1Gott sagt: „Ich werde jemanden zu euch schicken, der den Weg für mich schon mal vorbereitet. Und dann werde ich ganz plötzlich in meinem Tempel auftauchen. Der Botschafter von mir, der meine Verträge organisiert hat und auf den ihr euch schon lange freut, ist bereits unterwegs.“2Wer wird den Tag überleben, wenn Gott auf der Bildfläche erscheint? Gott ist wie ein krasses Feuer, wie ein 1 Million Grad heißer Ofen, in dem alles sofort schmilzt. Und er ist wie das Waschpulver in der Waschmaschine, das alles sauber macht.3Gott wird am Ofen sitzen, wie jemand, der Silber einschmelzen lässt. Dazu muss er es vom Dreck reinigen. So wird er auch die Levi-Leute, die als Priester und Tempelangestellte arbeiten, reinigen. Er macht sie auf die gleiche Art sauber, wie man Gold und Silber sauber macht. Erst dann sind sie korrekt und sauber genug, um ihm etwas zu schenken, also zu opfern.4Und dann wird Gott sich auch über die Geschenke freuen, die ihm in dem Gebiet von Juda und in Jerusalem gemacht werden, so wie früher.5Gott, der Chef über diese Welt, sagt: „Wenn die letzte Gerichtsverhandlung kommt, mache ich kurzen Prozess mit den okkulten Zauberheinis genauso wie mit den Leuten, die ihre Ehe gebrochen haben, mit den Leuten, die vor Gericht lügen, mit den Leuten, die Arbeitern zu wenig Kohle ausbezahlen, mit den Leuten, die Ausländer, Penner und Obdachlose schlecht behandeln, und mit den Leuten, die keinen Respekt vor mir haben.“
Wer Respekt vor Gott hat, kommt gut dabei weg
6„Nein, ich habe mich nicht verändert“, sagt Gott. „Aber ihr, die Leute von Israel, habt auch nicht aufgehört, Mist zu bauen!7Schon damals, bei euren Ururgroßeltern, war das so. Sie haben nicht das getan, was in den Gesetzen steht, die waren ihnen egal. Dreht euch um, lebt wieder mit mir! Dann will ich mich auch umdrehen und wieder mit euch leben!“, sagt Gott. Aber ihr fragt tatsächlich: „Worüber redest du überhaupt? Mit wem sollen wir leben? Wovon sollen wir uns umdrehen?“8Gott sagt: „Darf ein Mensch etwa mich, Gott, beklauen? Ja, das ist mein Ernst, denn ihr beklaut mich! Ihr fragt jetzt: ‚Hä? Was haben wir dir denn geklaut?‘ Na, zum Beispiel diese zehn Prozent von eurem Gehalt und den Anteil, den die Priester bekommen!9Euch wurde deswegen die Krätze an den Hals gewünscht, aber ihr hört nicht auf, mich zu beklauen.10Jetzt bringt endlich die zehn Prozent in den Tempel, damit es genug Lebensmittel in meinem Haus gibt. Testet mich doch, ob ich euch dafür nicht ganz fett beschenken werde!11Ich könnte dafür sorgen, dass das Ungeziefer nicht mehr eure Ernte auffrisst. Ich könnte dafür sorgen, dass eure Weinernte nicht so mickrig ausfällt. Das sagt euch Gott, der Chef über das Universum.12Alle Menschen auf der Welt werden sagen, dass ihr voll Glück gehabt habt. Sie werden euch beneiden. Es wird euch total gut gehen, denn in eurem Land wächst alles sehr fett!“13Gott sagt: „Was ihr über mich sagt, ist echt eine Nummer zu hart. Aber ihr fragt: ‚Hä, was haben wir denn zu Hartes über dich geredet, Gott?‘14Ihr sagt: ‚Es bringt nichts, für Gott zu leben! Was bringt uns das, wenn wir tun, was er sagt? Was bringt uns das, wenn wir einen auf Depri machen und vor Gott auf dem Boden kriechen?15Wir finden, dass die frechen Leute eigentlich echt Glück haben. Sie haben sogar noch ihr Leben auf die Reihe gekriegt, obwohl sie Sachen taten, die Gott nicht will. Sie haben Gott provoziert, aber sind ohne Konsequenzen davongekommen.