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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Psalm 80

1 Dem Chorleiter. Nach Schoschannim. Ein Zeugnis. Von Asaf . Ein Psalm.
2 Du Hirte Israels, der du Josef leitest wie eine Herde, höre doch! Der du thronst auf den Cherubim, strahle hervor!
3 Vor Ephraim, Benjamin und Manasse erwecke1 deine Macht und komm zu unserer Rettung!
4 Gott! Stelle uns wieder her! Lass dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet.
5 HERR, Gott der Heerscharen! Bis wann zürnst du2 trotz des Gebets3 deines Volkes?
6 Du hast sie mit Tränenbrot gespeist, sie in reichem Maß4 getränkt mit Tränen.
7 Du setztest uns zum Streit5 unseren Nachbarn, und unsere Feinde spotten über uns6.
8 Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her! Lass dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet.
9 Einen Weinstock hobst du aus aus Ägypten. Du vertriebst Nationen und pflanztest ihn ein.
10 Du machtest Raum vor ihm, und er schlug Wurzeln und erfüllte das Land.
11 Die Berge wurden bedeckt von seinem Schatten, von seinen Ästen die Zedern Gottes.
12 Er streckte seine Zweige aus bis ans Meer, bis zum Strom hin seine Triebe.
13 Warum hast du seine Mauern niedergerissen, so dass ihn alle berupfen, die des Weges kommen?
14 Es frisst ihn ab das Wildschwein aus dem Wald, das Wild des Feldes weidet ihn ab.
15 Gott der Heerscharen! Kehre doch zurück7! Schau vom Himmel und sieh! Und suche diesen Weinstock heim!
16 Und beschirme8, was deine Rechte gepflanzt hat, den Sohn, den du dir hast stark werden lassen.
17 Er ist mit Feuer verbrannt, er ist abgehauen. Vor dem Schelten deines Angesichtes kommen sie um.
18 Deine Hand sei über dem Mann deiner Rechten, über dem Menschensohn, den du dir hast stark werden lassen.
19 So werden wir nicht von dir abweichen. Belebe uns, und wir werden deinen Namen anrufen.
20 HERR, Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her! Lass dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet.
1 o. auf den Cherubim! Erstrahle vor Ephraim, Benjamin und Manasse! Erwecke
2 w. rauchst du; vgl. den Ausdruck in Ps 74,1
3 w. beim Gebet
4 w. im Dreimaß, maßweise
5 d. h. zum Gegenstand des Streites, der Anfeindung
6 so mit LXX und syr. Üs.; Mas. T.: untereinander
7 Man könnte mit LXX entsprechend den Versen 4, 8 und 20 lesen: Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her!
8 Das hier mit "beschirmen" übersetzte hebr. Wort kommt nur an dieser Stelle vor. Andere übersetzen: Und den Setzling, den

