Richter 6

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Und wieder bauten die Israeliten in einer Tour nur Bockmist. Sie taten Sachen, auf die Gott überhaupt nicht steht, und darum sorgte er dafür, dass die Midianiter gegen sie im Krieg gewinnen konnten und die Macht übernahmen.2 Die Midianiter gingen dabei echt hart mit ihnen um, darum mussten sich die Leute vor denen in Bunkern und in den Bergen verstecken.3 Immer wenn sie mal ein bisschen Getreide angepflanzt hatten, kamen die Midianiter mit den Amalekitern und einigen Leuten aus dem Gebiet östlich von Israel an4 und zerstörten die ganzen Felder, bis runter zum Gazastreifen. Sie räumten die ganzen Supermärkte leer und klauten sich alle Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde.5 Dann kamen sie noch mit ihren eigenen Schaf- und Kuhherden in das Land und grasten die ganzen Weideflächen ab. Sie machten sich in den Städten und Dörfern breit und demonstrierten ihre Macht als Besetzer des Landes. Die Midianiter waren wie Ameisen, dass man sie nicht mehr zählen konnte. Mit ihren Autos und Motorrädern kurvten sie überall rum, bis alles platt war und nichts mehr übrig blieb. Ihr Ziel war dabei, das ganze Land komplett auszusaugen und nichts mehr übrig zu lassen.6 Die Israeliten hatten nichts mehr, was ihnen gehört, und waren total pleite. Als es ihnen so richtig dreckig ging, fingen sie wieder an zu Gott zu schreien, ob er ihnen nicht helfen könnte.7 Als sie dann so voll am Beten waren,8 schickte Gott einen Prophetentypen zu ihnen. Der hatte folgende Nachricht: „Leute, ich hab euch damals aus Ägypten rausgeholt, ich hab euch aus den Knebelverträgen und aus diesem Knast befreit, in dem ihr dort festsaßt.9 Ich hab euch auch damals gerettet, als die Ägypter hinter euch her waren. Ständig hab ich euch rausgehauen, auch bei anderen Völkern. Ich habe eure Feinde aus dem Land geschmissen, extra für euch.10 Und dann hab ich gesagt: ‚Ich bin der Chef, ich bin Gott, euer Gott. Ihr sollt keinen Respekt vor den Plastikgöttern von den Amoritern haben, auch wenn ihr in deren Land wohnt.‘ Aber das war euch wohl scheißegal, ihr habt nicht auf mich gehört.“11 Irgendwann kam mal wieder so ein Postbote von Gott rein, ein Engel. Der setzte sich unter die Eiche bei Ofra. Das Grundstück gehörte zu der Zeit dem Joasch vom Abieser-Clan. Sein Sohn Gideon war gerade dabei, ein paar Lebensmittel in einem Weinkeller zu verstecken, damit die Besatzungsarmee der Midianiter das nicht zocken konnten.12 Als er nach draußen kam, sagte der Engel zu Gideon: „Gott ist bei dir! Du bist ein guter Soldat!“13 „Sorry, aber das ist echt Dünnsinn, den Sie da erzählen“, antwortete er. „Wenn Gott bei uns am Start wäre, dann hätten wir hier nicht solche Probleme! Mein Opa hat mir immer von diesen derben Wundern erzählt, die Gott damals gemacht hat, als sie aus Ägypten abgehauen waren. Aber wo sind die denn jetzt bitteschön, diese Wunder? Nein, das glaub ich einfach nicht. Gott hat keinen Bock mehr auf uns, er ist abgehauen und hat uns an diese Midianiterfritzen ausgeliefert.“14 Der Engel ging auf ihn zu und sagte zu ihm: „Du hast es voll drauf! Warum gehst du nicht los und rettest Israel aus diesem Dauerknast, in den euch die Midianiter gesteckt haben? Ich steh hinter dir, ich gebe dir den Auftrag dazu!