Jesus Sirach 17

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Der Herr erschuf einen Menschen aus Erde, und er liess ihn wieder in sie zurückkehren.2 Abgezählte Tage und einen festen Zeitpunkt gab er ihnen, und er gab ihnen Vollmacht über die, die auf der Erde sind.[1]3 Wie sich selbst, so bekleidete er sie mit Kraft, und nach seinem Bild hat er sie gemacht.4 Er legte Furcht vor ihm auf alles Fleisch und bestimmte, dass er über die wilden Tiere und Vögel Herr sei.5 [Sie empfingen die Fähigkeit, die fünf Wirkkräfte des Herrn zu nutzen, als sechstes aber schenkte er ihnen den Verstand, den er ihnen zuteilte, und als siebtes das Wort, den Ausleger seiner Wirkkräfte.]6 Denken und Zunge und Augen, Ohren und Herz hat er ihnen gegeben, damit sie über alles nachdenken.7 Mit verständigem Wissen erfüllte er sie, und Gutes und Schlechtes legte er ihnen dar.8 Er legte Furcht vor ihm auf ihre Herzen, um ihnen die Grösse seiner Werke zu zeigen, [und er gab ihnen die Fähigkeit, ihn in Ewigkeit für seine Wundertaten zu rühmen.][2]9 damit von den Grosstaten seiner Werke erzählt wird.10 Und den Namen der Heiligkeit werden sie loben,11 Er legte ihnen das Wissen vor, und die Weisung des Lebens gab er ihnen als Erbteil, [damit sie begreifen, dass sie jetzt als Sterbliche leben.]12 Er hat einen ewigen Bund mit ihnen aufgerichtet, und seine Rechtssatzungen hat er ihnen dargelegt.13 Ihre Augen sahen die Grösse der Herrlichkeit, und ihr Ohr hörte die Herrlichkeit seiner Stimme.14 Und er sprach zu ihnen: Nehmt euch in acht vor jedem Unrecht! Und er regelte für sie, für einen jeden von ihnen, das Verhältnis zum Nächsten.[3]15 Ihre Wege liegen vor ihm jederzeit, vor seinen Augen werden sie nicht verborgen sein.16 [Ihre Wege sind von Jugend an auf das Böse gerichtet, und sie waren nicht stark genug, ihre Herzen anstelle von steinernen zu solchen aus Fleisch zu machen.]17 [Denn bei der Aufteilung der Völker der ganzen Erde war es so:] Für jede Nation setzte er ein Oberhaupt ein, und der Anteil des Herrn ist Israel,18 [das er als den Erstgeborenen in Zucht aufzieht, auch wenn er ihm das Licht der Liebe schenkt, lässt er die Zügel nicht locker.]19 All ihre Taten liegen vor ihm wie die Sonne, und seine Augen sehen beständig auf ihre Wege.20 Ihre Ungerechtigkeiten sind vor ihm nicht verborgen geblieben, und all ihre Sünden liegen vor dem Herrn.21 [Da der Herr aber gütig ist und sein Geschöpf kennt, gab er sie nicht preis und liess er sie nicht im Stich, denn er wollte sie schonen.]22 Die Barmherzigkeit eines Mannes ist bei ihm wie ein Siegel, und die Wohltat eines Menschen wird er wie seinen Augapfel hüten, [indem er seinen Söhnen und Töchtern Umkehr ermöglicht.]23 Danach wird er sich erheben und Vergeltung an ihnen üben, und ihre Vergeltung wird er auf ihr Haupt kommen lassen.24 Doch denen, die umkehren, hat er die Rückkehr gestattet, und er hat die getröstet, die keine Ausdauer hatten.25 Wende dich dem Herrn zu und lass ab von den Sünden, du selbst sollst ihn bitten und verringern, was Anstoss erregt.26 Kehre zurück zum Höchsten und wende dich ab von der Ungerechtigkeit - denn aus der Finsternis wird er in das Licht der Gesundheit führen - und verabscheue Greuel mit aller Kraft.27 Wer wird dem Höchsten Lob darbringen in der Unterwelt anstelle derer, die leben und sich zu ihm bekennen?28 Von einem Toten - da er nicht mehr ist - vergeht der Dank; ein Lebender und Gesunder wird den Herrn loben.29 Wie gross ist die Barmherzigkeit des Herrn und die Vergebung für die, die sich ihm zuwenden!30 Denn in den Menschen kann nicht alles sein, da der Sohn eines Menschen nicht unsterblich ist.31 Was ist heller als die Sonne? Auch das endet. Und Fleisch und Blut werden auf Böses sinnen.32 Er beaufsichtigt die Macht in der Höhe des Himmels, und alle Menschen sind Erde und Staub.