Der verbrannte Weinstock

1 Ein Lied von Asaf, nach der Melodie: »Lilien als Zeugnis«.
2 Höre uns, Gott, du Hirte Israels, der du dein Volk wie eine Herde hütest! Der du über den Keruben thronst – erscheine in deinem strahlenden Glanz!
3 Zeige deine Macht den Stämmen Ephraim, Benjamin und Manasse! Komm und hilf uns doch!
4 O Gott, richte uns, dein Volk, wieder auf! Blicke uns freundlich an, dann sind wir gerettet!
5 Du allmächtiger HERR und Gott, wie lange willst du noch zornig auf uns sein, obwohl wir zu dir beten?
6 Tränen sind unsere einzige Speise – ganze Krüge könnten wir mit ihnen füllen!
7 Unsere Feinde spotten über unsere Ohnmacht, sie streiten sich schon über unser Land.
8 Allmächtiger Gott, richte uns, dein Volk, wieder auf! Blicke uns freundlich an, dann sind wir gerettet!
9 In Ägypten grubst du den Weinstock Israel aus; du pflanztest ihn ein in einem Land, aus dem du fremde Völker verjagt hattest.
10 Für ihn hast du den Boden gerodet, so dass er Wurzeln schlagen konnte und sich im ganzen Land ausbreitete.
11 Mit seinem Schatten bedeckte er das Gebirge, er wuchs höher als die gewaltigsten Zedern.
12 Seine Ranken erstreckten sich bis zum Mittelmeer, und bis an den Euphrat gelangten seine Zweige.
13 Warum nur hast du die schützende Mauer niedergerissen? Jetzt kann jeder, der vorüberkommt, ihn plündern!
14 Die Wildschweine aus dem Wald verwüsten ihn, die wilden Tiere fressen ihn kahl.
15 Allmächtiger Gott, wende dich uns wieder zu! Schau vom Himmel herab und rette dein Volk! Kümmere dich um diesen Weinstock,
16 den du selbst gepflanzt hast; sorge für den jungen Spross, den du hast aufwachsen lassen!
17 Unsere Feinde haben ihn abgehauen und ins Feuer geworfen; doch wenn du ihnen entgegentrittst, kommen sie um.
18 Beschütze den König, den du erwählt hast, den Mann, der durch dich erst stark wurde!
19 Dann wollen wir nie mehr von dir weichen. Erhalte uns am Leben, dann wollen wir dich loben.
20 Du allmächtiger HERR und Gott – richte uns, dein Volk, wieder auf! Blicke uns freundlich an, dann sind wir gerettet!
1 o. auf den Cherubim! Erstrahle vor Ephraim, Benjamin und Manasse! Erwecke
2 w. rauchst du; vgl. den Ausdruck in Ps 74,1
3 w. beim Gebet
4 w. im Dreimaß, maßweise
5 d. h. zum Gegenstand des Streites, der Anfeindung
6 so mit LXX und syr. Üs.; Mas. T.: untereinander
7 Man könnte mit LXX entsprechend den Versen 4, 8 und 20 lesen: Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her!
8 Das hier mit "beschirmen" übersetzte hebr. Wort kommt nur an dieser Stelle vor. Andere übersetzen: Und den Setzling, den

Gebet für Israel, den Weinstock Gottes

1 Ein Zeugnis und Psalm Asafs, vorzusingen, nach der Weise »Lilien«.
2 Du Hirte Israels, höre, / der du Josef hütest wie Schafe! Erscheine, der du thronst über den Cherubim,
3 vor Ephraim, Benjamin und Manasse! Erwecke deine Kraft und komm uns zu Hilfe!
4 Gott, tröste uns wieder und lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.
5 HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst du zürnen beim Gebet deines Volkes?
6 Du speisest sie mit Tränenbrot und tränkest sie mit einem großen Krug voll Tränen.
7 Du lässest unsre Nachbarn sich um uns streiten, und unsre Feinde verspotten uns.
8 Gott Zebaoth, tröste uns wieder und lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.
9 Du hast einen Weinstock aus Ägypten geholt, hast vertrieben die Völker und ihn eingepflanzt.
10 Du hast vor ihm Raum gemacht / und hast ihn lassen einwurzeln, dass er das Land erfüllt hat.
11 Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes.
12 Du hast seine Ranken ausgebreitet bis an das Meer und seine Zweige bis an den Strom.
13 Warum hast du denn seine Mauern zerbrochen, dass jeder seine Früchte abreißt, der vorübergeht?
14 Es haben ihn zerwühlt die wilden Säue, und die Tiere des Feldes haben ihn abgeweidet.
15 Gott Zebaoth, wende dich doch! / Schau vom Himmel und sieh, nimm dich dieses Weinstocks an!
16 Schütze doch, was deine Rechte gepflanzt hat, den Sohn, den du dir großgezogen hast!
17 Sie haben ihn mit Feuer verbrannt wie Kehricht; vor dem Drohen deines Angesichts sollen sie umkommen.
18 Deine Hand schütze den Mann deiner Rechten, den Sohn, den du dir großgezogen hast.
19 So wollen wir nicht von dir weichen. Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.
20 HERR, Gott Zebaoth, tröste uns wieder; lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.
1 o. auf den Cherubim! Erstrahle vor Ephraim, Benjamin und Manasse! Erwecke
2 w. rauchst du; vgl. den Ausdruck in Ps 74,1
3 w. beim Gebet
4 w. im Dreimaß, maßweise
5 d. h. zum Gegenstand des Streites, der Anfeindung
6 so mit LXX und syr. Üs.; Mas. T.: untereinander
7 Man könnte mit LXX entsprechend den Versen 4, 8 und 20 lesen: Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her!
8 Das hier mit "beschirmen" übersetzte hebr. Wort kommt nur an dieser Stelle vor. Andere übersetzen: Und den Setzling, den
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