1Und als dies vollbracht war, traten die Obersten an mich heran und sagten: Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich nicht abgesondert von den Völkern der Länder mit ihren Abscheulichkeiten, von den Kanaanitern, den Hetitern, den Perissitern, den Jebusitern, den Ammonitern, den Moabitern, den Ägyptern und den Amoritern. (3Mo 10,11; 3Mo 18,30; 5Mo 7,1; Neh 13,1)2Sondern sie haben sich von deren Töchtern Frauen genommen für sich und für ihre Söhne, und so hat sich der heilige Same mit den Völkern der Länder vermischt, und die Obersten und die Vorsteher gingen voran bei dieser Untreue. (Neh 13,23; Jes 6,13)3Und als ich das hörte, zerriss ich mein Kleid und mein Obergewand und raufte das Haar meines Hauptes und meines Bartes, und betäubt sass ich da. (Jos 7,6)4Da versammelten sich um mich alle, die vor den Worten des Gottes Israels zitterten wegen des Treuebruchs der Verbannten, doch ich blieb betäubt sitzen bis zum Abendopfer. (Esr 10,3; Jes 66,2)5Beim Abendopfer aber erhob ich mich aus meiner Demütigung, bei der ich mein Kleid und mein Obergewand zerrissen hatte, und ich sank nieder auf meine Knie und breitete meine Hände aus zum HERRN, meinem Gott. (2Mo 9,29; 2Chr 6,13)6Und ich sprach: Mein Gott, ich schäme mich, und ich scheue mich, mein Angesicht zu dir zu erheben, mein Gott. Denn unsere Verschuldungen sind zahlreich geworden, sind uns über den Kopf gewachsen; und bis zum Himmel ist unsere Schuld angewachsen. (2Chr 28,9; Neh 1,6; Ps 38,5; Lk 18,13)7Seit den Tagen unserer Vorfahren bis auf diesen heutigen Tag sind wir in grosser Schuld, und unserer Verschuldungen wegen sind wir, unsere Könige, unsere Priester, in die Hand der Könige der Länder gegeben worden durch das Schwert, die Gefangenschaft und die Plünderung und durch öffentliche Schande, wie es heute der Fall ist. (Ps 106,6; Jer 3,25)8Und nun ist uns für einen kleinen Augenblick vom HERRN, unserem Gott, Erbarmen widerfahren: Er hat uns einen Rest von Geretteten übrig gelassen und uns einen festen Halt gegeben an seiner heiligen Stätte, und unser Gott hat unsere Augen leuchten lassen und uns ein wenig Aufleben geschenkt in unserer Knechtschaft. (Ps 13,4; Jes 22,23; Sach 10,4)9Denn Knechte sind wir, doch in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen, und er hat uns Gunst verschafft vor den Königen von Persien, er hat uns ein Aufleben geschenkt: Das Haus unseres Gottes wird aufgerichtet, und aus seinen Trümmern wird es aufgebaut, und er gibt uns eine Mauer in Juda und in Jerusalem. (Neh 7,28; Neh 9,36)10Nun aber, unser Gott, was können wir danach noch sagen? Denn wir haben deine Gebote verlassen, (Neh 9,34)11die du befohlen hast durch deine Diener, die Propheten, indem du sprachst: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen, ist ein beflecktes Land wegen der Befleckung der Völker der Länder, wegen ihrer Abscheulichkeiten, mit denen sie es in ihrer Unreinheit angefüllt haben von einem Ende bis zum anderen. (3Mo 18,25; Esr 6,21)12Und nun sollt ihr eure Töchter nicht ihren Söhnen geben, und ihre Töchter sollt ihr nicht für eure Söhne nehmen, und ihr dürft nie wieder ihren Frieden und ihr Wohl suchen, damit ihr stark werdet und das Gute des Landes geniesst und es euren Nachkommen zum Besitz gebt auf ewig. - (5Mo 7,3; 5Mo 23,7; 1Chr 28,8)13Aber nach allem, was über uns gekommen ist durch unsere bösen Taten und durch unsere grosse Schuld - doch du, unser Gott, hast uns weniger gestraft, als unsere Verschuldungen es verdienten, und hast uns eine solche Rettung verschafft -, (Ps 103,10)14sollten wir da wiederum deine Gebote brechen und uns verschwägern mit den Völkern, die diese Abscheulichkeiten treiben? Müsstest du uns da nicht bis zur Vernichtung zürnen, so dass kein Rest bliebe und keine Rettung? (5Mo 7,3; Jos 23,12)15HERR, Gott Israels, du bist gerecht! Wir aber sind als Gerettete übrig geblieben, wie es heute der Fall ist. Sieh uns vor dir in unserer Schuld! Ja, darum ist es nicht möglich, vor dir zu bestehen. (Neh 1,4; Neh 9,8; Ps 130,3)