Jesus Sirach 17

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Der Herr hat den Menschen aus Erde geschaffen und ihn wieder zur Erde zurückkehren lassen. (1Mo 2,7; 1Mo 3,19; 1Mo 40,11)2 Er bestimmte ihnen die Zeit ihres Lebens und gab ihnen Macht über das, was auf Erden ist, (1Mo 1,26; 1Mo 6,3; Ps 90,10; Sir 18,9)3 und verlieh ihnen Kraft, wie er selber sie hat, und schuf sie nach seinem Bilde.4 Er bestimmte, dass alles Fleisch ihn fürchten sollte, und gab den Menschen die Herrschaft über Tiere und Vögel. (1Mo 9,2; Weis 9,2)5 [Er gab ihnen den Gebrauch der fünf Sinne, als Sechstes gab er ihnen Verstand und teilte ihnen diesen zu und als Siebtes das Wort, seine Werke auszulegen.]6 Er gab ihnen Vernunft, Sprache, Augen, Ohren und das Herz zum Denken.7 Er erfüllte sie mit kluger Erkenntnis und zeigte ihnen beides, Gutes und Böses. (5Mo 30,15)8 Er richtete sein Auge auf ihre Herzen, ihnen die Größe seiner Werke zu zeigen, [und trug ihnen auf, ewig den Ruhm seiner Wunder zu verkünden,] (Ps 145,5; Röm 1,19)9 und seine großen Taten erzählen sollten.10 damit sie seinen heiligen Namen loben11 Er hat sie Wissen gelehrt und ihnen das Gesetz des Lebens zum Erbe gegeben, [damit sie erkennen, dass sie, obwohl sie sterblich sind, jetzt am Leben bleiben]. (Sir 45,5)12 Er hat einen ewigen Bund mit ihnen geschlossen und ihnen seine Ordnungen offenbart. (2Mo 19,5; Ps 111,9)13 Sie haben mit ihren Augen seine hohe Majestät gesehen und mit ihren Ohren seine herrliche Stimme gehört. (2Mo 24,10)14 Und er sprach zu ihnen: Hütet euch vor allem Unrecht!, und befahl einem jeden seinen Nächsten an. (3Mo 19,18)15 Ihre Wege hat er immer vor Augen, und nichts ist vor ihm verborgen.16 [Ihre Wege sind von Jugend an auf das Böse gerichtet, und nicht vermochten sie, ihre steinernen Herzen in solche aus Fleisch zu verwandeln. (Hes 36,26)17 Denn als er die Völker der ganzen Erde einteilte,] hat er für jedes Volk einen Herrscher eingesetzt, aber über Israel ist er selbst Herr geworden. (5Mo 4,20; 1Sam 8,5; 1Sam 8,7)18 [Den Erstgeborenen wird er in Zucht erziehen, er wird ihm das Licht seiner Liebe geben und ihn nicht loslassen.]19 Alle ihre Werke sind ihm so wenig verborgen wie die Sonne, und seine Augen sehen ohne Unterlass all ihre Wege. (Sir 15,18)20 Ihre Ungerechtigkeiten sind ihm nicht verborgen, und alle ihre Sünden sind vor dem Herrn offenbar. (Ps 90,8)21 [Der Herr aber, der gut ist und seine Geschöpfe kennt, hat sie nicht verlassen noch aufgegeben.]22 Die Barmherzigkeit eines Mannes ist wie sein Siegelring, und seine Güte wird er wie seinen Augapfel bewahren. [Seine Söhne und Töchter führt er zur Umkehr.] (5Mo 32,10; Sir 49,11)23 Und zuletzt wird der Herr aufstehen und ihnen vergelten, und Vergeltung kommt über ihr Haupt. (Sir 11,26)24 Die aber umkehren, lässt er wieder zu Gnaden kommen, und die da müde werden, tröstet er, dass sie nicht verzagen. (Jes 40,29)25 So bekehre dich nun zum Herrn und lass die Sünden; flehe zu ihm und biete keinen Anstoß mehr!26 Kehre zum Höchsten zurück und wende dich vom Unrecht ab. [Denn er wird dich aus der Finsternis zum Licht des Heils führen.] Hasse unversöhnlich, was ihm ein Gräuel ist. (3Mo 18,26; Sir 15,13)27 Wer wird den Höchsten loben bei den Toten? Denn allein die Lebendigen können loben; (Ps 6,6)28 die Toten, die kein Leben haben, können nicht mehr loben. Darum: Wer lebt und gesund ist, der lobe den Herrn!29 Wie ist die Barmherzigkeit des Herrn so groß! Er zeigt sich denen gnädig, die sich zu ihm bekehren. (Ps 103,13; Sir 18,9)30 Denn der Mensch ist nicht vollkommen, da er nicht unsterblich ist.31 Was ist heller als die Sonne? Selbst das muss vergehen. Was Fleisch und Blut sich ausdenken, ist böse.32 Das Heer der Himmelshöhe hält der Herr in Ordnung; aber alle Menschen sind Erde und Staub. (Sir 33,10)