Dein Browser ist veraltet. Sollte ERF Bibleserver sehr langsam sein, aktualisiere bitte deinen Browser.
Kommentare zu Galater 4
Enduring Word (Deutsch) (12)
Die Erklärung und Anwendung des Vergleiches eines Kindes mit einem Knecht
Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, besteht zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr aller Güter ist; sondern er steht unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten Zeit. Ebenso waren auch wir, als wir noch unmündig waren, den Grundsätzen der Welt als Knechte unterworfen. (Galater 4,1-3)
Solange der Erbe unmündig ist: Das Wort unmündig lässt an einen Minderjährigen denken. Es deutet hier aber nicht auf ein bestimmtes Alter hin, sondern eher auf jemanden, der noch nicht rechtlich als mündig anerkannt wurde.
Sowohl in der jüdischen als auch in der griechischen Kultur gab es bestimmte ‚Volljährigkeitszeremonien', bei denen ein Junge aufhörte, unmündig zu sein, und anfing, ein Mann zu sein, mit allen gesetzlichen Rechten als Erbe.
Im römischen Brauch gab es kein bestimmtes Alter, in dem der Sohn zum Mann wurde. Es geschah, wenn der Vater dachte, der Junge sei reif dafür. Dass Paulus den Ausdruck bis zu der vom Vater festgesetzten Zeit verwendete, zeigt, dass er eher den römischen Brauch des ‚Erwachsenwerdens' im Sinn hatte als den jüdischen Brauch.
„Ein römisches Kind wurde beim heiligen Familienfest erwachsen, bekannt als die Liberalia, das jährlich am 17. März abgehalten wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Kind formell vom Vater als sein anerkannter Sohn und Erbe adoptiert und erhielt die toga virilis anstelle der toga praetexta, die es zuvor getragen hatte." (Boice)
„Es gab einen römischen Brauch, dass an dem Tag, an dem ein Junge oder ein Mädchen erwachsen wurde, der Junge Apollo seinen Ball und das Mädchen Apollo seine Puppe anbot, um zu zeigen, dass sie die kindlichen Dinge abgegeben hatten." (Barclay)
Besteht zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr aller Güter ist: Denken Sie an einen wohlhabenden Haushalt der Antike, mit einem kleinen Jungen, der dazu bestimmt ist, alle Besitztümer seines Vaters zu erben. Wenn der Junge noch ein Kind ist, hat er tatsächlich weniger alltägliche Freiheit und Autorität als ein hochrangiger Knecht (oder Sklave) im Haushalt. Dennoch ist es ihm bestimmt, alles zu erben, dem Knecht jedoch nicht.
Tatsächlich steht er bis zu der vom Vater festgesetzten Zeit unter der strengen Obhut von Vormündern und Verwaltern.
Ebenso: Jetzt kommt der Vergleich mit unserem eigenen geistlichen Zustand. Wir sind Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus (Galater 3,26), und wir sind Erben nach der Verheißung (Galater 3,29). Das Gesetz war unser Lehrmeister (Galater 3,24-25), der über uns wachte, als wir noch ‚Kinder' waren. Die Wirkung des Gesetzes auf unsere lasterhafte Natur bestand darin, uns den Grundsätzen der Welt als Knechte zu unterwerfen.
Grundsätze der Welt: Paulus verwendet hier eine interessante Formulierung. „Um sie zu beschreiben, benutzt Paulus das Wort stoicheia. Ein stocheion war ursprünglich eine Reihe von Dingen; es kann zum Beispiel eine Reihe von Soldaten bedeuten. Aber die Bedeutung dieses Wortes entwickelte sich, bezeichnete später das ABC und dann jede Art von elementarem Wissen." (Barclay)
Cole übersetzt das Konzept: „So wurden auch wir, als wir ‚kleine Kinder' waren, in Sklaverei gehalten vom ABC des Universums."
