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Jesus heilt einen Aussätzigen

1 1Jesus stieg vom Berg herab und zog weiter. Eine große Menschenmenge folgte ihm.
2 Da kam ein Aussätziger zu ihm, warf sich vor ihm nieder und sagte: »Herr, wenn du willst, kannst du mich gesund2 machen!«
3 Jesus streckte die Hand aus und berührte ihn. »Ich will«, sagte er, »sei gesund!« Im selben Augenblick war der Kranke von seinem Aussatz geheilt.
4 Jesus befahl ihm: »Sieh zu, dass du niemand etwas sagst, sondern geh zum Priester, lass dir von ihm deine Heilung bestätigen und bring das Opfer, das Mose vorgeschrieben hat. Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.«3

Der Hauptmann von Kafarnaum

5 Jesus kam nach Kafarnaum. Da trat ein Hauptmann, ein Nichtjude,4 an ihn heran und bat ihn um Hilfe:
6 »Herr«, sagte er, »mein Diener liegt gelähmt bei mir zu Hause und hat furchtbare Schmerzen!«
7 Jesus fragte ihn: »Soll ich etwa kommen und ihn gesund machen?«
8 Der Hauptmann erwiderte: »Herr, ich weiß, dass ich dir, einem Juden, nicht zumuten kann, mein Haus zu betreten. Aber sag nur ein Wort und mein Diener wird gesund.
9 Auch ich unterstehe höherem Befehl und kann meinen Soldaten Befehle erteilen. Wenn ich zu einem sage: ›Geh!‹, dann geht er; wenn ich zu einem andern sage: ›Komm!‹, dann kommt er; und wenn ich meinem Diener befehle: ›Tu das!‹, dann tut er's.«
10 Als Jesus das hörte, staunte er und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: »Wahrhaftig, solch ein Vertrauen habe ich in Israel nirgends gefunden!
11 Doch ich sage euch: Viele werden kommen, aus Ost und West, und zusammen mit Abraham, Isaak und Jakob in Gottes neuer Welt5 zu Tisch sitzen.
12 Aber die Menschen, die bis jetzt das Anrecht darauf hatten, werden in die Dunkelheit hinausgestoßen. Dort gibt es nur noch Jammern und Zähneknirschen.«
13 Dann sagte Jesus zu dem Hauptmann: »Geh nach Hause! Wie du es im Vertrauen von mir erwartet hast, soll es geschehen.« Zur selben Stunde wurde sein Diener gesund.

Jesus heilt die Schwiegermutter von Petrus und viele andere Kranke

14 Jesus ging in das Haus von Petrus und fand dort dessen Schwiegermutter mit Fieber im Bett.
15 Er berührte ihre Hand; da verließ sie das Fieber, und sie stand auf und bewirtete ihn.6
16 Am Abend brachten die Leute viele Besessene zu Jesus. Mit seinem Wort trieb er die bösen Geister aus und heilte alle Kranken.
17 Damit ging in Erfüllung, was Gott durch den Propheten Jesaja angekündigt hatte:7 »Er hat unsere Leiden von uns genommen und unsere Krankheiten weggeschafft.«8

Jüngerschaft ohne Wenn und Aber

18 Als Jesus die vielen Menschen sah, die ihn umdrängten, befahl er seinen Jüngern, mit ihm auf die andere Seite des Sees hinüberzufahren.
19 Da kam ein Gesetzeslehrer zu ihm und sagte: »Lehrer, ich bin bereit, dir zu folgen, ganz gleich, wohin du gehst!«
20 Jesus antwortete ihm: »Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihr Nest; aber der Menschensohn hat keinen Platz, wo er sich hinlegen und ausruhen kann.«
21 Ein anderer, einer von den Jüngern, sagte zu Jesus: »Herr, erlaube mir, dass ich erst noch hingehe und meinen Vater begrabe.«
22 Aber Jesus sagte zu ihm: »Komm, folge mir! Überlass es den Toten, ihre Toten zu begraben!«9

Im Sturm auf die Probe gestellt

23 Jesus stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm.
24 Als sie auf dem See waren, kam ein schwerer Sturm auf,10 und die Wellen drohten das Boot unter sich zu begraben. Aber Jesus schlief.
25 Die Jünger gingen zu ihm, weckten ihn und riefen: »Rette uns, Herr, wir gehen unter!«
26 Jesus sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Angst? Ihr habt zu wenig Vertrauen!« Dann stand er auf und sprach ein Machtwort zu dem Wind und den Wellen. Da wurde es ganz still.
27 Die Leute aber fragten voller Staunen: »Was muss das für einer sein, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen!«11

