Joel 2

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Startet auf dem besonderen Zionsberg die Alarmsirene! Die Leute, die auf der Welt wohnen, sollen vor Angst zittern. Der letzte Tag der Welt, an dem Gott seine große Gerichtsverhandlung abhält, steht kurz bevor!2 An diesem Tag wird es stockfinster sein. Düstere Wolken verhängen den Himmel über den Bergen. Plötzlich fällt von überall her eine riesengroße und total starke Armee ins Land ein. Eine so mächtige Armee gab es noch nie und wird es auch nie wieder geben.3 Vor diesem Heer wird alles verbrennen und hinter ihm auch. Bevor sie dort waren, war alles noch supergrün, es blühte überall so krass, wie in dem besten Garten, den es je gegeben hat, dem Garten Eden. Aber wenn das Heer dort durchgezogen ist, dann ist alles tot, und nichts wächst mehr. Und vor dieser Armee kann man nicht fliehen.4 Man hat das Gefühl, sie rollen wie große Panzer über das Land.5 Ihre Motoren dröhnen schon von Weitem, wenn sie über die Berge fahren. Das klingt wie ein Subwoofer, der einfach alles umhaut. Unglaublich viele Soldaten, eine megagroße Armee stürmt heran. Die stärkste Armee, die es jemals gab, zieht in den Krieg.6 Wenn die Menschen diese Armee sehen, kriegen sie alle Angst, und das Blut gefriert ihnen in den Adern.7 Die Einzelkämpfer mit Spezialausbildung rennen los und klettern über die Schutzmauern. Es gibt nichts, was sie aufhalten kann, denn sie halten an ihrem Ziel fest.8 Keiner setzt den anderen unter Druck oder behindert ihn, sondern sie unterstützen sich gegenseitig. Sie ziehen durch die Fronten, keiner kann sie aufhalten.9 Wenn sie in der Stadt sind, stürmen sie die Häuser und klettern wie Diebe durch die Fenster.10 Es sind so viele, und wenn sie zusammen marschieren, bebt die ganze Erde. Es wird sehr viel Staub aufgewirbelt, so viel, dass man die Sonne, den Mond und auch die Sterne nicht mehr sehen kann.11 Der General dieser Armee ist Gott selbst, er führt sie an. Wenn er mit seiner heftigen Stimme einen Befehl erteilt, spricht er so laut, dass auch der letzte Soldat ganz hinten rechts in seinem großen Heer, das hört. Diese Armee führt seine Befehle aus. Wenn dieser Tag kommt, wird es sehr ätzend. Die Frage ist, wer den Tag überhaupt überleben kann?12 „Ihr könntet aber noch immer zu mir zurückkommen!“, sagt Gott. „Aber macht das radikal, mit allem, was geht! Zeigt, dass es euch wirklich leidtut, was ihr getan habt.13 Ich will nicht, dass ihr nur noch in schwarzen Trauerklamotten rumrennt, sondern ich will, dass es euch wirklich im Herzen wehtut, was ihr gemacht habt. Kommt wieder zurück zu mir, zu eurem Gott! Ich liebe euch ohne Ende! Ich bin nicht so schnell aggromäßig draufzubringen, wie ihr denkt. Aber ich bin ganz schnell dabei, wenn es darum geht, Leute zu lieben. Es tut mir ganz schnell wieder leid, wenn ich euch heftige Strafen angedroht habe.“14 Wer weiß, vielleicht ändert Gott ja auch dieses Mal wieder seine Meinung. Vielleicht tut es ihm leid, dass er euch bestraft hat, und er sorgt plötzlich dafür, dass alles gut wird. Dann könnt ihr wieder Essens- und Trinkopfer für ihn feiern.15 Setzt erneut einen Tag an, wo man auf dem Zionsberg ganz viel betet, wo die Leute Gott sagen können, dass sie Mist gebaut haben. Macht das zu einem neuen Feiertag!16 Bringt alle zusammen zu einem Treffen. Die Teilnehmer sollten dafür sorgen, dass sie sauber, also rein sind. Auch die ganzen Chefs der Gemeinde sollen kommen, genauso wie die Kinder, sogar die Babys müssen dabei sein. Selbst wenn man gerade eine Hochzeit feiert, soll die Party unterbrochen werden, damit das Brautpaar auch kommen kann.17 Dann sollen die Priester, die für Gott arbeiten, sich zwischen der Vorhalle vom Tempel und dem Altar aufstellen. Dort müssen sie laut weinen und beten: „Gott, bitte verzeih deinen Leuten! Wir gehören doch zu dir! Bitte gib das Land, das du uns für immer versprochen hattest, nicht an andere Völker! Denn das wäre sehr peinlich, und alle Menschen, die ohne dich leben, würden Witze über uns und auch über dich machen. Es wäre doch nicht so prall, wenn die Menschen überall sagen: ‚Na? Wo ist denn jetzt euer Gott geblieben?