1„Verurteile niemanden sofort, sonst könnte Gott dasselbe mit dir auch tun.2Denn das Bild, was du dir von jemandem machst, der Maßstab, den du anlegst, danach wird man dich auch messen.3Du machst einen auf wild, weil du denkst, dass andere ein Brett vorm Kopf haben, dabei hast du selbst einen ganzen Bauzaun vor der Stirn!4Du sagst zum Beispiel: ‚Hey, Freundchen, pass auf, ich nehm dir mal die Ray-Ban-Sonnenbrille von den Augen, damit du siehst, dass dein T-Shirt einen Fleck hat.‘ Dabei bist du total blind für deinen eigenen Dreck, in dem du bis zum Hals steckst.5Du alter Klugscheißer! Kümmere dich erst um deinen eigenen Dreck, und dann kannst du dich ja immer noch um den Mist von deinem Bruder kümmern!6Was ganz besonders wichtig ist, solltet ihr nicht jedem kostenlos hinterherschmeißen. Alles, was krass wertvoll ist, solltet ihr nicht an die Leute verschenken, die den echten Wert dahinter nicht checken wollen. Die würden euch hinterher sogar noch auf die Fresse hauen.“
Beten – läuft bei dir!
7„Redet mit Gott, bittet ihn um Sachen, dann wird er sie euch auch geben. Macht euch mit ihm auf die Suche nach einer Lösung, dann werdet ihr sie auch finden. Klopft bei Gott an, dann wird er euch auch die Tür aufmachen.8Denn wenn jemand etwas von ihm haben will, bekommt er es auch. Wenn jemand etwas bei ihm sucht, wird er es auch finden. Gott wird demjenigen aufmachen, der an seine Tür klopft.9Wenn ein Kind seinen Papi um ein Toastbrot bittet, wird er ihm dann einen Streifen Klopapier geben?10Wenn ein Kind ein Überraschungsei haben will, wird der Vater ihm dann eine alten Tennisball anbieten?11Also wenn selbst Menschen, die doch oft total link und brutal drauf sind, ihren Kindern das Beste geben, was sie haben, dann wird der Papi aus dem Himmel euch doch erst recht richtig krasse Sachen geben, wenn ihr bei ihm anfragen würdet.“12„Ich sag euch: ‚Behandle jeden so, wie du auch behandelt werden möchtest.‘ Das ist die mega kurze Zusammenfassung von allem, was Gott bisher zu den Menschen gesagt hat.“
Die goldene Regel
Welche Richtung?\
13„Geh nicht einfach den leichten Weg! Der Weg zum Himmel ist keine vierspurige Autobahn, die breit genug ist, und auf der man bequem und einfach fahren kann. Wenn ihr den leichten Weg nehmt, wie das die meisten tun, dann rennt ihr leicht in euren Untergang.14Die Abfahrt in Richtung Leben ist dagegen so eng und steil, dass man sie nicht so leicht fahren kann. Darum nutzen sie nur so wenige.“
Alarmglocken
15„Passt auf vor den allwissenden Labersocken, den Verschwörungstheoretikern und Pseudopropheten, die den ganzen Tag nur dummes Zeug erzählen! Sie tun so, als wären sie ganz friedlich unterwegs, aber in Wirklichkeit sind sie brandgefährlich.16So wie man sofort kapiert, was für ein Baum das ist, wenn man sieht, was für Früchte an ihm wachsen, so kann man auch Menschen einschätzen. Süße Äpfel erntet man auch nicht von einer Brennnessel und Karotten wachsen nicht an Tannen.17Und überhaupt: Wenn ein Baum gesund ist, werden auch seine Früchte gesund sein. Ist er krank, sind es seine Früchte auch.18Ein gesunder Baum wird keine ekligen Früchte tragen und ein kranker Baum wohl kaum gute.19Wenn ein Baum es nicht bringt, wird der Lowbob gefällt, kommt in den Schredder oder wird verbrannt.20Genauso werdet ihr auch erkennen, wie ein Mensch wirklich drauf ist, wenn ihr euch anseht, was für Früchte aus seinem Leben kommen.“
Fromme Labertaschen
21„Es gibt Leute, die mich immer ansprechen mit ‚Oh mein Chef‘ oder ‚Oh großer Jesus‘. Aber sie werden nicht automatisch alle in das Land kommen, wo Gott das Sagen hat. Dorthin kommen nur die, die wirklich getan haben, was mein Papi im Himmel will.22Am letzten Tag auf dieser Welt, da wird abgerechnet. Dann werden viele Leute große Sprüche machen und -rumschwallen, nach dem Motto: ‚Mann, Jesus! Wir haben doch immer weitererzählt, was du zu uns gesagt hast. Wir waren für dich unterwegs und haben in deinem Auftrag ganz derbe Wunder gerissen und auch diese bösen Geister aus Menschen vertrieben!‘23Ich werde dann nur sagen: ‚Ihr habt doch die ganze Zeit nur euer eigenes Ding durchgezogen! Ich kenne euch gar nicht! Haut bloß ab!‘“
