1Jesus war mal wieder am Storys erzählen:2„Wenn Gott wieder anfängt, den Joystick der Welt komplett in die Hand zu nehmen, und seine gute Zeit beginnt, dann ist das, als ob ein Präsident von einem Land eine Hochzeitsparty für seinen Sohn organisiert.3Die ganzen VIP s waren eingeladen, und nachdem alles vorbereitet war, schickte er seine Angestellten los, um die Gäste abzuholen. Aber keiner hatte Lust zu kommen.4Da schickte er seine Leute noch mal los mit der Nachricht: ‚Das kalte Buffet ist angerichtet, der Lachs und der Hummer sind schon fertig, alles wartet nur auf Sie, nun kommen Sie doch!‘5Aber die eingeladenen Gäste hatten einfach keinen Bock zu kommen, sie waren so mit ihrem Leben, mit der Arbeit und so, beschäftigt.6Ein paar waren sogar richtig aggromäßig unterwegs und verprügelten und erschossen die Angestellten.7Da rastete der Präsident total aus und schickte ein paar von seiner Spezialeinheit los, um die Mörder zur Rechenschaft zu ziehen. In andere Städte schickte er sogar seine Armee und ließ alles plattmachen.8Dann sagte er zu seinen Angestellten: ‚Die Vorbereitung für die Party ist fertig, aber die eingeladenen VIP s haben es gar nicht verdient, mit dabei zu sein.9Gehen Sie jetzt zum Hauptbahnhof, auf die Straßen und in die besetzten Häuser und laden Sie alle ein, die Ihnen begegnen.‘10Jetzt gingen sie los und brachten jeden mit, den sie finden konnten: die Penner unter der Brücke, die Junkies vom Hauptbahnhof, aber auch den Geschäftsmann aus dem Einkaufszentrum. Und so wurde die Partyhalle total voll.11Als der Präsident ankam, um die Leute zu begrüßen, war da so ein Penner, der in seinem dreckigen Trainingsanzug rumhing.12‚Mein Freund, wie sind Sie denn so an dem Türsteher vorbeigekommen? Sie haben ja noch nicht mal einen sauberen Anzug an! Jeder Gast konnte sich doch einen Anzug aus meinem Fundus ausleihen!‘ Darauf konnte der Penner nichts antworten.13Da meinte der Präsident: ‚Legt ihm Handschellen an und führt ihn ab in die Einzelhaft! Dort wird er rumheulen, aber keiner wird ihm helfen können.‘14Denn sehr viele haben ’ne Einladung bekommen, aber nur wenige waren bereit dazu, sich dafür klarzumachen.‘“
Gott oder der Staat?
15Den Pharisäern, diesen religiösen Hardlinern, wurde es langsam zu bunt. Sie überlegten sich, wie sie Jesus aufs Glatteis führen könnten.16So schickten sie ein paar von ihren Leuten und ein paar Herodesfans zu Jesus, die ihn dann fragten: „Großer Herr, Sie wollen die Wahrheit um jeden Preis. Und Sie wissen genau, was Gott will. Und es scheint Ihnen dabei egal zu sein, ob die Leute das gut finden oder nicht.17Darum noch ’ne Frage: Findet Gott es eigentlich gut, dass wir unsere Steuern an den Staat bezahlen, oder eher nicht?“18Jesus merkte sofort, was sie eigentlich wollten. „Ihr miesen Spinner!“, sagte er. „Warum versucht ihr die ganze Zeit mich reinzulegen?19Gebt mir mal ’nen Euro!“ Sie gaben ihm einen.20„Wessen Wappen ist da hinten drauf? Was ist da eingeprägt?“21„Das Staatszeichen eines Eurolandes“, antworteten sie. Da sagte Jesus: „Dann gebt dem Staat, was dem Staat zusteht, und gebt Gott, was Gott gehört!“22Damit hatten sie nicht gerechnet. Sie zogen sich zurück und ließen Jesus erst mal in Ruhe.
Wie das mit dem Ehepartner ist, wenn jemand gestorben ist
23Am Nachmittag kamen so ein paar Leute von den Sadduzäern, den politischen Schleimern. Bei denen war eins ganz klar: Wenn einer stirbt, bleibt er tot und fängt nicht wieder in irgendeiner Form an zu leben. Die hatten auch noch ’ne Frage an Jesus:24„Also, Meister, Mose hat klar gesagt, wenn ein verheirateter Mann stirbt, ohne ein Kind zu haben, dann soll sein Bruder sich die Frau schnappen, und das erste Kind soll alles erben.25Wie ist das denn, wenn da nun sieben Brüder sind? Der erste heiratet und stirbt, ohne ein Kind zu haben. Sein Bruder heiratet die Witwe, weil es so üblich ist.26Dann stirbt der zweite Bruder auch schneller als erwartet, und der nächste Bruder nimmt sie zur Ehefrau. So geht das immer weiter, bis sie am Ende mit allen sieben Männern verheiratet war.27Irgendwann stirbt die dann auch noch.28Wenn alle, nachdem sie gestorben sind, wieder in der anderen Welt lebendig werden, zu wem wird sie dann gehören? Sie war ja mit allen sieben im Bett!“29Jesus antwortete darauf: „Oh, Mann, ihr kennt weder die religiösen Texte, noch habt ihr geschnallt, was Gott wirklich draufhat!30Wenn wir alle nach dem Tod zu einem neuen Leben kommen, dann gibt es so was wie Ehe gar nicht mehr! Ihr werdet eher wie Engel sein.31Wenn ihr aber nicht glaubt, dass nach dem Tod noch was kommt, dann will ich euch gern noch mal in Erinnerung rufen, was in den alten religiösen Text steht:32‚Ich bin der Gott von Abraham, Isaak und von Jakob.‘ Das bedeutet, dass Gott kein Gott für die Toten ist, sondern für die Lebenden! Kapiert?“33Was Jesus da vom Stapel ließ, war für viele der Hammer.