Die beiden Besessenen von Gadara

28 Auf der anderen Seite des Sees kam Jesus in das Gebiet von Gadara.12 Dort liefen ihm zwei Männer aus den Grabhöhlen entgegen. Sie waren von bösen Geistern besessen und so gefährlich, dass niemand es wagte, jenen Weg zu benutzen.
29 Sie fingen an zu schreien: »Was hast du bei uns zu suchen, du Sohn Gottes? Bist du hergekommen, um uns schon vor der Zeit13 zu quälen?«
30 In der Ferne weidete eine große Schweineherde.
31 Die bösen Geister in den beiden Männern baten Jesus: »Wenn du uns schon austreibst, dann schick uns doch in die Schweineherde!«
32 »Geht!«, sagte Jesus; und die bösen Geister kamen aus den beiden heraus und fuhren in die Schweine. Da raste die ganze Herde das steile Ufer hinab in den See, und alle ertranken im Wasser.14
33 Die Schweinehirten liefen davon und erzählten in der Stadt, was sie erlebt hatten und dass die beiden Besessenen aus der Gewalt der bösen Geister befreit seien.
34 Da zogen alle Leute hinaus, um Jesus zu begrüßen. Doch als sie ihn sahen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.
1 Nachdem in Kap 5–7 die Lehre Jesu, des Messias, programmatisch vorgestellt wurde, folgen in Kap 8–9 programmatische Taten des Messias.
2 Wörtlich rein; ebenso in Vers 3 (auch für geheilt).
3 Die Verantwortlichen ...: wörtlich ihnen zur Bezeugung; siehe Anmerkung zu Mk 1,44.
4 ein Nichtjude: verdeutlichender Zusatz; ebenso einem Juden in Vers 8.
5 Wörtlich in der Königsherrschaft der Himmel.
6 Wörtlich diente ihm; siehe Anmerkung zu Mk 1,31.
7 Siehe Anmerkung zu 1,22.
8 Matthäus gibt dem Prophetenwort von Jes 53,4 eine überraschende Deutung.
9 Im Rahmen der programmatischen Taten zeigt Matthäus auch, was Nachfolge Jesu bedeutet. Die Verse 18-22 sprechen von der unerhörten Anforderung und Zumutung der Nachfolge, 23-27 von den Gefahren, die die Jünger bedrohen, durch Jesu Gegenwart aber gebannt werden.
10 Wörtlich entstand ein gewaltiges Beben im Meer. Matthäus verwendet hier dasselbe Wort (Erd-)Beben wie in 24,7; 27,51.54; 28,2 (vgl. ferner Offb 6,12; 16,18 usw.). Er deutet die Bedrohung der Jünger als ein endzeitliches Geschehen, in dem ihr Vertrauen zu Gott und zu Jesus sich bewähren muss.
11 Siehe zu Mk 4,41.
12 Eine nichtjüdische Stadt 10 km südöstlich des Sees Gennesaret.
13 D.h. noch ehe Gott endgültig seine Herrschaft aufrichtet und alle dämonischen Mächte vernichtet (vgl. 12,28).
14 Siehe zu Mk 5,13.

Heilung eines Aussätzigen

1 Als er aber von dem Berg herabgestiegen war, folgten ihm große Volksmengen.
2 Und siehe, ein Aussätziger1 kam heran und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.
3 Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich wurde sein Aussatz gereinigt.
4 Und Jesus spricht zu ihm: Siehe, sage es niemandem, sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und bring die Gabe dar, die Mose angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis!

Heilung des Dieners eines Hauptmanns

5 Als er aber nach Kapernaum hineinkam, trat ein Hauptmann zu ihm, der ihn bat
6 und sprach: Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält.
7 Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen.
8 Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden.
9 Denn auch ich bin ein Mensch unter Befehlsgewalt2 und habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin!, und er geht; und zu einem anderen: Komm!, und er kommt; und zu meinem Knecht3: Tu dies!, und er tut es.
10 Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.
11 Ich sage euch aber, dass viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tisch liegen werden in dem Reich4 der Himmel,
12 aber die Söhne des Reiches5 werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis; da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.
13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast! Und der Diener wurde gesund in jener Stunde.

