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Neues Leben. Die Bibel

1 Schlimm wird es denen ergehen, die ungerechte Gesetze erlassen und den Schreibern, die bedrückende Vorschriften machen.
2 Sie beugen das Recht der Armen und rauben den Elenden meines Volkes ihre Rechte. Sie bringen die Witwen um ihren Besitz und plündern die Waisen aus!
3 Was wollt ihr tun, wenn ich euch bestrafe und plötzlich aus der Ferne Zerstörung über euch hereinbricht? Zu wem wollt ihr fliehen, um Hilfe zu bekommen und wo wollt ihr euern Reichtum in Sicherheit bringen?
4 Es wird euch nichts anderes bleiben, als euch in eure Gefangenschaft zu fügen oder tot bei den Gefallenen zu liegen. Doch auch damit ist der Zorn des Herrn noch nicht gestillt. Seine Hand bleibt erhoben.

Das Gericht über Assyrien

5 Schlimm wird es Assyrien ergehen, dieser Rute meines Zorns und diesem Knüppel in meiner Hand mit dem ich meine Wut fühlbar mache.
6 Ich werde die Assyrer zu einem gottlosen Volk senden, ich werde sie auf das Volk hetzen, auf das ich zornig bin. Sie werden es plündern und ausrauben und wie Schmutz in den Straßen zertreten.
7 Doch so sehen es die Assyrer nicht und ihr Herz denkt nicht so. Sie haben sich vorgenommen, zu vernichten und viele Völker auszulöschen.
8 Der assyrische König sagt: »Ist nicht jeder meiner Befehlshaber ein König?
9 Ist es Kalne nicht ebenso ergangen wie Karkemisch und Hamat wie Arpad? Ist Samaria nicht schon genauso besiegt wie Damaskus?
10 Ich habe die Königreiche dieser Götter besiegt, obwohl sie bedeutsamer sind als die von Jerusalem und Samaria.
11 Sollte es mir da nicht gelingen, Jerusalem und seine Götter zu besiegen, so wie es schon mit Samaria und seinen Göttern geschehen ist?«
12 Doch gegen den Größenwahn des Königs von Assyrien und gegen seine hochmütigen Augen wird sich der Herr selbst wenden, sobald er sein Ziel am Berg Zion und in Jerusalem erreicht hat.
13 Denn der König prahlt: »Das alles verdanke ich meiner eigenen Kraft und Weisheit, denn ich verstehe mich auf diese Dinge. Ich habe die Landesgrenzen der Völker beseitigt, ihre Schätze geraubt und wie ein übermenschlicher Herrscher ihre Machthaber vom Thron gestoßen.
14 Meine Hand griff nach den Reichtümern der Völker, wie man ein Nest ausnimmt, und wie man verlassene Eier einsammelt, nahm ich mir Länder. Niemand wagte auch nur einen Flügel gegen mich zu regen oder den Schnabel aufzusperren und zu piepsen.«
15 Darf sich die Axt gegenüber dem rühmen, der sie schwingt? Kann sich die Säge dem gegenüber überlegen fühlen, der sie führt? Sucht sich der Stock den Wanderer aus?
16 Deshalb wird der Herr, der Allmächtige, seinen besten Soldaten die Schwindsucht schicken und unter seiner Herrlichkeit wird er ein Feuer anzünden.
17 Dieses Feuer ist das Licht Israels und sein Heiliger ist eine Flamme. An einem einzigen Tag verbrennt und verzehrt es alle seine Dornen und Disteln.
18 Assyriens stolzer Wald und seine Gärten wird er mit Stumpf und Stiel vernichten und es wird wie ein Kranker dahinschwinden.
19 Nur wenige Bäume werden vom Wald übrig bleiben - so wenige, dass ein Kind sie zählen kann!

Hoffnung für das Volk des Herrn

20 Dann werden sich die vom Haus Jakobs, die in Israel übrig geblieben und entkommen sind, vertrauensvoll auf den Herrn, den Heiligen Israels stützen. Sie werden sich nicht weiter auf den verlassen, der sie schlägt.
21 Ein Rest wird umkehren, ein Rest von Jakob, zu dem starken Gott.
22 Auch wenn das Volk Israel so zahlreich wäre wie der Sand am Meer, wird doch nur eine kleine Zahl1 von ihm umkehren. Die Vernichtung ist endgültig beschlossen und dadurch kommt die Gerechtigkeit voran.
23 Ja, der Herr, der Allmächtige, wird die beschlossene Zerstörung über das ganze Land bringen.
24 So spricht der Herr, der Allmächtige: »Einwohner von Jerusalem, fürchtet euch nicht vor den Assyrern. Sie schlagen euch mit dem Stock und erheben die Rute, wie damals die Ägypter.
25 Doch sehr bald wird mein Zorn gegen dich ein Ende haben; dann wird er sich erheben, um sie zu vernichten.«
26 Der Herr, der Allmächtige, wird die Peitsche über ihnen schwingen, wie er es mit den Midianitern beim Felsen von Oreb tat. Er wird seinen Stab über das Meer erheben wie in Ägypten.
27 Dann wird seine Last von deiner Schulter fallen und sein Joch von deinem Nacken.
28 Assur kommt über Aja und zieht durch Migron. Seine Ausrüstung bleibt bei Michmas zurück.
29 Es überquert den Pass und kampiert in Geba. Rama erschrickt. Das Gibea Sauls flieht.
30 Schreie, Volk von Gallim! Höre, Lajescha! Armes Anatot!
31 Madmena flieht, die Bürger von Gebim bringen sich in Sicherheit.
32 Noch heute wird er sein Heer in Nob aufstellen. Er wird seine Faust gegen den Berg Zion, die Anhöhe von Jerusalem, ballen.
33 Doch sieh! Der Herr, der Allmächtige, wird die Äste mit Schrecken erregender Kraft abschlagen! Die hochragenden Bäume werden gefällt und sinken zu Boden.
34 Er rodet das Unterholz mit der Axt und der Libanon wird durch den Mächtigen fallen.
1 10,22 Griech. ein Rest.
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