Was superwichtig für Gott ist
34Als die Pharisäer, die religiösen Hardliner, hörten, wie Jesus den Sadduzäern, das Maul gestopft hatte, dachten sie sich eine neue Frage aus.35Einer von ihnen ging mit folgender Frage zu Jesus hin:36„Meister, was ist das absolut wichtigste Gesetz von Gott, was will er von uns?“37„‚Liebe Gott, deinen Chef, mit allem, was du hast, mit deinem ganzen Gefühl, volles Rohr, entscheide dich dafür!‘38Das ist das wichtigste Gesetz überhaupt!39Und das andere, was genauso wichtig ist: ‚Liebe die Leute, die mit dir leben, genauso, wie du dich selber auch liebst!‘40Da steckt alles drin, alle Gesetze und Forderungen und alles, was die Propheten gesagt haben.“
Ein Sohn vom Präsidenten David oder ein Sohn von Gott?
41Jesus hatte dann auch noch ’ne Frage an die Jungs von der Pharisäer-Partei:42„Was für ’ne Meinung habt ihr eigentlich über diesen ‚Messias‘, wie es in Hebräisch heißt, oder wie die Griechen sagen‚ diesen ‚Christus‘, also den Auserwählten von Gott? Der soll ja bald kommen und alles gut machen. Wessen Sohn ist der denn?“ Da sagten sie: „Der ist ein Sohn vom Präsidenten David!“43„Aber warum hat David, als der total angezappt vom Heiligen Geist war, ihn plötzlich ‚Chef‘ genannt? Denn David sagte:44‚Gott sagte zu meinem Chef: Setz dich auf die Ehrentribüne an meine Seite, bis ich allen Feinden gezeigt hab, wer hier das Sagen hat!‘45Wenn David also ‚Chef‘ zu ihm gesagt hat, kann er ja nicht sein Sohn sein, oder?“46Da waren sie alle einfach sprachlos und trauten sich nicht mehr, ihm irgendwelche Fragen zu stellen.
1Jesus antwortete und erzählte ihnen ein anderes Gleichnis: (Lk 14,15)2Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.3Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen.4Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Siehe, mein Mahl ist fertig, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!5Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden,6wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. (Mt 21,35)7Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen.8Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren nicht würdig.9Geht also an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein!10Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.11Als der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Menschen, der kein Hochzeitsgewand anhatte.12Er sagte zu ihm: Freund, wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen? Der aber blieb stumm.13Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. (Mt 8,12; Mt 13,42; Mt 24,51; Mt 25,30; Lk 13,28)14Denn viele sind gerufen, wenige aber auserwählt.
Die Frage nach der kaiserlichen Steuer
15Damals kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen. (Mk 12,13; Lk 20,20)16Sie veranlassten ihre Jünger, zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen: Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst und auf niemanden Rücksicht nimmst, denn du siehst nicht auf die Person.17Sag uns also: Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?18Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: Ihr Heuchler, warum versucht ihr mich?19Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denar hin.20Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das?21Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!22Als sie das hörten, staunten sie, ließen ihn stehen und gingen weg.
Die Frage nach der Auferstehung der Toten
23Am selben Tag kamen zu Jesus einige von den Sadduzäern, die behaupten, es gebe keine Auferstehung. Sie fragten ihn: (Mk 12,18; Lk 20,27; Apg 23,8)24Meister, Mose hat gesagt: Wenn ein Mann stirbt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder dessen Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. (1Mo 38,8; 5Mo 25,5)25Bei uns lebten einmal sieben Brüder. Der erste heiratete und starb, und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder,26ebenso der zweite und der dritte und so weiter bis zum siebten.27Als letzte von allen starb die Frau.28Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.29Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt euch; ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes.30Denn nach der Auferstehung heiratet man nicht, noch wird man geheiratet, sondern die Menschen sind wie Engel im Himmel.31Habt ihr im Übrigen nicht gelesen, was Gott euch über die Auferstehung der Toten mit den Worten gesagt hat:32Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden. (2Mo 3,6)33Als das Volk das hörte, geriet es außer sich vor Staunen über seine Lehre. (Mt 7,28)
Die Frage nach dem wichtigsten Gebot
34Als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie am selben Ort zusammen. (Mk 12,28; Lk 10,25)35Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn versuchen und fragte ihn: (Mt 16,1; Mt 19,3; Mt 22,18)36Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?37Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. (5Mo 6,5)38Das ist das wichtigste und erste Gebot.39Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. (3Mo 19,18; Mt 5,43; Röm 13,9; Gal 5,14)40An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Mt 7,12)
Die Frage nach dem Davidssohn
41Danach fragte Jesus die Pharisäer, die versammelt waren: (Mk 12,35; Lk 20,41)42Was denkt ihr über den Christus? Wessen Sohn ist er? Sie antworteten ihm: Der Sohn Davids.43Er sagte zu ihnen: Wie kann ihn dann David im Geist Herr nennen? Denn er sagt:44Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten, bis ich dir deine Feinde unter die Füße lege. (Ps 110,1)45Wenn ihn also David Herr nennt, wie kann er dann sein Sohn sein?46Niemand konnte ihm darauf etwas erwidern und von diesem Tag an wagte keiner mehr, ihm eine Frage zu stellen. (Mk 12,34; Lk 20,40)