1Ach übrigens, Leute: Freut euch an Jesus! Es macht mir Spaß, euch immer wieder das Gleiche zu schreiben! Vielleicht merkt ihr euch das auch mal und werdet noch sicherer und fester im Glauben.2Passt bloß auf vor diesen Vollhorst-Dudes, die bei euch alles kaputt machen wollen! Sie sind wie schlecht trainierte Bulldoggen, die mit ihrer falschen Theologie auf euch losgelassen werden! Ich meine damit diese Vorstellung, dass Gott einen nur cool findet, wenn man sich die Vorhaut hat abschneiden lassen. Lasst euch nicht von diesen bodenlosen Menschen zuschwallen, die euren Männern nur an der Vorhaut rumschnippeln wollen!3Glaubt denen kein Wort! Zu Gottes Leuten gehört man nicht durch irgendein äußeres Beschneidungsritual. Wir gehören zu ihm, weil er uns seinen Heiligen Geist gegeben hat und wir ihm jetzt dienen. Das hat nichts mit irgendeiner noch so tollen Tat zu tun!4Wenn jetzt jemand meint, dass es Gott alleine auf so ein Ritual ankommt, dann hätte ich, Paulus, es ja schon lange gepackt!5Ich wurde exakt am achten Tag nach der Geburt an der Vorhaut beschnitten. Ich komme aus dem Volk Israel, und da sogar aus der Familie vom Benjamin. Ich bin seit meiner Geburt ein Jude, genau wie alle meine Vorfahren das waren. Und dann gehörte ich auch noch zu den Pharisäern, den streng religiösen Strebern, die es mit den Gesetzen von Gott immer ganz genau nehmen.6Ich habe die Christen früher krass verfolgt und immer alles getan, was die religiösen Gesetze vorgeschrieben haben. Da hab ich nichts anbrennen lassen.7Aber alles, was mir früher sonst wie wichtig gewesen ist, bedeutet für mich heute nur einen Haufen Scheiße, wenn ich es mit dem vergleiche, was ich jetzt mit Jesus habe!8Mir ist echt klar geworden, dass im Vergleich zu den unbeschreiblich geilen Sachen, die ich jetzt mit Jesus habe, mir alles andere in der Welt echt am Arsch vorbeigeht. Im Vergleich zu Jesus ist alles andere einfach nur Bullshit!9Ihm will ich mich radikal ausliefern! Ich werde nicht gut durch das Befolgen von irgendwelchen religiösen Gesetzen. Okay für Gott werde ich alleine dadurch, dass ich mein Vertrauen auf Jesus Christus setze.10Es geht mir nur um ihn. Ich möchte immer besser kapieren, wie er drauf ist. Ich will ihn immer besser kennenlernen, möchte immer mehr so werden wie er. Die Kraft, die durch seine Auferstehung freigesetzt wurde, will ich auch erleben. Und auch durch die ätzenden Sachen, die er erlebt hat, will ich etwas lernen. Ich möchte sogar seinen Tod sterben und auch in dem Punkt so werden wie er.11Ich möchte auf jeden Fall dabei sein, wenn alle Menschen, die tot sind, wieder vom Tod auferstehen.
Auf dem Weg zum Ziel
12Mir ist total klar, dass ich längst noch nicht alles gecheckt habe, oder schon als so ’ne Art Vorbild tauge, aber ich lege mich auf jeden Fall voll ins Zeug, damit ich es schaffe. Ich bin von Jesus so geflasht, dass ich nur noch daran denken kann.13Freunde, ich weiß natürlich, dass ich noch nicht am Ziel bin. Aber eins kann ich euch versprechen: Ich vergesse alles, was hinter mir liegt und konzentriere mich nur darauf, dieses Ziel zu erreichen.14Ich gebe echt alles und hab dabei mein Ziel immer voll vor der Linse: Ich will diese Siegerprämie abkassieren. Die wartet nämlich im Himmel auf mich und besteht aus einem Leben ohne Ende bei Gott. Denn das hat uns Gott über Jesus Christus versprochen.15Alle von uns, die auf diesem Weg sind, wollen so leben. Falls ihr anderer Meinung seid, wird Gott euch das schon noch erklären.16Was ihr jetzt schon im Leben mit Gott gepackt habt, müsst ihr euch echt bewahren.
