Synopse der Evangelien

Vergleiche ähnliche Bibelstellen (VOLXBIBEL):

Matthäus 22

Gott oder der Staat?

15  Den Pharisäern, diesen religiösen Hardlinern, wurde es langsam zu bunt. Sie überlegten sich, wie sie Jesus aufs Glatteis führen könnten.

16  So schickten sie ein paar von ihren Leuten und ein paar Herodesfans zu Jesus, die ihn dann fragten: „Großer Herr, Sie wollen die Wahrheit um jeden Preis. Und Sie wissen genau, was Gott will. Und es scheint Ihnen dabei egal zu sein, ob die Leute das gut finden oder nicht.

17  Darum noch ’ne Frage: Findet Gott es eigentlich gut, dass wir unsere Steuern an den Staat bezahlen, oder eher nicht?“

18  Jesus merkte sofort, was sie eigentlich wollten. „Ihr miesen Spinner!“, sagte er. „Warum versucht ihr die ganze Zeit mich reinzulegen?

19  Gebt mir mal ’nen Euro!“ Sie gaben ihm einen.

20  „Wessen Wappen ist da hinten drauf? Was ist da eingeprägt?“

21  „Das Staatszeichen eines Eurolandes“, antworteten sie. Da sagte Jesus: „Dann gebt dem Staat, was dem Staat zusteht, und gebt Gott, was Gott gehört!“

22  Damit hatten sie nicht gerechnet. Sie zogen sich zurück und ließen Jesus erst mal in Ruhe.

Markus 12

Was Jesus zum Thema „Steuern“ zu sagen hat

13  Irgendwann kamen dann wieder ein paar Jungs von den kleinkarierten Pharisäern vorbei und ein paar Präsident-Herodes-Fans dazu. Sie wollten Jesus in eine Diskussion verwickeln, um ihn dazu zu bringen, etwas Verbotenes zu sagen. Dann hätten sie zumindest einen Anklagepunkt, um ihn festzunehmen.

14  „Meister, wir wissen, dass Sie immer total ehrlich sind und straight edge sagen, was Sie denken. Sie haben Ihre eigene Meinung und vertreten Sie auch“, schleimten sie erst mal rum. „Was denken Sie zum Thema ‚Steuern bezahlen‘? Ist es okay, dem ungläubigen obersten Präsidenten in Rom Steuern zu zahlen, oder nicht?“

15  Jesus checkte aber sofort, was sie vorhatten. „Was soll diese fiese Frage? Geben Sie mir mal eine Münze, dann wird die Antwort klar sein.“

16  Sie gaben ihm eine, und er fragte: „Na, und wessen Bild ist auf dieser Münze drauf?“ – „Das Bild vom obersten Präsidenten!“

17  „Okay, dann geben Sie dem obersten Präsidenten mal, was ihm gehört, aber geben Sie Gott auch das, was ihm gehört.“ Mit so einer Antwort hatten sie nicht gerechnet.

Lukas 20

20  Also suchten sie die nächstbeste Gelegenheit, um Jesus in eine Falle zu locken. Unter anderem organisierten sie ein paar Leute, die sich einfach dazustellten, wenn Jesus am Reden war. Es ging darum, Informationen zu sammeln, die gebraucht wurden, um eine Anklage gegen ihn bei der Besatzungsmacht zu rechtfertigen.

21  Diese Leute kamen dann bei Jesus an und fragten ihn: „Meister, wir wissen, dass die Sachen, die Sie erzählen, gut durchdacht und richtig sind. Ihnen ist egal, was die Leute hören wollen, Sie erzählen ganz klar die Dinge über das Leben mit Gott. Alles, was Sie sagen, stimmt.

22  Jetzt haben wir noch eine Frage bezüglich der Steuer: Will Gott, dass wir an diesen gottlosen römischen Staat Steuern bezahlen, oder will er das nicht?“

23  Jesus merkte sofort, dass er aufs Glatteis geführt werden sollte.

24  „Zeigen Sie mir doch mal eine Münze! Was für ein Typ ist da drauf abgebildet und wessen Name steht darunter?“ – „Na, der vom römischen Präsidenten“, war die Antwort.

25  „Also, dann gebt dem Präsidenten, was ihm gehört, und vergesst auch nicht, Gott das zu geben, was Gott gehört!“

26  Damit war alles gesagt. Sie schafften es nicht, Jesus vor allen abzuziehen. Die waren echt sprachlos und sagten erst mal gar nichts mehr.