“15 „Pff, ich? Wie soll ich das denn bitte schaffen, alle Israeliten zu befreien? Mein Clan ist der kleinste von allen aus dem Manasse-Stamm. Dazu bin ich das Küken der Familie, der Jüngste von allen!“16 „Ich werde dir dabei helfen, versprochen!“, sagte Gott durch den Engel. „Du wirst die Midianiter mit einem Schlag komplett plattmachen.“17 „Okay, wenn du meinst und du mir wirklich so was zutraust, dann möchte ich einen Beweis dafür sehen, dass wirklich Gott zu mir redet.18 Bitte hau nicht ab, bevor ich zurückkomme. Ich will dir noch was Nettes zu essen machen“, meinte Gideon. „Okay, ich kann warten“, sagte der Engel.19 Gideon ging in die Küche, nahm etwas Teig ohne Hefe und backte schnell eine Pizza im Ofen. Dann grillte er noch ein paar Steaks, kochte ’ne Nudelsuppe und brachte dann das Ganze nach draußen zu der Eiche, wo der Engel auf ihn wartete.20 Der sagte zu ihm: „Leg mal das Fleisch und die Pizza hier auf den Steinboden, die Suppe kannst du da drüberkippen!“ Gideon machte das.21 Der Engel berührte dann mit seinem Spazierstock das Fleisch und die Pizza. Plötzlich kam von unten eine große Flamme aus dem Boden und verbrannte das ganze Essen. Und dann hatte sich der Engel in derselben Sekunde auf einmal in Luft aufgelöst.22 Jetzt war Gideon klar, wer da gerade mit ihm geredet hatte. „Gott, du bist der Chef, dir ist nichts unmöglich!“, rief er laut. „Ich hatte gerade Besuch von einem echten Engel! Ich hab mit ihm geredet, eigentlich müsste ich jetzt tot sein!“23 Plötzlich hörte Gideon eine Stimme, die zu ihm sagte: „Zwischen uns ist alles in Ordnung, Gideon, wir haben Frieden miteinander. Du musst keinen Schiss haben, du wirst nicht sterben!“24 Gideon baute erst mal sofort einen kleinen Steintisch, einen Altar, an der Stelle auf, der für Gott sein sollte. Er nannte diesen Ort „Gott ist Frieden“. Dieser Altar steht da heute noch, und zwar in Ofra, auf dem Gelände, wo die Familie von Abieser wohnte.25 In der gleichen Nacht kam noch ’ne Nachricht von Gott bei Gideon rein: „Organisier dir mal einen von den Stieren, die bei deinem Vater im Stall stehen. Und zwar den zweiten, das Teil was sieben Jahre alt ist. Mit dem gehst du auf die höchste Stelle von diesem Berg da und sprengst erst mal den Altar weg, den man für diesen Plastikgott Baal aufgebaut hat. Er steht auf dem Grundstück von deinem Vater! Mach mit einer Motorsäge auch gleich diese Holzfigur von der Plastikgöttin Aschera kaputt, die da auch noch rumsteht.26 An genau der Stelle sollst du einen Altar für mich aufbauen, ganz oben auf dem Berg. Mach das aber richtig, so wie es sich gehört. Und dann nimmst du den Stier und machst damit ein Abfackelopfer für mich. Und als Feuerholz nimmst du die Figur von der Plastikgöttin Aschera, die du vorher komplett zersägt hast. Alles klar?“27 Gideon organisierte sich zehn von seinen Angestellten und zog das Ding genau so durch, wie Gott es ihm gesagt hatte. Weil er aber echt Schiss vor seiner Familie und auch den anderen Männern in der Stadt hatte, ließ er das ganze Ding nachts, im Dunkeln, steigen.28 Als die Leute am nächsten Morgen aufstanden und in die Stadt gingen, sahen sie, dass der Altar von ihrem Baal-Gott weggesprengt worden war. Und auch die Reste von dem Aschera-Teil lagen da noch rum. Stattdessen stand an der Stelle jetzt der andere Altar, auf dem in der Nacht ein Stier für Gott als Abfackelopfer verbrannt worden war.29 Die Leute waren voll stinkig. „Wer war das?