Auf Jesus ausrichten, nicht auf Sachen aus der Welt
17Nehmt mich ruhig als euer Vorbild und schaut euch auch was ab von den Menschen, die so leben wie ich.18Leute, ich muss echt heulen, wenn ich euch das jetzt schreibe: Ich sag euch doch immer wieder, dass ihr euch in Acht nehmen müsst vor diesen Pseudo-Christen! Die sind so lost, sie gehören zur anderen Seite und sind Feinde von dem, was Jesus am Kreuz für uns getan hat.19Sie werden ihr Urteil kriegen, wenn sie tot sind. Solange sie sich den Bauch vollschlagen können, ist ihnen alles andere egal. Und auf die peinlichen Sachen, die sie bringen, sind sie sogar noch stolz! Sie leben voll in der Dimension dieser Welt, die ohne Gott ist.20Wir leben aber in einer anderen Dimension, wir haben einen Pass, auf dem unter der Rubrik „Nationalität“ bei uns „Himmel“ aufgedruckt wurde. Aus dieser Position erwarten wir unseren Helden, Jesus Christus, der uns gerettet hat!21Er wird dann unseren alten Körper, der nur ein begrenztes Haltbarkeitsdatum hat, verwandeln. Unser neuer Körper wird so werden wie der von Jesus, als er vom Tod wieder lebendig geworden ist. Jesus kann das, er ist der Ehrenmann, er hat das Sagen über alles.
1Im Übrigen, meine Brüder und Schwestern, freut euch im Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, wird mir nicht lästig, euch aber macht es sicher. (Phil 2,18; Phil 4,4)2Gebt Acht auf die Hunde, gebt Acht auf die üblen Arbeiter, gebt Acht auf die Verschnittenen![1] (Gal 5,12)3Denn die Beschnittenen sind wir, die wir im Geist Gottes dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf irdische Vorzüge vertrauen,4obwohl ich mein Vertrauen auch auf irdische Vorzüge setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne auf irdische Vorzüge vertrauen, so könnte ich es noch mehr. (2Kor 11,18)5Ich wurde am achten Tag beschnitten, bin aus Israels Geschlecht, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer;6ich verfolgte voll Eifer die Kirche und war untadelig gemessen an der Gerechtigkeit, die im Gesetz gefordert ist.
Der Berufungsweg des Apostels
7Doch was mir ein Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten.8Ja noch mehr: Ich halte dafür, dass alles Verlust ist, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles überragt. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen9und in ihm erfunden zu werden. Nicht meine Gerechtigkeit will ich haben, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott schenkt aufgrund des Glaubens. (Röm 3,21; Gal 2,16)10Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden, indem ich seinem Tod gleich gestaltet werde. (Röm 6,3; Röm 8,17; 2Kor 4,10)11So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.12Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.13Brüder und Schwestern, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.14Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
Heimat im Himmel
15Das also wollen wir bedenken, wir Vollkommenen. Und wenn ihr anders über etwas denkt, wird Gott euch auch das offenbaren.16Nur müssen wir festhalten, was wir erreicht haben.17Ahmt auch ihr mich nach, Brüder und Schwestern, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt! (1Kor 11,1; Phil 4,9)18Denn viele - von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche - leben als Feinde des Kreuzes Christi.19Ihr Ende ist Verderben, ihr Gott der Bauch und ihre Ehre besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn. (Röm 16,18; 2Kor 11,15)20Denn unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter,[2] (Eph 2,6; Kol 3,1)21der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich auch alles unterwerfen kann.