von Theologischer Verlag Zürich1Der Herr erschuf einen Menschen aus Erde, und er liess ihn wieder in sie zurückkehren.2Abgezählte Tage und einen festen Zeitpunkt gab er ihnen, und er gab ihnen Vollmacht über die, die auf der Erde sind.[1]3Wie sich selbst, so bekleidete er sie mit Kraft, und nach seinem Bild hat er sie gemacht.4Er legte Furcht vor ihm auf alles Fleisch und bestimmte, dass er über die wilden Tiere und Vögel Herr sei.5[Sie empfingen die Fähigkeit, die fünf Wirkkräfte des Herrn zu nutzen, als sechstes aber schenkte er ihnen den Verstand, den er ihnen zuteilte, und als siebtes das Wort, den Ausleger seiner Wirkkräfte.]6Denken und Zunge und Augen, Ohren und Herz hat er ihnen gegeben, damit sie über alles nachdenken.7Mit verständigem Wissen erfüllte er sie, und Gutes und Schlechtes legte er ihnen dar.8Er legte Furcht vor ihm auf ihre Herzen, um ihnen die Grösse seiner Werke zu zeigen, [und er gab ihnen die Fähigkeit, ihn in Ewigkeit für seine Wundertaten zu rühmen.][2]9damit von den Grosstaten seiner Werke erzählt wird.10Und den Namen der Heiligkeit werden sie loben,11Er legte ihnen das Wissen vor, und die Weisung des Lebens gab er ihnen als Erbteil, [damit sie begreifen, dass sie jetzt als Sterbliche leben.]12Er hat einen ewigen Bund mit ihnen aufgerichtet, und seine Rechtssatzungen hat er ihnen dargelegt.13Ihre Augen sahen die Grösse der Herrlichkeit, und ihr Ohr hörte die Herrlichkeit seiner Stimme.14Und er sprach zu ihnen: Nehmt euch in acht vor jedem Unrecht! Und er regelte für sie, für einen jeden von ihnen, das Verhältnis zum Nächsten.[3]15Ihre Wege liegen vor ihm jederzeit, vor seinen Augen werden sie nicht verborgen sein.16[Ihre Wege sind von Jugend an auf das Böse gerichtet, und sie waren nicht stark genug, ihre Herzen anstelle von steinernen zu solchen aus Fleisch zu machen.]17[Denn bei der Aufteilung der Völker der ganzen Erde war es so:] Für jede Nation setzte er ein Oberhaupt ein, und der Anteil des Herrn ist Israel,18[das er als den Erstgeborenen in Zucht aufzieht, auch wenn er ihm das Licht der Liebe schenkt, lässt er die Zügel nicht locker.]19All ihre Taten liegen vor ihm wie die Sonne, und seine Augen sehen beständig auf ihre Wege.20Ihre Ungerechtigkeiten sind vor ihm nicht verborgen geblieben, und all ihre Sünden liegen vor dem Herrn.21[Da der Herr aber gütig ist und sein Geschöpf kennt, gab er sie nicht preis und liess er sie nicht im Stich, denn er wollte sie schonen.]22Die Barmherzigkeit eines Mannes ist bei ihm wie ein Siegel, und die Wohltat eines Menschen wird er wie seinen Augapfel hüten, [indem er seinen Söhnen und Töchtern Umkehr ermöglicht.]23Danach wird er sich erheben und Vergeltung an ihnen üben, und ihre Vergeltung wird er auf ihr Haupt kommen lassen.24Doch denen, die umkehren, hat er die Rückkehr gestattet, und er hat die getröstet, die keine Ausdauer hatten.
Kehre zurück zum Höchsten
25Wende dich dem Herrn zu und lass ab von den Sünden, du selbst sollst ihn bitten und verringern, was Anstoss erregt.26Kehre zurück zum Höchsten und wende dich ab von der Ungerechtigkeit - denn aus der Finsternis wird er in das Licht der Gesundheit führen - und verabscheue Greuel mit aller Kraft.27Wer wird dem Höchsten Lob darbringen in der Unterwelt anstelle derer, die leben und sich zu ihm bekennen?28Von einem Toten - da er nicht mehr ist - vergeht der Dank; ein Lebender und Gesunder wird den Herrn loben.29Wie gross ist die Barmherzigkeit des Herrn und die Vergebung für die, die sich ihm zuwenden!30Denn in den Menschen kann nicht alles sein, da der Sohn eines Menschen nicht unsterblich ist.31Was ist heller als die Sonne? Auch das endet. Und Fleisch und Blut werden auf Böses sinnen.32Er beaufsichtigt die Macht in der Höhe des Himmels, und alle Menschen sind Erde und Staub.
