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Lutherbibel 2017

Gute Nachricht Bibel

Einheitsübersetzung 2016

Neue evangelistische Übersetzung

Anfechtung und Trost beim Glück des Frevlers

1 Ein Psalm Asafs. Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind.
2 Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten.
3 Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen, da ich sah, dass es den Frevlern so gut ging.
4 Denn für sie gibt es keine Qualen, gesund und feist ist ihr Leib.
5 Sie sind nicht in Mühsal wie sonst die Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt.
6 Darum prangen sie in Hoffart und hüllen sich in Frevel.
7 Sie brüsten sich wie ein fetter Wanst, sie tun, was ihnen einfällt.
8 Sie höhnen und reden böse, sie reden und lästern hoch her.
9 Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das soll gelten auf Erden.
10 Darum läuft ihnen der Pöbel zu und schlürft ihr Wasser in vollen Zügen.
11 Sie sprechen: Wie sollte Gott es wissen? Wie sollte der Höchste etwas merken?
12 Siehe, das sind die Frevler; die sind glücklich für immer und werden reich.
13 Soll es denn umsonst sein, dass ich mein Herz rein hielt und meine Hände in Unschuld wasche?
14 Ich bin täglich geplagt, und meine Züchtigung ist alle Morgen da.
15 Hätte ich gedacht: Ich will reden wie sie, siehe, dann hätte ich das Geschlecht deiner Kinder verraten.
16 So sann ich nach, ob ich's begreifen könnte, aber es war mir zu schwer,
17 bis ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.
18 Ja, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund und stürzest sie zu Boden.
19 Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.
20 Wie ein Traum verschmäht wird, wenn man erwacht, so verschmähst du, Herr, ihr Bild, wenn du dich erhebst.
21 Als es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meinen Nieren,
22 da war ich ein Narr und wusste nichts, ich war wie ein Tier vor dir.
23 Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,
24 du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
25 Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
26 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
27 Denn siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringst um alle, die dir die Treue brechen.
28 Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte / und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun.

Gott, ich gehöre zu dir!