1Als das vollbracht war, kamen die Obersten zu mir und sagten: Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich nicht ferngehalten von den Völkern der Länder mit ihren Gräueln, von den Kanaanitern, Hetitern, Perisitern, Jebusitern, Ammonitern, Moabitern, Ägyptern und Amoritern. (5Mo 7,1; 5Mo 23,3)2Sie haben von deren Töchtern Frauen genommen für sich und ihre Söhne. So hat sich der heilige Same mit den Völkern der Länder vermischt und die Obersten und Beamten waren bei diesem Treubruch die Ersten. (Neh 13,23; Mal 2,10)3Als ich das hörte, zerriss ich mein Gewand und meinen Mantel; ich raufte mir die Haare und den Bart und setzte mich erschüttert nieder.4Da versammelten sich alle um mich, die wegen des Treubruchs der Heimkehrer vor den Worten des Gottes Israels zitterten. Bis zum Abendopfer saß ich erschüttert da.5Zur Zeit des Abendopfers erhob ich mich aus meiner Bußübung, mit zerrissenem Gewand und Mantel. Dann warf ich mich auf die Knie, breitete die Hände aus und betete zum HERRN, meinem Gott:6Mein Gott, ich schäme mich und wage nicht, die Augen zu dir, mein Gott, zu erheben. Denn unsere Vergehen sind uns über den Kopf gewachsen; unsere Schuld reicht bis zum Himmel.7Seit den Tagen unserer Väter bis heute sind wir in großer Schuld. Wegen unserer Vergehen wurden wir, unsere Könige und Priester, den Königen der Länder ausgeliefert, dem Schwert, der Gefangenschaft, der Plünderung und der Schande, wie es noch heute der Fall ist.8Jetzt, für einen kurzen Augenblick, hat der HERR, unser Gott, uns Erbarmen gezeigt; er hat einen Rest gerettet und übrig gelassen und uns einen Ruheplatz an seinem heiligen Ort gewährt. So ließ unser Gott unsere Augen aufleuchten, er ließ uns ein wenig aufleben in unserer Knechtschaft.9Ja, wir sind Knechte. Aber auch in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen. Er wandte uns die Gunst der Könige von Persien zu. Er ließ uns aufleben, sodass wir das Haus unseres Gottes wieder aufbauen und es aus den Trümmern wieder aufrichten konnten. Er gewährte uns ein geschütztes Gebiet in Juda und Jerusalem.10Aber jetzt, unser Gott, was sollen wir nach alldem sagen? Wir haben ja deine Gebote verlassen.11Du hast durch deine Diener, die Propheten, geboten: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen, ist ein beflecktes Land; denn die Völker der Länder haben es befleckt; in ihrer Unreinheit haben sie es mit ihren Gräueltaten erfüllt, vom einen Ende bis zum andern. (3Mo 18,24; 5Mo 7,1; Hes 6,14; Hes 36,17)12Darum dürft ihr eure Töchter nicht ihren Söhnen als Frauen geben, noch dürft ihr ihre Töchter für eure Söhne nehmen. Ihr werdet euch niemals um einen Friedens- und Freundschaftsvertrag mit ihnen bemühen. Dann werdet ihr stark sein und die Güter des Landes genießen und sie euren Kindern vererben für alle Zeit.13Was ist alles über uns gekommen wegen unserer bösen Taten und unserer großen Schuld! Dabei hast du, unser Gott, unsere Schuld mit Nachsicht behandelt und uns diese Schar von Geretteten gelassen.14Können wir nach alledem von Neuem deine Gebote brechen und uns mit diesen Gräuel beladenen Völkern verschwägern? Musst du uns dann nicht zürnen, bis wir ganz vernichtet sind, sodass kein Rest von Geretteten mehr übrig bleibt?15HERR, Gott Israels, du bist gerecht; darum hast du uns als geretteten Rest übrig gelassen, wie es heute der Fall ist. Nun stehen wir vor dir mit unserer Schuld. Nein, so kann niemand vor dir bestehen.