Jesus Sirach 7

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Tu nichts Schlechtes, und dich wird nichts Schlechtes treffen.2 Halte dich fern vom Unrecht, und es wird sich von dir abkehren.3 Säe nicht in die Furchen des Unrechts, dann wirst du es nicht siebenfach ernten.4 Erstrebe vom Herrn nicht Vorherrschaft und von einem König nicht einen Ehrenplatz.5 Rechte nicht vor dem Herrn, und bei einem König stelle deine Weisheit nicht dar.6 Strebe nicht danach, Richter zu werden - du könntest nicht stark genug sein, Unrechtes auszureissen -, damit du dich nicht ängstigen musst vor dem Angesicht des Machthabers und keinen Anstoss erregst in deiner Rechtschaffenheit.7 Vergehe dich nicht gegen die Menge in der Stadt und wirf dich mit der Volksmasse nicht nieder.8 Wiederhole eine Sünde nicht, denn schon bei einer einzigen wirst du nicht ungestraft bleiben.[1]9 Sage nicht: Er wird auf die Vielzahl meiner Gaben schauen, und wenn ich Gott dem Höchsten, opfere, wird er es annehmen.10 Sei nicht kleinmütig bei deinem Gebet, und verliere nicht aus dem Blick, dass du Barmherzigkeit üben sollst.11 Lache nicht über einen Menschen, der verbittert ist, denn es gibt einen, der erniedrigt und erhöht.12 Verbreite keine Lüge über deinen Bruder, und tu dies auch keinem Freund an.13 Du sollst in keiner Weise lügen! Denn beständiges Lügen führt nicht zum Guten.14 Mach kein Geschwätz im Kreis der Ältesten und wiederhole kein Wort in deinem Gebet.15 Verabscheue die mühevolle Arbeit nicht und nicht den Ackerbau, der vom Höchsten geschaffen ist.16 Reihe dich nicht in die Schar der Sünder ein, denke daran: Der Zorn wird nicht auf sich warten lassen.17 Mach dich tief demütig in deiner Seele, denn die Strafe des Gottlosen ist Feuer und Gewürm.18 Tausche einen Freund nicht um eines Vorteils willen und den wirklichen Bruder nicht für Gold aus Ofir.19 Geh nicht vorüber an einer weisen und guten Frau, denn ihre Gunst ist mehr wert als Gold.20 Misshandle keinen Haussklaven, der hart arbeitet, und keinen Lohnarbeiter, der sich mit ganzer Seele einsetzt.21 Deine Seele liebe einen verständigen Haussklaven, und Freiheit sollst du ihm nicht verweigern.22 Hast du Vieh? Behalte es im Blick, und wenn es dir nützlich ist, soll es bei dir bleiben.23 Hast du Kinder? Erziehe sie und beuge von Jugend an ihren Nacken.24 Hast du Töchter? Was ihren Körper angeht, sei achtsam, und lass dein Gesicht nicht heiter werden.25 Verheirate eine Tochter, und du hast ein grosses Werk vollbracht. Und gib sie einem verständigen Mann.26 Hast du eine Frau, die dir entspricht? Schick sie nicht fort. Und einer, die verabscheut wird, vertrau dich nicht an.27 Mit ganzem Herzen preise deinen Vater, und vergiss nicht die Wehen deiner Mutter.28 Denke daran, dass du durch sie geworden bist; und was willst du ihnen zurückgeben für das, was sie dir gegeben haben?29 Mit deiner ganzen Seele scheue dich vor dem Herrn, und bewundere seine Priester.30 Liebe den, der dich gemacht hat, mit deiner ganzen Kraft, und lass nicht die im Stich, die ihm dienen.31 Fürchte den Herrn und preise den Priester und gib ihm seinen Teil, wie es dir geboten ist: die Erstlingsgabe, die Gabe für Vergehen, die Gabe aus dem Schulterteil, das Opfer für die Heiligung und die Erstlingsgabe von dem, was heilig ist.[2]32 Und dem Armen strecke deine Hand entgegen, damit der Segen, der auf dich kommt, vollkommen werde.[3]33 Gewähre jedem Lebenden die Gunst einer Gabe, und verweigere einem Toten nicht den Dank.34 Meide nicht die Weinenden, und mit Klagenden klage.35 Säume nicht, einen Kranken zu besuchen, denn solcher Taten wegen wirst du geliebt werden.36 Bei all deinen Worten denke an das Ende, und für alle Zeit wirst du nicht sündigen.