Heilung der Schwiegermutter des Petrus und anderer Kranker

14 Und als Jesus in das Haus des Petrus gekommen war, sah er dessen Schwiegermutter fieberkrank daniederliegen.
15 Und er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie; und sie stand auf und diente ihm.
16 Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit seinem Wort, und er heilte alle Leidenden,
17 damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: "Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten."

Rechte Nachfolge

18 Als aber Jesus eine Volksmenge6 um sich sah, befahl er, an das jenseitige Ufer wegzufahren.
19 Und ein Schriftgelehrter kam heran und sprach zu ihm: Lehrer, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst.
20 Und Jesus spricht zu ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege.
21 Ein anderer aber von seinen Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, vorher hinzugehen und meinen Vater zu begraben.
22 Jesus aber spricht zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!

Stillung des Sturmes

23 Und als er in das Boot gestiegen war, folgten ihm seine Jünger.
24 Und siehe, es erhob sich ein heftiger Sturm7 auf dem See, so dass das Boot von den Wellen bedeckt wurde; er aber schlief.
25 Und sie traten hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns, wir kommen um!
26 Und er spricht zu ihnen: Was seid ihr furchtsam, Kleingläubige? Dann stand er auf und bedrohte die Winde und den See; und es entstand eine große Stille.
27 Die Menschen aber wunderten sich und sagten: Was für einer ist dieser, dass auch die Winde und der See ihm gehorchen?

Heilung zweier Besessener

28 Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war, in das Land der Gadarener, begegneten ihm zwei Besessene, die aus den Grüften hervorkamen. Sie waren sehr bösartig, so dass niemand auf jenem Weg vorbeigehen konnte.
29 Und siehe, sie schrien und sagten: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, uns vor der Zeit zu quälen?
30 Es weidete aber fern von ihnen eine Herde von vielen Schweinen.
31 Die Dämonen aber baten ihn und sprachen: Wenn du uns austreibst, so sende uns in die Herde Schweine!
32 Und er sprach zu ihnen: Geht hin! Sie aber fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und siehe, die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, und sie kamen um in dem Gewässer.
33 Die Hüter aber flohen und gingen in die Stadt und verkündeten alles und das von den Besessenen.
34 Und siehe, die ganze Stadt ging hinaus, Jesus entgegen, und als sie ihn sahen, baten sie, dass er aus ihrem Gebiet weggehen möchte.
1 "Aussatz" umfasste in biblischer Zeit mehrere Hautkrankheiten, z. T. auch die damals noch unheilbare Lepra. Der Aussätzige galt bei den Juden als kultisch unrein.
2 o. Macht, Vollmacht
3 w. Sklaven
4 o. der Königsherrschaft
5 o. der Königsherrschaft
6 mit anderen Handschr.: eine große Volksmenge
7 w. ein großes Beben
8 Matthäus gibt dem Prophetenwort von Jes 53,4 eine überraschende Deutung.
9 Im Rahmen der programmatischen Taten zeigt Matthäus auch, was Nachfolge Jesu bedeutet. Die Verse 18-22 sprechen von der unerhörten Anforderung und Zumutung der Nachfolge, 23-27 von den Gefahren, die die Jünger bedrohen, durch Jesu Gegenwart aber gebannt werden.
10 Wörtlich entstand ein gewaltiges Beben im Meer. Matthäus verwendet hier dasselbe Wort (Erd-)Beben wie in 24,7; 27,51.54; 28,2 (vgl. ferner Offb 6,12; 16,18 usw.). Er deutet die Bedrohung der Jünger als ein endzeitliches Geschehen, in dem ihr Vertrauen zu Gott und zu Jesus sich bewähren muss.
11 Siehe zu Mk 4,41.
12 Eine nichtjüdische Stadt 10 km südöstlich des Sees Gennesaret.
13 D.h. noch ehe Gott endgültig seine Herrschaft aufrichtet und alle dämonischen Mächte vernichtet (vgl. 12,28).
14 Siehe zu Mk 5,13.