‘“16Die Leute, die Respekt vor Gott haben, redeten miteinander, und er hat das auch mitbekommen. Er hat die Namen von solchen Menschen in eine Datei schreiben lassen, damit er sie nie vergisst.17Gott, der Chef über dieses Universum, sagt: „Ich werde einen Tag organisieren, an dem ich erkläre, dass sie nur mir gehören. Und diese Leute werde ich dann verschonen, wie ein Vater einen Sohn verschont, der immer brav gewesen ist.18Ihr werdet dann wieder den Unterschied sehen, wie es ist, korrekt mit mir zu leben, oder wie es ist, ohne mich zu leben. Ihr werdet sehen, wie es ist, für mich zu leben oder gegen mich zu leben.19Denn es wird ein Tag kommen, an dem ein sehr heißes Feuer alles verbrennt. Dann werden alle miesen Menschen, die Dinge ohne mich gemacht haben, verbrennen wie trockenes Stroh. An diesem Tag werden sie komplett abfackeln, nichts wird mehr übrig bleiben, keine Wurzel und kein Zweig. Das sagt Gott, der Chef über dieses Universum.20Aber für die, die Respekt vor mir gehabt haben, wird an dem Tag die Sonne aufgehen. Diese Sonne wird es überall hell machen und dafür sorgen, dass ihr gut behandelt werdet. Die Strahlen der Sonne sorgen dafür, dass bei euch alle Wunden -heilen. Ihr werdet rumlaufen und vor Freude in die Luft springen, wie ein Flummi.21Und dann werdet ihr die Leute, die ohne mich gelebt haben, alle kaputt machen. Sie werden so sein, wie der Dreck unter euren Füßen. Ich werde diesen Tag organisieren. Das sagt Gott.“
Es kommt einer, der etwas vorbereiten wird
22Gott sagt: „Vergesst nicht die Gesetze und Regeln von Mose! Ich hab sie ihm damals, am Berg Horeb allen Leuten von Israel gegeben.23Ich werde euch den Propheten Elija schicken, bevor dieser superheftige, letzte Tag der Erde kommt, der ‚Tag von Gott‘. An diesem Tag werde ich die große Gerichtsverhandlung über alle Menschen abhalten.24Elija wird dafür sorgen, dass die Kinder für die Eltern wieder voll wichtig sind und umgekehrt auch die Eltern für die Kinder. Das wird passieren, weil ich sonst kommen müsste, um das ganze Land zu vernichten.“ NEUES TESTAMENT
Maleachi 3
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches Bibelwerk1Seht, ich sende meinen Boten; / er soll den Weg für mich bahnen.
Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel / der Herr, den ihr sucht,
und der Bote des Bundes, den ihr herbeiwünscht. / Seht, er kommt!, spricht der HERR der Heerscharen. (2Mo 23,20; Mt 11,10)2Doch wer erträgt den Tag, an dem er kommt? / Wer kann bestehen, wenn er erscheint?
Denn er ist wie das Feuer des Schmelzers / und wie die Lauge der Walker. (Joe 2,11; Am 5,18; Zef 1,14)3Er setzt sich, um das Silber zu schmelzen und zu reinigen: / Er reinigt die Söhne Levis, / er läutert sie wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN die richtigen Opfer darbringen. (4Mo 8,5; Jer 6,29)4Und dem HERRN wird das Opfer Judas und Jerusalems angenehm sein / wie in den Tagen der Vorzeit, wie in längst vergangenen Jahren.5Ich komme herbei, um euch zu richten; / schnell trete ich als Zeuge auf gegen die Zauberer und die Ehebrecher, / gegen die Meineidigen und gegen alle, welche die Taglöhner, / Witwen und Waisen ausbeuten, den Fremden im Land ihr Recht verweigern
und mich nicht fürchten, / spricht der HERR der Heerscharen. (3Mo 19,13; 5Mo 24,14)
AUFRUF ZUR UMKEHR MIT SEGENSVERHEISSUNG
6Nein, ich, der HERR, habe mich nicht geändert / und ihr habt nicht aufgehört, Söhne Jakobs zu sein. (4Mo 23,19)7Seit den Tagen eurer Väter seid ihr von meinen Gesetzen abgewichen / und habt auf sie nicht geachtet.
