von Theologischer Verlag Zürich1Und an euch nun dieses Gebot, ihr Priester!2Wenn ihr nicht hört und wenn ihr es euch nicht zu Herzen nehmt, meinem Namen Ehre zu erweisen, spricht der HERR der Heerscharen, so schicke ich die Verfluchung unter euch und belege eure Segenssprüche mit einem Fluch! Und fürwahr, ich habe sie schon mit einem Fluch belegt, denn ihr nehmt es euch nicht zu Herzen! (5Mo 28,15; Mal 1,6; Mal 3,9)3Seht, ich vernichte[1] euch die Saat und schleudere euch Kot ins Gesicht, den Kot eurer Feste! Und man wird euch zu ihm tragen. (Nah 3,6)4Und ihr werdet erkennen, dass ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Levi in Kraft bleibt!, spricht der HERR der Heerscharen. (4Mo 18,2)5Mit ihm war mein Bund Leben und Frieden. Und das habe ich ihm gegeben als Anlass zur Furcht, und er hat mich gefürchtet, und er hat gezittert vor meinem Namen.6Verlässliche Weisung war in seinem Mund, und auf seinen Lippen fand sich kein Unrecht. In Frieden und Aufrichtigkeit ist er mit mir gegangen, und viele brachte er zur Abkehr von der Schuld.7Die Lippen des Priesters müssen Erkenntnis bewahren, aus seinem Mund sucht man Weisung, denn er ist der Bote des HERRN der Heerscharen! (3Mo 10,10; 5Mo 21,5; Hag 2,11; Sach 7,3)8Ihr aber seid abgewichen vom Weg, habt viele straucheln lassen an der Weisung, habt den Bund Levis zerstört!, spricht der HERR der Heerscharen. (Neh 13,29; Jer 2,8; Hes 22,26; Hos 4,6)9Und so wie ihr meine Wege nicht einhaltet und bei der Erteilung der Weisung auf die Person achtet, so habe auch ich euch beim ganzen Volk verächtlich und niedrig gemacht. (5Mo 16,19; Mi 3,11; Zef 3,3)
Über Mischehe und Scheidung
10Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat nicht ein und derselbe Gott uns geschaffen? Warum handeln wir treulos, ein jeder an seinem Bruder, und entweihen den Bund unserer Vorfahren? (Jes 64,7; Eph 4,6)11Juda hat treulos gehandelt, und in Israel und in Jerusalem wurde Abscheuliches verübt, denn Juda hat das Heiligtum des HERRN entweiht, das er liebt, und die Tochter eines fremden Gottes geheiratet. (Esr 9,1; Neh 13,25)12Dem Mann, der das tut, dem möge der HERR in den Zelten Jakobs den nehmen, der ihn schützt und der sich um ihn kümmert, und auch den, der dem HERRN der Heerscharen Gaben darbringt.13Und zum Zweiten tut ihr dies: den Altar des HERRN mit Tränen bedecken, mit Weinen und Stöhnen, da er sich der Gabe nicht mehr zuwendet und sie nicht mehr mit Wohlgefallen aus eurer Hand nimmt. (Mal 1,10)14Ihr aber werdet sagen: Warum dies? - Weil der HERR zum Zeugen geworden ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast. Sie aber ist deine Gefährtin und die Frau deines Bundes! (Mal 3,5)15Und das hat keiner getan, der einen Rest von Geist hatte. Und was wollte dieser eine? Er wollte Nachkommenschaft von Gott. Und so hütet euch um eures Geistes willen: An der Frau deiner Jugend sollst du[2] nicht treulos handeln. (1Mo 2,24)16Denn ich hasse es, wenn man sich scheidet, spricht der HERR, der Gott Israels, und wenn man seine Kleidung mit Gewalttat bedeckt[3], spricht der HERR der Heerscharen, und so hütet euch um eures Geistes willen und handelt nicht treulos!