Worauf ihr bauen könnt
24„Wer mir gut zuhört und das tut, was ich sage, den kann man mit jemandem vergleichen, der für sein Haus ein festes Betonfundament gegossen hat.25Wenn es dann mal total schüttet oder draußen ein Hurrikan tobt, oder ein Tsunami kommt, wird das Haus nicht kaputtgehen, denn es hat ja ein festes Fundament, auf das man sich verlassen kann.26Wer mir nur zuhört nach dem Motto ‚Hier rein, da wieder raus‘, den kann man vergleichen mit jemandem, der sein Haus auf Sandboden gebaut hat.27Falls mal ein heftiges Gewitter kommt, das Wasser steigt und der Sturm derbe krass abgeht, dann wird der Boden unterspült, und das ganze Haus bröckelt weg.“
Das hat gesessen!
28Nachdem Jesus mit seiner Rede fertig war, waren die Leute alle total fertig wegen seiner heftigen Ansagen.29Denn was er sagte, strahlte Kraft aus und war nicht nur so ein dünnes Rumgelaber, wie es immer von den religiösen Schlaumeiern kam.
1Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! (Mk 4,24; Lk 6,37)2Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden und nach dem Maß, mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden.3Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? (Lk 6,41)4Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! - und siehe, in deinem Auge steckt ein Balken!5Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen!
Von der Entweihung des Heiligen
6Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen!
Vom Vertrauen beim Beten
7Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet! (Mt 18,19; Mt 21,22; Mk 11,24; Lk 11,9; Joh 14,13; Joh 15,7; Joh 16,24; 1Joh 5,14)8Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.9Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet,10oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet?11Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.
Zusammenfassung von Gesetz und Propheten Die Goldene Regel
12Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. (Lk 6,31)
Von den zwei Wegen
13Geht durch das enge Tor! Denn weit ist das Tor und breit der Weg, der ins Verderben führt, und es sind viele, die auf ihm gehen. (Lk 13,24)14Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und es sind wenige, die ihn finden.
Von den falschen Propheten
15Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch in Schafskleidern, im Inneren aber sind sie reißende Wölfe. (1Joh 4,1)16An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? (Mt 12,33; Lk 6,43)17Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.18Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten.19Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. (Mt 3,10; Lk 3,9)20An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen. (Mt 12,33)
Vom Erfüllen des Willens des Vaters
21Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. (Lk 6,46)22Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten gewirkt? (Lk 13,25)23Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Gesetzlosen! (Ps 6,9; Mt 25,12)
Bildwort vom klugen und törichten Hausbau
24Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. (5Mo 4,1; Lk 6,47)25Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.26Und jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute.27Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.
Reaktion auf die Rede Jesu
28Und es geschah, als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge voll Staunen über seine Lehre; (Mk 1,22; Lk 4,32)29denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.