Kehrt um zu mir, dann kehre ich mich euch zu, / spricht der HERR der Heerscharen.
Doch ihr sagt: / Worin soll denn unsere Umkehr bestehen? - (Sach 1,3; Jak 4,8)8Darf der Mensch Gott berauben? / Denn ihr beraubt mich.
Doch ihr sagt: Wobei berauben wir dich? - / Bei dem Zehnten und bei der Abgabe!9Dem Fluch seid ihr verfallen, / doch ihr beraubt mich weiter, / ihr, das ganze Volk. (5Mo 28,15)10Bringt den ganzen Zehnten ins Vorratshaus, / damit in meinem Haus Nahrung vorhanden ist!
Ja, stellt mich auf die Probe damit, / spricht der HERR der Heerscharen,
ob ich euch dann nicht die Schleusen des Himmels öffne / und Segen im Übermaß auf euch herabschütte. (3Mo 27,30; 4Mo 18,21; 5Mo 14,22; 5Mo 28,8)11Den Fresser wehre ich von euch ab, / damit er euch die Frucht des Ackers nicht vertilgt
und damit euch der Weinstock auf dem Feld nicht ohne Ertrag bleibt, / spricht der HERR der Heerscharen. (Joe 1,4)12Dann werden alle Völker euch glücklich preisen; / denn ihr seid ein glückliches Land, / spricht der HERR der Heerscharen. (Jes 61,9)
DER TAG DER GÖTTLICHEN GERECHTIGKEIT
13Was ihr über mich sagt, ist kühn, / spricht der HERR.
Doch ihr fragt: Was sagen wir denn über dich?14Ihr sagt: Es hat keinen Sinn, Gott zu dienen. / Was haben wir davon, wenn wir auf seine Anordnungen achten
und vor dem HERRN der Heerscharen / in Trauergewändern umhergehen? (Hi 21,14; Jes 58,3)15Darum preisen wir die Überheblichen glücklich, denn die Frevler haben Erfolg; / sie stellen Gott auf die Probe und kommen doch straflos davon. (Mal 2,17)16Darüber redeten die miteinander, die den HERRN fürchten. / Der HERR horchte auf und hörte hin.
Und man schrieb vor ihm ein Buch, das alle in Erinnerung hält, / die den HERRN fürchten und seinen Namen achten. (2Mo 32,32; Ps 69,29; Jes 4,3; Dan 7,10; Dan 12,1)17Sie werden an dem Tag, den ich herbeiführe / - spricht der HERR der Heerscharen -, mein besonderes Eigentum sein.
Ich werde gut zu ihnen sein, / wie ein Mann gut ist zu seinem Sohn, der ihm dient. (Ps 103,13)18Dann werdet ihr wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Frevler, / zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.19Denn seht, der Tag kommt, er brennt wie ein Ofen: / Da werden alle Überheblichen und alle Frevler zu Spreu
und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, / spricht der HERR der Heerscharen.
Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen dann bleiben. (Jes 5,24; Joe 2,1)20Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, / wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen / und ihre Flügel bringen Heilung.
Ihr werdet hinausgehen und Freudensprünge machen / wie Kälber, die aus dem Stall kommen. (Jes 58,8; Jer 33,6; Lk 1,78; Joh 8,12)21Und ihr werdet die Ruchlosen zertreten, / sodass sie unter euren Fußsohlen zu Asche werden,
an dem Tag, den ich herbeiführe, / spricht der HERR der Heerscharen. (Ps 18,43; Mi 7,10)
SCHLUSSWORTE – MOSE UND ELIJA
22Gedenkt der Weisung meines Knechtes Mose; / am Horeb habe ich ihm Gesetze und Rechtsentscheide übergeben, / die für ganz Israel gelten. (5Mo 5,1; Jos 1,1)23Bevor aber der Tag des HERRN kommt, / der große und furchtbare Tag, / seht, da sende ich zu euch den Propheten Elija.24Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden / und das Herz der Söhne ihren Vätern,
damit ich nicht komme / und das Land schlage mit Bann. (Mt 17,10; Mk 9,11; Lk 1,17; Joh 1,21; Sir 48,10)