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Gute Nachricht Bibel

Verschiedene Ratschläge

1 Tu nichts Böses, dann wird dir nichts Böses geschehen.
2 Trenn dich vom Unrecht, dann wird es dir fernbleiben.
3 Säe kein Unrecht aus, mein Sohn,1 sonst wächst in den Furchen eine siebenmal schlimmere Ernte.
4 Bitte Gott nicht um eine führende Stellung und den König nicht um einen Ministersessel!
5 Stell dich vor Gott nicht als gerecht hin und spiele vor dem König nicht den Weisen.
6 Wünsche dir nicht, Richter zu werden! Es könnte dir die Kraft fehlen, dem Unrecht die Stirn zu bieten. Womöglich lässt du dich von einem Mächtigen beeinflussen und verfängst dich selbst in den Schlingen des Unrechts.
7 Schädige nicht das Wohl der Stadt, sonst bringst du dich bei deinen Mitbürgern in Verruf.
8 Meine nicht, dieselbe Verfehlung ein zweites Mal ungestraft begehen zu können. Schon für das erste Mal wird dich Gott zur Rechenschaft ziehen!
9 Rede dir nicht ein: »Gott, der Höchste, wird mir die vielen Opfergaben anrechnen, die ich ihm bringe.«
10 Lass dir viel Zeit2 zum Beten; aber beeil dich, den Armen zu helfen!
11 Mach dich nicht lustig über jemand, der verzweifelt ist! Denk an Gott, der Menschen erniedrigen und erhöhen kann!
12 Verbreite keine Lügen über deine Verwandten und Freunde.
13 Du sollst überhaupt nicht lügen; wenn du dich daran gewöhnst, hat das schlimme Folgen.
14 Rede kein dummes Zeug in der Versammlung erfahrener Männer! Und wenn du betest, sag nicht alles zweimal!
15 Drück dich nicht vor der Feldarbeit oder anderer harter Arbeit; Gott, der Höchste, hat sie uns zugeteilt.
16 Schließ dich nicht einem Haufen schlechter Menschen an;3 denk daran, dass Gottes Strafe nicht auf sich warten lässt!
17 Gib allem Hochmut den Abschied; denn was den Menschen erwartet, ist Verwesung.4

Rechtes Verhalten in Haus und Familie

18 Tausch einen Freund nicht gegen Geld ein und einen treuen Bruder nicht einmal gegen feinstes Gold!
19 Wenn du eine kluge und tüchtige Frau heiraten kannst, dann zögere nicht; ihre Liebenswürdigkeit ist mehr wert als Gold.
20 Einen Sklaven, der treu für dich arbeitet, oder einen Lohnarbeiter, der sich willig für dich einsetzt, darfst du nicht schlecht behandeln.
21 Einem verständigen Sklaven begegne mit Liebe; weigere dich nicht, ihn freizulassen!
22 Wenn du Vieh besitzt, kümmere dich selbst darum; und wenn es dir Nutzen bringt, dann verkauf es nicht!
23 Hast du Söhne? Kümmere dich um ihre Erziehung und treib ihnen von klein auf den Starrsinn aus!
24 Hast du Töchter? Pass gut auf sie auf; geh nicht zu freundlich und nachsichtig mit ihnen um!
25 Wenn du eine Tochter verheiratet hast, dann hast du ein großes Werk vollbracht. Aber gib sie nur einem vernünftigen Mann!
26 Wenn du eine Frau geheiratet hast, die nach deinem Herzen ist, dann schick sie nicht fort! Aber einer, die kein Vertrauen verdient, schenke auch keins!
27 Ehre deinen Vater von ganzem Herzen und vergiss nicht, welche Schmerzen deine Mutter deinetwegen ausgestanden hat.
28 Denk daran, dass du deinen Eltern das Leben verdankst! Wie könntest du ihnen jemals vergelten, was sie für dich getan haben?

Besondere Verpflichtungen

29 Ehre den Herrn mit ganzem Herzen und bring seinen Priestern Achtung entgegen!
30 Liebe deinen Schöpfer mit aller deiner Kraft und lass seine Diener nie im Stich!
31 Nimm den Herrn ernst und ehre den Priester! Gib ihm, was ihm zusteht, so wie es dir befohlen ist: die ersten Früchte des Feldes und der Bäume, die Wiedergutmachungsopfer, die Vorderkeulen der Opfertiere, den Anteil an allen Gaben, die Gott geweiht werden, und den Zehnten Teil deiner Erträge.
32 Hilf den Armen; Gott wird dich dafür reichlich segnen.
33 Allen Lebenden gegenüber sei freigebig und auch den Toten erweise die schuldige Liebe!
34 Wende dich von den Trauernden nicht ab, sondern weine mit ihnen!
35 Versäume nicht, die Kranken zu besuchen; sie werden dich dafür lieben.
36 Denk an dein Ende bei allem, was du tust; dann wirst du nie etwas Unrechtes tun.
1 Siehe Anmerkung zu Spr 1,8.
2 So mit H; G Sei nicht kleinmütig.
3 H Halte dich nicht für besser/wichtiger als deine Mitbürger!
4 was den Menschen ...: mit H; G die Strafe des Gottfernen ist Feuer und Wurm. In H folgt hier noch: Sag nicht vorschnell: »Wie sinnlos!« Überlass es Gott und sei einverstanden mit seinem Weg!
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