Amos 8

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Dies liess Gott der HERR mich sehen: Sieh, ein Korb mit reifem Obst.2 Und er sprach: Was siehst du, Amos? Und ich sagte: Einen Korb mit reifem Obst. Da sprach der HERR zu mir: Reif für das Ende ist mein Volk Israel.[1] Ich werde nicht länger an ihm vorbeigehen! (1Mo 6,13; Hes 7,2; Joe 4,13; Zef 1,2)3 Und an jenem Tag werden die Lieder im Tempel zu Geheul, Spruch Gottes des HERRN, Massen von Leichen, überallhin hat man sie geworfen. Stille! (Am 6,10)4 Hört dies, die ihr dem Armen nachstellt und die Elenden im Land beseitigt (Am 2,7)5 und sagt: Wann ist der Neumond vorüber, dass wir Getreide verkaufen können? Und wann der Sabbat, dass wir Korn anbieten können? Dann machen wir das Efa kleiner und den Schekel grösser und fälschen die Waage für den Betrug, (5Mo 25,13; Neh 13,15; Hos 12,8)6 um Hilflose zu kaufen für Geld und den Armen für ein Paar Schuhe; und den Abfall vom Korn verkaufen wir. (Am 2,6)7 Beim Stolz Jakobs hat der HERR geschworen: Niemals werde ich all das vergessen, was sie getan haben! (Am 6,8)8 Sollte darüber nicht die Erde erbeben und jeder Bewohner auf ihr trauern, und sollte sich nicht die ganze Erde[2] heben wie der Nil und aufgewühlt sein und sich senken wie der Strom Ägyptens? (Am 9,5)9 Und an jenem Tag, Spruch Gottes des HERRN, lasse ich die Sonne untergehen am Mittag, da bringe ich Finsternis über die Erde am helllichten Tag.10 Und eure Feste verwandle ich in Trauer und alle eure Lieder in Klage, und um alle Hüften lege ich ein Trauergewand, und jeder Kopf wird kahl sein. Und ich mache es wie bei der Trauer um den Einzigen, und das Ende davon mache ich wie einen Tag der Verbitterung. (Jes 3,24; Jer 6,26; Hos 2,13; Am 5,21; Sach 12,10)11 Seht, es kommen Tage, Spruch Gottes des HERRN, da sende ich Hunger ins Land, nicht Hunger nach Nahrung und nicht Durst nach Wasser, sondern danach, die Worte des HERRN zu hören.12 Dann werden sie schwanken von Meer zu Meer und von Norden nach Osten, sie werden umherstreifen, um das Wort des HERRN zu suchen, aber sie werden es nicht finden. (Dan 12,4; Hos 5,6)13 An jenem Tag brechen die schönen Jungfrauen und die jungen Männer zusammen vor Durst. (Sach 9,17)14 Die bei der Schuld von Samaria schwören und sagen: So wahr dein Gott lebt, Dan!, und: So wahr der Weg nach Beer-Scheba lebt!, sie werden fallen und sich nicht mehr erheben! (Hos 4,14; Hos 5,2; Am 5,5)

Amos 8

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Dies hat GOTT, der Herr, mich sehen lassen: Siehe, ein Korb für die Ernte.2 Er fragte: Was siehst du, Amos? Ich antwortete: Einen Korb für die Ernte. Da sagte der HERR zu mir: / Gekommen ist das Ende zu meinem Volk Israel. / Ich gehe nicht noch einmal an ihm vorüber. (Offb 14,15)3 Dann heulen die Sängerinnen des Palastes. / An jenem Tag - Spruch GOTTES, des Herrn - gibt es viele Leichen, überall wirft man sie hin. Still!4 Hört dieses Wort, die ihr die Armen verfolgt / und die Gebeugten im Land unterdrückt! (Am 2,6)5 Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei, dass wir Getreide verkaufen, / und der Sabbat, dass wir den Kornspeicher öffnen können? Wir wollen das Hohlmaß kleiner und das Silbergewicht größer machen, / wir fälschen die Waage zum Betrug, (5Mo 25,13; Mi 6,10)6 um für Geld die Geringen zu kaufen / und den Armen wegen eines Paars Sandalen. / Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.7 Beim Stolz Jakobs hat der HERR geschworen: / Keine ihrer Taten werde ich jemals vergessen.8 Sollte deshalb nicht die Erde beben, / sollte nicht alles trauern, was auf ihr wohnt? Sollte sie sich nicht heben wie der Nil, / aufgewühlt sein und sich wieder senken wie der Strom von Ägypten? (Am 9,5)9 An jenem Tag / - Spruch GOTTES, des Herrn - lasse ich am Mittag die Sonne untergehen / und breite am helllichten Tag über die Erde Finsternis aus.10 Ich verwandle eure Feste in Trauer / und all eure Lieder in Totenklage. Ich lege um alle Hüften das Trauergewand / und schere jeden Kopf kahl. Ich bringe Trauer über das Land wie die Trauer um den Einzigen / und das Ende davon wird sein wie der bittere Tag. (Jes 3,24; Jer 6,26; Hos 2,13)11 Siehe, es kommen Tage / - Spruch GOTTES, des Herrn -, da schicke ich Hunger ins Land, / nicht Hunger nach Brot, nicht Durst nach Wasser, / sondern danach, die Worte des HERRN zu hören.12 Dann wanken sie von Meer zu Meer, / von Norden nach Osten ziehen sie, um das Wort des HERRN zu suchen; / doch sie werden es nicht finden.13 An jenem Tag werden die schönen jungen Mädchen / und die jungen Männer in Ohnmacht fallen vor Durst, (Sach 9,17)14 alle, die bei der Schuld von Samaria schwören / und sagen: So wahr dein Gott lebt, Dan! und: So wahr der Weg nach Beerscheba lebt!, / sie werden zu Boden stürzen und sich nicht mehr erheben.[1]