Psalm 60

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Für den Chormeister. Nach der Weise "Lilie des Zeugnisses". Ein Lied. Von David. Zum Lehren,2 als er gegen Aram-Naharajim und gegen Aram-Zoba stritt und als Joab umkehrte und Edom im Salztal schlug, zwölftausend Mann. (2Sam 8,3; 2Sam 10,6)3 Gott, du hast uns verstossen, unsere Reihen durchbrochen, du hast gezürnt, stelle uns wieder her.4 Du hast die Erde erschüttert, hast sie gespalten. Heile ihre Risse, denn sie wankt.5 Hartes hast du dein Volk erfahren lassen, du hast uns getränkt mit Taumelwein. (Ps 75,9; Jes 51,17; Jer 25,15)6 Denen aber, die dich fürchten, hast du ein Zeichen aufgestellt, damit sie fliehen können vor dem Bogen. Sela7 Damit gerettet werden, die dir lieb sind, hilf mit deiner Rechten und erhöre uns. (Ps 108,7)8 Gott hat gesprochen in seinem Heiligtum: Ich will frohlocken, ich will Schechem verteilen und ausmessen das Tal von Sukkot.9 Mein ist Gilead, mein ist Manasse, Efraim ist der Schutz meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab. (1Mo 49,10; Jes 11,13)10 Moab ist mein Waschbecken, auf Edom werfe ich meinen Schuh, Philistäa, jauchze mir zu. (Jes 11,14; Ob 1,20)11 Wer führt mich hin zu der befestigten Stadt, wer geleitet mich nach Edom?12 Bist nicht du es, Gott, der uns verstossen hat? Du, Gott, ziehst nicht aus mit unseren Heeren. (Ps 44,10)13 Schaffe uns Hilfe vor dem Feind, denn Menschenhilfe ist nichtig.14 Mit Gott werden wir Machttaten vollbringen, er ist es, der unsere Feinde zertritt. (Ps 44,6)

Psalm 60

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Ein Lied von David zur Belehrung, nach der Melodie: »Die Lilie als Zeugnis«.2 Es stammt aus der Zeit, als David mit den Aramäern von Mesopotamien und mit den Aramäern von Zoba im Krieg lag. Damals fügte Joab auf dem Rückweg den Edomitern im Salztal eine Niederlage zu, bei der 12.000 von ihnen fielen.[1] (2Sam 8,1; 1Chr 18,3)3 Gott, du hast uns aufgegeben: Unsere Truppen wurden zersprengt und aufgerieben. Wir haben deinen Zorn zu spüren bekommen, doch nun richte uns wieder auf!4 Du hast das Land erschüttert und zerrissen; heile seine Risse, damit es nicht zerbricht!5 Du hast dein Volk hart geschlagen, wie betrunken torkeln wir umher[2].6 All denen aber, die Ehrfurcht vor dir haben, hast du ein Warnzeichen gegeben. So konnten sie fliehen und den Pfeilen ihrer Verfolger entkommen.7 Befreie uns – wir sind doch dein geliebtes Volk! Erhöre uns und komm uns zu Hilfe!8 Gott hat in seinem Heiligtum versprochen: »Im Triumph will ich meinem Volk die Gegend um Sichem geben; das Tal von Sukkot will ich ihnen zuteilen.9 Mir gehören die Gebiete von Gilead und Manasse, Ephraim ist der Helm auf meinem Kopf und Juda das Zepter in meiner Hand.10 Das Land Moab muss mir dienen, von Edom ergreife ich Besitz.[3] Und auch du, Land der Philister, juble mir zu!«11 Mein Gott, ich frage dich nun: Wer gibt mir Gewalt über die befestigte Stadt? Wer schenkt mir den Sieg über Edom?12 Außer dir kommt ja niemand in Frage! Doch gerade du, Gott, hast uns verstoßen. Gerade du ziehst nicht mehr mit unseren Truppen in den Kampf.13 Rette uns doch vor unseren Feinden! Denn wer sich auf Menschen verlässt, der ist verlassen!14 Aber mit Gott werden wir große Taten vollbringen; er wird all unsere Feinde zertreten!