1 Ein Lied Asafs. Ich weiß es: Gott ist gut zu Israel, zu allen, die ihm mit ganzem Herzen gehorchen.
2 Doch beinahe wäre ich irregeworden, ich wäre um ein Haar zu Fall gekommen:
3 Ich war eifersüchtig auf die Menschen, die nicht nach dem Willen Gottes fragen; denn ich sah, dass es ihnen so gut geht.
4 Ihr Leben lang kennen sie keine Krankheit, gesund sind sie und wohlgenährt.
5 Sie verbringen ihre Tage ohne Sorgen und müssen sich nicht quälen wie andere Leute.1
6 Ihren Hochmut tragen sie zur Schau wie einen Schmuck, ihre Gewalttätigkeit wie ein kostbares Kleid.
7 Ihr Luxusleben verführt sie zur Sünde,2 ihr Herz quillt über von bösen Plänen.
8 Ihre Reden sind voll von Spott und Verleumdung, mit großen Worten schüchtern sie die Leute ein.
9 Sie reißen das Maul auf und lästern den Himmel, ihre böse Zunge verschont nichts auf der Erde.
10 Darum läuft das Volk Gottes ihnen nach und lauscht begierig auf ihr Geschwätz.3
11 »Gott merkt ja doch nichts!«, sagen sie. »Was weiß der da oben von dem, was hier vorgeht?«
12 So sind sie alle, die Gott verachten; sie häufen Macht und Reichtum und haben immer Glück.
13 Es war ganz umsonst, Herr, dass ich mir ein reines Gewissen bewahrte und wieder und wieder meine Unschuld bewies.
14 Ich werde ja trotzdem täglich gepeinigt, ständig bin ich vom Unglück verfolgt.
15 Aber wenn ich so reden wollte wie sie, würde ich alle verraten, die zu dir gehören.4
16 Ich mühte mich ab, das alles zu verstehen, aber es schien mir ganz unmöglich.
17 Doch dann kam ich in dein Heiligtum. Da erkannte ich, wie es mit ihnen ausgeht:5
18 Du stellst sie auf schlüpfrigen Boden; du verblendest sie, damit sie stürzen.
19 Ganz plötzlich ist es aus mit ihnen, sie alle nehmen ein Ende mit Schrecken.
20 Herr, wenn du aufstehst, verschwinden sie wie die Bilder eines Traumes beim Erwachen.
21 Als ich verbittert war und innerlich zerrissen,
22 da hatte ich den Verstand verloren, wie ein Stück Vieh stand ich vor dir.
23 Und dennoch gehöre ich zu dir!6 Du hast meine Hand ergriffen und hältst mich;
24 du leitest mich nach deinem Plan und holst mich am Ende in deine Herrlichkeit.
25 Wer im Himmel könnte mir helfen, wenn nicht du? Was soll ich mir noch wünschen auf der Erde? Ich habe doch dich!
26 Auch wenn ich Leib und Leben verliere, du, Gott, hältst mich; du bleibst mir für immer!7
27 Wer sich von dir entfernt, geht zugrunde; wer dir untreu wird, den vernichtest du.
28 Ich aber setze mein Vertrauen auf dich, meinen Herrn; dir nahe zu sein ist mein ganzes Glück. Ich will weitersagen, was du getan hast.
1 Zur Zeit der Abfassung des Psalms galt nach allgemeinem Verständnis Wohlergehen als Beweis für ein gottgefälliges Leben, während Leiden als Strafe für Schuld angesehen wurde. Wenn einer Gott gehorchte und trotzdem ins Unglück geriet, kam er ins Zweifeln und Fragen, um so mehr, wenn es dem Bösen gutging.
2 So mit G; H Ihr Auge tritt aus dem Fett hervor.
3 Wörtlich und Wasser in Fülle wird von ihnen geschlürft.
4 Wörtlich würde ich die Generationen deiner Söhne verraten.
5 An dem Ort, an dem Gott gegenwärtig ist, geht dem Beter eine Wahrheit auf, in deren Licht sich für ihn die Widersprüche des Lebens lösen.
6 Luthers »Dennoch bleibe ich stets an dir« entspricht nicht dem hebräischen Text. Es geht nicht um Glaubenstrotz, sondern um die Feststellung einer Tatsache: Der Beter gehört zu Gott, und Gott hält ihn fest.
7 Die Verse 24-26 durchbrechen das im Alten Testament übliche Denken, für das mit dem Tod alles zu Ende ist; vgl. Ps 6,6 und Vergleichsstellen dazu. Viele Ausleger sehen hier ein Aufleuchten der neuen Erkenntnis, dass Gott das Leben der Seinen über den Tod hinaus bewahrt.

