Hilfe

Zürcher Bibel

1 Folgt meinem Beispiel, wie auch ich dem Beispiel Christi folge!

Die Haartracht der Frau im Gottesdienst

2 Ich lobe euch dafür, dass ihr in allem an mich denkt und festhaltet an den Überlieferungen, wie ich sie euch weitergegeben habe.
3 Ich will aber, dass ihr wisst: Das Haupt eines jeden Mannes ist Christus, das Haupt der Frau aber ist der Mann, das Haupt Christi aber ist Gott.
4 Jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und das Haar lang trägt,1 bringt Schande über sein Haupt.
5 Jede Frau aber, die betet oder prophetisch redet und ihr Haar nicht aufgesteckt hat,2 bringt Schande über ihr Haupt. Denn so unterscheidet sie sich in nichts von der Kahlgeschorenen.
6 Wenn eine Frau nämlich ihr Haar nicht aufsteckt, dann kann sie es ja gleich abschneiden lassen! Wenn es aber für eine Frau eine Schande ist, sich das Haar abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie es aufstecken.
7 Der Mann soll sich das Haar nicht kunstvoll zurechtmachen, da er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist Abglanz des Mannes.
8 Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann.
9 Der Mann wurde ja auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.
10 Darum, wegen der Engel, soll die Frau Macht über ihr Haupt haben.
11 Doch im Herrn ist weder die Frau etwas ohne den Mann noch ist der Mann etwas ohne die Frau.
12 Denn wie die Frau vom Mann stammt, so ist der Mann durch die Frau; alles aber kommt von Gott.
13 Urteilt selber: Gehört es sich für eine Frau, mit gelöstem Haar zu Gott zu beten?
14 Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass es für den Mann eine Schande,
15 für die Frau aber eine Zierde ist, langes Haar zu haben? Denn ihr ist das Haar als Hülle gegeben.
16 Wenn aber jemand meint, darüber streiten zu müssen: Eine solche Sitte haben wir nicht, und auch die Gemeinden Gottes nicht.

Die Feier des Abendmahls

17 Wenn ich das Folgende anordne, so kann ich euch nicht loben, weil ihr nicht zur Förderung des Guten, sondern des Schlechten zusammenkommt.
18 Vor allem nämlich höre ich, es gebe, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt, Spaltungen unter euch, und zum Teil glaube ich das auch.
19 Es muss ja auch Parteiungen geben unter euch, damit die Tüchtigen unter euch erkennbar werden.
20 So aber, wie ihr nun zusammenkommt, ist das Essen gar kein Mahl des Herrn.
21 Denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine hungert, der andere ist schon betrunken.
22 Habt ihr denn keine Häuser, in denen ihr essen und trinken könnt? Oder missachtet ihr die Gemeinde Gottes und wollt die beschämen, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? In diesem Fall kann ich euch nicht loben.
23 Ich habe nämlich vom Herrn empfangen, was ich auch an euch weitergegeben habe: Der Herr, Jesus, nahm in der Nacht, da er ausgeliefert wurde, Brot,
24 dankte, brach es und sprach: Dies ist mein Leib für euch. Das tut zu meinem Gedächtnis.
25 Ebenso nahm er nach dem Essen den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
26 Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis dass er kommt.
27 Darum: Wer auf unwürdige Weise das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.
28 Es prüfe sich jeder, und dann soll er vom Brot essen und aus dem Kelch trinken.
29 Wer nämlich isst und trinkt, ohne zu wissen, was der Leib bedeutet, der isst und trinkt sich zum Gericht.
30 Darum gibt es bei euch viele Kranke und Gebrechliche, darum auch sind einige schon entschlafen.
31 Gingen wir mit uns selbst ins Gericht, so kämen wir nicht ins Gericht.
32 Werden wir aber vom Herrn gerichtet, so werden wir zurechtgebracht, damit wir nicht zusammen mit der Welt verurteilt werden.
33 Darum, meine Brüder und Schwestern, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, wartet aufeinander!
34 Wer Hunger hat, soll zu Hause essen, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das Weitere aber werde ich regeln, sobald ich komme.
1 "und das Haar lang trägt": Der griechische Text formuliert ganz knapp: "(etwas) vom Haupt herab hat". Die Übersetzung richtet sich nach dem aus V.14-15 zu erschliessenden Sachverhalt.
2 "ihr Haar nicht aufgesteckt hat": Der griechische Ausdruck 'mit unverhülltem Haupt' bezieht sich vermutlich weder auf ein Kopftuch noch auf einen Schleier, sondern auf die Art und Weise der Haartracht: Die Frauen sollen nicht mit gelöstem Haar am Gottesdienst teilnehmen (wie das in verschiedenen ekstatischen Kulten der Fall war).
© 2018 ERF Medien