Hiob 26 | Schlachter 2000 Einheitsübersetzung 2016

Hiob 26 | Schlachter 2000

Letzte Erwiderung Hiobs an seine drei Freunde

1 Und Hiob antwortete und sprach: 2 Wie hast du doch den Ohnmächtigen unterstützt und dem machtlosen Arm geholfen! 3 Wie hast du den beraten, dem Weisheit fehlt, und Einsicht in Fülle mitgeteilt! 4 Wen hast du mit deinen Worten getroffen, und wessen Odem ist aus dir hervorgegangen? 5 Die Schatten werden von Zittern erfasst unter den Wassern und ihren Bewohnern. 6 Das Totenreich liegt enthüllt vor Ihm, und der Abgrund hat keine Decke. 7 Er spannt den Norden aus über der Leere und hängt die Erde über dem Nichts auf. 8 Er bindet die Wasser in seinen Wolken zusammen, und das Gewölk zerreißt nicht unter ihrem Gewicht. 9 Er verschließt den Anblick des Thrones, er breitet sein Gewölk darüber. 10 Er hat einen Kreis abgesteckt auf der Oberfläche der Wasser bis zur Grenze von Licht und Finsternis. 11 Die Säulen des Himmels erbeben und erschrecken vor seinem Schelten. 12 Durch seine Kraft erregt er das Meer, und mit seinem Verstand zerschlägt er das Ungeheuer. 13 Durch seinen Hauch wird der Himmel klar; mit seiner Hand durchbohrt er die flüchtige Schlange. 14 Siehe, das sind die Umrisse seiner Wege; wie leise ist das Wort, das wir davon vernehmen! Aber den Donner seiner Macht — wer versteht ihn?

Bibeltext der Schlachter Copyright © 2000 Genfer Bibelgesellschaft Wiedergegeben mit der freundlichen Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Einheitsübersetzung 2016

IJOBS GEGENREDE

Leere Worte ohne Wahrheit

1 Da antwortete Ijob und sprach: 2 Wie hilfst du doch dem Schwachen auf, / stehst du bei dem kraftlosen Arm! 3 Wie gut rätst du dem, der nicht weise ist, / tust ihm Wissen in Fülle kund! 4 Wem trägst du die Reden vor / und wessen Atem geht von dir aus?

Größe der Allmacht Gottes

5 Die Totengeister zittern drunten, / die Wasser mit ihren Bewohnern. 6 Nackt liegt die Unterwelt vor ihm, / keine Hülle deckt den Abgrund. 7 Er spannt über dem Leeren den Norden, / hängt die Erde auf am Nichts. 8 Er bindet das Wasser in sein Gewölk; / doch birst darunter die Wolke nicht. 9 Er verschließt den Anblick seines Throns / und breitet darüber sein Gewölk. 10 Eine Grenze zieht er rund um die Wasser / bis an den Rand von Licht und Finsternis. 11 Die Säulen des Himmels erzittern, / sie erschrecken vor seinem Drohen. 12 Durch seine Kraft stellt still er das Meer, / durch seine Klugheit zerschmettert er Rahab. 13 Durch seinen Hauch wird heiter der Himmel, / seine Hand durchbohrt die flüchtige Schlange. 14 Seht, das sind nur die Säume seines Waltens; / wie ein Flüstern ist das Wort, / das wir von ihm hören. Doch das Donnern seiner Macht, / wer kann es begreifen?