Anfechtung durch Frevler und Erfahrung der Nähe Gottes

1 Ein Psalm Asafs. Fürwahr, Gott ist gut für Israel, für alle, die reinen Herzens sind.
2 Ich aber - fast wären meine Füße gestrauchelt, beinahe wären ausgeglitten meine Schritte.
3 Denn ich habe mich über die Prahler ereifert, als ich das Wohlergehen der Frevler sah:
4 Sie leiden ja keine Qualen, ihr Leib ist gesund und wohlgenährt.1
5 Sie kennen nicht die Mühsal der Sterblichen, sind nicht geplagt wie andere Menschen.
6 Darum ist Hochmut ihr Halsschmuck, wie ein Gewand umhüllt sie Gewalttat.
7 Sie sehen kaum aus den Augen vor Fett, ihr Herz läuft über von bösen Plänen.
8 Sie höhnen und reden Böses, Unterdrückung reden sie von oben herab.
9 Sie reißen ihr Maul bis zum Himmel auf und lassen auf Erden ihrer Zunge freien Lauf.
10 Darum wendet sich das Volk ihnen zu, das Wasser ihrer Worte schlürfen sie gierig.2
11 Sie sagen: Wie sollte Gott davon wissen? Gibt es Wissen beim Höchsten?
12 Siehe, so sind die Frevler: Immer im Glück, häufen sie Reichtum auf Reichtum.
13 Fürwahr, umsonst bewahrte ich lauter mein Herz und wusch meine Hände in Unschuld.
14 Und doch war ich alle Tage geplagt und wurde jeden Morgen gezüchtigt.
15 Hätte ich gesagt: Ich will reden wie sie, siehe, ich hätte das Geschlecht deiner Kinder verraten.
16 Ich dachte nach, um dies zu begreifen, Mühsal war es in meinen Augen,
17 bis ich eintrat in Gottes Heiligtum und einsah, wie es mit ihnen zu Ende geht.
18 Fürwahr, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund, du lässt sie in Täuschungen fallen.
19 Wie werden sie in einem Augenblick zum Entsetzen, werden dahingerafft, nehmen ein Ende mit Schrecken.
20 Wie einen Traum, nach dem Erwachen, mein Herr, verachtest du ihr Schattengebilde, wenn du aufstehst.3
21 Ja, mein Herz war bitter und Schmerz bohrte mir in den Nieren.
22 Ich war ein Tor ohne Einsicht, wie Vieh bin ich gewesen bei dir;
23 aber ich bin doch beständig bei dir, du hast meine Rechte ergriffen.
24 Du leitest mich nach deinem Ratschluss, danach nimmst du mich auf in Herrlichkeit.
25 Wen habe ich im Himmel außer dir? Neben dir erfreut mich nichts auf Erden.4
26 Mag mein Fleisch und mein Herz vergehen, Fels meines Herzens und mein Anteil ist Gott auf ewig.
27 Denn siehe: Die fern sind von dir, gehen zugrunde, du vernichtest alle, die dich treulos verlassen.
28 Ich aber - Gott nahe zu sein, ist gut für mich, ich habe GOTT, den Herrn, zu meiner Zuflucht gemacht. Ich will erzählen von all deinen Taten.
1 73,4 sie leiden … gesund: vermuteter Text; es gibt keine Qualen für ihren Tod, ihr Bauch ist fett: H.
2 73,10 das Volk ihnen zu, wörtlich: sein Volk hierher. – das Wasser … gierig: vermuteter Text; Wasser in Fülle schlürfen sie: H.
3 73,20 verachtest … aufstehst: vermuteter Text; in der Stadt verachtest du ihr Bild: H.
4 73,25 wen … außer dir: vermuteter Text; wen habe ich im Himmel: H.
5 An dem Ort, an dem Gott gegenwärtig ist, geht dem Beter eine Wahrheit auf, in deren Licht sich für ihn die Widersprüche des Lebens lösen.
6 Luthers »Dennoch bleibe ich stets an dir« entspricht nicht dem hebräischen Text. Es geht nicht um Glaubenstrotz, sondern um die Feststellung einer Tatsache: Der Beter gehört zu Gott, und Gott hält ihn fest.
7 Die Verse 24-26 durchbrechen das im Alten Testament übliche Denken, für das mit dem Tod alles zu Ende ist; vgl. Ps 6,6 und Vergleichsstellen dazu. Viele Ausleger sehen hier ein Aufleuchten der neuen Erkenntnis, dass Gott das Leben der Seinen über den Tod hinaus bewahrt.