Das Konzept des ‚ABC des Universums' ist wichtig. Wenn es ein ‚ABC des Universums' (Grundprinzip) gibt, von dem wir uns lösen müssen, und das in der heidnischen Religion ebenso betont wird wie im jüdischen Recht, dann ist es das Prinzip von Ursache und Wirkung. Man mag es Karma nennen oder „jeder bekommt, was er verdient" oder etwas anderes; dennoch beherrscht es die Natur und den Verstand der Menschen. Wir leben in der Vorstellung, dass wir bekommen, was wir verdienen; wenn wir gut sind, verdienen wir, Gutes zu empfangen, und wenn wir schlecht sind, verdienen wir, Schlechtes zu empfangen.
Paulus forderte die Galater auf, über dieses ‚ABC des Universums' hinauszugehen und ein Verständnis von Gottes Gnade zu entwickeln. Die Gnade widerspricht diesem ‚ABC des Universums', weil Gott unter der Gnade mit uns nicht auf der Grundlage dessen umgeht, was wir verdienen. Unser Gutes kann uns unter der Gnade nicht rechtfertigen; unser Böses muss uns nicht verdammen. Gottes Segen und seine Gnade wird auf der Grundlage eines Prinzips gegeben, das sich völlig vom ‚ABC des Universums' unterscheidet. Sein Segen und seine Gunst werden uns aus Gründen gegeben, die völlig in ihm selbst liegen und nichts mit uns zu tun haben.
Das ‚ABC des Universums' ist an sich nicht schlecht. Wir müssen es im Leben verwenden und tun es auch und Gott hat einen angemessenen Platz dafür. Aber wir dürfen unsere Beziehung zu Gott nicht auf dieses Prinzip gründen. Da wir jetzt unter der Gnade stehen, behandelt er uns nicht nach dem Prinzip der Werkgerechtigkeit. Weil dies ein so grundsätzliches Prinzip ist, ist es für uns so schwer, an dieser Art von Denken zu rütteln. Aber es ist maßgeblich, wenn wir in der Gnade wandeln wollen. Wenn wir nach dem Prinzip der Werkgerechtigkeit vor Gott leben, leben wir den Grundsätzen der Welt als Knechte unterworfen.
Eine Lehre nach den Grundprinzipien der Welt ist falsch und entspricht nicht der Lehre Jesu (Kolosser 2,8). Mit Jesus sterben wir nach den Grundsätzen der Welt (Kolosser 2,20).
Kommentare zu Galater 4
Die Erklärung und Anwendung des Vergleiches eines Kindes mit einem Knecht
Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, besteht zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr aller Güter ist; sondern er steht unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten Zeit. Ebenso waren auch wir, als wir noch unmündig waren, den Grundsätzen der Welt als Knechte unterworfen. (Galater 4,1-3)
Solange der Erbe unmündig ist: Das Wort unmündig lässt an einen Minderjährigen denken. Es deutet hier aber nicht auf ein bestimmtes Alter hin, sondern eher auf jemanden, der noch nicht rechtlich als mündig anerkannt wurde.
Besteht zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr aller Güter ist: Denken Sie an einen wohlhabenden Haushalt der Antike, mit einem kleinen Jungen, der dazu bestimmt ist, alle Besitztümer seines Vaters zu erben. Wenn der Junge noch ein Kind ist, hat er tatsächlich weniger alltägliche Freiheit und Autorität als ein hochrangiger Knecht (oder Sklave) im Haushalt. Dennoch ist es ihm bestimmt, alles zu erben, dem Knecht jedoch nicht.
Ebenso: Jetzt kommt der Vergleich mit unserem eigenen geistlichen Zustand. Wir sind Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus (Galater 3,26), und wir sind Erben nach der Verheißung (Galater 3,29). Das Gesetz war unser Lehrmeister (Galater 3,24-25), der über uns wachte, als wir noch ‚Kinder' waren. Die Wirkung des Gesetzes auf unsere lasterhafte Natur bestand darin, uns den Grundsätzen der Welt als Knechte zu unterwerfen.
Grundsätze der Welt: Paulus verwendet hier eine interessante Formulierung. „Um sie zu beschreiben, benutzt Paulus das Wort stoicheia. Ein stocheion war ursprünglich eine Reihe von Dingen; es kann zum Beispiel eine Reihe von Soldaten bedeuten. Aber die Bedeutung dieses Wortes entwickelte sich, bezeichnete später das ABC und dann jede Art von elementarem Wissen." (Barclay)