“, fragten sie überall rum. Einer steckte ihnen dann: „Das war der Gideon, ein Sohn von Joasch!“30 Sofort gingen die Männer zu Joasch und schrien ihn an: „Rück sofort deinen Sohn raus! Er muss sterben! Er hat einfach den Altar von unserm Gott Baal weggesprengt und auch die Figur von der Ascheragöttin abgesägt und verfeuert!“31 „Hä, wie seid ihr denn drauf?“, antwortete Joasch. „Was mischt ihr euch in die Sachen von eurem Gott Baal ein? Ist das jetzt eure Aufgabe, ihn zu verteidigen? Wenn der wirklich ein Gott ist, dann soll er selbst für seine Sache kämpfen! Soll sich dieser ‚Gott‘ doch höchstpersönlich um die Täter kümmern, die seinen Tempel weggesprengt haben, oder? Und wer ihm den Job einfach abnehmen will, sollte mal besser aufpassen, dass er die Nacht noch überleben wird.“32 Weil sein Vater diesen Spruch abgelassen hatte, nannten viele Gideon ab da nur noch Jerubbaal, was so viel bedeutet wie „Baal soll den doch selbst anzeigen“, weil er seinen Altar umgehauen hatte.33 Die Midianiter und die Amalekiter taten sich mit den Leuten aus dem Gebiet östlich von Jerusalem zusammen, um gegen die Israeliten in den Krieg zu ziehen. Sie zogen ihr ganzes Heer zusammen und kamen gemeinsam über den Jordan. Dann bauten sie ihr Lager im Gebiet von Jesreel auf.34 Irgendwann kam die Kraft von Gott, sein Geist, auf Gideon runter! Er stand auf, rief bei den Chefs vom Abieser-Clan an und brachte viele Soldaten zusammen, um das Land zu verteidigen. Alle hörten auf Gideon und folgten ihm.35 Dann telefonierte er noch mit den Chefs vom Familienstamm Manasse, und die folgten auch seinem Aufruf und schlossen sich seiner Armee an. Und so ging es weiter mit den Stämmen Ascher, Sebulon und Naftali. Alle kamen an, um zu helfen.36 Als Gideon mal alleine war, redete er mit Gott über die ganze Sache. „Gott? Bitte, gib mir irgendwie ein Zeichen, dass du wirklich ausgerechnet mich benutzen willst, um Israel hier rauszuhauen! Vielleicht hab ich mich ja verhört?37 Und zwar hab ich folgende Idee: Siehst du diese Packung Taschentücher, Gott? Die will ich heute Nacht auf die Wiese legen. Ich bitte dich, dass morgen früh nur die Taschentücher pitschnass sind, aber die Wiese drumherum muss trocken bleiben, okay? Das wäre für mich ein Zeichen, dass du dein Versprechen halten wirst und du wirklich ausgerechnet durch mich Israel aus dieser Situation raushauen wirst.“38 Es passierte genau so. Als Gideon am nächsten Morgen auf die Wiese ging, war die Packung so nass, dass er eine ganze Tasse damit voll machen konnte.39 Gideon war aber noch nicht ganz happy. „Okay“, sagte er zu Gott, „bitte nicht sauer sein, aber darf ich noch ein letztes Mal um so ein Zeichen bitten? Hätte ja auch nur Zufall sein können. Ich will heute Nacht noch mal eine Packung dort hinlegen, aber diesmal sollen am nächsten Morgen die Tücher knochentrocken und nur auf der Wiese drumherum alles nass sein. Okay?“40 Gott ließ sich wieder auf den Deal ein. Als Gideon am nächsten Morgen die Packung Taschentücher aufhob, war sie total trocken. Aber um die Stelle herum war alles nass.

