der Könige der Länder gegeben worden durch das Schwert, die Gefangenschaft und die Plünderung und durch öffentliche Schande, wie es heute der Fall ist. (Ps 106,6; Jer 3,25)8 Und nun ist uns für einen kleinen Augenblick vom HERRN, unserem Gott, Erbarmen widerfahren: Er hat uns einen Rest von Geretteten übrig gelassen und uns einen festen Halt gegeben an seiner heiligen Stätte, und unser Gott hat unsere Augen leuchten lassen und uns ein wenig Aufleben geschenkt in unserer Knechtschaft. (Ps 13,4; Jes 22,23; Sach 10,4)9 Denn Knechte sind wir, doch in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen, und er hat uns Gunst verschafft vor den Königen von Persien, er hat uns ein Aufleben geschenkt: Das Haus unseres Gottes wird aufgerichtet, und aus seinen Trümmern wird es aufgebaut, und er gibt uns eine Mauer in Juda und in Jerusalem. (Neh 7,28; Neh 9,36)10 Nun aber, unser Gott, was können wir danach noch sagen? Denn wir haben deine Gebote verlassen, (Neh 9,34)11 die du befohlen hast durch deine Diener, die Propheten, indem du sprachst: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen, ist ein beflecktes Land wegen der Befleckung der Völker der Länder, wegen ihrer Abscheulichkeiten, mit denen sie es in ihrer Unreinheit angefüllt haben von einem Ende bis zum anderen. (3Mo 18,25; Esr 6,21)12 Und nun sollt ihr eure Töchter nicht ihren Söhnen geben, und ihre Töchter sollt ihr nicht für eure Söhne nehmen, und ihr dürft nie wieder ihren Frieden und ihr Wohl suchen, damit ihr stark werdet und das Gute des Landes geniesst und es euren Nachkommen zum Besitz gebt auf ewig. - (5Mo 7,3; 5Mo 23,7; 1Chr 28,8)13 Aber nach allem, was über uns gekommen ist durch unsere bösen Taten und durch unsere grosse Schuld - doch du, unser Gott, hast uns weniger gestraft, als unsere Verschuldungen es verdienten, und hast uns eine solche Rettung verschafft -, (Ps 103,10)14 sollten wir da wiederum deine Gebote brechen und uns verschwägern mit den Völkern, die diese Abscheulichkeiten treiben? Müsstest du uns da nicht bis zur Vernichtung zürnen, so dass kein Rest bliebe und keine Rettung? (5Mo 7,3; Jos 23,12)15 HERR, Gott Israels, du bist gerecht! Wir aber sind als Gerettete übrig geblieben, wie es heute der Fall ist. Sieh uns vor dir in unserer Schuld! Ja, darum ist es nicht möglich, vor dir zu bestehen. (Neh 1,4; Neh 9,8; Ps 130,3)

Esra 9

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Nach einiger Zeit kamen die führenden Männer des Volkes zu mir und klagten: »Das Volk, die Priester und die Leviten haben sich nicht von den anderen Völkern im Land ferngehalten, obwohl diese Völker den abscheulichen Götzendienst der Kanaaniter, Hetiter, Perisiter, Jebusiter, Ammoniter, Moabiter, Ägypter und Amoriter weiterführen.2 Unsere Leute haben Frauen aus diesen Völkern geheiratet und Ehen zwischen ihren Söhnen und deren Töchtern arrangiert. So hat sich das Volk Gottes mit fremden Völkern vermischt. Führende Männer und leitende Beamte sind bei diesem Treuebruch mit schlechtem Beispiel vorangegangen.«3 Als ich das hörte, zerriss ich mein Gewand und meinen Mantel, raufte mir die Haare und den Bart und ließ mich starr vor Entsetzen auf den Boden sinken.4 Bis zur Zeit des Abendopfers saß ich wie betäubt da. Um mich versammelten sich alle, die sich ´ebenfalls` vor dem Urteil fürchteten, das der Gott Israels über diesen Treuebruch fällen würde.5 Als das Abendopfer dargebracht wurde, erhob ich mich aus meiner Erstarrung. In meinen zerrissenen Kleidern kniete ich nieder und betete[1] mit ausgebreiteten Armen zum HERRN, meinem Gott:6 »Mein Gott, ich bin zutiefst beschämt und wage nicht, meinen Blick zu dir zu erheben. Unsere Verfehlungen sind so zahlreich, dass sie uns erdrücken[2], unsere Sünden türmen sich auf bis zum Himmel.7 Seit der Zeit unserer Vorfahren bis heute leben wir in großer Schuld. Wegen unserer Sünden wurde unser ganzes Volk mitsamt den Königen und Priestern in die Gewalt fremder Herrscher gegeben. Man hat uns getötet, ins Exil verschleppt, ausgeplündert und mit Schimpf und Schande überschüttet. Das dauert bis heute an.8 HERR, unser Gott, für einen kurzen Augenblick hast du uns Gnade erwiesen. Du hast einen Rest von uns ´aus dem Exil` zurückkehren lassen und uns bei deinem Heiligtum eine sichere Zuflucht gewährt[3]. Du hast uns wieder aufleben lassen, und obwohl wir noch immer unterdrückt werden[4], konnten wir ein wenig aufatmen.9 Wir stehen noch unter fremder Herrschaft[5], aber du, unser Gott, hast uns nicht verlassen, sondern hast uns die Gunst der Könige von Persien finden lassen. Du hast uns neues Leben geschenkt, und wir konnten deinen Tempel aus den Trümmern wieder aufbauen. Dank deines Schutzes sind wir in Juda und Jerusalem wieder sicher.10 Doch was können wir nun noch sagen nach allem, was jetzt vorgefallen ist? Wir haben uns über deine Gebote hinweggesetzt,11 die du uns durch deine Diener, die Propheten, gegeben hattest. Sie haben ´uns gewarnt und` gesagt: ›Das Land, das ihr in Besitz nehmen werdet, ist voller Unreinheit. Die Völker, die es bewohnen, haben es durch ihre abscheulichen Bräuche bis in den letzten Winkel beschmutzt.12 Ihr dürft eure Kinder auf keinen Fall mit ihren Kindern verheiraten. Sucht niemals ihre Freundschaft und fördert nicht ihr Wohlergehen. Das gilt für alle Zeiten. ´Wenn ihr das beherzigt`, werdet ihr ein starkes und mächtiges Volk sein. Ihr werdet euch an den reichen Ernten erfreuen, die euer Land hervorbringt, und werdet es von Generation zu Generation[6] an eure Kinder weitervererben.‹13 Du hast uns zu Recht für unsere bösen Taten und unsere große Schuld bestraft. Dabei ist deine Strafe geringer ausgefallen, als wir es verdient hatten, und du hast einen Rest deines Volkes gerettet – auch wir selbst gehören dazu.14 Wie konnten wir nun schon wieder in unser altes Verhalten zurückfallen? Wie konnten wir deine Gebote brechen und uns mit Völkern vermischen, die so abscheuliche Dinge tun? Musst du darüber nicht so zornig werden, dass du uns diesmal vollständig vernichtest, ohne dass jemand entkommt?15 HERR, du Gott Israels, du bist gerecht! Wir sind ein Überrest, der ´deine Strafe gerade noch einmal` überlebt hat, und nun müssen wir uns erneut schuldig bekennen! Mit diesem Verhalten können wir vor dir nicht bestehen.«