Heilung eines Aussätzigen

1 Als Jesus vom Berg herabstieg, folgte ihm eine große Menschenmenge.
2 Da kam ein Aussätziger zu ihm und warf sich vor ihm nieder. »Herr«, sagte er, »wenn du willst, kannst du mich rein machen.«
3 Jesus streckte die Hand aus und berührte ihn. »Ich will es«, sagte er, »sei rein!« Im selben Augenblick war der Mann von seinem Aussatz geheilt.
4 Jesus aber sagte zu ihm: »Hüte dich, mit jemand darüber zu sprechen! Geh stattdessen zum Priester, zeig dich ihm und bring die Opfergabe dar, die Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein.«
5 Als Jesus nach Kafarnaum kam, trat der Hauptmann ´einer dort stationierten Einheit` an ihn heran und bat ihn um Hilfe.
6 »Herr«, sagte er, »mein Diener liegt gelähmt und mit furchtbaren Schmerzen bei mir zu Hause.«
7 Jesus erwiderte: »Ich will kommen und ihn heilen.«  –
8 »Herr«, sagte daraufhin der Hauptmann, »ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; doch sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund.
9 Ich unterstehe ja selbst dem Befehl eines anderen und habe meinerseits Soldaten unter mir. Wenn ich zu einem von ihnen sage: ›Geh!‹, dann geht er, und wenn ich zu einem sage: ›Komm!‹, dann kommt er; und wenn ich zu meinem Diener sage: ›Tu das und das!‹, dann tut er es.«
10 Diese Antwort erstaunte Jesus, und er sagte zu denen, die ihm folgten: »Ich versichere euch: In ganz Israel habe ich bei keinem solch einen Glauben gefunden.
11 Ja, ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und sich mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch setzen.
12 Aber die Bürger des Reiches werden in die Finsternis hinausgeworfen, dorthin, wo es nichts gibt als lautes Jammern und angstvolles Zittern und Beben.«
13 Hierauf wandte sich Jesus zu dem Hauptmann und sagte: »Du kannst nach Hause gehen. Was du geglaubt hast, soll geschehen.« Und zur gleichen Zeit wurde der Diener gesund.
14 Jesus ging in das Haus des Petrus. Dessen Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett.
15 Jesus berührte ihre Hand; da verschwand das Fieber, und sie stand auf und sorgte für sein Wohl.
16 Als es Abend geworden war, brachte man viele Besessene zu Jesus. Er trieb die Geister durch sein Wort aus und heilte alle Kranken.
17 So erfüllte sich, was durch den Propheten Jesaja vorausgesagt worden war:»Er selbst hat unsere Leiden auf sich genommen, er hat unsere Krankheiten getragen.«1 
18 Die Menschenmenge, die sich um Jesus drängte, war so groß, dass er seinen Jüngern befahl, mit ihm auf die andere Seite des Sees hinüberzufahren.
19 Da sprach ihn ein Schriftgelehrter an. »Meister«, sagte er, »ich will dir folgen, wohin du auch gehst.«
20 Jesus erwiderte: »Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihre Nester; aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sich ausruhen kann.«
21 Ein anderer, einer von seinen Jüngern, sagte zu Jesus: »Herr, erlaube mir, zuerst noch ´nach Hause` zu gehen und mich um das Begräbnis meines Vaters zu kümmern.«
22 Doch Jesus erwiderte: »Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!«
23 Daraufhin stieg Jesus in das Boot; seine Jünger folgten ihm, ´und sie fuhren los`.
24 Plötzlich brach auf dem See ein heftiger Sturm los, sodass das Boot fast von den Wellen begraben wurde. Jesus aber schlief.
25 Die Jünger stürzten zu ihm und weckten ihn. »Herr«, schrien sie, »rette uns, wir sind verloren!«
26 Aber Jesus sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?« Dann stand er auf und wies den Wind und die Wellen in ihre Schranken. Da trat eine große Stille ein.
27 Die Leute aber fragten voller Staunen: »Wer ist das, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen?«
28 Als Jesus in das Gebiet der Gadarener am gegenüberliegenden Ufer kam, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so gefährlich, dass niemand den Weg benutzen konnte, der dort vorbeiführte.
29 »Was willst du von uns, Sohn Gottes?«, schrien sie. »Bist du gekommen, um uns schon vor der festgesetzten Zeit zu quälen?«
30 In einiger Entfernung weidete eine große Herde Schweine.
31 Die Dämonen baten ihn: »Wenn du uns austreibst, lass uns doch in die Schweineherde fahren!« –
32 »Geht!«, sagte Jesus. Da verließen die Dämonen die beiden Männer und fuhren in die Schweine. Und augenblicklich stürzte sich die ganze Herde den Abhang hinunter in den See, und die Tiere ertranken in den Fluten.
33 Die Schweinehirten rannten davon, liefen in die Stadt und berichteten alles, ´was geschehen war,` auch das mit den Besessenen.
34 Da machte sich die ganze Stadt auf den Weg; alle gingen Jesus entgegen. Als sie sahen, ´was geschehen war,` drängten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.
1 Jesaja 53,4.
2 o. Macht, Vollmacht
3 w. Sklaven
4 o. der Königsherrschaft
5 o. der Königsherrschaft
6 mit anderen Handschr.: eine große Volksmenge
7 w. ein großes Beben
8 Matthäus gibt dem Prophetenwort von Jes 53,4 eine überraschende Deutung.
9 Im Rahmen der programmatischen Taten zeigt Matthäus auch, was Nachfolge Jesu bedeutet. Die Verse 18-22 sprechen von der unerhörten Anforderung und Zumutung der Nachfolge, 23-27 von den Gefahren, die die Jünger bedrohen, durch Jesu Gegenwart aber gebannt werden.
10 Wörtlich entstand ein gewaltiges Beben im Meer. Matthäus verwendet hier dasselbe Wort (Erd-)Beben wie in 24,7; 27,51.54; 28,2 (vgl. ferner Offb 6,12; 16,18 usw.). Er deutet die Bedrohung der Jünger als ein endzeitliches Geschehen, in dem ihr Vertrauen zu Gott und zu Jesus sich bewähren muss.
11 Siehe zu Mk 4,41.
12 Eine nichtjüdische Stadt 10 km südöstlich des Sees Gennesaret.
13 D.h. noch ehe Gott endgültig seine Herrschaft aufrichtet und alle dämonischen Mächte vernichtet (vgl. 12,28).
14 Siehe zu Mk 5,13.