Richter 6

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Die Israeliten taten, was in den Augen des HERRN böse ist. Da gab sie der HERR in die Hand Midians, sieben Jahre lang.2 Die Hand Midians wurde stark gegen Israel. Vor Midian machten sich die Israeliten die Schluchten in den Bergen und die Höhlen und die Bergnester zurecht.3 Doch immer, wenn die Israeliten gesät hatten, kamen Midian, die Amalekiter und die Leute aus dem Osten und zogen gegen sie heran.4 Sie belagerten die Israeliten und vernichteten die Ernte des Landes bis hin in die Gegend von Gaza. Sie ließen in Israel keine Lebensmittel übrig, auch kein Schaf, kein Rind und keinen Esel.5 Denn sie zogen mit ihren Herden herauf und mit ihren Zelten. Sie kamen so zahlreich wie die Heuschrecken. Zahllos waren sie selbst und auch ihre Kamele. Sie kamen und verheerten das Land.6 So verarmte Israel sehr wegen Midian und die Israeliten schrien zum HERRN.7 Als nun die Israeliten wegen Midian zum HERRN schrien,8 schickte der HERR einen Propheten zu den Israeliten. Dieser sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich selbst habe euch aus Ägypten heraufgeführt. Ich habe euch aus dem Sklavenhaus herausgeführt.9 Ich habe euch aus der Hand Ägyptens und aus der Hand all eurer Unterdrücker befreit. Ich habe sie vor euch vertrieben und euch ihr Land gegeben.10 Und ich habe euch gesagt: Ich bin der HERR, euer Gott. Fürchtet nicht die Götter der Amoriter, in deren Land ihr wohnt! Aber ihr habt nicht auf meine Stimme gehört.11 Der Engel des HERRN kam und setzte sich unter die Eiche bei Ofra, die dem Abiësriter Joasch gehörte. Sein Sohn Gideon war gerade dabei, in der Kelter Weizen zu dreschen, um ihn vor Midian in Sicherheit zu bringen. (Ri 8,22)12 Da erschien ihm der Engel des HERRN und sagte zu ihm: Der HERR sei mit dir, starker Held.13 Doch Gideon sagte zu ihm: Mit Verlaub, mein Herr, ist der HERR wirklich mit uns? Warum hat uns dann all das getroffen? Wo sind alle seine wunderbaren Taten, von denen uns unsere Väter erzählt haben? Sie sagten doch: Hat uns der HERR nicht aus Ägypten heraufgeführt? Jetzt aber hat uns der HERR aufgegeben und uns in die Hand Midians gegeben.14 Da wandte sich der HERR ihm zu und sagte: Geh in dieser deiner Kraft und rette Israel aus der Hand Midians! Sende ich dich nicht hiermit? (1Sam 12,11; Hebr 11,32)15 Er entgegnete ihm: Mit Verlaub, Herr, womit könnte ich Israel retten? Sieh doch, meine Tausendschaft ist die schwächste in Manasse und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters.16 Der HERR sagte zu ihm: Ich werde ganz gewiss mit dir sein und du wirst Midian schlagen, als wäre es nur ein Mann. (2Mo 3,12)17 Gideon erwiderte ihm: Wenn ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, dann gib mir ein Zeichen dafür, dass du selbst es bist, der mit mir redet.18 Entfern dich doch nicht von hier, bis ich zu dir komme, meine Gabe herausbringe und sie vor dir hinlege! Er sagte: Ich werde bleiben, bis du zurückkommst.19 Gideon ging hinein und bereitete ein Ziegenböckchen zu sowie ungesäuerte Brote von einem Efa Mehl. Er legte das Fleisch in einen Korb, tat die Brühe in einen Topf, brachte beides zu ihm hinaus unter die Eiche und legte es vor.20 Da sagte der Engel Gottes zu ihm: Nimm das Fleisch und die Brote und leg sie auf den Felsen da, die Brühe aber gieß aus! Gideon tat es.21 Der Engel des HERRN streckte die Spitze des Stabes aus, den er in der Hand hatte, und berührte das Fleisch