1Jetzt konnte ich beobachten, wie dieses Lamm das erste Schloss öffnete, mit dem das Buch abgeschlossen war. Und dann hörte ich, wie eine von den vier himmlischen Gestalten anfing, voll laut zu brüllen: „Los jetzt!“2Als ich mich umdrehte, war da ein weißes Motorrad, auf dem ein Mann saß. Der Typ hielt ein Laserschwert in der Hand und hatte einen Orden um als Zeichen dafür, dass er zu den Siegern gehörte. Der zog als Sieger los, um noch einmal zu siegen.3Dann öffnete das Lamm ein zweites Schloss, und ich konnte dabei die Stimme von der zweiten himmlischen Gestalt hören, die genauso rief: „Los jetzt!“4Diesmal kam ein feuerrotes Motorrad angebraust. Sein Fahrer bekam ein riesiges Laserschwert. Mit diesem Schwert konnte er den Frieden, der noch auf der Erde war, beenden. Er sorgte dafür, dass sich die Menschen wieder gegenseitig abschlachteten und Kriege anzettelten.5Und dann wurde das dritte Schloss aufgemacht. Ich konnte diesmal die dritte himmlische Gestalt reden hören. Die sagte: „Los jetzt!“ Ein schwarzes Motorrad erschien plötzlich auf der Bildfläche, und sein Fahrer hielt die Börsennachrichten in der Hand.6Ich konnte eine Stimme hören, die von einem der vier Wesen kam: „Ein frisches Brot oder drei Brote von letzter Woche kosten jetzt 90 Euro, nur ein Porsche kostet noch so viel wie vorher!“7Nachdem das vierte Schloss geöffnet wurde, konnte ich die vierte himmlische Gestalt reden hören: „Los jetzt!“8Und dann sah ich wieder ein Motorrad, das war aschgrau und völlig verrostet. Und der Typ, der da draufsaß, hieß der Tod, und hinter ihm war eine Armee von Zombies. Sie bekamen die Macht über ein Viertel der gesamten Erde. Er brachte Kriege, Krankheiten und Hungersnöte, und er ließ alle möglichen wilden Tiere los.9Jetzt öffnete das Lamm das fünfte Schloss, mit dem das Buch abgeschlossen war. Plötzlich sah ich viele Menschen, die getötet wurden, weil sie Gott und seinem Wort immer treu geblieben waren und sich immer öffentlich dazu gestellt hatten, zu ihm zu gehören.10Und die riefen voll laut: „Wann ist es endlich so weit? Du bist der einzigartige, heilige Gott, der für die Wahrheit einsteht! Wann kommt endlich die Gerichtsverhandlung, wo die Menschen, die link zu uns waren und uns getötet haben, verurteilt werden?“11Dann bekamen sie schneeweiße Kleider an, und es wurde gesagt, dass sie noch ein bisschen warten müssten. Denn da waren noch einige aus der Jesus-Familie, die auch noch dazukommen würden, weil sie auch wegen ihres Glaubens noch getötet würden.12Dann sah ich zu dem Lamm. Das öffnete in diesem Augenblick das sechste Schloss. Plötzlich gab es ein heftiges Erdbeben und eine totale Sonnenfinsternis, fast so, als hätte jemand eine schwarze Plastikplane über die Sonne gelegt. Und der Mond wurde dabei blutrot.13Und Meteoriten fielen überall auf die Erde, fast so wie Äpfel, die von einem Baum fallen, wenn der Sturm an den Ästen wackelt.14Auf einmal wurde alles zusammengeklappt, so wie ein Buch zusammengeklappt wird. Alles verschwand, die Berge und alle Inseln waren auf einmal weg.15Die Mächtigen auf der Welt, die Regierungsoberhäupter und Präsidenten, kriegten dann total die Panik. Millionäre, Unternehmer und auch Arbeiter hatten Angst und versuchten, sich in Bunkern tief unter der Erde zu verstecken.16Alle schrien: „Macht die Tür zu, verschließt alles, macht das Licht aus! Der Präsident, der auf dem Chefsessel sitzt und das Sagen über alles hat, darf uns nicht finden. Und das Lamm, das so einen großen Zorn auf uns hat, auch nicht. Dann ist es uns noch lieber, wenn wir in diesem Bunker ersticken oder er über uns zusammenstürzt.17Es ist jetzt so weit, die letzte große Gerichtsverhandlung ist angesetzt. Wer wird sie überleben?“
1Dann sah ich: Das Lamm öffnete das erste der sieben Siegel; und ich hörte das erste der vier Lebewesen wie mit Donnerstimme rufen: Komm![1] (Sach 1,7; Sach 6,1)2Da sah ich und siehe, ein weißes Pferd; und der auf ihm saß, hatte einen Bogen. Ein Kranz wurde ihm gegeben und als Sieger zog er aus, um zu siegen. (Sach 1,8; Sach 6,3)3Als das Lamm das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite Lebewesen rufen: Komm!4Da erschien ein anderes Pferd; das war feuerrot. Und der auf ihm saß, wurde ermächtigt, der Erde den Frieden zu nehmen, damit die Menschen sich gegenseitig abschlachteten. Und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben. (Sach 1,8; Sach 6,2)5Als das Lamm das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte Lebewesen rufen: Komm! Da sah ich und siehe, ein schwarzes Pferd; und der auf ihm saß, hielt in der Hand eine Waage. (Sach 6,2)6Inmitten der vier Lebewesen hörte ich etwas wie eine Stimme sagen: Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar. Aber dem Öl und dem Wein füge keinen Schaden zu!7Als das Lamm das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten Lebewesens rufen: Komm!8Da sah ich und siehe, ein fahles Pferd; und der auf ihm saß, heißt der Tod; und die Unterwelt zog hinter ihm her. Und ihnen wurde die Macht gegeben über ein Viertel der Erde, Macht, zu töten durch Schwert, Hunger und Tod und durch die Tiere der Erde. (Jer 14,12; Jer 15,3; Hes 5,12; Hes 14,21; Hos 13,14)9Als das Lamm das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen aller, die hingeschlachtet worden waren wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugnisses, das sie abgelegt hatten.10Sie riefen mit lauter Stimme und sagten: Wie lange zögerst du noch, Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, Gericht zu halten und unser Blut an den Bewohnern der Erde zu rächen? (5Mo 32,43; 2Kön 9,7; Ps 79,5; Sach 1,12)11Da wurde jedem von ihnen ein weißes Gewand gegeben; und ihnen wurde gesagt, sie sollten noch kurze Zeit ruhen, bis die volle Zahl erreicht sei durch den Tod ihrer Mitknechte und Brüder, die noch getötet werden müssten wie sie.12Und ich sah: Das Lamm öffnete das sechste Siegel. Da entstand ein gewaltiges Beben. Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauergewand und der ganze Mond wurde wie Blut. (Jes 13,10; Jes 50,3; Hes 32,8; Joe 3,4)13Die Sterne des Himmels fielen herab auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Früchte abwirft, wenn ein heftiger Sturm ihn schüttelt. (Jes 34,4)14Der Himmel verschwand wie eine Buchrolle, die man zusammenrollt, und alle Berge und Inseln wurden von ihrer Stelle weggerückt.15Und die Könige der Erde, die Großen und die Heerführer, die Reichen und die Mächtigen, alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Höhlen und Felsen der Berge. (Ps 2,2; Jes 2,10; Jes 24,21)16Sie sagten zu den Bergen und Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Blick dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes; (Jes 6,1; Hos 10,8; Lk 23,30)17denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen. Wer kann da bestehen? (Joe 2,11; Nah 1,6; Mal 3,2; Röm 2,5)