Heilungen

1 Als Jesus vom Berg heruntergestiegen war, zog er weiter und eine große Menschenmenge folgte ihm.
2 Da kam ein Aussätziger zu ihm, warf sich vor ihm nieder und sagte: "Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen."
3 Da berührte Jesus ihn mit der Hand und sagte: "Ich will es, sei rein!" Sofort verschwand der Aussatz,1 und er war rein.
4 Jesus schärfte ihm ein: "Pass auf, dass du niemand davon erzählst! Geh stattdessen zum Priester, zeig dich ihm und bring das Opfer für deine Reinigung, wie Mose es angeordnet hat! Das soll ein Beweis für sie sein."
5 Als Jesus in Kafarnaum eintraf, trat der dort stationierte Hauptmann an ihn heran.
6 "Herr", sagte er, "mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat furchtbare Schmerzen."
7 Jesus erwiderte: "Ich will kommen und ihn heilen."
8 Da entgegnete der Hauptmann: "Herr, ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach kommst. Sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund!
9 Ich unterstehe ja auch dem Befehl von Vorgesetzten und habe meinerseits Soldaten unter mir. Sage ich zu einem von ihnen: 'Geh!', dann geht er, und zu einem anderen: 'Komm!', dann kommt er. Und wenn ich zu meinem Diener sage: 'Tu das!', dann tut er es."
10 Jesus war sehr erstaunt, das zu hören, und sagte zu der Menschenmenge, die ihm folgte: "Ich versichere euch: Solch einen Glauben habe ich in ganz Israel bei niemand gefunden.
11 Und ich sage euch: Aus allen Himmelsrichtungen werden Menschen kommen und zusammen mit Abraham, Isaak und Jakob ihre Plätze im Reich des Himmels einnehmen.
12 Aber die Bürger des Reiches werden hinausgeworfen in die tiefste Finsternis. Dort wird dann das große Weinen und Zähneknirschen anfangen."
13 Darauf sagte Jesus zu dem Hauptmann: "Du kannst gehen! Was du mir zugetraut hast, soll geschehen!" Zur gleichen Zeit wurde der Diener gesund.
14 Jesus ging in das Haus von Petrus. Dessen Schwiegermutter war von einem heftigen Fieber befallen und lag im Bett.
15 Jesus berührte ihre Hand. Da verschwand das Fieber, und sie stand auf und sorgte für sein Wohl.
16 Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er vertrieb ihre bösen Geister durch sein Wort und heilte alle Kranken.
17 So erfüllte sich, was durch den Propheten Jesaja vorausgesagt worden war: "Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen."2