Über Lüge und Unterdrückung
17Mit euren Worten ermüdet ihr den HERRN. Ihr aber werdet sagen: Womit haben wir ihn ermüdet? - Dadurch, dass ihr gesagt habt: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des HERRN, und an solchen hat er Gefallen!, oder: Wo ist der Gott des Gerichts? (Jes 43,24)
1Jetzt gilt dieses Gebot für euch, ihr Priester:2Wenn ihr nicht hört / und nicht von Herzen darauf bedacht seid,
meinen Namen in Ehren zu halten / - spricht der HERR der Heerscharen -,
dann schleudere ich meinen Fluch gegen euch / und verfluche den Segen, der auf euch ruht;
ja, ich habe ihn schon verflucht, / weil ihr nicht von Herzen darauf bedacht seid. (5Mo 28,15; Ps 115,1)3Siehe, ich schlage euch den Arm ab / und werfe euch Unrat ins Gesicht,
den Unrat eurer Feste, / und man wird euch zu ihm hinausschaffen.4Dann werdet ihr erkennen, / dass ich dieses Gebot über euch erlassen habe,
damit mein Bund mit Levi / bestehen bleibe, spricht der HERR der Heerscharen. (4Mo 25,10; 5Mo 18,1; 5Mo 33,8)5Mein Bund bedeutete für ihn / Leben und Heil, beides gab ich ihm, dazu Ehrfurcht:
Er sollte mich fürchten / und vor meinem Namen erschrecken.6Zuverlässige Weisung kam aus seinem Mund, / nichts Verkehrtes fand sich auf seinen Lippen,
in Frieden und Aufrichtigkeit ging er mit mir seinen Weg / und viele hielt er davon ab, schuldig zu werden. (5Mo 21,5; 5Mo 33,10)7Ja, die Lippen des Priesters bewahren Erkenntnis / und aus seinem Mund erwartet man Weisung; / denn er ist der Bote des HERRN der Heerscharen. (Hos 4,1; Hag 2,11)8Ihr aber, ihr seid abgewichen vom Weg, / ihr habt viele zu Fall gebracht durch eure Weisung;
ihr habt den Bund Levis zunichte gemacht, / spricht der HERR der Heerscharen. (Jer 17,5; Hos 4,4; Mt 23,13)9Darum mache ich euch verächtlich / und erniedrige euch vor dem ganzen Volk,
so wie ihr euch nicht an meine Wege haltet / und auf die Person seht bei der Weisung. (5Mo 16,19)
GEGEN TREULOSIGKEIT UND EHESCHEIDUNG
10Haben wir nicht alle denselben Vater? / Hat nicht der eine Gott uns erschaffen?
Warum handeln wir dann treulos, einer gegen den andern, / und entweihen den Bund unserer Väter? (5Mo 4,31; Jes 63,16; Jes 64,7; Eph 4,4)11Treulos hat Juda gehandelt / und Gräueltaten sind in Israel und in Jerusalem geschehen:
Denn Juda hat das Heiligtum des HERRN, das er liebt, entweiht / und die Tochter eines fremden Gottes zur Frau genommen. (Esr 9,1; Neh 13,23)12Der HERR versage dem, der so handelt, / einen, der für ihn zeugt und für ihn spricht
in den Zelten Jakobs, / einen, der dem HERRN der Heerscharen Opfer darbringt.[1]13Außerdem tut ihr noch dies: Ihr bedeckt den Altar des HERRN mit Tränen, / mit Weinen und Klagen,
weil er sich eurem Opfer nicht mehr zuwendet / und es nicht mehr gnädig annimmt aus eurer Hand.14Und wenn ihr fragt: Warum?: / Weil der HERR Zeuge war zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos handelst, / obwohl sie deine Gefährtin ist, / die Frau, mit der du einen Bund geschlossen hast. (Tob 7,14)15Nicht einer hat doch jemals so gehandelt, / wenn er einen Rest von verständigem Geist besitzt.
Was begehrt denn dieser Eine? / Er begehrt Nachkommen von Gott!
Bewahrt euch also euren verständigen Geist! / Handle nicht treulos an der Frau deiner Jugend![2] (Ps 127,3; Ps 128,3)16Wenn einer seine Frau aus Abneigung verstößt, / spricht der HERR, Israels Gott,
dann bedeckt er sein Gewand mit Gewalttat, / spricht der HERR der Heerscharen.
Bewahrt euch also euren verständigen Geist / und handelt nicht treulos!
GERICHT UND LÄUTERUNG
17Ihr ermüdet den HERRN mit euren Reden / und ihr fragt: Wodurch ermüden wir ihn?
Dadurch, dass ihr sagt: Jeder, der Böses tut, / ist gut in den Augen des HERRN,
an solchen Leuten hat er Gefallen. / Oder: Wo ist denn Gott, der Gericht hält? (Hi 21,7; Ps 73,3; Jer 12,1)