und die Brote. Da stieg Feuer von dem Felsblock auf und verzehrte das Fleisch und die Brote. Der Engel des HERRN aber war Gideons Augen entschwunden.22 Als nun Gideon sah, dass es der Engel des HERRN gewesen war, sagte er: Ach, Herr und GOTT, ich habe den Engel des HERRN von Angesicht zu Angesicht gesehen. (2Mo 33,20; Jes 6,5)23 Der HERR erwiderte ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben.24 Gideon errichtete an jener Stelle einen Altar für den HERRN und nannte ihn: Der HERR ist Friede. Der Altar steht bis zum heutigen Tag in Ofra der Abiësriter.25 In jener Nacht sagte der HERR zu ihm: Nimm den Stier von den Rindern, die deinem Vater gehören, und zwar den siebenjährigen Prachtstier, reiß den Altar des Baal nieder, der deinem Vater gehört, und die Aschera daneben hau um![1]26 Bau einen Altar für den HERRN, deinen Gott, auf der Höhe der Burg hier, in der vorgesehenen Ordnung, nimm den Prachtstier und bring ihn mit den Holzstücken der Aschera, die du umhaust, als Brandopfer dar!27 Da nahm Gideon zehn seiner Knechte und tat, was der HERR zu ihm gesagt hatte. Weil er sich aber vor seiner Familie und den Leuten der Stadt fürchtete, es bei Tag zu tun, tat er es bei Nacht.28 Als die Einwohner der Stadt am Morgen aufstanden, siehe, da war der Altar des Baal niedergerissen, die Aschera daneben umgehauen und der Prachtstier auf dem neuerbauten Altar dargebracht.29 Da sagten sie zueinander: Wer hat das getan? Sie suchten und forschten nach und stellten fest: Gideon, der Sohn des Joasch, hat es getan.30 Die Einwohner der Stadt sagten zu Joasch: Gib deinen Sohn heraus, dass er stirbt, denn er hat den Altar des Baal niedergerissen und die Aschera daneben umgehauen!31 Joasch erwiderte allen, die um ihn herumstanden: Wollt ihr etwa für Baal streiten? Wollt ihr ihn retten? Wer für ihn streitet, soll noch vor dem Morgen sterben. Wenn Baal Gott ist, soll er für sich selbst streiten, weil man seinen Altar niedergerissen hat.32 Darum nannte man Gideon seit jenem Tag Jerubbaal - das heißt: Baal möge gegen ihn streiten -; denn er hat seinen Altar niedergerissen. (Ri 7,1)33 Ganz Midian, Amalek und die Leute aus dem Osten taten sich zusammen, zogen herüber und schlugen in der Ebene Jesreel ihr Lager auf.34 Der Geist des HERRN hatte Gideon bekleidet. Gideon blies ins Widderhorn und die Abiesriter ließen sich in seiner Gefolgschaft aufbieten. (Ri 3,10; Ri 11,29; Ri 13,25)35 Er schickte Boten in ganz Manasse umher und auch Manasse ließ sich in seiner Gefolgschaft aufbieten. Außerdem schickte er Boten in Ascher, Sebulon und Naftali umher und sie zogen hinauf ihnen entgegen.36 Da sagte Gideon zu Gott: Wenn du Israel wirklich durch meine Hand retten willst, wie du gesagt hast -37 siehe, ich lege frisch geschorene Wolle auf die Tenne; wenn Tau allein auf der Wolle und auf dem ganzen Boden Trockenheit sein wird, dann werde ich erkennen, dass du durch meine Hand Israel retten willst, wie du gesagt hast.38 Und so geschah es. Als er früh am Morgen aufstand und die Wolle ausdrückte, presste er Tau aus der Wolle heraus - eine Schale voll Wasser.39 Darauf sagte Gideon zu Gott: Dein Zorn möge nicht gegen mich entbrennen, wenn ich nur dieses eine Mal noch rede. Ich möchte es nur noch dieses eine Mal mit der Wolle versuchen: Trockenheit sei auf der Wolle allein und auf dem ganzen Boden soll Tau liegen.40 Und so machte es Gott in jener Nacht: Trockenheit war auf der Wolle allein und auf dem ganzen Boden lag Tau.