Armut und Vollmacht

18 Als Jesus die vielen Menschen sah, die sich um ihn drängten, befahl er seinen Jüngern, mit ihm an die andere Seite des Sees zu fahren.
19 Da sagte ein Gesetzeslehrer zu ihm: "Rabbi,3 ich will dir folgen, wohin du auch gehst."
20 "Die Füchse haben ihren Bau", entgegnete ihm Jesus, "und die Vögel haben ihre Nester, aber der Menschensohn4 hat keinen Platz, wo er sich ausruhen kann."
21 Ein anderer – es war einer von seinen Jüngern – sagte zu Jesus: "Herr, erlaube mir, zuerst nach Hause zu gehen und meinen Vater zu begraben."
22 "Lass die Toten ihre Toten begraben!", entgegnete ihm Jesus. "Folge du mir nach!"
23 Danach stieg Jesus ins Boot, und seine Jünger folgten ihm.
24 Als sie auf dem See waren, kam plötzlich ein schwerer Sturm auf, so dass die Wellen das Boot zu begraben drohten. Aber Jesus schlief.
25 Die Jünger stürzten zu ihm und weckten ihn auf: "Herr", schrien sie, "rette uns! Wir gehen unter!"
26 Aber Jesus sagte zu ihnen: "Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?" Dann stand er auf und herrschte Wind und Wellen an. Da trat eine große Stille ein.
27 Die Menschen fragten sich voller Staunen: "Wer ist das nur, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen?"
28 So kamen sie in das Gebiet der Gadarener5 auf der anderen Seite des Sees. Dort begegnete er zwei Besessenen. Sie kamen von den Grabhöhlen und waren so gefährlich, dass niemand es wagte, auf diesem Weg vorbeizugehen.
29 "Was willst du von uns, Sohn Gottes?", schrien sie. "Bist du hergekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen?"
30 Nun weidete in einiger Entfernung eine große Herde Schweine.
31 Die Dämonen baten ihn: "Wenn du uns austreibst, lass uns doch in die Schweine fahren!"
32 "Geht!", sagte Jesus. Da verließen sie die Männer und fuhren in die Schweine. Daraufhin raste die ganze Herde den Abhang hinunter in den See, und die Tiere ertranken in den Fluten.
33 Die Schweinehirten liefen davon und erzählten in der Stadt alles, was geschehen war, auch das mit den Besessenen.
34 Da machte sich die ganze Stadt auf den Weg, um Jesus zu begegnen. Als sie sahen, was geschehen war, baten sie Jesus, ihr Gebiet zu verlassen.
1 Aussatz. Bezeichnung für rasch um sich greifende Hautkrankheiten, Lepra eingeschlossen.
2 Jesaja 53,4-5
3 Respektvolle Anrede im Judentum: Mein Lehrer.
4 Menschensohn ist eine von Jesus bevorzugte Selbstbezeichnung. Er knüpft damit an Daniel 7,13 an, wo der zukünftige Herrscher des Gottesreiches angekündigt wird.
5 Südöstlicher Uferstreifen des Sees Gennesaret mit Hafen. Das Gebiet gehörte zu Gadara, die als mächtigste Stadt im Zehnstädtegebiet selbst Kriegsschiffe auf dem See unterhielt.
6 mit anderen Handschr.: eine große Volksmenge
7 w. ein großes Beben
8 Matthäus gibt dem Prophetenwort von Jes 53,4 eine überraschende Deutung.
9 Im Rahmen der programmatischen Taten zeigt Matthäus auch, was Nachfolge Jesu bedeutet. Die Verse 18-22 sprechen von der unerhörten Anforderung und Zumutung der Nachfolge, 23-27 von den Gefahren, die die Jünger bedrohen, durch Jesu Gegenwart aber gebannt werden.
10 Wörtlich entstand ein gewaltiges Beben im Meer. Matthäus verwendet hier dasselbe Wort (Erd-)Beben wie in 24,7; 27,51.54; 28,2 (vgl. ferner Offb 6,12; 16,18 usw.). Er deutet die Bedrohung der Jünger als ein endzeitliches Geschehen, in dem ihr Vertrauen zu Gott und zu Jesus sich bewähren muss.
11 Siehe zu Mk 4,41.
12 Eine nichtjüdische Stadt 10 km südöstlich des Sees Gennesaret.
13 D.h. noch ehe Gott endgültig seine Herrschaft aufrichtet und alle dämonischen Mächte vernichtet (vgl. 12,28).
14 Siehe zu Mk 5,13.
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