‘“18 Als Gott das mitbekam, bekam er echt Mitleid mit seinen Leuten, und sein Land wurde auf einmal wieder sehr wichtig für ihn.19 Er sagte: „Passt auf: Ich werde dafür sorgen, dass ihr genug Essen und Trinken habt! Es wird locker reichen. Die ganzen anderen Völker sollen nicht länger Witze über euch reißen.20 Ich werde euch vor den Feinden aus dem Norden beschützen. Die Vorhut von deren Armee wird im Toten Meer ersaufen. Die Nachhut werde ich im Mittelmeer versenken. Den Rest von deren Armee werde ich in die Wüste treiben, wo sie sterben. Überall werden ihre Leichen rumliegen und vergammeln. Den Gestank wird man überall riechen. Ich werde sie dafür bestrafen, dass sie einen auf dicke Hose gemacht haben und dachten, sie wären die Größten.21 Die Felder brauchen nichts mehr zu befürchten, ihnen wird nichts passieren. Ihr könnt euch freuen und Party machen. Ich werde zeigen, was ich so draufhabe.22 Die Tiere auf den Wiesen brauchen auch keine Angst mehr zu haben. Das Gras wird wieder wachsen, alles wird grün sein. Die Bäume werden wieder Früchte tragen, auch der Apfelbaum und der Weinstock werden wieder eine gute Ernte einbringen.23 Die Leute, welche in der Stadt auf dem Zionsberg wohnen, können sich auch über mich, Gott, euren Chef, freuen. Ich werde euch zeigen, wie sehr ich euch liebe. Ich sorge dafür, dass es regnet. Es wird so sein wie früher. Sowohl im Herbst als auch im Frühling wird es immer genug regnen.24 Die Getreidesilos werden voll sein, und in den Weinkellern werden die Fässer bis zur Decke stehen. Auch Ölfässer werden reichlich vorhanden sein.25 Ich hatte dafür gesorgt, dass eine Armee gegen euch kämpft. Aber die ganzen Ernten, die euch durch diese riesengroße Armee verloren gegangen sind, werde ich euch zurückgeben.26 Dann werdet ihr euch wieder die Bäuche vollschlagen. Ihr werdet mir dafür danken, weil ich euch so krass geholfen hab. Meine Leute sollen sich nie wieder schämen müssen.27 Und dann werdet ihr kapieren, dass ich immer bei euch bin. Ich gehöre zu Israel, ich bin euer Chef, ich bin euer einziger Gott, es gibt keinen anderen. Meine Leute sollen sich nie mehr schämen müssen.“

Joel 2

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Auf dem Zion stoßt in das Horn, / schlagt Lärm auf meinem heiligen Berg! Alle Bewohner des Landes sollen zittern; / denn es kommt der Tag des HERRN, ja, er ist nahe, (Am 5,18; Zef 1,14)2 ein Tag des Dunkels und der Finsternis, / ein Tag der Wolken und Wetter. Wie das Morgenrot, das sich über die Berge hinbreitet, / kommt ein Volk, zahlreich und gewaltig groß, wie es vor ihm noch nie eines gab / und nach ihm keines mehr geben wird / bis zu den fernsten Geschlechtern. (Zef 1,15)3 Vor ihm her fressendes Feuer, / hinter ihm lodernde Flammen; vor ihm ist das Land wie der Garten Eden, / hinter ihm schaurige Wüste - / da gibt es keine Rettung. (1Mo 2,8; Joe 1,19)4 Wie Rosse sehen sie aus, / wie Reiter stürmen sie dahin. (Offb 9,7)5 Wie rasselnde Streitwagen / springen sie über die Kuppen der Berge, wie eine prasselnde Feuerflamme, die die Stoppeln frisst, / wie ein mächtiges Heer, gerüstet zur Schlacht.6 Bei ihrem Anblick winden sich Völker, / alle Gesichter glühen vor Angst. (Jes 13,8; Nah 