Jesus Sirach 17
Lutherbibel 2017
von Deutsche Bibelgesellschaft1Der Herr hat den Menschen aus Erde geschaffen und ihn wieder zur Erde zurückkehren lassen. (1Mo 2,7; 1Mo 3,19; 1Mo 40,11)2Er bestimmte ihnen die Zeit ihres Lebens und gab ihnen Macht über das, was auf Erden ist, (1Mo 1,26; 1Mo 6,3; Ps 90,10; Sir 18,9)3und verlieh ihnen Kraft, wie er selber sie hat, und schuf sie nach seinem Bilde.4Er bestimmte, dass alles Fleisch ihn fürchten sollte, und gab den Menschen die Herrschaft über Tiere und Vögel. (1Mo 9,2; Weis 9,2)5[Er gab ihnen den Gebrauch der fünf Sinne, als Sechstes gab er ihnen Verstand und teilte ihnen diesen zu und als Siebtes das Wort, seine Werke auszulegen.]6Er gab ihnen Vernunft, Sprache, Augen, Ohren und das Herz zum Denken.7Er erfüllte sie mit kluger Erkenntnis und zeigte ihnen beides, Gutes und Böses. (5Mo 30,15)8Er richtete sein Auge auf ihre Herzen, ihnen die Größe seiner Werke zu zeigen, [und trug ihnen auf, ewig den Ruhm seiner Wunder zu verkünden,] (Ps 145,5; Röm 1,19)9und seine großen Taten erzählen sollten.10damit sie seinen heiligen Namen loben11Er hat sie Wissen gelehrt und ihnen das Gesetz des Lebens zum Erbe gegeben, [damit sie erkennen, dass sie, obwohl sie sterblich sind, jetzt am Leben bleiben]. (Sir 45,5)12Er hat einen ewigen Bund mit ihnen geschlossen und ihnen seine Ordnungen offenbart. (2Mo 19,5; Ps 111,9)13Sie haben mit ihren Augen seine hohe Majestät gesehen und mit ihren Ohren seine herrliche Stimme gehört. (2Mo 24,10)14Und er sprach zu ihnen: Hütet euch vor allem Unrecht!, und befahl einem jeden seinen Nächsten an. (3Mo 19,18)15Ihre Wege hat er immer vor Augen, und nichts ist vor ihm verborgen.16[Ihre Wege sind von Jugend an auf das Böse gerichtet, und nicht vermochten sie, ihre steinernen Herzen in solche aus Fleisch zu verwandeln. (Hes 36,26)17Denn als er die Völker der ganzen Erde einteilte,] hat er für jedes Volk einen Herrscher eingesetzt, aber über Israel ist er selbst Herr geworden. (5Mo 4,20; 1Sam 8,5; 1Sam 8,7)18[Den Erstgeborenen wird er in Zucht erziehen, er wird ihm das Licht seiner Liebe geben und ihn nicht loslassen.]19Alle ihre Werke sind ihm so wenig verborgen wie die Sonne, und seine Augen sehen ohne Unterlass all ihre Wege. (Sir 15,18)20Ihre Ungerechtigkeiten sind ihm nicht verborgen, und alle ihre Sünden sind vor dem Herrn offenbar. (Ps 90,8)21[Der Herr aber, der gut ist und seine Geschöpfe kennt, hat sie nicht verlassen noch aufgegeben.]22Die Barmherzigkeit eines Mannes ist wie sein Siegelring, und seine Güte wird er wie seinen Augapfel bewahren. [Seine Söhne und Töchter führt er zur Umkehr.] (5Mo 32,10; Sir 49,11)23Und zuletzt wird der Herr aufstehen und ihnen vergelten, und Vergeltung kommt über ihr Haupt. (Sir 11,26)24Die aber umkehren, lässt er wieder zu Gnaden kommen, und die da müde werden, tröstet er, dass sie nicht verzagen. (Jes 40,29)25So bekehre dich nun zum Herrn und lass die Sünden; flehe zu ihm und biete keinen Anstoß mehr!26Kehre zum Höchsten zurück und wende dich vom Unrecht ab. [Denn er wird dich aus der Finsternis zum Licht des Heils führen.] Hasse unversöhnlich, was ihm ein Gräuel ist. (3Mo 18,26; Sir 15,13)
Lob der Barmherzigkeit Gottes
27Wer wird den Höchsten loben bei den Toten? Denn allein die Lebendigen können loben; (Ps 6,6)28die Toten, die kein Leben haben, können nicht mehr loben. Darum: Wer lebt und gesund ist, der lobe den Herrn!29Wie ist die Barmherzigkeit des Herrn so groß! Er zeigt sich denen gnädig, die sich zu ihm bekehren. (Ps 103,13; Sir 18,9)30Denn der Mensch ist nicht vollkommen, da er nicht unsterblich ist.31Was ist heller als die Sonne? Selbst das muss vergehen. Was Fleisch und Blut sich ausdenken, ist böse.32Das Heer der Himmelshöhe hält der Herr in Ordnung; aber alle Menschen sind Erde und Staub. (Sir 33,10)