Das scheinbare Glück der Gottlosen

1 Ein Psalmlied von Asaf. Ich weiß es: Gott ist gut zu Israel, / zu denen mit reinem Gewissen.
2 Und ich, fast wäre ich gestolpert, / um ein Haar wäre ich gestürzt.
3 Als ich sah, wie gut es den Gottlosen ging, / wurde ich selbst auf die Maulhelden neidisch.
4 Sie leiden keine Qualen, / sie sind gesund und wohlgenährt.
5 Sie sind frei von den Lasten gewöhnlicher Menschen / und werden nicht mit den anderen geplagt.
6 Darum tragen sie ihren Stolz wie eine Kette am Hals, / Gewalt umhüllt sie wie ein Gewand.
7 Aus dem Fett glotzt ihr Auge hervor, / Einbildungen überfluten ihr Herz.
8 Höhnisch und boshaft reden sie, / setzen zynisch Menschen unter Druck.
9 Sie reißen ihr Maul bis zum Himmel hin auf, / ihre Zunge verschont nichts auf der Erde.
10 Darum läuft selbst Gottes Volk ihnen nach / und lauscht begierig auf ihr Geschwätz.
11 "Gott merkt ja doch nichts", sagen sie. / "Wie will der Höchste das wissen?"
12 Ja, das sind die, die Gott verachten; / ungestört mehren sie ihre Macht.
13 Ganz umsonst hielt ich mein Herz rein, / wusch in Unschuld meine Hände;
14 war ich doch geplagt den ganzen Tag / und bin jeden Morgen schon gestraft.
15 Hätte ich gesagt: "Ich will ebenso reden!", / dann hätte ich deine Kinder verraten.
16 Da dachte ich nach, um das zu begreifen. / Es war eine große Mühe für mich,
17 bis ich in Gottes Heiligtum ging / und dort ihr Ende bedachte.
18 Ja, du stellst sie auf rutschigen Grund / und stürzt sie in ihr Verderben.
19 Wie plötzlich waren sie vor Entsetzen erstarrt, / sie alle nahmen ein Ende mit Schrecken.
20 Wie einen Traum nach dem Erwachen, / so verachtest du, Herr, / wenn du aufstehst, ihr Bild.
21 Als mein Herz verbittert war / und ich stechenden Schmerz in den Nieren verspürte,
22 da war ich dumm und ohne Verstand, / wie ein Stück Vieh stand ich vor dir.
23 Doch ich gehöre immer zu dir. / Du hältst mich an der rechten Hand.
24 Mit deinem Rat leitest du mich / und nimmst mich am Ende in Ehren auf.
25 Wen hab ich im Himmel außer dir? / Und neben dir wünsch ich mir nichts auf der Erde.
26 Auch wenn ich Leib und Leben verliere, / bleibt Gott doch mein Fels und mein Anteil für immer.
27 Ja, wer sich fern von dir hält, geht zugrunde. / Du bringst jeden zum Schweigen, der dir die Treue bricht.
28 Doch mir tut Gottes Nähe gut. / Ich fand meine Zuflucht bei Jahwe, dem Herrn. / Nun will ich erzählen von all deinem Tun.
1 73,4 sie leiden … gesund: vermuteter Text; es gibt keine Qualen für ihren Tod, ihr Bauch ist fett: H.
2 73,10 das Volk ihnen zu, wörtlich: sein Volk hierher. – das Wasser … gierig: vermuteter Text; Wasser in Fülle schlürfen sie: H.
3 73,20 verachtest … aufstehst: vermuteter Text; in der Stadt verachtest du ihr Bild: H.
4 73,25 wen … außer dir: vermuteter Text; wen habe ich im Himmel: H.
5 An dem Ort, an dem Gott gegenwärtig ist, geht dem Beter eine Wahrheit auf, in deren Licht sich für ihn die Widersprüche des Lebens lösen.
6 Luthers »Dennoch bleibe ich stets an dir« entspricht nicht dem hebräischen Text. Es geht nicht um Glaubenstrotz, sondern um die Feststellung einer Tatsache: Der Beter gehört zu Gott, und Gott hält ihn fest.
7 Die Verse 24-26 durchbrechen das im Alten Testament übliche Denken, für das mit dem Tod alles zu Ende ist; vgl. Ps 6,6 und Vergleichsstellen dazu. Viele Ausleger sehen hier ein Aufleuchten der neuen Erkenntnis, dass Gott das Leben der Seinen über den Tod hinaus bewahrt.
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