Jesus Sirach 7

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Tu nichts Böses, so widerfährt dir nichts Böses.2 Halte dich fern vom Unrecht, so wendet es sich ab von dir.3 Säe nicht in die Furchen des Unrechts, so wirst du es nicht siebenfach ernten. (Spr 22,8; Hos 10,12; Gal 6,7)4 Erstrebe nicht Herrschaft vom Herrn noch vom König einen Ehrenplatz. (Spr 25,6)5 Halte dich nicht für gerecht vor dem Herrn und tu nicht klug vor dem König.6 Strebe nicht danach, Richter zu werden, du vermagst doch nicht, das Unrecht auszurotten; sieh zu, dass du dich nie vor einem Herrscher in Acht nehmen musst und mit deiner Rechtschaffenheit Anstoß erregst. (3Mo 19,15)7 Versündige dich nicht an deinen Mitbürgern und erniedrige dich nicht selbst vor der Menge.8 Begeh eine Sünde nicht zweimal, denn schon für das erste Mal bleibst du nicht ungestraft. (Sir 5,4)9 Denke auch nicht: Er wird schon auf die Fülle meiner Gaben schauen und mich annehmen, wenn ich dem Allerhöchsten opfere.10 Sei nicht halbherzig in deinem Gebet, und säume nicht, Almosen zu geben. (Apg 10,31; Jak 1,6; Sir 29,12)11 Einen bekümmerten Menschen verlache nicht; denn es gibt einen, der kann erniedrigen und erhöhen. (1Sam 2,7; Spr 17,5)12 Streu keine Lügen über deinen Bruder aus und auch nicht über deinen Freund.13 Gewöhne dich nicht an die Lüge; denn diese Gewohnheit bringt nichts Gutes.14 Sei nicht schwatzhaft im Kreis der Ältesten, und wenn du betest, mach nicht viele Worte. (Mt 6,7; Sir 32,7)15 Verachte die beschwerliche Arbeit nicht noch den Ackerbau, den der Höchste gestiftet hat. (1Mo 3,19)16 Hoffe nicht, in der Menge der Sünder zu verschwinden; bedenke, dass sein Zorn nicht auf sich warten lässt. (Sir 5,7)17 Darum demütige dich von Herzen; denn Feuer und Würmer sind die Strafe für die Gottlosen. (Jes 66,24; Jdt 16,17)18 Tausche nicht einen Freund um eines Vorteils willen und nicht deinen leiblichen Bruder gegen Gold aus Ofir.19 Missachte nicht eine verständige und tüchtige Frau; denn ihre Anmut ist mehr wert als Gold. (Sir 26,1; Sir 26,13)20 Behandle einen Sklaven nicht schlecht, der treu arbeitet, und auch einen Tagelöhner nicht, der sein Bestes gibt. (Sir 33,29)21 Schätze einen umsichtigen Sklaven und hindere ihn nicht, wenn er frei werden kann.22 Hast du Vieh? Kümmere dich darum. Und bringt es dir Nutzen, behalte es. (Spr 12,10)23 Hast du Kinder? Erzieh sie streng, und beuge ihren Nacken von Jugend auf. (Sir 30,1)24 Hast du Töchter? Bewahre ihre Keuschheit und verwöhne sie nicht. (Sir 26,10)25 Verheirate deine Tochter, so ist ein großes Werk getan; doch gib sie einem verständigen Mann. (Sir 42,9)26 Hast du eine Frau nach deinem Herzen? Verstoße sie nicht; doch einer ungeliebten vertraue dich nicht an.27 Ehre deinen Vater von ganzem Herzen und vergiss nicht, welche Schmerzen deine Mutter um dich gelitten hat, (Tob 4,3; Sir 3,2)28 und bedenke, dass du von ihnen das Leben hast; womit kannst du ihnen vergelten, was du ihnen verdankst?29 Fürchte den Herrn von ganzer Seele, und halte seine Priester in allen Ehren.30 Liebe den, der dich geschaffen hat, mit ganzer Kraft und lass seine Diener nicht im Stich. (5Mo 6,5)31 Fürchte den Herrn und ehre den Priester und gib ihm seinen Anteil, wie dir geboten ist: Erstlingsgabe und Schuldopfer und Schwingopfer und Brandopfer für die Heiligung und die Erstlingsgabe für die Heiligen.32 Reiche dem Armen deine Hand, damit du reich gesegnet wirst. (Spr 19,17; Sir 4,1)33 Erfreue jeden, der lebt, mit einer Gabe, und verwehre dem Toten die letzte Wohltat nicht.34 Lass die Weinenden nicht ohne Beistand, sondern trauere mit den Trauernden. (Röm 12,15)35 Zögere nicht, einen Kranken zu besuchen; denn dafür wird man dich lieben. (Mt 25,36)36 Was du auch tust, bedenke das Ende, so wirst du nicht sündigen in Ewigkeit. (Sir 18,24; Sir 28,6)