2,11)7 Wie Kämpfer stürmen sie dahin, / wie Krieger erklettern sie die Mauer. Jeder verfolgt seinen Weg, / keiner verlässt seine Bahn.8 Keiner stößt den andern; / Mann für Mann ziehen sie ihre Bahn. Mitten durch die Wurfspeere stürmen sie vor, / ihre Reihen nehmen kein Ende.9 Sie überfallen die Stadt, erstürmen die Mauer, / klettern an den Häusern empor, / steigen durch die Fenster ein wie ein Dieb.10 Die Erde zittert vor ihnen, der Himmel erbebt; / Sonne und Mond verfinstern sich, die Sterne halten ihr Licht zurück. (Joe 3,4; Joe 4,15)11 Und der HERR lässt vor seinem Heer / seine Stimme erschallen; ja, überaus zahlreich ist sein Heer, / ja, gewaltig groß ist der Vollstrecker seines Befehls. Ja, groß ist der Tag des HERRN und voll Schrecken. / Wer kann ihn ertragen? (Nah 1,6; Mal 3,2)12 Auch jetzt noch - Spruch des HERRN: / Kehrt um zu mir von ganzem Herzen / mit Fasten, Weinen und Klagen! (5Mo 4,29)13 Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, / und kehrt um zum HERRN, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, / langmütig und reich an Huld / und es reut ihn das Unheil. (2Mo 34,6; Jes 58,5; Am 5,14)14 Wer weiß, vielleicht kehrt er um und es reut ihn / und er lässt Segen zurück, sodass ihr Speise- und Trankopfer darbringen könnt / für den HERRN, euren Gott. (Jon 3,9)15 Auf dem Zion stoßt in das Horn, / ordnet ein heiliges Fasten an, / ruft einen Gottesdienst aus! (Joe 1,14; Joe 2,1)16 Versammelt das Volk, / heiligt die Gemeinde! Versammelt die Alten, / holt die Kinder zusammen, auch die Säuglinge! Der Bräutigam verlasse seine Kammer / und die Braut ihr Gemach.17 Zwischen Vorhalle und Altar / sollen die Priester klagen, / die Diener des HERRN sollen sprechen: Hab Mitleid, HERR, mit deinem Volk / und überlass dein Erbe nicht der Schande, / damit die Völker nicht über uns spotten! Warum soll man bei den Völkern sagen: / Wo ist denn ihr Gott? (2Mo 32,11; Ps 42,4; Ps 79,10; Mi 7,10; 1Mak 7,36)18 Da erwachte im HERRN die Leidenschaft für sein Land / und er hatte Erbarmen mit seinem Volk. (5Mo 4,24)19 Der HERR antwortete seinem Volk und sprach: / Seht, ich sende euch Korn, Wein und Öl, / damit ihr davon satt werdet. Ich gebe euch nicht mehr der Schande preis / unter den Völkern. (5Mo 11,14)20 Den Feind aus dem Norden / schicke ich weit von euch weg, ich treibe ihn in ein dürres, verödetes Land, / seine Vorhut treibe ich zum östlichen Meer / und seine Nachhut zum westlichen Meer. Dann erhebt sich ein Gestank, / Verwesungsgeruch steigt von ihm auf, / denn er hat sich gebrüstet. (Jes 34,3; Am 4,10)21 Fürchte dich nicht, Ackerboden! / Freu dich und juble; / denn der HERR hat Großes getan!22 Fürchtet euch nicht, ihr Tiere auf dem Feld! / Denn das Gras in der Steppe wird wieder grün, der Baum trägt seine Frucht, / Feigenbaum und Weinstock bringen ihren Ertrag.23 Jubelt, ihr Kinder Zions, / und freut euch über den HERRN, euren Gott! Denn er gibt euch Nahrung, wie es recht ist. / Er schickt euch den Regen, Herbstregen und Frühjahrsregen / wie in früherer Zeit.[1] (5Mo 11,14)24 Die Tennen sind voll von Getreide, / die Keltern fließen über von Wein und Öl.25 Ich ersetze euch die Ernten, / die von der Wanderheuschrecke und der Larve, / vom Nager und vom Grashüpfer gefressen wurden, von meinem großen Heer, / das ich gegen euch sandte. (Joe 1,4)26 Ihr werdet essen und satt werden / und den Namen des HERRN, eures Gottes, preisen, / der für euch solche Wunder getan hat. / Mein Volk braucht sich nie mehr zu schämen.27 Dann werdet ihr erkennen, / dass ich mitten in Israel bin und dass ich der HERR, euer Gott, bin, / ich und sonst niemand. / Mein Volk braucht sich nie mehr zu schämen. (Jes 42,8)